{"id":501201,"date":"2025-10-15T18:14:13","date_gmt":"2025-10-15T18:14:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/501201\/"},"modified":"2025-10-15T18:14:13","modified_gmt":"2025-10-15T18:14:13","slug":"stuttgart-album-zur-queen-legende-wo-freddie-mercury-in-stuttgart-tanzte-und-wo-heute-an-ihn-erinnert-wird","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/501201\/","title":{"rendered":"Stuttgart-Album zur Queen-Legende: Wo Freddie Mercury in Stuttgart tanzte \u2013 und wo heute an ihn erinnert wird"},"content":{"rendered":"<p>Er tanzte im Kings Club, sang in der Schleyerhalle und wird bei der Oper still geehrt. Zum Comeback von \u201eWe Will Rock You\u201c erinnern wir an die Spuren von Freddie Mercury in Stuttgart.<\/p>\n<p>Am 17. Oktober feiert das<a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.queen-musical-in-stuttgart-rockige-rueckkehr-welche-promis-zu-we-will-rock-you-kommen.37897db3-e48a-4695-8f47-6b1d58577\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">-Musical \u201eWe Will Rock You\u201c<\/a> im Palladium-Theater auf den Filderh\u00f6hen seine Comeback-Premiere. Wir erinnern aus diesem Anlass an die besonderen Verbindungen von <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/thema\/Queen\" title=\"Queen\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Queen<\/a>-S\u00e4nger <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/thema\/Freddie_Mercury\" title=\"Freddie Mercury\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Freddie Mercury<\/a> zu <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/thema\/Stuttgart\" title=\"Stuttgart\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Stuttgart<\/a>\u00a0 \u00a0&#8211; und an einen Ort, an dem ihm still gedacht wird. <\/p>\n<p>Es ist ein Ort, der kaum auff\u00e4llt. Unweit der Staatsoper ist der Gedenkstein f\u00fcr Freddie Mercury ins Pflaster des Oberen Schlossgartens eingelassen \u2013 es ist ein Pflasterstein unter vielen, leicht zu \u00fcbersehen. Doch er ist Teil einer ber\u00fchrenden Kunstinstallation, die an all jene erinnert, die an den Folgen von <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/thema\/Aids\" title=\"Aids\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Aids<\/a> gestorben sind.<\/p>\n<p>Eine Kunstinstallation von Tom Fecht im Auftrag der Deutschen Aidshilfe <\/p>\n<p>Der Stein geh\u00f6rt zum Projekt \u201eM\u00e9moire nomade \u2013 Namen und Steine\u201c des Berliner K\u00fcnstlers Tom Fecht. Das Projekt entstand 1994 im Auftrag der Deutschen Aids-Hilfe. In mehreren St\u00e4dten \u2013 darunter Berlin, Frankfurt, Paris, Luxemburg und eben Stuttgart \u2013 wurden Pflastersteine mit den Namen von Verstorbenen beschriftet. Neben etlichen Namen von unbekannten Menschen sticht ein weltber\u00fchmter Name hervor \u2013 der vor Freddie Mercury.<\/p>\n<p>In Stuttgart war die Installation von 1994 bis 2002 auf dem Schillerplatz zu sehen, wo am Welt-AIDS-Tag (1. Dezember) der Wut- und Trauermarsch der <a href=\"https:\/\/www.aidshilfe-stuttgart.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Aids-Hilfe Stuttgart <\/a>mit einer Kranzniederlegung und einer Gedenkminute geendet hat. Das Kunstprojekt erinnert an die Stolpersteine zum Gedenken an die Opfer der Nazi-Diktatur.<\/p>\n<p>Der erste Ort der Gedenksteine war \u201eein wenig respektlos\u201c <\/p>\n<p>2002 erfolgte die Verlegung des Kunstprojekts an die Staatsoper, wo man sich eine bessere Beachtung w\u00fcnschte. Man habe den neuen Ort ausgew\u00e4hlt, weil am alten Schillerplatz immer wieder St\u00e4nde des Wochen- und Weihnachtsmarktes die Gedenksteine \u00fcberdeckten und sich M\u00fcll ansammelte. \u201eDas war nicht sehr respektvoll\u201c, sagt Clublegende Laura Halding-Hoppenheit, Vorstandsmitglied der Stuttgart Aids-Hilfe. <\/p>\n<p>Freddie Mercury, der 1991 an AIDS starb, trat mit Queen mehrfach in Stuttgart auf, etwa am 27. September 1984 in der Schleyerhalle. Der Eintritt kostete damals 26 Euro im Vorverkauf. Der Blick auf die Setliste zeigt: Mit \u201eTear it Up\u201c fing es an, als f\u00fcnftes St\u00fcck kam \u201eKillerqueen\u201c. Song Nummer 24 war \u201eBohemian Rhapsody\u201c. Und als Zugabe gab es \u201eWe Will Rock You\u201c und \u201eWe Are The Champions\u201c.<\/p>\n<p>  <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/media.media.aeca315c-3871-412e-accb-ef7528af8544.original1024.media.jpeg\"\/>     Laura Halding-Hoppenheit, Chefin des legend\u00e4ren Kings Clubs, erinnert sich gern an die Besuche von Freddie Mercury in ihrer Schwulendisco.    Foto: Foto: Lichtgut\/Achim Zweygarth    <\/p>\n<p>Freddie Mercury war auch privat h\u00e4ufig in Stuttgart. Wenn er hier war, zog es ihn regelm\u00e4\u00dfig in den legend\u00e4ren Kings Club, einer bekannten Schwulendisco in Deutschland.<\/p>\n<p> \u201eZum Gl\u00fcck gab es damals keine Handys\u201c <\/p>\n<p>Clubchefin Laura Halding-Hoppenheit, zu deren \u201eKinder\u201c auch Harald Gl\u00f6\u00f6ckler z\u00e4hlte, erinnert sich: \u201eFreddie sah gut aus, war ruhig, zur\u00fcckhaltend. Viele haben sich in ihn verliebt. Einmal kam er mit Barbara Valentin. Zum Gl\u00fcck gab\u2019s damals keine Handys \u2013 sonst h\u00e4tte er keine Ruhe gehabt. Er wollte tanzen, trinken, Sex haben, leben.\u201c <\/p>\n<p>Laura Halding-Hoppenheit wird am Freitag bei der zweiten Stuttgart-Premiere von \u201eWe Will Rock You\u201c dabei sein. Sie ist als Ehrengast geladen. Da kommen zahlreiche Erinnerungen hoch.<\/p>\n<p>Als 1981 die ersten F\u00e4lle von Aids auftraten, war die Wissenschaft ratlos. Von einer \u201eSchwulenseuche\u201c war die Rede. F\u00fcr Millionen Menschen begann weltweit das gro\u00dfe Leid. Die Aids-Epedemie brachte das gro\u00dfe Sterben auch nach Deutschland. Zahlreiche Menschen verloren Freunde, Partner, Geschwister oder die eigenen Kinder. <\/p>\n<p> Stuttgarter Aids-Hilfe feiert ihr 40-j\u00e4hriges Bestehen <\/p>\n<p>Angst wurde zum vorherrschenden Gef\u00fchl. In vielen St\u00e4dten entstanden Aids-Hilfen. In Stuttgart geschah dies vor genau 40 Jahren. Zum Jubil\u00e4um gibt es am 5. November, 18 Uhr, einen Empfang im Stuttgarter Rathaus, bei dem OB Frank Nopper spricht. Man feiert das Erreichte und blickt in die Zukunft. Aids ist heute kein Todesurteil mehr.<\/p>\n<p>Freddie Mercury hielt seine Aids-Erkrankung lange geheim. Erst einen Tag vor seinem Tod lie\u00df der ehemalige Queen-S\u00e4nger \u00f6ffentlich erkl\u00e4ren, dass er an Aids erkrankt sei. Dem Journalisten und Freund David Wigg hatte er sich jedoch zuvor anvertraut. In einem Interview, das nun in einer Dokumentation ver\u00f6ffentlicht wurde, sagte Mercury: \u201eIch bin fast zu einer Nonne geworden. Ich dachte immer, Sex sei sehr wichtig f\u00fcr mich \u2013 ich habe f\u00fcr den Sex gelebt. Und jetzt bin ich v\u00f6llig in die andere Richtung gegangen. Es hat mich zu Tode erschreckt. Ich habe aufgeh\u00f6rt, Sex zu haben.\u201c<\/p>\n<p>Den Reporter bat er damals, dieses Detail nicht zu ver\u00f6ffentlichen. \u201eDas Geheimnis musste bewahrt werden\u201c, berichtete Wigg, \u201eweil Freddie hoffte, dass es noch eine Art Heilung geben k\u00f6nnte oder dass die Medikamente, die er gegen die Krankheit einnahm, ihm helfen w\u00fcrden, durchzukommen.\u201c Die Medikamente, die wirklich helfen und vor dem Tod bewahren k\u00f6nnen, kamen erst sp\u00e4ter. <\/p>\n<p> Stiller Stein erinnert an eine laute Stimme <\/p>\n<p>Jetzt also kehrt \u201eWe Will Rock You\u201c laut zur\u00fcck, weshalb der stille Gedenkstein f\u00fcr die Aids-Toten wie Freddie Mercury im Schlossgarten neu entdeckt wird. Die Kunstinstallation im Schlossgarten ist leicht zu \u00fcbersehen \u2013 und doch erz\u00e4hlt sie eine gro\u00dfe Geschichte. Dieser stille Stein erinnert an eine laute Stimme \u2013 an eine Stimme, die einzigartig war und noch immer tief ber\u00fchrt. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Er tanzte im Kings Club, sang in der Schleyerhalle und wird bei der Oper still geehrt. 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