{"id":501053,"date":"2025-10-15T16:54:13","date_gmt":"2025-10-15T16:54:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/501053\/"},"modified":"2025-10-15T16:54:13","modified_gmt":"2025-10-15T16:54:13","slug":"stuttgarter-innovationspreis-ueber-diese-erfindungen-staunt-sogar-der-nobelpreistraeger","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/501053\/","title":{"rendered":"Stuttgarter Innovationspreis: \u00dcber diese Erfindungen staunt sogar der Nobelpreistr\u00e4ger"},"content":{"rendered":"<p>Viermal 25000 Euro f\u00fcr vier Preistr\u00e4ger \u2013 das ist die Bilanz des 3. <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.stadt-vergibt-innovationspreis-stuttgart-bleibt-die-stadt-der-innovationen.22ee2ba6-114f-4e79-aaf9-2bdeafbb3998.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Stuttgarter Innovationspreises<\/a>, der am Dienstagabend im Rathaus verliehen wurde. F\u00fcr rund 300 G\u00e4ste noch viel interessanter: Die Vorstellung der Bewerberteams der vier Kategorien beeindruckte m\u00e4chtig mit Einfallsreichtum. Sogar den Nobelpreistr\u00e4ger f\u00fcr Physik von 1985, <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.klaus-von-klitzing-so-tickt-der-nobelpreistraeger.6ed4a6f0-f56f-4ff8-9ee6-efc03ec01070.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Klaus-Olaf von Klitzing<\/a>, der als Laudator prompt die Einladung des von ihm vorgestellten Preistr\u00e4gers der Kategorie Digitalisierung annahm: \u201eIch komme gerne zu Ihnen.\u201c<\/p>\n<p>Die Einladung ausgesprochen hatte Michael F\u00f6rtsch, und der Vorstandsvorsitzende \u2013 oder neudeutsch: CEO \u2013 <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.stuttgarter-start-up-qant-superchips-aus-dem-land-sollen-ki-nachhaltiger-machen.97ee8c66-acca-49b7-8302-6c0fba53cad1.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">der Q.ant GmbH<\/a> verspricht nicht weniger als dies: \u201eEs geht um eine neue \u00c4ra des Computings und die beginnt bei Qant in <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/thema\/Stuttgart\" title=\"Stuttgart\" class=\"art_thema\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Stuttgart<\/a>.\u201c F\u00f6rtschs Firma gibt es mit Unterst\u00fctzung des Laserspezialisten Trumpf seit 2018 und sie hat bereits 100 Mitarbeitende. Umkrempeln wollen er und sein Vize Andreas Abt die Computerwelt, indem sie ihre Prozessoren mit Lichtteilchen (Photonen) anstatt mit Strom (Elektronen) funktionieren lassen. \u201eSchon die erste Generation unserer Prozessoren arbeitet 30-mal effizienter als die bisherige Technologie\u201c, sagt F\u00f6rtsch. <\/p>\n<p>Diese Stuttgarter Firma spart massiv Strom f\u00fcr alle <\/p>\n<p>Was das den Menschen bringt? Computer mit den sogenannten photonischen Prozessoren sind nicht nur erheblich schneller, sie m\u00fcssen auch nicht aufwendig gek\u00fchlt werden, weshalb mit ihnen riesige Mengen Energie gespart werden k\u00f6nnten. Da die K\u00fcnstliche Intelligenz ihren Siegeszug im Sturm hinlegt, werde sie laut F\u00f6rtsch schon in zwei Jahren weltweit einen j\u00e4hrlichen Verbrauch in H\u00f6he des Energiebedarfs von ganz Japan hinlegen \u2013 mit den alten Prozessoren. Im Silicon Valley haben die Q.ant-Leute die neuen jedenfalls schon pr\u00e4sentiert. <\/p>\n<p>In Stuttgart produzieren sie ihre Chips \u2013 zur Anwendung kommen sie bisher in M\u00fcnchen, im dortigen Leibniz-Rechenzentrum. M\u00fcnchen liegt in Sachen <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/thema\/Innovation\" title=\"Innovation\" class=\"art_thema\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Innovation<\/a> eben gerne mal noch vor Stuttgart, wie Oberb\u00fcrgermeister Frank Nopper in seiner Begr\u00fc\u00dfung einr\u00e4umen musste \u2013 vielleicht sind die Bayern einfach zupackender.<\/p>\n<p>Diese Stuttgarter Firma spart Pflanzengift <\/p>\n<p>Der Gewinner im Bereich Start-up, junge Firmengr\u00fcndungen, bereitet der KI nicht das Feld, sondern setzt sie ein: Die Firma SAM-Dimension, deren Keimzelle in der <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/thema\/Universit%C3%A4t\" title=\"Uni\" class=\"art_thema\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Uni<\/a> Hohenheim liegt, dient der Landwirtschaft. Sie \u00fcberfliegt mit einer Drohne einen Acker, der mit Unkrautmittel behandelt werden soll. Die Drohne erfasst jeden Unkrautkeimling auf jedem Quadratzentimeter eines Feldes und ordnet ihm eine Position auf einer virtuellen Karte zu. Mit diesem Programm ist es m\u00f6glich, das Herbizid mit dem Traktor und der Feldspritze punktgenau nur dort zu spr\u00fchen, wo es ben\u00f6tigt wird.<\/p>\n<p>  <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/media.media.99bc2dfb-23f8-45bd-9c4b-527860f70c25.original1024.media.jpeg\"\/>     Vor dem Einsatz von Pestiziden sammelt die Drohne erst einmal Daten.    Foto: Sam-Dimension GmbH    <\/p>\n<p>\u201eDamit k\u00f6nnen wir bis zu 90 Prozent weniger Herbizid erzielen und Mehrertr\u00e4ge von bis zu zehn Prozent\u201c, nennt Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Alexander Linn die schlagenden Argumente f\u00fcr diese Innovation. Die Jury des Innovationspreises hat das \u00fcberzeugt. Wichtig war f\u00fcr sie auch, dass das System mit jeder handels\u00fcblichen Technologie in diesem Bereich angewendet werden kann.<\/p>\n<p> Diese Stuttgarter Firma macht Gas aus M\u00fcll  <\/p>\n<p>In der Kategorie Nachhaltigkeit und Soziales abger\u00e4umt hat die Cyclize GmbH, die in der Innovationsschmiede <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.universitaet-stuttgart-vaihingen-testbett-fuer-ausgeschlafene-ideen.bf06a373-bf4a-49b4-bed5-aa643cc39b58.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Arena 2036 <\/a>auf dem Unicampus in Stuttgart-Vaihingen beheimatet ist. Cyclize verwandelt komplexe Abf\u00e4lle wie Elektrogeh\u00e4use, geschredderte Autos oder alte Schuhe mit CO\u2082 in einem sogenannten Plasmaverfahren in hochwertiges Synthesegas, das wiederum f\u00fcr die Produktion vieler Kunststoffprodukte eingesetzt werden kann. \u201eDas tr\u00e4gt zur L\u00f6sung globaler Probleme bei\u201c, sagt Mitgr\u00fcnder Stephan Renninger, weil das Verfahren sogar klimasch\u00e4dliches CO\u2082-Gas einspart, ohne einen Aufpreis zu ben\u00f6tigen. Was Cyclize brauche, um die Innovation in die Welt zu bringen, erkl\u00e4rt Renninger anderen aus dem Team anscheinend nicht konkret genug. \u201eWir brauchen 25 Millionen!\u201c, ruft es aus dem Publikum. Mit dem Stuttgarter Innovationspreis also noch 24975000.<\/p>\n<p>   Diese Stuttgarter Firma bereitet autonomes Fahren vor <\/p>\n<p>In der Kategorie Mobilit\u00e4t gewonnen hat die Firma Deep Scenario, die sich daran st\u00f6rt, dass es in Kalifornien autonom fahrende Autos gibt, im Mutterland des Automobils aber nicht. \u201eEine Schl\u00fcsseltechnologie, die wir unbedingt nach Deutschland bringen wollen\u201c, sagt Mitgr\u00fcnder Holger Banzhaf. Deep Scenario will dabei helfen, indem echte Drohnen-Aufnahmen von Verkehrsgeschehen in eine KI-Software eingebunden werden, die eine realistische Simulation erm\u00f6glicht, ohne dass ein echtes autonomes Auto getestet werden muss. Dies soll die Entwicklung beschleunigen, Kosten senken und vor allem helfen, die Autos erst auf die Stra\u00dfe zu lassen, wenn sie wirklich sicher genug sind.<\/p>\n<p>Laudator <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.jaehn-und-merbold-konkurrenten-im-all-freunde-auf-der-erde.152999d1-d7b9-48d6-b95f-a4575b5c081c.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ulf Merbold, der Physiker und Astronaut<\/a>, sagte launig: \u201eIch werde immer gefragt, wann wir zum Mars fliegen, jetzt frage ich mal, wann fahren diese Autos hier?\u201c Linn entgegnet zuversichtlich: \u201eIn wenigen Jahren ist das auch in Stuttgart m\u00f6glich.\u201c <\/p>\n<p> Zum dritten Mal 100\u2009000 Euro  <\/p>\n<p class=\"infobox\"> <strong>Preis<\/strong><br \/>Der Stuttgarter Innovationspreis in den Kategorien Mobilit\u00e4t, Digitalisierung, Nachhaltigkeit &amp; Soziales sowie Start-up ist am 14. Oktober zum dritten Mal seit 2021 vergeben worden. Ausgerichtet wird der Wettbewerb von der Wirtschaftsf\u00f6rderung der Landeshauptstadt alle zwei Jahre.<\/p>\n<p class=\"infobox\"> <strong>Resonanz<\/strong><br \/>Oberb\u00fcrgermeister und Gastgeber Frank Nopper sagte bei der Preisverleihung im gro\u00dfen Sitzungssaal des Rathauses: \u201eMit 144 Bewerbungen verzeichnen wir eine enorm hohe Beteiligung am Stuttgarter Innovationspreis 2025. Das ist ein deutlicher Anstieg gegen\u00fcber den Vorjahren und zeigt, dass Stuttgart als Innovationsstandort weiter an Dynamik gewinnt.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Viermal 25000 Euro f\u00fcr vier Preistr\u00e4ger \u2013 das ist die Bilanz des 3. 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