{"id":498310,"date":"2025-10-14T15:32:15","date_gmt":"2025-10-14T15:32:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/498310\/"},"modified":"2025-10-14T15:32:15","modified_gmt":"2025-10-14T15:32:15","slug":"dass-menschen-ein-jobangebot-ablehnen-kommt-in-der-praxis-kaum-vor","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/498310\/","title":{"rendered":"\u201eDass Menschen ein Jobangebot ablehnen, kommt in der Praxis kaum vor\u201c"},"content":{"rendered":"<p class=\"tspBHk0 tspBHk1\"><strong>Herr Heyden, Schwarz-Rot <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/schwarz-rote-einigung-das-burgergeld-ist-jetzt-geschichte-14521544.html?icid=in-text-link_14552675\" class=\"link link--internal\" data-gtm-class=\"article-text-link\" data-gtm-val=\"internal\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">versch\u00e4rft in der Grundsicherung die Linie gegen\u00fcber den Betroffenen deutlich<\/a>. Was halten Sie insgesamt von den Pl\u00e4nen?<\/strong><br \/>F\u00fcr eine abschlie\u00dfende Bewertung der Pl\u00e4ne ist es noch zu fr\u00fch. Es handelt sich ja zun\u00e4chst um Absichtserkl\u00e4rungen der Bundesregierung, wir m\u00fcssen abwarten, wie dann letztlich wirklich von Bundestag und Bundesrat entschieden wird.<\/p>\n<p> Zur Person <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/dirk-heyden-gf-jobcenter.jpeg\"   alt=\"\" aria-labelledby=\"caption-14555951\" width=\"440\" height=\"330\" loading=\"lazy\" class=\"tspAShw\"\/> Dirk Heyden, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Jobcenters Hamburg.  <\/p>\n<p class=\"tspABfi\"> \u00a9 Jobcenter Hamburg <\/p>\n<p class=\"tspBHk0\"><strong>Dirk Heyden<\/strong> ist Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Jobcenters Hamburg, des gr\u00f6\u00dften Jobcenters der Republik. Etwa 2600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter betreuen dort mehr als 190.000 hilfebed\u00fcrftige Menschen.\u00a0Das Interview wurde schriftlich gef\u00fchrt.<\/p>\n<p class=\"tspBHk0\"><strong>Wer dreimal trotz Termins nicht im Jobcenter auftaucht, kann k\u00fcnftig alles verlieren, den Regelsatz und die Kosten\u00fcbernahme f\u00fcrs Wohnen. Wie oft kommt es vor, dass das Jobcenter \u00fcberhaupt nichts von der Kundschaft h\u00f6rt und die sozusagen abtaucht?<\/strong><br \/>Es ist nicht die Regel, dass die Kundinnen und Kunden des Jobcenters sich nicht melden. Gleichwohl gibt es solche F\u00e4lle. Es besteht hierzu jedoch keine einheitliche statistische Definition, sodass uns keine entsprechenden Zahlen vorliegen. Um es ganz deutlich zu sagen: Meine Kolleginnen und Kollegen arbeiten t\u00e4glich daran, den existenziellen Lebensunterhalt f\u00fcr viele Kundinnen und Kunden zu sichern. Es ist ganz gewiss nicht in unserem Interesse, Notlagen herbeizuf\u00fchren. <\/p>\n<p class=\"tspBHk0\">Wir w\u00fcnschen uns daher eine pragmatische L\u00f6sung: Bei fehlender Mitwirkung sollte die Leistung durch das Jobcenter kurzfristig pausiert werden k\u00f6nnen. Sobald sich die betroffene Person daraufhin im Jobcenter meldet und den Mitwirkungspflichten nachkommt, w\u00fcrde die Zahlung sofort wieder aufgenommen \u2013 auch r\u00fcckwirkend. Das ist gerade der Unterschied zwischen einer Sanktion und einem vorl\u00e4ufigen Leistungsentzug.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/ideen-von-schwarz-rot-zum-burgergeld-nicht-immer-gleich-auf-totalsanktionen-schielen-13337860.html?icid=single-topic_14552675___\" data-gtm-class=\"article-mzt-link\" class=\"tspBRlv\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Experte zu schwarz-roten B\u00fcrgergeldpl\u00e4nen \u201eDie Politik sollte nicht immer gleich auf Totalsanktionen schielen\u201c <\/a><\/p>\n<p class=\"tspBHk0\"><strong>Was f\u00fcr Gr\u00fcnde stecken erfahrungsgem\u00e4\u00df dahinter, wenn jemand nicht auftaucht?<\/strong><br \/>Das k\u00f6nnen ganz vielf\u00e4ltige Gr\u00fcnde sein, neben Fragen der Motivation sind es auch k\u00f6rperliche oder psychische Erkrankungen. Wenn sich jemand gar nicht mehr meldet und wir den begr\u00fcndeten Verdacht haben, dass die Person nicht mehr an der angegebenen Adresse wohnt, k\u00f6nnen wir auch jetzt schon die Leistungen vor\u00fcbergehend einstellen. Denn die Mitteilung der aktuellen Anschrift zur Erreichbarkeit ist eine gesetzliche Mitwirkungspflicht der Kundinnen und Kunden.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/betroffene-berliner-uber-das-ende-des-burgergelds-wer-nicht-zur-oberschicht-gehort-ist-in-diesem-land-verloren-14521961.html?icid=single-topic_14552675___\" data-gtm-class=\"article-mzt-link\" class=\"tspBRlv\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Betroffene Berliner \u00fcber das Ende des B\u00fcrgergelds \u201eWer nicht zur Oberschicht geh\u00f6rt, ist in diesem Land verloren\u201c <\/a><\/p>\n<p class=\"tspBHk0\"><strong>Eine H\u00e4rtefallregelung soll sicherstellen, dass die harte Komplettsanktion nicht zum Beispiel psychisch Kranke trifft. Wie gut l\u00e4sst sich in der Praxis differenzieren, damit die Regel die Richtigen trifft?<\/strong><br \/>Eine vollst\u00e4ndige Minderung kann es ja nur geben, wenn die Kundin oder der Kunde sich der Zusammenarbeit komplett verweigert, es also \u00fcberhaupt keinen Kontakt mehr gibt. Ein Mindestma\u00df an Mitarbeit seitens der Betroffenen m\u00fcssen wir einfach einfordern. Aber auch hier w\u00e4re unser pragmatischer Ansatz des vor\u00fcbergehenden Leistungsentzugs hilfreich. Dann k\u00f6nnten wir die Zahlungen sofort wieder aufnehmen, sobald sich die Betroffenen bei uns melden.<\/p>\n<p class=\"tspBHk0\"><strong>Die Frage, wer \u00fcberhaupt erwerbsf\u00e4hig ist, soll \u201erealit\u00e4tsn\u00e4her\u201c definiert werden. Das soll verhindern, dass viele Menschen im B\u00fcrgergeld-System festh\u00e4ngen, bei denen de facto klar ist, dass sie nicht f\u00fcr sich selbst sorgen k\u00f6nnen, etwa wegen psychischer Erkrankungen. Wie verbreitet ist dieses Problem?<\/strong><br \/>Die Definition von \u201eErwerbsf\u00e4higkeit\u201c ist ein ganz wichtiger Punkt. Nach heutigem Stand gilt als erwerbsf\u00e4hig, wer drei Stunden t\u00e4glich arbeiten kann. Diese drei Stunden m\u00fcssen nicht einmal am St\u00fcck sein. Solche Arbeitspl\u00e4tze gibt es im deutschen Arbeitsmarkt, in dem \u00fcberwiegend Fachkr\u00e4fte gesucht werden, praktisch nicht. Hier ben\u00f6tigen wir eine alltagstaugliche Definition. Menschen mit starken k\u00f6rperlichen oder psychischen Problemen, die nur so eingeschr\u00e4nkt arbeiten k\u00f6nnen, geh\u00f6ren nicht in das System der Grundsicherung f\u00fcr erwerbsf\u00e4hige Leistungsberechtigte. F\u00fcr sie ist die bestehende Grundsicherung bei Erwerbsunf\u00e4higkeit ohne Arbeitsvermittlung sinnvoller.<\/p>\n<p> Das plant Schwarz-Rot: die Kernpunkte <\/p>\n<ul data-qa-hook=\"story-list-ul\" class=\"tspBUl8\">\n<li class=\"tspBUh1 tspBUh1\">Es wird der Versuch unternommen, Menschen aus dem System zu bekommen, die <strong>gar nicht mehr im Jobcenter auftauchen<\/strong>. Wer zum zweiten Mal einen Termin verpasst, bekommt 30 Prozent des Regelsatzes gestrichen. Beim dritten Mal wird der Regelsatz vollst\u00e4ndig gestrichen, im Folgemonat sogar auch das Geld f\u00fcr Miete und Heizung. Eine H\u00e4rtefallregelung soll sicherstellen, dass dies nicht zum Beispiel psychisch Kranke trifft.<\/li>\n<li class=\"tspBUh1 tspBUh1\">Menschen, die ein <strong>Jobangebot ablehnen<\/strong>, soll der Regelsatz gestrichen werden k\u00f6nnen, nicht aber die Kosten\u00fcbernahme f\u00fcrs Wohnen. Theoretisch ist das Streichen des Regelsatzes schon m\u00f6glich, aber nur f\u00fcr zwei Monate. Au\u00dferdem sind die Bedingungen so formuliert, dass die Sanktion in der Praxis so gut wie gar nicht vorkommt. Wom\u00f6glich werden die Regeln nun so gefasst, dass sie auch real etwas bewirken. \u00dcber Details wird noch zu entscheiden sein; klar ist aber, dass die Union der Treiber der geplanten Sanktionsversch\u00e4rfungen war.<\/li>\n<li class=\"tspBUh1 tspBUh1\">Beim <strong>Schonverm\u00f6gen <\/strong>gibt es k\u00fcnftig keine Karenzzeit mehr. Stattdessen soll von der \u201eLebensleistung\u201c der Betroffenen abh\u00e4ngen, welches Verm\u00f6gen sie behalten d\u00fcrfen, bevor die Grundsicherung greift. Wer in einer eigentlich <strong>viel zu teuren Wohnung<\/strong> lebt, soll ebenfalls schneller als bisher umziehen m\u00fcssen.<\/li>\n<li class=\"tspBUh1 tspBUh1\">Der <strong>Vermittlungsvorrang <\/strong>kommt zur\u00fcck. Das bedeutet, dass die Aufnahme eines Jobs, auch wenn der wenig Perspektive bietet, im Zweifel wichtiger ist als zum Beispiel eine Umschulung. Doch verabredet wurde, dass Qualifizierung vorgehen darf, wenn sie erfolgversprechender erscheint \u2013 nicht nur, aber insbesondere bei den unter 30-J\u00e4hrigen. <\/li>\n<li class=\"tspBUh1 tspBUh1\">Schwarz-Rot will sch\u00e4rfer als bisher gegen <strong>Sozialmissbrauch <\/strong>vorgehen. Da geht es etwa um den bandenm\u00e4\u00dfigen Betrug, bei dem Menschen aus Rum\u00e4nien und Bulgarien nach Deutschland geholt und in Elends-Immobilien einquartiert werden, damit sie B\u00fcrgergeld beziehen k\u00f6nnen \u2013 das Hinterm\u00e4nner dann abzweigen. Konkret wird das Papier bei diesem Thema aber nicht.<\/li>\n<\/ul>\n<p class=\"tspBHk0\"><strong>Auch f\u00fcr Menschen, die ein Jobangebot ablehnen, sollen die Regeln deutlich h\u00e4rter werden, bis hin zur Streichung aller Geldleistungen. Ist das ein Instrument, mit dem Ihre Mitarbeiter mehr bewirken k\u00f6nnen als bisher?<\/strong><br \/>Dass Menschen ein Jobangebot ablehnen, kommt ja in der Praxis kaum vor. Unser Problem sind eher Meldevers\u00e4umnisse, also dass die Kundin oder der Kunde ohne wichtigen Grund Gespr\u00e4chstermine vers\u00e4umt. Deswegen begr\u00fc\u00dfen wir alle \u00c4nderungen, welche die Verbindlichkeit im gegenseitigen Handeln zwischen Kundinnen und Kunden sowie dem Jobcenter st\u00e4rken.<\/p>\n<p class=\"tspBHk0\"><strong>Haben Sie daf\u00fcr Beispiele?<\/strong><br \/>Erstens: Im Kooperationsplan vereinbaren wir im Beratungsgespr\u00e4ch mit unseren Kundinnen und Kunden die gegenseitigen Rechte und Pflichten. Darauf m\u00fcssen sich beide Seiten verlassen k\u00f6nnen, daher begr\u00fc\u00dfen wir es, wenn dieser Kooperationsplan zuk\u00fcnftig mehr Verbindlichkeit erh\u00e4lt. Zweitens: Es ist essenziell wichtig, dass die Kundinnen und Kunden die Beratungstermine, zu denen wir sie einladen, wahrnehmen, damit wir sie optimal und individuell unterst\u00fctzen k\u00f6nnen. Wir haben ein gro\u00dfes Portfolio an Unterst\u00fctzungsm\u00f6glichkeiten, aber das k\u00f6nnen wir nur anwenden, wenn die Menschen mit uns zusammenarbeiten. Insofern begr\u00fc\u00dfen wir alle \u00c4nderungen, die Verbindlichkeit st\u00e4rken und dazu beitragen, dass auch die Kundinnen und Kunden, die sich bisher entziehen, wieder zur Beratung ins Jobcenter kommen.<\/p>\n<p> Mehr Politik sehen Sie hier <\/p>\n<p class=\"tspBHk0\"><strong>Was, wenn in einem Haushalt auch Kinder leben und pl\u00f6tzlich ganz viel Geld fehlt: Geht Schwarz-Rot hier mit Blick auf die Lebensrealit\u00e4t der Betroffenen nicht zu weit?<\/strong><br \/>F\u00fcr uns ist ganz klar, dass wir in unserem t\u00e4glichen Handeln eine Gef\u00e4hrdung des Kindeswohls wie auch drohende Wohnungslosigkeit vermeiden m\u00fcssen. Ich bin fest davon \u00fcberzeugt, dass der Gesetzgeber dies im Blick behalten wird.<\/p>\n<p class=\"tspBHk0\"><strong>Es soll im Gesetz klargestellt werden, dass von alleinstehenden Leistungsberechtigen erwartet wird, in Vollzeit zu arbeiten. Ist es h\u00e4ufig der Fall, dass Alleinstehende lieber nur ein paar Stunden arbeiten und ansonsten aufstocken?<\/strong><br \/>Jeder Kunde und jede Kundin der Jobcenter hat individuelle Gr\u00fcnde f\u00fcr die Hilfebed\u00fcrftigkeit. Und nur wer seine Hilfebed\u00fcrftigkeit mit Kontoausz\u00fcgen und dergleichen nachweisen kann, hat ja \u00fcberhaupt Anspruch auf Grundsicherungsleistungen. Solche Klischees haben mit unserem Alltag sehr wenig zu tun.<\/p>\n<p>Abendlage Newsletter<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/morgenlage-abendlage-icon-klein.png\" alt=\"\" class=\"tspBXfv\"\/><\/p>\n<p class=\"tspBXmz\"> Die wichtigsten Nachrichten des Tages \u2014 abends direkt in Ihr E-Mail-Postfach. <\/p>\n<p class=\"tspBHk0\"><strong>Der Vermittlungsvorrang kommt zur\u00fcck. Das bedeutet, dass die Aufnahme eines Jobs, auch wenn der wenig Perspektive bietet, im Zweifel wichtiger ist als zum Beispiel eine Umschulung. Das Jobcenter kann aber auch entscheiden, dass Qualifizierung vorgeht. Was halten Sie vom Vermittlungsvorrang, der der Union so wichtig war? <\/strong><br \/>Man muss auch hier jeden Fall individuell betrachten. Was hilft dem Menschen am meisten, um eine Chance auf eine dauerhafte, m\u00f6glichst sozialversicherungspflichtige Besch\u00e4ftigung zu erhalten? Ein gro\u00dfer Teil unserer Kundinnen und Kunden hat keine Ausbildung und keinen Abschluss. Der deutsche Arbeitsmarkt sucht Arbeitskr\u00e4fte, aber \u00fcberwiegend Fachkr\u00e4fte. Wenn wir mit einer Qualifizierung die Menschen zu Fachkr\u00e4ften ausbilden k\u00f6nnen, ist das f\u00fcr beide Seiten der richtige Weg. Aber auch die Anerkennungsverfahren f\u00fcr Gefl\u00fcchtete m\u00fcssen schneller werden. Wenn ich eine ausl\u00e4ndische Fachkraft in einen Hilfsjob vermitteln muss, weil vielleicht eine Anerkennung oder noch eine letzte Qualifizierung fehlt, w\u00e4re das f\u00fcr unseren Arbeitsmarkt der falsche Weg.<\/p>\n<p class=\"tspBHk0\">Die Qualifizierung unserer Kundinnen und Kunden bleibt ein wesentlicher Bestandteil der Arbeit im Jobcenter. Und der Erfolg gibt uns recht: Eine Untersuchung des Immigration Policy Lab, die gerade vorgestellt wurde, hat den gro\u00dfen Erfolg des Projekts \u201eJob-Turbo\u201c hervorgehoben. Er verzahnt Qualifizierung, Spracherwerb und Vermittlung in Arbeit miteinander. Es konnten 102.000 zus\u00e4tzliche Arbeitsaufnahmen erreicht werden, darunter 58.000 ukrainische Gefl\u00fcchtete und 44.000 Gefl\u00fcchtete anderer Herkunft. Der \u00fcberwiegende Teil dieser Besch\u00e4ftigungen ist sozialversicherungspflichtig und dauerhaft.<\/p>\n<p class=\"tspBHk0\"><strong>Wer ein Kind unter drei Jahren zu betreuen hat, f\u00fcr den besteht keine Pflicht zur Arbeit. Nun sollen aber zumindest Beratung und die Teilnahme an Integrationsma\u00dfnahmen verpflichtend werden. Wie oft f\u00fchren die drei Jahre Kinderpause dazu, dass der Anschluss an den Arbeitsmarkt verloren geht? <\/strong><br \/>Hamburg verf\u00fcgt im Bundesvergleich \u00fcber eine gute Kinderbetreuung. Gerade deshalb beraten wir auch jetzt schon Kundinnen und Kunden in Elternzeit, um Unterbrechungen in der Erwerbsbiografie zu begrenzen. Wir sind fest davon \u00fcberzeugt, dass junge M\u00fctter und V\u00e4ter arbeiten wollen, wenn die individuellen Rahmenbedingungen es zulassen. Das ist auch zwingend notwendig, denn der Arbeitsmarkt wird aufgrund der demografischen Entwicklung alle Erwerbspotenziale aussch\u00f6pfen m\u00fcssen.<\/p>\n<p> Mehr zum Thema bei Tagesspiegel Plus: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/spd-akzeptiert-burgergeld-wende-doch-die-gewerkschaften-stellen-die-vertrauensfrage-14533058.html?icid=topic-list_14552675___\" data-gtm-class=\"article-mzt-link\" class=\"tspBRlv\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u201eWie ein R\u00fcckfall auf Hartz IV\u201c Die SPD akzeptiert B\u00fcrgergeld-Wende \u2013\u00a0die Gewerkschaften stellen die Vertrauensfrage <\/a><a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/gesellschaft\/tschuss-burgergeld-ein-schlechtes-wort-verlasst-die-buhne-14530385.html?icid=topic-list_14552675___\" data-gtm-class=\"article-mzt-link\" class=\"tspBRlv\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Tsch\u00fcss, B\u00fcrgergeld! Ein schlechtes Wort verl\u00e4sst die B\u00fchne <\/a><a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/spd-oberburgermeister-uber-sozialbetrug-viele-sind-findig-massnahmen-des-jobcenters-zu-unterlaufen-14524394.html?icid=topic-list_14552675___\" data-gtm-class=\"article-mzt-link\" class=\"tspBRlv\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">SPD-Oberb\u00fcrgermeister \u00fcber Sozialbetrug \u201eViele sind findig, Ma\u00dfnahmen des Jobcenters zu unterlaufen\u201c <\/a><\/p>\n<p class=\"tspBHk0\"><strong>\u201eDas B\u00fcrgergeld ist jetzt Geschichte\u201c, sagt Markus S\u00f6der. Sehen Sie das auch so?<\/strong><br \/>Ich sehe hier eher eine Weiterentwicklung, die hoffentlich f\u00fcr eine breitere gesellschaftliche Akzeptanz sorgt. Viele Ans\u00e4tze des B\u00fcrgergeld-Gesetzes waren richtig und wichtig. Und die Grundsicherung f\u00fcr hilfebed\u00fcrftige Menschen bleibt ja bestehen. Das ist verfassungsrechtlich garantiert: Wer mitwirkt und seine Pflichten erf\u00fcllt, hat auch keine Minderungen zu bef\u00fcrchten. Meine Kolleginnen und Kollegen unterst\u00fctzen Menschen mit konkreter Beratung und F\u00f6rderangeboten und w\u00fcrden sich freuen, wenn dieser Einsatz gesellschaftlich insgesamt mehr Anerkennung findet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Herr Heyden, Schwarz-Rot versch\u00e4rft in der Grundsicherung die Linie gegen\u00fcber den Betroffenen deutlich. 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