{"id":498162,"date":"2025-10-14T14:15:17","date_gmt":"2025-10-14T14:15:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/498162\/"},"modified":"2025-10-14T14:15:17","modified_gmt":"2025-10-14T14:15:17","slug":"forscher-richten-blick-auf-chemische-munition-in-der-ostsee","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/498162\/","title":{"rendered":"Forscher richten Blick auf chemische Munition in der Ostsee"},"content":{"rendered":"<p>                    <a data-lightbox=\"featured-image-673588\" data-title=\"Die \u00abAlkor\u00bb ist zu einer Expedition in die Ostsee gestartet. (Archivbild)  Gregor Fischer\/dpa\" href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/image-118.jpg\" rel=\"lightbox\"><br \/>\n                        <img decoding=\"async\" alt=\"Die \u00abAlkor\u00bb ist zu einer Expedition in die Ostsee gestartet. (Archivbild)  Gregor Fischer\/dpa\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/image-118.jpg\"\/><br \/>\n                    <\/a><\/p>\n<p>\n                    Die \u00abAlkor\u00bb ist zu einer Expedition in die Ostsee gestartet. (Archivbild)  Gregor Fischer\/dpa                <\/p>\n<p>Welche Folgen haben Munitionsaltlasten aus den Weltkriegen auf die Ostsee? Dieser Frage gegen Forschende des Kieler Helmholtz-Zentrums f\u00fcr Ozeanforschung (Geomar) auf drei Expeditionen in verschiedene Bereiche des Meeres nach. W\u00e4hrend der nun am Montag gestarteten, 14-t\u00e4gigen Fahrt mit dem Forschungsschiff \u00abAlkor\u00bb will das Team neue Unterwasser-Technologien testen, wie Geomar mitteilte.<\/p>\n<p>In der ersten Woche sammelt das Team Proben in polnischen Gew\u00e4ssern sowie im Bornholmbecken, wo Chemiewaffen versenkt wurden. Es gibt laut Geomar wenig Untersuchungen \u00fcber den Zustand der Kampfstoffe. \u00abWir wollen f\u00fcr diese Gebiete die Datengrundlage verbessern und herausfinden, wie stark die Meeresumwelt tats\u00e4chlich belastet ist\u00bb, sagt Meeresgeologe Jens Greinert.<\/p>\n<p>In der zweiten Woche untersucht die Expedition die L\u00fcbecker Bucht und dabei insbesondere Boltenhagen. Dort ist im Sommer im Rahmen eines Sofortprogramms verklappte Munition ger\u00e4umt worden. \u00abWir wollen uns angucken, wie es da unten jetzt aussieht\u00bb, so Greinert.<\/p>\n<p>Unterwasserroboter kartieren Meeresboden<\/p>\n<p>Die Bundesregierung hat f\u00fcr ein Sofortprogramm zur Bergung von Munitionsaltlasten in Nord- und Ostsee 100 Millionen Euro zur Verf\u00fcgung gestellt. Drei Unternehmen hatten begonnen, Weltkriegsmunition aus der L\u00fcbecker Bucht zu bergen. Das Geomar-Team will bei der Expedition neue Unterwasser-Technologien testen.<\/p>\n<p>Die Forschenden nutzen autonome und ferngesteuerte Unterwasserroboter, die sie weiterentwickeln wollen. Diese kartieren den Meeresboden, liefern hochaufl\u00f6sende Bilder und nehmen Wasserproben. K\u00fcnftig sollen sie selbstst\u00e4ndig Objekte erkennen, klassifizieren und ihre Kartierungsstrategien in Echtzeit anpassen k\u00f6nnen. Die Experten an Bord untersuchen die Proben mit einem eigens entwickelten mobilen Analyseger\u00e4t auf Sprengstoff-R\u00fcckst\u00e4nde.<\/p>\n<p>Im Fokus stehen auch exemplarische Untersuchungen an gro\u00dfen Raketensprengk\u00f6pfen. \u00abDas k\u00f6nnte die Umweltbelastung effektiv vermindern, weil die Konzentration der Schadstoffe in der Umgebung rasch sinkt. Eine f\u00fcr 2027 geplante R\u00e4umung wollen wir von wissenschaftlicher Seite vorbereiten\u00bb, sagt Greinert. Au\u00dferdem will sein Team im Kleinen Belt verklappte chemische Munition untersuchen.<\/p>\n<p>Giftige Chemikalien freigesetzt\u00a0<\/p>\n<p>Im Bereich der deutschen Nord- und Ostseek\u00fcste liegen sch\u00e4tzungsweise 1,6 Millionen Tonnen konventionelle Kriegsmunition auf dem Meeresgrund. Die Munitionsh\u00fcllen rosten immer st\u00e4rker durch, und dabei treten Schadstoffe aus, wie Geomar-Direktorin Katja Matthes im Juni auf einer Tagung zur Bergung der Altlasten sagte. In der s\u00fcdwestlichen Ostsee seien bereits rund 3.000 Kilogramm giftige Chemikalien freigesetzt worden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die \u00abAlkor\u00bb ist zu einer Expedition in die Ostsee gestartet. 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