{"id":497413,"date":"2025-10-14T07:21:17","date_gmt":"2025-10-14T07:21:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/497413\/"},"modified":"2025-10-14T07:21:17","modified_gmt":"2025-10-14T07:21:17","slug":"journal-frankfurt-news-city-ghost-nun-auch-auf-papier-zu-sehen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/497413\/","title":{"rendered":"Journal Frankfurt News &#8211; \u201eCity Ghost\u201c nun auch auf Papier zu sehen"},"content":{"rendered":"<p>&#13;<\/p>\n<p>Nicht nur im \u00f6ffentlichen Raum<\/p>\n<p>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n      &#13;<br \/>\n      &#13;<\/p>\n<p class=\"teaser__details-anlese-text\">Fast drei Jahre hat es gedauert, nun ist ein Buch des K\u00fcnstlers Philipp Sch\u00e4fer erschienen. In Frankfurt kennt man ihn vor allem f\u00fcr seinen \u201eCity Ghost\u201c. Auch auf dem JOURNAL-Cover war dieser schon abgedruckt.<\/p>\n<p>&#13;<br \/>\n&#13;<\/p>\n<p>&#13;<br \/>\n        Meike Spanner \/&#13;<br \/>\n        14. Oktober 2025, 09.00 Uhr&#13;\n      <\/p>\n<p>&#13;<br \/>\n      &#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n      &#13;<\/p>\n<p>Philipp Sch\u00e4fer hatte schon sehr lange die Idee, seiner Lieblingsfigur, n\u00e4mlich dem \u201eCity Ghost\u201c ein Buch zu widmen. \u201eIch habe 1999 erstmals jene Geister gespr\u00fcht. Schon zum zehnj\u00e4hrigen und dann f\u00fcnfzehnj\u00e4hrigen Jubil\u00e4um h\u00e4tte ich es sch\u00f6n gefunden, eine Sammlung derer in Buchform herauszubringen. Nun zum F\u00fcnfundzwanzigj\u00e4hrigen hat es endlich geklappt\u201c, freut er sich. <\/p>\n<p>Dass seine k\u00fcnstlerischen Wurzeln im <a target=\"_blank\" href=\"http:\/\/www.journal-frankfurt.de\/journal_news\/kunst-159\/Graffiti-und-Street-Art-in-Frankfurt-Sprayer-praegen-das-Stadtbild-mit-ihren-Kunstwerken-43021.html\" rel=\"nofollow noopener\">Graffiti<\/a>, im Underground, im ungefragten Anbringen von Buchstaben, Bildern und Tags liegen, hat er nie verleugnet. Heute ist er ein anerkannter K\u00fcnstler, der sich l\u00e4ngst nicht mehr nur mit Spr\u00fchfarbe an W\u00e4nden bet\u00e4tigt, sondern sich sehr vielf\u00e4ltigen k\u00fcnstlerischen Ausdrucksformen bedient. Entsprechend folgt der Aufbau des Buches analog dem eines Hauses oder Geb\u00e4udes: aus dem Keller, dem Untergrund hoch bis zum Dach, zu den Roof Tops. Aus Buchkapiteln wurden Stockwerke.<\/p>\n<p>\u201eGeisterstunden\u201c: Vom Underground zu den Roof Tops<\/p>\n<p>Doch bevor es soweit war, gab es seinerzeit eine Crowdfunding-Kampagne und eine F\u00f6rderung durch das Land Hessen. Sch\u00e4fer bekam eine Zusage und musste dann innerhalb von drei Monaten ins Tun kommen. \u201ePl\u00f6tzlich war da Druck drauf. Aber &#8217;nur unter Druck entstehen Diamanten&#8216;, wie man wei\u00df\u201c, verr\u00e4t er schmunzelnd. Er sichtete seine riesengro\u00dfe Sammlung an \u201eCity Ghost\u201c-Fotos und fragte in seinem Netzwerk weitere Fotografen daf\u00fcr an.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem begab er sich auf die Suche nach Kooperation f\u00fcr das Projekt und fand Michael Wagener vom Gutleut Verlag. \u201eDas Crowdfunding stellte im Prinzip nur die Anschubfinanzierung sicher. Doch umsetzen wollte ich die Sache nicht alleine, sondern eben mit entsprechend professioneller Unterst\u00fctzung\u201c, sagt Sch\u00e4fer. Auf diese Art fungieren nun er und Michael Wagener als Herausgeber von \u201eGeisterstunden\u201c.<\/p>\n<p>Kooperation mit Autoren des Gutleut Verlags <\/p>\n<p>Es stand die Frage im Raum, nach welcher inneren Ordnung man dieses Buch gestalten wollte. Relativ schnell war klar, dass nicht nur Sch\u00e4fers eigene Texte darin stattfinden sollten, sondern auch andere. F\u00fcr solche fragte er zun\u00e4chst unterschiedliche Autorinnen und Autoren an und es entstand das ein oder andere. Doch diese Vorgehensweise wurde wieder verworfen. \u201eMichael Wageners Idee war n\u00e4mlich, dass Autorinnen und Autoren, die sowieso schon beim Gutleut Verlag unter Vertrag sind, die Bebilderung des Buches vorab erhalten, sich dann ein Foto aussuchen und etwas dazu schreiben\u201c erkl\u00e4rt Sch\u00e4fer. <\/p>\n<p>Alexander Kappe, ebenso vom Gutleut Verlag, \u00fcbernahm fortan die Textredaktion. In der Folge wurde ein lyrisches Konzept entworfen, das sich an den Thematiken der einzelnen Kapitel und Bildseiten des Buches orientierte. \u201eSo entstand eine Symbiose aus Urban Art und Lyrik\u201c, erl\u00e4utert Sch\u00e4fer. Insofern ist das Ergebnis sehr heterogen, viele unterschiedliche literarische Gattungen werden abgebildet, von Gedicht bis Kurzgeschichte, auf jeder Seite neu, durch die verschiedenen Blickwinkel. \u00dcberraschend verlief es auch f\u00fcr Sch\u00e4fer selbst, denn, bis auf einen eigenen Text, gab er das Werk komplett aus der Hand: Er sichtete keine Texte zwischendurch, im Laufe des Prozesses. \u201eIch bin ja selbst zu tief drin, betriebsblind so quasi. F\u00fcr mich war es spannend, mich von dieser Au\u00dfensicht, den unterschiedlichen Assoziationen \u00fcberraschen zu lassen\u201c, sagt er.<\/p>\n<p>Werk befasst sich mit Sch\u00e4fers Vergangenheit<\/p>\n<p>Aufgebaut ist das Werk nicht nur wie ein Haus, von Untergrund hin zum Dachstuhl, sondern auch \u00fcber bevorzugte Orte und Dinge, die Sch\u00e4fer gerne mit Ghosts versch\u00f6nerte. Da gibt es nicht nur U-Bahnsch\u00e4chte und Rolltreppen, sondern auch Stromk\u00e4sten, M\u00fclleimer, Roof Tops und Gullideckel. Letztere d\u00fcrften JOURNAL-Leserinnen und Lesern bekannt vorkommen, denn sie waren vor einigen Jahren in mehreren Ausgaben zu sehen. \u201eDas Graffiti &#8218;Elfenbeinturm&#8216; (AfE-Turm) bildet das letzte Kapitel. Das war symboltr\u00e4chtig und f\u00fcr meinen k\u00fcnstlerischen Werdegang sehr wichtig\u201c, betont Sch\u00e4fer.<\/p>\n<p>99 Prozent der Fotos im Buch zeigen ungefragt angebrachte Bilder, insofern befasst sich das Werk mit Sch\u00e4fers etwas wilderen Vergangenheit. Die meisten Bilder im \u00f6ffentlichen Raum sind l\u00e4ngst verschwunden, dennoch: Sch\u00e4fer ist klar, dass aufgrund des Buches auch Leute zu ihm kommen und ihn damit konfrontieren k\u00f6nnten. \u201eIch w\u00fcrde da sogar sehr gerne in Dialog treten, wenn jemand zum Beispiel zu mir sagt &#8218;das fand ich aber nicht sch\u00f6n, was du damals an mein Haus gemalt hast&#8216;. Vielleicht k\u00f6nnte ich ja etwas Sch\u00f6neres dr\u00fcber malen?\u201c, schmunzelt er. Eine solche Offenheit ist charakteristisch f\u00fcr ihn, der Freigeist l\u00e4sst gr\u00fc\u00dfen.<\/p>\n<p>Info<br \/><b>Geisterstunden<\/b><br \/>Arbeiten im \u00d6ffentlichen Raum, 1999-2024<br \/>Herausgegeben von Philipp A. Sch\u00e4fer und Michael Wagener (Gutleut Verlag)<br \/>404 Seiten im \u00dcberformat A4+, Hardcover, ISBN i978-3-948107-22-2<\/p>\n<p><b>Release Party:<\/b> <br \/>Dienstag, 14.10., ab 18 Uhr<br \/>Massif Central, Frankfurt<br \/>Eintritt frei<\/p>\n<p><b>Open Books<\/b><br \/>Donnerstag, 16.10., 20 Uhr<br \/>Heussenstamm. Raum f\u00fcr Kunst und Stadt, Frankfurt<br \/>Eintritt frei<\/p>\n<p>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n      &#13;<br \/>\n      &#13;<br \/>\n      <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/vgzm.2150123-44618.gif\" width=\"1\" height=\"1\" border=\"0\"\/>&#13;<br \/>\n      &#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n    &#13;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"&#13; Nicht nur im \u00f6ffentlichen Raum &#13; &#13; &#13; &#13; Fast drei Jahre hat es gedauert, nun ist&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":497414,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1774],"tags":[1784,1785,29,214,30,215],"class_list":{"0":"post-497413","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-buecher","8":"tag-books","9":"tag-buecher","10":"tag-deutschland","11":"tag-entertainment","12":"tag-germany","13":"tag-unterhaltung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115371317257361707","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/497413","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=497413"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/497413\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/497414"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=497413"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=497413"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=497413"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}