{"id":498338,"date":"2025-10-14T15:47:17","date_gmt":"2025-10-14T15:47:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/498338\/"},"modified":"2025-10-14T15:47:17","modified_gmt":"2025-10-14T15:47:17","slug":"haushaltsplan-in-werther-rekordeinnahmen-doch-26-millionen-euro-minus-haller-kreisblatt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/498338\/","title":{"rendered":"Haushaltsplan in Werther: Rekordeinnahmen, doch 2,6 Millionen Euro Minus | Haller Kreisblatt"},"content":{"rendered":"<p id=\"absatz1\" class=\"em_text\">Werther. Es ist genau der passende Moment, um Bilanz zu ziehen. Die letzte Sitzung des alten Stadtrats, bevor im November die neu und wieder gew\u00e4hlten Mitglieder in eine neue Wahlperiode starten. F\u00fcr B\u00fcrgermeister Veith Lemmen endet damit seine erste Amtszeit in Werther, und er ist stolz auf das, was in den vergangenen f\u00fcnf Jahren geschafft wurde.<\/p>\n<p id=\"absatz2\" class=\"basetext\">In seiner Rede zur Einbringung des Haushaltsplans f\u00fcr 2026 spart er nicht mit Superlativen. Einer davon ist erst einige Tage alt. Die Gewerbesteuer, in der Regel die wichtigste Einnahmequelle einer Stadt, ist auf 9,76 Millionen Euro geklettert. \u201eEin Rekord\u201c, nannte K\u00e4mmerer Rainer Demoliner in der j\u00fcngsten Sitzung des Finanzausschusses dieses Ergebnis &#8211; zumal das Jahr noch nicht zu Ende ist.<\/p>\n<p id=\"absatz4\" class=\"basetext\">Geplant hatte die Stadt bis zum Jahresende bislang mit 7,55 Millionen Euro. Die sind bereits jetzt deutlich \u00fcberschritten. \u201e2020 betrug die Gewerbesteuereinnahme 5,99 Millionen Euro, und das war bereits gut\u201c, so Veith Lemmen. Doch nun sei die Gewerbesteuer innerhalb von rund f\u00fcnf Jahren um 63 Prozent gestiegen.<\/p>\n<p class=\"basetext Zwischenzeile\" data-semantic=\"p\">Brand bei Pahmeyer als leuchtendes Beispiel<\/p>\n<p id=\"absatz6\" class=\"basetext\">Der Dank daf\u00fcr gehe vor allem an die \u201eflei\u00dfigen Unternehmen in unserer Stadt\u201c sowie an die Wirtschaftsf\u00f6rderung, so Lemmen. Der Vorteil einer kleinen Stadt wie Werther sei, dass die Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Verwaltung sehr individuell und serviceorientiert laufen k\u00f6nne.<\/p>\n<p id=\"absatz7\" class=\"basetext\">Ein Beispiel f\u00fcr \u201eZusammenhalt, mutigen Unternehmergeist und daf\u00fcr, dass manches in Werther besser l\u00e4uft als sonst wo\u201c sei der Gro\u00dfbrand in der Kartoffelmanufaktur Pahmeyer gewesen. Eine Katastrophe habe abgewendet werden k\u00f6nnen, \u201eweil restlos alle auf dem Platz waren und angepackt haben\u201c. Von der Freiwilligen Feuerwehr \u00fcber die Landwirtschaft bis zu anderen Unternehmen.<\/p>\n<p id=\"absatz8\" class=\"basetext\"><b class=\"bold\">Mehr dazu: <\/b><a href=\"https:\/\/www.haller-kreisblatt.de\/lokal\/werther\/24135616_Starke-Solidaritaet-Werther-steht-Familie-Pahmeyer-bei-Grossbrand-zur-Seite.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Nach Gro\u00dfbrand: Viel Solidarit\u00e4t und Hilfe f\u00fcr Familie Pahmeyer aus Werther <\/a><\/p>\n<p id=\"absatz9\" class=\"basetext\">Und da die Familie Pahmeyer \u201emit Volldampf\u201c weitermacht, sei klargewesen, dass alle erforderlichen Genehmigungen da sein m\u00fcssen, bevor die neuen Maschinen da und die Halle wieder aufgebaut sei. So etwas f\u00fchre dazu, dass Unternehmen sich in Werther gut entwickeln k\u00f6nnten und sich mit wachsender Gewerbesteuer am Gemeinwesen beteiligten, res\u00fcmiert Lemmen.<\/p>\n<p id=\"absatz10\" class=\"basetext Zwischenzeile\" data-semantic=\"p\"><b class=\"bold\">Einkommenssteuer<\/b> ist die gr\u00f6\u00dfte Ertragsquelle im Haushalt<\/p>\n<p id=\"absatz11\" class=\"basetext\">Die zweite gro\u00dfe Einnahmequelle ist die Einkommenssteuer. Dass sie in Werther sogar h\u00f6her ist als die Gewerbesteuer, ist eine Seltenheit in OWL und zeigt, wie viele Menschen mit gutem Einkommen in der Stadt leben. F\u00fcr das kommende Jahr hat Rainer Demoliner mit 8,74 Millionen Euro Einkommens- und Umsatzsteuer kalkuliert. Das sind 280.000 Euro mehr, als im Ansatz f\u00fcr 2025 standen.<\/p>\n<p id=\"absatz12\" class=\"basetext\">Insgesamt 34 Prozent der Ertr\u00e4ge macht die Einkommenssteuer aus. Die Gewerbesteuer hat einen Anteil von 33 Prozent. Obwohl sie im aktuellen Jahr auf Rekordkurs ist, hat Rainer Demoliner im Haushalt f\u00fcr 2026 einen bescheideneren Ansatz von 8,6 Millionen Euro gew\u00e4hlt.<\/p>\n<p id=\"absatz13\" class=\"basetext\"><b class=\"bold\">Mehr dazu: <\/b><a href=\"https:\/\/www.haller-kreisblatt.de\/lokal\/werther\/23983064_Bitter-In-Werthers-Haushalt-klafft-ein-Vier-Millionen-Loch.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bitter: In Werthers Haushalt klafft ein Vier-Millionen-Loch<\/a><\/p>\n<p id=\"absatz14\" class=\"basetext\">\u201eWir h\u00e4tten auch einen h\u00f6heren Ansatz nehmen und mit einigen anderen Tricks das geplante Defizit deutlich verringern k\u00f6nnen, wie viele andere St\u00e4dte das machen. Aber das w\u00e4re unseri\u00f6s und w\u00fcrde einen falschen Eindruck vermitteln\u201c, sagt Veith Lemmen.<\/p>\n<p id=\"absatz15\" class=\"basetext Zwischenzeile\" data-semantic=\"p\">Das geplante Defizit liegt bei 2,6 Millionen Euro<\/p>\n<p id=\"absatz16\" class=\"basetext\">Und so steht auch 2026 geplant wieder ein deutliches Defizit unterm Strich, das mit 2,6 Millionen Euro noch h\u00f6her ausf\u00e4llt als das vom Vorjahr, das bei 1,8 Millionen Euro lag. Denn den insgesamt 25,9 Millionen Euro an Ertr\u00e4gen stehen 28,5 Millionen Euro an Ausgaben gegen\u00fcber. \u201eUnd da haben wir f\u00fcr 90 Prozent mit Umlagen, Personalaufwendungen und Abschreibungen keinen Spielraum\u201c, sagt Veith Lemmen.<\/p>\n<p id=\"absatz17\" class=\"basetext\">Nur sieben Prozent der Ausgaben, etwa zwei Millionen Euro, seien freiwillig, darunter Stra\u00dfen- und Geb\u00e4udeerhaltung, Freibad, Bibliothek und B\u00fcrgerbus. 600.000 Euro wurden in diesem Bereich noch einmal eingespart. Mehr sei kaum drin, so Demoliner.<\/p>\n<p id=\"absatz18\" class=\"basetext\">Und auch wenn der K\u00e4mmerer grunds\u00e4tzlich den Ehrgeiz hat, einen ausgeglichenen Haushalt vorzulegen, bleibt der Chef gelassen. Denn zum einen gebe es einen Unterschied zwischen dem Haushaltsplan und dem Jahresabschluss. Letzterer sei in den vergangenen acht Jahren &#8211; mit einer Ausnahme &#8211; immer mit einer schwarzen Zahl vorgelegt worden.<\/p>\n<p id=\"absatz19\" class=\"basetext Zwischenzeile\" data-semantic=\"p\">Deutliche Kritik an Land, Kreis und dem LWL<\/p>\n<p id=\"absatz20\" class=\"basetext\">Und zum anderen sei f\u00fcr Lemmen die tats\u00e4chliche Verschuldung der Stadt entscheidender. Und da habe Werther \u201ederzeit exakt noch einen Kredit zu bedienen, und zwar in H\u00f6he von knapp 100.000 Euro. Das ist 2031 erledigt\u201c, so Veith Lemmen. Deshalb sei Werther liquide und habe eine Pro-Kopf-Verschuldung von nur 31 Euro (zum Vergleich: 2023 lag die durchschnittliche Pro-Kopf-Verschuldung der Kommunen in NRW bei 4.751 Euro pro Einwohner). \u201eQuasi alle beneiden uns darum\u201c, so Lemmen.<\/p>\n<p id=\"absatz21\" class=\"basetext\">Was ihn jedoch deutlich ver\u00e4rgert, ist der finanzielle Austausch mit Land, Bund und Kreis. Allein die Kreisumlage mache mit 11,6 Millionen Euro 41 Prozent der Ausgaben aus. Sie sei seit 2020 um 36 Prozent gestiegen, so Lemmen.<\/p>\n<p id=\"absatz22\" class=\"basetext\">Das eigene sparsame Wirtschaften werde \u201eschlimmstenfalls nicht reichen oder zunichtegemacht, wenn andere nicht endlich ihre Verantwortung wahrnehmen\u201c, teilt Veith Lemmen aus und ruft \u201eandere Ebenen\u201c, die mit den Geldern aus Werther arbeiten, \u201ezur M\u00e4\u00dfigung\u201c auf. Dabei nennt er ausdr\u00fccklich den LWL, den Landschaftsverband Westfalen-Lippe, der seiner Ansicht nach &#8211; zum Beispiel mit der Schaffung neuer Stellen &#8211; nicht ma\u00dfvoll mit dem Geld der Kommunen umgehe.<\/p>\n<p id=\"absatz23\" class=\"basetext Zwischenzeile\" data-semantic=\"p\">Steuern und Abwassergeb\u00fchr steigen<\/p>\n<p id=\"absatz24\" class=\"basetext\">Ebenso kritisch richtet er sich an Land und Bund. Denn aus dem Sonderverm\u00f6gen des Bundes sollen 100 Milliarden an L\u00e4nder und Kommunen gehen. Die St\u00e4dte fordern f\u00fcr sich 80 Prozent davon. \u201eDas w\u00fcrde f\u00fcr Werther sage und schreibe 2,63 Millionen Euro bedeuten\u201c, so Lemmen. \u201eAber nein, Ministerpr\u00e4sident W\u00fcst hat diese Festlegung verhindert. Will nur 50 Prozent an die St\u00e4dte weitergeben.\u201c<\/p>\n<p id=\"absatz25\" class=\"basetext\">F\u00fcr die Einwohnerinnen und Einwohner Werthers sieht der neue Haushaltsplan eine Erh\u00f6hung der Hebes\u00e4tze f\u00fcr die Grundsteuer um 3,3 und 5,1 Prozent vor. Auch die Abwassergeb\u00fchren steigen, sodass eine vierk\u00f6pfige Familie j\u00e4hrlich mit etwa 60 Euro mehr belastet wird.<\/p>\n<p id=\"absatz26\" class=\"basetext\"><b class=\"bold\">Aktuelle News bekommen Sie t\u00e4glich \u00fcber den <\/b><a data-auth=\"NotApplicable\" data-linkindex=\"0\" href=\"https:\/\/whatsapp.com\/channel\/0029VagU0FW1SWsxhmHz2v0q\" rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\" title=\"https:\/\/whatsapp.com\/channel\/0029VagU0FW1SWsxhmHz2v0q\">WhatsApp-Kanal des HK<\/a> <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Werther. Es ist genau der passende Moment, um Bilanz zu ziehen. 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