{"id":49730,"date":"2025-04-21T14:46:18","date_gmt":"2025-04-21T14:46:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/49730\/"},"modified":"2025-04-21T14:46:18","modified_gmt":"2025-04-21T14:46:18","slug":"wuetender-verstappen-mit-maulkorb-eis-junge-nun-wm-primus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/49730\/","title":{"rendered":"W\u00fctender Verstappen mit Maulkorb &#8211; \u00abEis-Junge\u00bb nun WM-Primus"},"content":{"rendered":"<p>Dschidda (dpa) &#8211; Max Verstappen verlie\u00df den Dschidda Corniche Circuit mit einem dicken Hals. Und der Grund hie\u00df nicht Oscar Piastri, der den 27 Jahre alten Niederl\u00e4nder mit dessen Waffen bezwungen hatte. Im Gegenteil: Selbst Verstappen lobte den Mann der Stunde in der Formel 1: \u00abEr liefert ab, wenn er es muss, er macht kaum Fehler &#8211; und das brauchst Du, wenn Du um die WM k\u00e4mpfen willst.\u00bb Die Wut des viermaligen Weltmeisters richtete sich stattdessen und einmal mehr gegen die Rennkommissare und den Verband.\u00a0<\/p>\n<p>Nur reden wollte er dar\u00fcber nicht &#8211; aus Angst vor den drakonischen Strafen, die in dieser Saison f\u00fcrs Fluchen und auch Aussagen, die dem Internationalen Automobilverband schaden, drohen. \u00abAlles, was ich sagen w\u00fcrde, k\u00f6nnte mir Probleme bringen\u00bb, erkl\u00e4rte Verstappen.<\/p>\n<p>Direkt nach dem Rennen fertigte er noch v\u00f6llig verschwitzt Ex-Pilot David Coulthard als Interviewer ab. \u00abIch will es kurz machen. Ich m\u00f6chte mich ganz herzlich bei den Fans hier in Dschidda bedanken.\u00bb Gefragt hatte Coulthard, der einst selbst f\u00fcr Red Bull fuhr, allerdings nach der alles entscheidenden Szene und der Entscheidung der Rennkommissare.\u00a0<\/p>\n<p>\u00abIch habe nat\u00fcrlich meine eigene Meinung, aber das ist egal. Dar\u00fcber d\u00fcrfen wir nicht reden. Wir d\u00fcrfen nat\u00fcrlich auch nicht negativ sein\u00bb, erkl\u00e4rte Verstappen sp\u00e4ter immer wieder vor diversen TV-Kameras.\u00a0<\/p>\n<p>Verstappen nimmt die Abk\u00fcrzung\u00a0<\/p>\n<p>V\u00f6llig \u00fcberraschend nach dem Wochenende zum Vergessen in Bahrain zuvor hatte sich Verstappen die Pole f\u00fcr den f\u00fcnften Grand Prix der Saison gesichert. Neben ihm stand Piastri, w\u00e4hrend dessen Teamkollege Lando Norris einmal mehr Nerven gezeigt und einen Unfall in der Qualifikation gebaut hatte. Der bis dahin noch WM-F\u00fchrende musste von Platz zehn losfahren.<\/p>\n<p>Vorn passierte die Aufreger-Szene, die noch l\u00e4nger f\u00fcr Gespr\u00e4chsstoff sorgen wird. Piastri erwischte einen etwas besseren Start und dr\u00e4ngte sich neben Verstappen. F\u00fcr den Niederl\u00e4nder wurde es eng, Piastri zog seine harte, aber faire Linie durch, Verstappen wich aus, verlie\u00df die Strecke in der ersten Kurve und k\u00fcrzte ohne zu verlangsamen ab.\u00a0<\/p>\n<p>Das ist eigentlich nicht erlaubt, wird aber immer wieder zum Streit- und Diskussionsthema. H\u00e4tte er Piastri freiwillig vorbeigelassen, h\u00e4tte es keine Strafe gegeben. Doch darauf lie\u00dfen sich Verstappen und Red Bull nicht ein, sie f\u00fchlten sich ja im Recht. Also musste Verstappen beim Boxenstopp f\u00fcnf Sekunden abbrummen.\u00a0<\/p>\n<p>Das Rennen war damit entschieden. Piastri feierte bereits seinen dritten Saisonsieg und \u00fcbernahm zum ersten Mal in seiner Karriere die WM-F\u00fchrung. Norris, der auch noch hinter Ferrari-Fahrer Charles Leclerc Vierter wurde, liegt nun 10 Punkte hinter Piastri, Verstappen hat 12 Z\u00e4hler weniger als der Spitzenreiter. Doch vorerst deutet vieles vor allem auf einen Zweikampf zwischen Piastri und Verstappen hin.\u00a0<\/p>\n<p>\u00abEiskalt und skrupellos\u00bb<\/p>\n<p>\u00abOscar Piastri ist der Anf\u00fchrer, den McLaren braucht\u00bb, schrieb Spaniens \u00abSport\u00bb. Italiens \u00abLa Gazetta dello Sport\u00bb taufte den ultracoolen Piastri bereits den \u00abEis-Jungen von McLaren\u00bb und \u00abAs\u00bb schrieb: \u00abAus den &#8218;Papaya-Regeln&#8216; und der weichen Hand von McLaren ist ein eiskalter und skrupelloser Fahrer hervorgegangen, der Verstappen die Stirn bieten und ihm eine Kostprobe seiner eigenen Medizin geben kann.\u00bb<\/p>\n<p>Wer glaubt, dass das Verstappens Laune verhageln k\u00f6nnte, t\u00e4uscht sich. Auf der Strecke ist seine Welt Rennfahren. Wie bei Piastri. Dass Verstappen mit dem verhaltensauff\u00e4lligen Red Bull, der auch in Dschidda zun\u00e4chst nicht nach einem Wagen f\u00fcrs Podest oder gar den Sieg aussah, am Ende sogar noch mal bis auf gute zwei Sekunden an Piastri rankam, belegte, zu was Verstappen in der Lage ist. Erst recht, wenn er sauer ist.\u00a0<\/p>\n<p>Egal, wo er sich aber danach zu der Strafe \u00e4u\u00dfern sollte, wich er aus. \u00abUm ehrlich zu sein, ich denke, jedes Wort dar\u00fcber ist einfach Zeitverschwendung f\u00fcr alle\u00bb, sagte Verstappen. \u00abBei zwei oder drei Fahrern ist das gleiche passiert und es hat Verwarnungen gegeben. Also die f\u00fcnf Sekunden waren schon etwas harsch\u00bb, sagte daf\u00fcr Red Bulls Motorsportberater Helmut Marko.<\/p>\n<p>Teamchef Christian Horner breitete anschlie\u00dfend sogar Fotos in seiner Medienrunde auf dem Tisch aus, die belegen sollten, dass Verstappen im entscheidenden Punkt der Kurve vorn gewesen sein soll und damit Piastri h\u00e4tte zur\u00fcckstecken m\u00fcssen. Nur machte er genau das nicht, was die meisten anderen, wenn nicht sonst alle gegen Verstappen machen. \u00abAls ich innen war, war mir klar: Ich werde hier nicht als Zweiter rauskommen\u00bb, betonte Piastri. So reden und handeln Champions.<\/p>\n<p>Verstappens Reaktion auf die Durchsage seines Renningenieurs zur Zeitstrafe musste teils weggepiept werden. Um jegliches weiteres Strafenrisiko zu vermeiden, verpasste er sich danach nicht zum ersten Mal einen Maulkorb. Das wiederum f\u00fchrte zu recht eigenwilligen und skurrilen Dialogen.<\/p>\n<p>Fluchen und kritisieren &#8211; im schlimmsten Fall droht Fahrverbot<\/p>\n<p>Auf die Frage in der offiziellen Pressekonferenz, ob er mal erz\u00e4hlen k\u00f6nne, was am Start passiert sei, sagte Verstappen: \u00abDer Start ist passiert. Kurve eins ist passiert und auf einmal war&#8217;s schon Runde 50.\u00bb Auf eine weitere Nachfrage entgegnete er: \u00abEs ging alles sehr schnell.\u00bb\u00a0<\/p>\n<p>Die Zur\u00fcckhaltung kommt nicht ohne Grund. Maximal 120.000 Euro k\u00f6nnen Verst\u00f6\u00dfe gegen die vermeintlichen Benimm-Regeln im Wiederholungsfall die Fahrer kosten, und sogar ein einmonatiges Fahrerverbot ist vorgesehen. Dass Verstappen durch sein Fluchen \u00fcber den Red Bull einst in Singapur den Fia-Pr\u00e4sidenten Mohammed bin Sulayem zu dessen viel kritisierten und rigorosen Kurs verleitete, macht die Angelegenheit noch pikanter. Fortsetzung folgt garantiert. N\u00e4chster Stopp Miami.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Dschidda (dpa) &#8211; Max Verstappen verlie\u00df den Dschidda Corniche Circuit mit einem dicken Hals. 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