{"id":499763,"date":"2025-10-15T05:04:21","date_gmt":"2025-10-15T05:04:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/499763\/"},"modified":"2025-10-15T05:04:21","modified_gmt":"2025-10-15T05:04:21","slug":"25-jahre-no-angels-natuerlich-gibt-es-auch-mal-reibereien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/499763\/","title":{"rendered":"25 Jahre No Angels: &#8222;Nat\u00fcrlich gibt es auch mal Reibereien&#8220;"},"content":{"rendered":"<p>Am 20. November um 18 Uhr f\u00e4llt der Startschuss f\u00fcr den 30. RTL-Spendenmarathon. Die dazugeh\u00f6rige Hymne &#8222;I Still Believe&#8220; singt eine Band, die in diesem Jahr ebenfalls Jubil\u00e4um feiert: Die No Angels gibt es seit 25 Jahren. Im Interview mit ntv.de sprechen Lucy Diakovska, Jessica Wahls und Nadja Benaissa (Sandy M\u00f6lling war krankheitsbedingt nicht dabei) \u00fcber ihren Einsatz f\u00fcr Kinder in Not, ihre besondere Freundschaft und das \u00c4lterwerden.<\/p>\n<p><b>ntv.de: Was hat euch dazu bewogen, einen Song zur Jubil\u00e4umsausgabe des RTL-Spendenmarathons beizusteuern?<\/b><\/p>\n<p>Nadja Benaissa: Es war so eine Aneinanderreihung von Zuf\u00e4llen. Ich war im vergangenen Jahr beim RTL-Spendenmarathon dabei. Da wurde ich gefragt, ob wir uns vorstellen k\u00f6nnten, n\u00e4chstes Jahr als Band etwas gemeinsam f\u00fcr den Spendenmarathon zu machen. Und ich wusste, dass wir das alle wollen. Dann ging alles ziemlich schnell. Drei Monate sp\u00e4ter stand fest, dass wir mit &#8222;I Still Believe&#8220; sogar den Titelsong singen. Da waren wir nat\u00fcrlich total aus dem H\u00e4uschen und haben uns gefreut, dass wir auch musikalisch einen Beitrag zum Spendenmarathon leisten k\u00f6nnen. Das ist eine gro\u00dfe Ehre f\u00fcr uns.<\/p>\n<p><b>Ihr habt die Aufnahme von &#8222;I Still Believe&#8220; mit &#8222;Daylight in Your Eyes&#8220; vor 25 Jahren verglichen. K\u00f6nnt ihr das n\u00e4her erkl\u00e4ren?<\/b><\/p>\n<p>Lucy Diakovska: Es war eher der Moment, sich &#8222;I Still Believe&#8220; als Band anzuh\u00f6ren und zu sp\u00fcren, was der Song bei jeder von uns ausgel\u00f6st hat. Wie die Gef\u00fchle, die jede Einzelne von uns damit verkn\u00fcpft, uns verbinden. Damals war &#8222;Daylight&#8220; der Song, der das bei uns bewirkt hat. Gerade als Menschen, die sich zu diesem Zeitpunkt noch nicht wirklich kannten, die sich noch ein bisschen fremd waren. Diese Verbundenheit haben wir bei &#8222;I Still Believe&#8220; nun auch wieder gesp\u00fcrt.<\/p>\n<p><b>Lucy hat zu einem ersten Schnipsel von &#8222;I Still Believe&#8220; bei Instagram an die Mit-Engel gerichtet geschrieben: &#8222;So viel Liebe f\u00fcr diese unglaublichen Frauen und alles, was wir miteinander erleben&#8220;. Was zeichnet eure Beziehung nach 25 Jahren aus?<\/b><\/p>\n<p>Nadja Benaissa: Sie ist sehr gewachsen. Wir sind miteinander gereift. Wir hatten H\u00f6hen, wir hatten Tiefen. Wir haben auch die vermutlich intensivste Zeit unseres Lebens miteinander geteilt. Und was wir da alles miteinander geteilt haben, ist f\u00fcr Au\u00dfenstehende gar nicht wirklich nachvollziehbar. Wir kennen uns einfach gut. Trotzdem hat jede immer noch einen Freiraum f\u00fcr sich selbst &#8211; und das ist auch gut so.<\/p>\n<p><b>Gibt es auch mal Reibereien?<\/b><\/p>\n<p>Nadja Benaissa: Ich glaube, wir haben gro\u00dfe Toleranz und Akzeptanz f\u00fcreinander gelernt. Nat\u00fcrlich gibt es auch hier und da mal Reibereien. Oder man ist vielleicht mal mit irgendwas unzufrieden. Aber das liegt ja meistens auch an einem selbst. Man muss sich gemeinsam immer wieder neu justieren und gucken: Wo stehen wir jetzt als Band? Wo wollen wir hin? Wo steht jede Einzelne? Das ist etwas, das fr\u00fcher gar nicht so m\u00f6glich war, als wir uns noch nicht so gut kannten. Es ist sch\u00f6n, jetzt so miteinander umgehen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>  <a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/E4DFD.jpg\">     <img decoding=\"async\" alt=\"Die No Angels mit Spendenmarathon-Moderator Wolfram Kons.\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/E4DFD.jpg\" class=\"lazyload\"\/>  <\/a>  <\/p>\n<p class=\"article__aside__caption\">Die No Angels mit Spendenmarathon-Moderator Wolfram Kons.<\/p>\n<p class=\"article__aside__copy\">(Foto: RTL \/ Guido Engels)<\/p>\n<p>Lucy Diakovska: Innerhalb der Band k\u00f6nnen wir viel mehr miteinander teilen als beispielsweise in einer Beziehung. Wenn es Meinungsverschiedenheiten gibt, dann ist die Ehrlichkeits-Ebene eine ganz andere. Du verletzt niemanden, wenn du ehrlich bist. Keiner rennt deswegen weg, wie es vielleicht in einer Beziehung passieren w\u00fcrde. Wir sind wie eine Familie, aber mit einer anderen Toleranzschwelle als in Familien. <\/p>\n<p><b>Begrifflichkeiten wie &#8222;Female Empowerment&#8220; und &#8222;Sisterhood&#8220; waren in den 2000ern in der Musikbranche eher kein Thema. Diese war &#8211; und ist &#8211; immer noch sehr m\u00e4nnlich dominiert. Wie konntet ihr euch da durchsetzen?<\/b><\/p>\n<p>Jessica Wahls: Wir haben das am Anfang unserer Karriere noch nicht so wirklich realisiert. So wurde halt mit einem umgegangen. Die kleinen M\u00e4dels, die kleinen P\u00fcppchen, ihr macht mal dies oder das. Das hat uns dann nat\u00fcrlich nicht gefallen. Da sind wir aber ganz gut reingewachsen und der Blick daf\u00fcr hat sich \u00fcber die Jahre sehr gesch\u00e4rft. Auch, weil wir ja sehr divers sind. Das war ja fr\u00fcher gar kein Thema. Danach sind wir nicht gecastet worden. Aber jetzt wissen wir, weil wir auch in den sozialen Medien stattfinden, was wir f\u00fcr Vorbilder waren, weil sich junge M\u00e4dchen oder auch Jungs mit jeder Einzelnen von uns identifizieren konnten. Oder Menschen, die ihr Coming-out wegen uns hatten. Wir stehen f\u00fcr Zusammenhalt, Akzeptanz und Toleranz. Daf\u00fcr machen wir uns heute noch mal mehr stark. Die Awareness f\u00fcr diese Themen ist \u00fcber die Jahre innerhalb der Band gewachsen.<\/p>\n<p>Lucy Diakovska: Ich bin fest davon \u00fcberzeugt, dass wir damals wegen unserer starken Pers\u00f6nlichkeiten gecastet wurden. Wir sind sehr schnell zusammengewachsen und haben bei wichtigen Entscheidungen Einigkeit gezeigt. Uns wurde dann vertraut. Wir konnten immer sehr gut auf den Punkt bringen, was uns wichtig ist, was f\u00fcr die Band wichtig ist, was wir machen werden, was wir nicht machen werden. Wir konnten schon damals auch mal auf den Tisch hauen &#8211; und das war ungew\u00f6hnlich. Aber irgendwo war es auch erw\u00fcnscht. Das hat die No Angels von Anfang an geformt und dahin gebracht, wo wir dann sehr schnell waren.<\/p>\n<p><b>Gibt es Situationen, in denen ihr gerne lauter auf den Tisch gehauen h\u00e4ttet?<\/b><\/p>\n<p>Lucy Diakovska: Es gab Pressesachen, Fotoshootings, die man vielleicht nicht wirklich machen wollte. Die aber zum jeweiligen Zeitpunkt dienlich waren.<\/p>\n<p>Nadja Benaissa: Man geht auch immer mal Kompromisse ein. Auch in der Band gibt es Situationen, in denen vielleicht zwei sagen, dass sie etwas mega finden, und zwei sagen, dass es voll doof ist. Aber auch da sind wir mittlerweile viel weiter. Wenn eine von uns etwas wirklich absolut nicht machen will, dann machen wir es nicht. <\/p>\n<p><b>Was w\u00fcrdet ihr jungen Musikerinnen heute raten? <\/b><\/p>\n<p>Nadja Benaissa: Ich kann da gar keine Ratschl\u00e4ge geben. Man sollte aber sein pers\u00f6nliches soziales Netzwerk nicht vernachl\u00e4ssigen. Man sollte vertraute Menschen um sich haben. Und es schadet auch nicht, noch irgendwie einen anderen Beruf in petto zu haben, weil es f\u00fcr K\u00fcnstler und K\u00fcnstlerinnen nat\u00fcrlich auch immer gro\u00dfe Durststrecken geben kann. Und man sollte Spa\u00df haben an der Musik. Weil die Musikbranche manchmal erm\u00fcdend sein kann. Immer dieser Vergleich mit anderen K\u00fcnstlern und die Frage, wann der n\u00e4chste Hit kommt. Mein Rat: Macht einfach eure Musik, die euch gef\u00e4llt &#8211; und habt Spa\u00df dabei.<\/p>\n<p><b>Wenn man als Frau in der \u00d6ffentlichkeit steht, wird man immer auch nach \u00c4u\u00dferlichkeiten beurteilt. Ab einem gewissen Alter kommt auch noch Age Shaming dazu. Wie geht ihr damit um?<\/b><\/p>\n<p>Jessica Wahls: Ich bin ja sehr viel auf Tiktok und da lese ich schon Kommentare wie: &#8222;Guck dir doch mal die alten H\u00fchner an, was wollen die denn da?&#8220; Das l\u00f6sche ich einfach. Das ist mir wurscht, so was will ich nicht lesen, denn das braucht keiner. Das kommt von Menschen, die innerlich einfach ein verletztes Kind sind und nicht wissen, wie man mit anderen Menschen umgeht. Die einfach keinen Respekt gelernt haben. <\/p>\n<p>Nadja Benaissa: Ich bin dankbar, dass ich \u00e4lter werde. Jeder Mensch kann das nat\u00fcrlich f\u00fcr sich halten, wie er oder sie m\u00f6chte, aber ich pers\u00f6nlich bin dankbar, dass wir in W\u00fcrde altern d\u00fcrfen.<\/p>\n<p>Lucy Diakovska: Vor ein paar Tagen hatten wir unser letztes gro\u00dfes Konzert f\u00fcr dieses Jahr und ich habe gedacht, dass es eigentlich unglaublich ist, wie wir heute noch auf der B\u00fchne performen. Mit allen Choreografien. Anderthalb Stunden lang. Das muss man sich einfach reinziehen. Ich werde in einem halben Jahr 50 und stehe in engen Paillettenklamotten auf der B\u00fchne und tanze wild. Und es gibt Tausende von Menschen, die vor der B\u00fchne stehen, uns daf\u00fcr applaudieren und das gro\u00dfartig finden. Ein gr\u00f6\u00dferes Geschenk kann es doch nicht geben.<\/p>\n<p>&#8222;I Still Believe&#8220; ist am 10. Oktober erschienen. <\/p>\n<p>Mit Jessica Wahls, Lucy Diakovska und Nadja Benaissa sprach Claudia Spitzkowski. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Am 20. November um 18 Uhr f\u00e4llt der Startschuss f\u00fcr den 30. RTL-Spendenmarathon. 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