{"id":500800,"date":"2025-10-15T14:41:28","date_gmt":"2025-10-15T14:41:28","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/500800\/"},"modified":"2025-10-15T14:41:28","modified_gmt":"2025-10-15T14:41:28","slug":"entzug-von-wm-spielen-wie-realistisch-sind-trumps-drohungen-gegen-boston","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/500800\/","title":{"rendered":"Entzug von WM-Spielen: Wie realistisch sind Trumps Drohungen gegen Boston?"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/klub-wm-150.jpg\" alt=\"US-Pr\u00e4sident Donald Trump (l.) mit FIFA-Pr\u00e4sident Gianni Infantino\" title=\"US-Pr\u00e4sident Donald Trump (l.) mit FIFA-Pr\u00e4sident Gianni Infantino | Imago\"\/><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 15.10.2025 08:56 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>US-Pr\u00e4sident Donald Trump droht Boston mit dem Entzug von WM-Spielen. Ist das \u00fcberhaupt m\u00f6glich und was w\u00fcrde das bedeuten?<\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Bostons B\u00fcrgermeisterin Michelle Wu bleibt betont gelassen. Ihre Stadt freue sich darauf, im kommenden Jahr Fans aus der ganzen Welt zur Fu\u00dfball-Weltmeisterschaft zu begr\u00fc\u00dfen, hie\u00df es in einer Stellungnahme.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die 40-j\u00e4hrige Politikerin reagierte damit auf die neuerlichen Drohungen des US-Pr\u00e4sidenten Donald Trump. Der hatte erkl\u00e4rt, er k\u00f6nne FIFA-Chef Gianni Infantino mit Leichtigkeit dazu bringen, einzelne St\u00e4dte als Austragungsorte f\u00fcr WM-Spiele zu streichen.<\/p>\n<p>    Bostons Demokraten sind Trump ein Dorn im Auge<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Und damit nannte er explizit Boston. Wu sei &#8222;radikal links&#8220; und schade ihrer eigenen Stadt. &#8222;Wenn jemand einen schlechten Job macht und ich den Eindruck habe, dass die Bedingungen zur Ausrichtung von WM-Spielen unsicher sind, dann w\u00fcrde ich Gianni anrufen, den ph\u00e4nomenalen Chef der FIFA, und ich w\u00fcrde sagen: &#8218;Lass es uns woanders hin verlegen.&#8216; Und er w\u00fcrde es machen&#8220;, erkl\u00e4rte Trump.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Hintergrund: Boston, die Hauptstadt des Bundesstaates Massachusetts an der Ostk\u00fcste der USA, ist demokratisch regiert. Der Republikaner Trump befindet sich aktuell in einem Machtkampf mit demokratisch regierten US-St\u00e4dten. In denen w\u00fcrde die Kriminalit\u00e4t ausufern, sie seien unsicher. Auf diese Weise versucht Trump schon seit Monaten, den Einsatz von Nationalgardisten in demokratisch regierten US-Gro\u00dfst\u00e4dten zu rechtfertigen &#8211; gegen den Willen der normalerweise daf\u00fcr zust\u00e4ndigen Gouverneure der jeweiligen Bundesstaaten.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">So lie\u00df Trump zuletzt Soldaten in der ebenfalls demokratisch regierten WM-Gastgeberstadt Los Angeles aufmarschieren. Die sollten Proteste gegen Razzien der Einwanderungsbeh\u00f6rde ICE zur\u00fcckzudr\u00e4ngen. Sp\u00e4ter folgten Eins\u00e4tze in weiteren St\u00e4dten, f\u00fcr die trotz politischer Widerst\u00e4nde ebenfalls Nationalgardisten mobilisiert wurden.<\/p>\n<p>    Sechs Gastgeberst\u00e4dte demokratisch regiert<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die USA, Kanada und Mexiko richten die Weltmeisterschaft im kommenden Sommer (11. Juni bis 19. Juli) gemeinsam aus. Elf \u00a0der 16 Gastgeberst\u00e4dte sind in den Vereinigten Staaten &#8211; neben Boston und Los Angeles sind auch Seattle, San Francisco, New York und Philadelphia demokratisch regiert.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Bei seinem Vorhaben glaubt Trump fest an die Unterst\u00fctzung Infantinos. Vermutlich w\u00e4re der Schweizer nicht begeistert, sagte \u00a0Trump: &#8222;Aber er w\u00fcrde es ohne Weiteres machen. Er w\u00fcrde es machen. Und jetzt ist der richtige Zeitpunkt, es zu tun.&#8220; Infantino und Trump pflegen enge Verbindungen.<\/p>\n<p>    Der FIFA drohen eine Klage und Regressanspr\u00fcche<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Dennoch bestehen gro\u00dfe Zweifel an der praktischen Umsetzung einer m\u00f6glichen St\u00e4dte-Neubesetzung &#8211; nicht nur wegen bereits unterzeichneten Vertr\u00e4gen, die die St\u00e4dte mit der FIFA haben. Denn die investieren schlie\u00dflich schon flei\u00dfig in die Modernisierung der Stadien und der Infrastruktur. Bei einseitiger K\u00fcndigung der Vertr\u00e4ge durch die FIFA m\u00fcsste die mit einer Klage und vor allem mit hohen Regressanspr\u00fcchen rechnen. F\u00fcr den Weltverband w\u00e4re der Wegfall eines Standorts rund acht Monate vor Turnierbeginn ein schwerwiegendes Problem. Denn dann m\u00fcsste Ersatz her. In Boston sind f\u00fcnf Gruppenspiele, ein Sechzehntelfinale und ein Viertelfinale geplant.<\/p>\n<p>    Montagliani: &#8222;Die FIFA trifft die Entscheidungen&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Genauso stellt sich die Frage nach der Befugnis f\u00fcr die US-Regierung. Trump hat sich zuletzt selbst zum Leiter einer WM-Task-Force des Wei\u00dfen Hauses ernannt. Eine Legitimation daf\u00fcr hatte er nicht.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">&#8222;Es ist ein FIFA-Turnier, die Zust\u00e4ndigkeit hat die FIFA, sie trifft diese Entscheidungen&#8220;, hatte Vizepr\u00e4sident Victor Montagliani aus Kanada zuletzt erst gesagt.<\/p>\n<p>    Wie reagiert Infantino?<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">So darf man gespannt sein, wie FIFA-Chef Infantino im Falle eines Falles auf die Forderungen seines &#8222;Busenfreundes&#8220; Trump reagiert. Auf die Hilfe des US-Fu\u00dfballverbandes d\u00fcrfen betroffene St\u00e4dte nicht hoffen. Denn anders als beispielsweise bei der WM 2006 in Deutschland gibt es kein heimisches Organisationskomitee.<\/p>\n<p>    Bilba wurde von der UEFA entsch\u00e4digt<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Der Entzug der Gastgeberrolle w\u00e4re in dieser Form beispiellos. Bei der Europameisterschaft 2020, die aufgrund der COVID-19-Pandemie im Jahr 2021 stattfand, wurde der Stadt Bilbao das Gastgeberrecht entzogen. Das lag jedoch daran, dass Bilbao im Gegensatz zu anderen Ausrichterst\u00e4dten \u00a0nicht die geforderte Garantie abgeben wollte, trotz der Pandemie Zuschauer ins Stadien zu lassen. Die UEFA traf diese Entscheidung also aufgrund der damaligen Unsicherheiten bez\u00fcglich der Pandemielage. Bilbao bekam eine Entsch\u00e4digung in H\u00f6he von 1,3 Millionen Euro sowie den Zuschlag f\u00fcr die Ausrichtung des Endspiel der Europa League 2024\/25 sowie des Endspiel der Women&#8217;s Champions League 2023\/24.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 15.10.2025 08:56 Uhr US-Pr\u00e4sident Donald Trump droht Boston mit dem Entzug von WM-Spielen. 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