{"id":498801,"date":"2025-10-14T19:58:15","date_gmt":"2025-10-14T19:58:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/498801\/"},"modified":"2025-10-14T19:58:15","modified_gmt":"2025-10-14T19:58:15","slug":"hat-der-britische-ex-premier-vom-krieg-profitiert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/498801\/","title":{"rendered":"Hat der britische Ex-Premier vom Krieg profitiert?"},"content":{"rendered":"<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\"><a target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\" href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/topics\/boris-johnson\">Boris Johnson<\/a> hat eine tragende Rolle im Ukrainekrieg gespielt. Er soll ma\u00dfgeblich daf\u00fcr verantwortlich gewesen sein, dass die Friedensverhandlungen zwischen der <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\" href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/topics\/ukraine\">Ukraine<\/a> und <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\" href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/topics\/russland\">Russland<\/a> im Fr\u00fchjahr 2022 platzten. So soll der damalige britische Premierminister kurz nach den Verhandlungen in Istanbul nach Kiew geflogen sein, um die Ukrainer weiter zum K\u00e4mpfen zu bewegen, obwohl die ukrainische Regierung bereits einem Waffenstillstand und dem Verzicht auf einen Nato-Beitritt zugestimmt hatte. \u201eAls wir aus Istanbul zur\u00fcckkamen, kam Boris Johnson nach Kiew und sagte, dass wir \u00fcberhaupt nichts unterschreiben und einfach k\u00e4mpfen sollten\u201c, <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\" href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/news\/boris-johnson-fraktionsvorsitzender-der-selenskyj-partei-ukraine-krieg-haette-2022-beendet-sein-koennen-li.2162278\">sagte Dawyd Arachamija, Fraktionsvorsitzender der Selenskyj-Partei Diener des Volkes, im November 2023 in einem TV-Interview.<\/a><\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Nun werden Vorw\u00fcrfe laut, die ein Licht auf m\u00f6gliche Interessen von Johnson im Ukrainekrieg werfen. <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\" href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/politics\/2025\/oct\/10\/the-1m-man-why-did-boris-johnson-take-his-donor-to-ukraine\">Wie die britische Zeitung The Guardian berichtet<\/a>, hat Johnson vor einem Jahr die gr\u00f6\u00dfte Spende eines Unternehmers erhalten, die in Gro\u00dfbritannien jemals ein Politiker bekommen hat. Sie stammte von dem britischen Oligarchen Christopher Harborne, der sein Geld mit Kryptow\u00e4hrungen, Tankstellen und Wellness-Centern gemacht hat \u2013 aber auch durch die Beteiligung an drei R\u00fcstungskonzernen. Harborne spendete Johnson eine Million Pfund, kurz nachdem dieser sein Amt als Premierminister im September 2022 niedergelegt hatte.<\/p>\n<p>Britischer R\u00fcstungskonzern stattet ukrainische Armee aus<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Harborne begleitete Johnson im September 2023 zu einem hochkar\u00e4tig besetzten Sicherheitsgipfel, dem <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\" href=\"https:\/\/yes-ukraine.org\/en\/\">Yalta European Strategic Form (Yes)<\/a>, in Kiew. Diese Information hat der Guardian aus vertraulichen E-Mails aus Johnsons Privatb\u00fcro erhalten. Die Zusammenarbeit der beiden wird deshalb brisant, weil Harbone der gr\u00f6\u00dfte Anteilseigner des britischen Waffenherstellers QinetiQ ist, der die ukrainische Armee mit Robotern und Drohnen ausstattet. Dem Medienbericht zufolge nutzen die ukrainischen Streitkr\u00e4fte die Banshee-Drohnen und Bombenentsch\u00e4rfungsroboter des Unternehmens. Im April 2025 k\u00fcndigte das britische Verteidigungsministerium an, dass QinetiQ das ukrainische Milit\u00e4r bei der Herstellung von Ausr\u00fcstung mit 3D-Druckern unterst\u00fctzen werde. Johnson war und ist einer der energischsten europ\u00e4ischen Politiker, die Waffenlieferungen an die Ukraine fordern. Hat der fr\u00fchere Premier Geld von einem R\u00fcstungshersteller genommen, um lukrative Auftr\u00e4ge in der Ukraine einzuf\u00e4deln?<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Johnson habe die Reise nach Kiew einen Monat sp\u00e4ter in einem Brief erw\u00e4hnt, der mit seiner Unterschrift vom 23. Oktober 2023 versehen ist: \u201eIch schreibe, um Christopher Harborne zu unterst\u00fctzen\u201c, schreibt Johnson. \u201eEr ist sowohl ein Freund als auch ein Unterst\u00fctzer meines Amtes \u2026 Er begleitete mich k\u00fcrzlich auf einer Reise in die Ukraine, und ich kenne ihn als leidenschaftlichen Gegner des Putin-Regimes.\u201c<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Einer ver\u00f6ffentlichten Teilnehmerliste zufolge mischten sich auf der Konferenz ukrainische Minister, Geheimdienstchefs und Milit\u00e4rchefs unter ausl\u00e4ndische Diplomaten, Politiker, Industrielle und F\u00fchrungskr\u00e4fte. Auf Fotos ist Johnson unter anderem mit dem ukrainischen Pr\u00e4sidenten <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\" href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/topics\/wolodymyr-selenskyj\">Wolodymyr Selenskyj<\/a> zu sehen. Die Organisatoren des Yes-Treffens, an dem die beiden in Kiew teilnahmen, sagten, Harborne sei als \u201eBerater des B\u00fcros von Boris Johnson\u201c registriert gewesen. Auf Nachfragen des Guardian reagierte Johnson bemerkenswert. Der Guardian verfolge eine \u201eerb\u00e4rmliche Nicht-Geschichte\u201c, deren Informationen \u201escheinen gr\u00f6\u00dftenteils aus einer illegalen russischen Hacker-Aff\u00e4re zu stammen. Sie sollten sich sch\u00e4men.\u201c Johnson habe hinzugef\u00fcgt: \u201eWarum \u00e4ndern Sie Ihren Namen nicht einfach in Prawda? Ihre Geschichten sind Bl\u00f6dsinn, und Sie machen Putins Arbeit.\u201c<\/p>\n<p>Spende an Johnson sollte \u201eaktive Teilnahme an britischer Mainstream-Politik erm\u00f6glichen\u201c<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Harborne betreibt bereits seit Jahren politische Landschaftspflege. Wie der Guardian berichtet, spendete er zehn Millionen Pfund an Nigel Farages <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\" href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/topics\/brexit\">Brexit<\/a>-Partei \u2013 heute Reform UK \u2013 und eine Million Pfund an die Konservativen, w\u00e4hrend Johnson den Austritt Gro\u00dfbritanniens aus der <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\" href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/topics\/eu\">EU<\/a> abschloss. Johnson scheine diese vorteilhaften Beziehungen w\u00e4hrend seiner Amtszeit in der Downing Street 10 gepflegt zu haben. Harborne habe den Landsitz des britischen Premiers Chequers w\u00e4hrend Johnsons Amtszeit mindestens zweimal aufgesucht. Einmal sei er mit dem Hubschrauber zum Premierministertreffen angereist. Das zweite Mal habe er im August 2022 an einem Barbecue f\u00fcr Tory-Gro\u00dfspender teilgenommen. Johnsons Amtszeit war wenige Tage sp\u00e4ter vorbei, doch seine Beziehung zu Harborne blieb bestehen, und die pers\u00f6nliche Spende von einer Million Pfund folgte.<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ article_paragraph_end-of-article-icon__tzjPO\">Harbornes Anw\u00e4lte erkl\u00e4rten dem Medienbericht zufolge: \u201eHerrn Harbornes Spende wurde get\u00e4tigt, um Herrn Johnson die aktive Teilnahme an der britischen Mainstream-Politik zu erm\u00f6glichen.\u201c Harborne habe keinerlei Erwartung eines pers\u00f6nlichen Vorteils gehabt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Boris Johnson hat eine tragende Rolle im Ukrainekrieg gespielt. 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