{"id":497907,"date":"2025-10-14T11:53:11","date_gmt":"2025-10-14T11:53:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/497907\/"},"modified":"2025-10-14T11:53:11","modified_gmt":"2025-10-14T11:53:11","slug":"gaza-gipfel-in-aegypten-wo-war-putin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/497907\/","title":{"rendered":"Gaza-Gipfel in \u00c4gypten: Wo war Putin?"},"content":{"rendered":"<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Beim historischen Gaza-Gipfel in \u00c4gypten ging es um nichts Geringeres als eine Friedensl\u00f6sung im Nahen Osten. Vertreter aus den <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/topics\/usa\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">USA<\/a>, Gro\u00dfbritannien, Frankreich, Deutschland und mehreren arabischen Staaten vermittelten zwischen Israel und der Hamas. Einer fehlte jedoch in Scharm El-Scheich: Russlands Pr\u00e4sident Wladimir Putin. Geradezu bemerkenswert, da der Kreml in der Region traditionell eine nicht unbedeutende Rolle spielt.<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">W\u00e4hrend westliche und arabische Regierungschefs, Minister und Diplomaten im \u00e4gyptischen Urlaubsparadies (die meisten Touristen sind dort \u00fcbrigens Russen) \u00fcber eine Waffenruhe und Hilfslieferungen nach Gaza gesprochen haben, blieb der Kremlchef au\u00dfen vor. Doch warum war <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/topics\/wladimir-putin\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Putin<\/a> nicht bei einem der wichtigsten geopolitischen Gipfeltreffen zugegen?<\/p>\n<p>Gaza-Gipfel: Wollte Trump keine Russen dabeihaben?<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Au\u00dfenminister Sergej Lawrow erkl\u00e4rte in Moskau im Nachgang des Gaza-Treffens, Russland habe sich nicht \u201eaufdr\u00e4ngen\u201c wollen. \u201eWir sind bereit, in jedem Format mitzuwirken \u2013 wenn die Teilnehmer dies w\u00fcnschen\u201c, sagte er auf einer Pressekonferenz mit arabischen Journalisten.<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Hinter Lawrows diplomatisch formulierter Antwort steckt jedoch mehr. Wie der russische Chefdiplomat durchblicken lie\u00df, war Russland schlicht nicht eingeladen worden. \u201eDie Einladungen wurden von der \u00e4gyptischen F\u00fchrung verschickt, die ihre Schritte mit anderen arabischen Initiatoren, aber vor allem mit den Vereinigten Staaten abgestimmt hat\u201c, betonte Lawrow. Eine Kritik an Washington? Die USA unter <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/topics\/donald-trump\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Donald Trump<\/a> h\u00e4tten offenkundig keinen russischen Einfluss beim Gaza-Gipfel am Roten Meer gewollt.<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Dabei ist der Einfluss Moskaus auf die Konfliktparteien im Nahen Osten keineswegs zu untersch\u00e4tzen. Russland pflegt seit Jahrzehnten enge Beziehungen zu arabischen Staaten. Pal\u00e4stinenserpr\u00e4sident Mahmud Abbas reiste in den vergangenen Jahren unz\u00e4hlige Male nach Russland. Das russische Au\u00dfenministerium \u00e4u\u00dferte sich seit Beginn des Krieges vor zwei Jahren immer wieder solidarisch mit Pal\u00e4stina.<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Der Kreml unterh\u00e4lt diplomatische Kan\u00e4le sowohl zu Israel als auch zur Hamas. Ministerpr\u00e4sident <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/topics\/benjamin-netanjahu\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Benjamin Netanjahu<\/a> und Putin sollen \u2013 trotz gro\u00dfer Meinungsverschiedenheiten in manchen geopolitischen Ansichten \u2013 sich pers\u00f6nlich nah sein, wird kolportiert. Im Syrienkrieg war der Kreml zudem ein zentraler Akteur, und auch bei den indirekten Gespr\u00e4chen zwischen Israel und pal\u00e4stinensischen Vertretern spielte Moskau mehrfach eine direkte Vermittlerrolle.<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Gerade diese Vielschichtigkeit h\u00e4tte Russland theoretisch zu einem n\u00fctzlichen Akteur beim Gaza-Gipfel gemacht \u2013 als m\u00f6glichen Br\u00fcckenbauer zwischen den verfeindeten Lagern. Doch in der aktuellen geopolitischen Lage scheinen besonders Nato-Vertreter den Russen nicht zu vertrauen. Seit Beginn des Ukrainekriegs versucht der Westen, Russland international zu isolieren. Allen voran innerhalb der <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/topics\/eu\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">EU<\/a> betrachtet das Gros der Regierungen den Kreml als St\u00f6r- und Unsicherheitsfaktor und nicht als m\u00f6glichen Friedenspartner.<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ article_paragraph_end-of-article-icon__tzjPO\">Zudem hatte Moskau kurz zuvor den ersten Russisch-Arabischen Gipfel, der Mitte Oktober in Moskau stattfinden sollte, selbst verschoben \u2013 offiziell, um den Friedensbem\u00fchungen in Nahost nicht im Wege zu stehen. Inoffiziell d\u00fcrfte die Furcht bestanden haben, dass mehrere arabische Staatschefs ihre Teilnahme kurzfristig abgesagt h\u00e4tten. Von 22 arabischen Staatschefs, die zum Forum eingeladen waren, hatten russischen Medienberichten zufolge nur der syrische Pr\u00e4sident Ahmed al-Scharaa und der Vorsitzende der Arabischen Liga ihre Teilnahme best\u00e4tigt. Ein Fingerzeig in Richtung schwindender Bedeutung im Nahen Osten?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Beim historischen Gaza-Gipfel in \u00c4gypten ging es um nichts Geringeres als eine Friedensl\u00f6sung im Nahen Osten. Vertreter aus&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":497908,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4013],"tags":[331,332,13,14,15,4043,4044,850,307,12],"class_list":{"0":"post-497907","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-russland","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-headlines","11":"tag-nachrichten","12":"tag-news","13":"tag-russia","14":"tag-russian-federation","15":"tag-russische-foederation","16":"tag-russland","17":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115372386378707837","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/497907","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=497907"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/497907\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/497908"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=497907"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=497907"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=497907"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}