{"id":499193,"date":"2025-10-14T23:39:12","date_gmt":"2025-10-14T23:39:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/499193\/"},"modified":"2025-10-14T23:39:12","modified_gmt":"2025-10-14T23:39:12","slug":"sarreguemines-9-jaehrige-nimmt-sich-offenbar-das-leben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/499193\/","title":{"rendered":"Sarreguemines: 9-J\u00e4hrige nimmt sich offenbar das Leben"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Sarreguemines steht unter Schock: Die Emotionen waren in Sarreguemines nach dem mutma\u00dflichen Selbstmord einer Neunj\u00e4hrigen mit H\u00e4nden zu greifen. Ihre Mutter hatte sie am Samstagmorgen tot im Zimmer ihres Bruders aufgefunden. Das M\u00e4dchen hinterlie\u00df einen Abschiedsbrief. Sie soll sich seit Beginn des Schuljahrs im September beklagt haben, in der Schule st\u00e4ndig geh\u00e4nselt zu werden, berichteten franz\u00f6sische Medien.<\/p>\n<p>Sie hat jeden Tag geweint      <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">\u201eIm Unterricht hat sie oft geweint, weil andere Kinder sie als dick und h\u00e4sslich beleidigt haben\u201c, sagte ein Klassenkamerad des M\u00e4dchens. \u201eDas war oft nicht im Unterricht, sondern nach der Schule\u201c, sagte er franz\u00f6sischen Medien und f\u00fcgte hinzu: \u201eSie haben sich \u00fcber sie lustig gemacht.\u201c Eine Klassenkameradin sagte dem Fernsehsender TF1 laut FAZ, dass sie wegen ihres Gewichts ge\u00e4rgert wurde. \u201eSie weinte jeden Tag\u201c, so das M\u00e4dchen. Sie habe ihr gesagt, dass sie es satthabe, dass sie die H\u00e4nseleien nicht mehr aushalte. \u201eIch sagte ihr, dass das aufh\u00f6ren w\u00fcrde, aber es h\u00f6rte nicht auf\u201c, berichtete die Klassenkameradin.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Wie die franz\u00f6sische Presse berichtete, ahnten die Eltern nichts von den seelischen Qualen ihrer j\u00fcngsten Tochter. Die Familie sei fassungslos. Die Neunj\u00e4hrige wuchs mit sechs \u00e4lteren Geschwistern auf.<\/p>\n<p>Wei\u00dfe Rosen als Zeichen der Trauer      <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Vor Unterrichtsbeginn versammelten sich am Montag V\u00e4ter und M\u00fctter vor der Grundschule \u201eMontagne Sup\u00e9rieure\u201c im sozialen Brennpunkt Beausoleil und legten wei\u00dfe Rosen vor das Schultor. Sie kamen nach eigener Aussage zusammen, um die Familie des Kindes zu \u201eunterst\u00fctzen\u201d, aber auch, um ihre \u201eBesorgnis\u201d und ihre \u201eWut\u201d nach diesem Drama auszudr\u00fccken, das diese Stadt mit 20\u2005000 Einwohnern unweit der saarl\u00e4ndischen Grenze ersch\u00fcttert hat.<\/p>\n<p>Br\u00fcder r\u00e4umen die Blumen ab      <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Am Montag tauchten Berichten zufolge zwei \u00e4ltere Br\u00fcder der Verstorbenen vor dem Schultor auf und entfernten die Blumenstr\u00e4u\u00dfe und Kerzen, die als Zeichen der Anteilnahme abgelegt worden waren. Die Br\u00fcder verlangten, dass ein Schild am Schultor angebracht wird mit den Worten: \u201eDie Familie m\u00f6chte nicht, dass Sie Blumen niederlegen.\u201c<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Die Beh\u00f6rden haben eine offizielle Untersuchung eingeleitet, um die Umst\u00e4nde des Dramas aufzukl\u00e4ren. Bereits am Sonntag \u00e4u\u00dferten sich der Schulrektor und der akademische Direktor der Bildungsbeh\u00f6rde (Dasen) des D\u00e9partements Moselle \u201ebest\u00fcrzt\u201d \u00fcber den Tod der Sch\u00fclerin, \u201edie sich das Leben genommen hat\u201d. Sie versicherten, dass das Bildungsministerium, die verschiedenen staatlichen Stellen und die Gemeinde Sarreguemines \u201eden Sch\u00fclern und Mitarbeitern der Einrichtung sofortige und angemessene Unterst\u00fctzung gew\u00e4hrleisten w\u00fcrden\u201d. Eine Beratungsstelle mit zehn Schulpsychologen wurde eingerichtet, um Sch\u00fcler, Eltern und Mitarbeiter zu betreuen.<\/p>\n<p>\u201eUnsere Kinder werden nicht genug geh\u00f6rt\u201c      <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Viele Eltern waren w\u00fctend, weil ihre Kinder in der Schule nicht genug Geh\u00f6r finden. \u201eWenn unsere Kinder nach Hause kommen und uns erz\u00e4hlen, dass sie geh\u00e4nselt wurden, k\u00f6nnen wir ihnen noch so oft sagen, sie sollen es dem Lehrer oder der Lehrerin erz\u00e4hlen, es \u00e4ndert sich nichts. Polizeiquellen best\u00e4tigten, dass die Neunj\u00e4hrige laut Angaben ihrer Mutter von ihren Klassenkameraden wegen ihres \u00dcbergewichts geh\u00e4nselt wurde. Die Staatsanwaltschaft verf\u00fcgte allerdings \u00fcber \u201ekeinerlei Informationen, die darauf hindeuten, dass sie einen m\u00f6glichen Selbstmordversuch angedeutet h\u00e4tte\u201c, und sie sei hinsichtlich einer m\u00f6glichen Mobbing-Situation \u201esehr vorsichtig\u201c.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Das Viertel Beausoleil in Sarreguemines wurde ab 1960 errichtet, es ist ein sozialer Brennpunkt. 1300 Menschen leben in diesem Viertel, das bis an die Autobahn Richtung Stra\u00dfburg angrenzt. Der Ort Beausoleil grenzt an den Ort Roth, der wegen seines Badeweihers auch in Saarbr\u00fccken bekannt ist. 57 Prozent der Bewohner in Beausoleil leben unterhalb der Armutsgrenze. Ein Viertel der Menschen hat einen Migrationshintergrund, die Jugendarbeitslosigkeit betr\u00e4gt 35 Prozent.<\/p>\n<p class=\"italic richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\"><strong class=\"font-bold dark:text-white-solid\">Menschen,<\/strong> die unter Depressionen leiden und Suizidgedanken haben, finden bei der Telefonseelsorge online oder telefonisch unter den kostenlosen Hotlines (08 00) 1 11 01 11 und (08 00) 1 11 02 22 rund um die Uhr Hilfe.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Sarreguemines steht unter Schock: Die Emotionen waren in Sarreguemines nach dem mutma\u00dflichen Selbstmord einer Neunj\u00e4hrigen mit H\u00e4nden zu&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":499194,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[13,14,15,12,10,8,9,11,103,104],"class_list":{"0":"post-499193","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-welt","8":"tag-headlines","9":"tag-nachrichten","10":"tag-news","11":"tag-schlagzeilen","12":"tag-top-news","13":"tag-top-meldungen","14":"tag-topmeldungen","15":"tag-topnews","16":"tag-welt","17":"tag-world"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115375162259953569","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/499193","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=499193"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/499193\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/499194"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=499193"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=499193"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=499193"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}