{"id":501426,"date":"2025-10-15T20:12:22","date_gmt":"2025-10-15T20:12:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/501426\/"},"modified":"2025-10-15T20:12:22","modified_gmt":"2025-10-15T20:12:22","slug":"ihk-mainz-rheinhessen-wirtschaft-am-kipppunkt-rueckgaenge-alarmierend-konjunkturumfrage-nachfrageschwaeche-und-industrieflaute","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/501426\/","title":{"rendered":"IHK Mainz-Rheinhessen: Wirtschaft am Kipppunkt, R\u00fcckg\u00e4nge &#8222;alarmierend&#8220; &#8211; Konjunkturumfrage: Nachfrageschw\u00e4che und Industrieflaute"},"content":{"rendered":"<p>Rheinhessens Wirtschaft hat sich lange gegen den Abw\u00e4rtstrend in Deutschland gestemmt, nun kommen Absatzflaute und Industrieschw\u00e4che auch hier an. Die j\u00fcngste Konjunkturumfrage der Industrie- und Handelskammer f\u00fcr Rheinhessen zum Herbst spricht von \u201ealarmierenden R\u00fcckg\u00e4ngen\u201c vor allem in den Bereichen Industrie und Handel. Gut die H\u00e4lfte aller Handelsunternehmen verzeichnen demnach Umsatzr\u00fcckg\u00e4nge, auch der Inlandsabsatz gilt als Gesch\u00e4ftsrisiko. Die IHK warnt: die rheinhessischen Unternehmen stehen \u201ean einem Kipppunkt.\u201c<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-48978\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Jahresempfang-der-Wirtschaft-2024-in-der-Rheingoldhalle-in-Mainz-kleiner-300x200.jpg\" alt=\"Jahresempfang d4er Wirtschaft in der Mainzer Rheingoldhalle: Stimmung getr\u00fcbt. - Foto: gik\" width=\"380\" height=\"253\"  \/>Jahresempfang d4er Wirtschaft in der Mainzer Rheingoldhalle: Stimmung getr\u00fcbt. \u2013 Foto: gik<\/p>\n<p>Rheinhessen gilt als eine der wirtschaftsst\u00e4rksten Regionen in ganz Deutschland, der Landkreis Mainz-Bingen ist gar der reichste der Republik \u2013 Unternehmen wie Boehringer Ingelheim oder Biontech in Mainz, aber auch eine Vielzahl sogenannter \u201eHidden Champions\u201c sorgen f\u00fcr Wirtschaftskraft, Arbeitspl\u00e4tze und Wohlstand. Doch nun schl\u00e4gt die Industrie- und Handelskammer Mainz-Rheinhessen Alarm:\u00a0Deutschlands Wachstumsschw\u00e4che spiegele sich zunehmend auch in Rheinhessen wider, \u201eder Abw\u00e4rtstrend der rheinhessischen Wirtschaft setzt sich fort\u201c, hei\u00dft es.<\/p>\n<p>Grund ist die aktuelle Konjunkturumfrage zum Herbst, und da zeigt sich: Der aktuelle Konjunkturklimaindex \u2013 ein wichtiger Gradmesser f\u00fcr die wirtschaftliche Entwicklung \u2013 liegt derzeit bei gerade einmal 92 Punkten, und damit weiterhin unter der Wachstumsschwelle von 100 Punkten. W\u00e4hrend sich das Dienstleistungsgewerbe positiv entwickele, geraten Industrie und Handel zunehmend unter Druck, lautet die Bilanz der IHK: \u201eDie R\u00fcckg\u00e4nge in Industrie und Handel sind alarmierend\u201c, warnt IHK-Pr\u00e4sident Marcus Walden.<\/p>\n<p>&#8211; Werbung &#8211; <a href=\"https:\/\/mainzund.de\/werben-auf-mainzund\/\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/Banner-Tulpen-Text-neu-1068.jpg\" alt=\"Werben auf Mainz&amp;\" width=\"468\" height=\"60\"\/><\/a><\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Rheinhessische Unternehmen \u201eam Kipppunkt\u201c<\/p>\n<p>Der Konjunkturklimaindex ist ein regelm\u00e4\u00dfig von den IHKs erhobener Wert, der den Grad der Zufriedenheit in der Wirtschaft misst sowie die Bereitschaft, in Zukunft Investitionen zu t\u00e4tigen und Arbeitspl\u00e4tze zu schaffen. Schon im Oktober 2023 warnte die IHK in Mainz und Rheinhessen, die Gesch\u00e4ftslage der Unternehmen sei so schlecht wie seit dem Corona-Herbst 2020 nicht mehr \u2013 in den Unternehmen herrschten angesichts h\u00f6chst unsicherer Zukunftsaussichten Frust und Verunsicherung.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-53883\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Containerhafen-Frankenbach-vom-Rhein-aus-NEU-kleiner-300x187.jpg\" alt=\"Containerhafen in Mainz: Der Handel geht harten Zeiten entgegen. - Foto: gik\" width=\"380\" height=\"237\"  \/>Containerhafen in Mainz: Der Handel geht harten Zeiten entgegen. \u2013 Foto: gik<\/p>\n<p>Damals lag der IHK-Konjunkturklimaindex bei gerade einmal 88 Punkten, stark erholt hat sich Stimmung in den vergangenen Jahren aber nicht: 65 Prozent der Unternehmen sehen die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen als Gesch\u00e4ftsrisiko, bei 55 Prozent ist es der schwache Inlandsabsatz, bei 52 Prozent die Arbeitskosten, bei 44 Prozent der Fachkr\u00e4ftemangel und f\u00fcr immerhin 36 Prozent die hohen Energie- und Rohstoffpreise.<\/p>\n<p>\u201eDie rheinhessischen Unternehmen stehen der IHK-Umfrage zufolge an einem Kipppunkt.\u201c, warnt denn auch Walden. Nur von 21 Prozent der Unternehmen werde die Gesch\u00e4ftslage noch als positiv beschrieben, 57 Prozent beurteilen sie als \u201ebefriedigend\u201c, aber 22 Prozent als \u201enegativ\u201c. Und auch f\u00fcr die kommenden zw\u00f6lf Monate blieben die Gesch\u00e4ftserwartungen pessimistisch: 27 Prozent rechnen mit einer schlechteren Gesch\u00e4ftslage, 60 Prozent mit einer konstanten Entwicklung, w\u00e4hrend nur 13 Prozent positiv in die Zukunft blicken.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Weniger Investitionen, ein Drittel plant Stellenabbau<\/p>\n<p>Das schl\u00e4gt sich unmittelbar in Investitionsabsichten und Personalplanung nieder: Zwar gibt ein F\u00fcnftel der rheinhessischen Unternehmen an, im n\u00e4chsten Jahr mehr zu investieren. Knapp ein Drittel der Betriebe planen aber, Investitionen zu k\u00fcrzen. Auch mit Blick auf die Besch\u00e4ftigung schl\u00e4gt das Pendel zunehmend negativ aus, warnt die IHK: 28 Prozent der Betriebe rechnen damit, Stellen abbauen zu m\u00fcssen, w\u00e4hrend nur noch 12 Prozent planen, zus\u00e4tzliche Mitarbeiter einzustellen. \u201eDas sind schlechte Nachrichten\u201c, sagte Walden: \u201eWenn Investitionen und Personal zur\u00fcckgefahren werden, kann sich die Wirtschaft auch zuk\u00fcnftig weniger kraftvoll entwickeln.\u201c<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-38851\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Schornsteine-im-Norden-von-Mainz-kleiner-300x172.jpg\" alt=\"Die Industrie in Rheinhessen ger\u00e4t immer mehr unter Druck. - Foto: gik\" width=\"380\" height=\"217\"  \/>Die Industrie in Rheinhessen ger\u00e4t immer mehr unter Druck. \u2013 Foto: gik<\/p>\n<p>Die R\u00fcckmeldungen zeigten, dass der angek\u00fcndigte B\u00fcrokratieabbau und die Beschleunigung von Genehmigungsverfahren noch nicht in der Wirtschaft angekommen seien. \u201eUnsere Unternehmen leisten Tag f\u00fcr Tag enorm viel \u2013 sie investieren, schaffen Arbeitspl\u00e4tze und halten durch. Sie brauchen auch vor Ort eine sp\u00fcrbare Ver\u00e4nderung der Rahmenbedingungen. Kommunalfinanzen und Verwaltungsalltag m\u00fcssen grunds\u00e4tzlich neu aufgestellt werden, um wieder Aufwind in unsere Wirtschaftsregion zu bringen\u201c, forderte Walden.<\/p>\n<p>Und so fordern die Branchenvertreter deutlich mehr Tempo von der Bundesregierung: \u201eDie Geschwindigkeit und Konsequenz des Regierungshandelns muss sich den volkswirtschaftlichen Realit\u00e4ten anpassen\u201c, sagte IHK-Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrerin Karina Szwede: \u201eDie Wirtschaft hat keine Zeit f\u00fcr eine Findungsphase der Bundesregierung!\u201c Eine wirtschaftspolitische Trendwende in Bund und Land sei \u201edringender denn je, bevor auch in Rheinhessen aus einer Stagnation eine Rezession wird.\u201c Vor allem die Industrie als R\u00fcckgrat der Wirtschaft m\u00fcsse wieder wettbewerbsf\u00e4hig agieren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Werbung<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/mainzund.de\/werben-auf-mainz-mediadaten-anzeigen-und-sponsored-posts\/\" target=\"_blank\" aria-label=\"Headbanner Sonnenuntergang mit Christuskirche und Ritterhelm schmaler mit Text\" rel=\"nofollow noopener\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Headbanner-Sonnenuntergang-mit-Christuskirche-und-Ritterhelm-schmaler-mit-Text.jpg\" alt=\"\"   width=\"650\" height=\"241\"\/><\/a>Sinkflug bei Industrie, Einbr\u00fcche im Einzel- und Gro\u00dfhandel<\/p>\n<p>Denn: Besonders negativ ist laut der Umfrage die Entwicklung in der rheinhessischen Industrie: 45 Prozent der Betriebe verzeichnen eine r\u00fcckl\u00e4ufige Umsatzentwicklung, lediglich 14 Prozent bezeichnen ihre Lage als \u201egut\u201c, aber 35 Prozent als negativ. Und f\u00fcr das kommende Jahr gehen lediglich 10 Prozent von einer positiven Gesch\u00e4ftsentwicklung aus, 30 Prozent aber rechnen mit einem R\u00fcckgang. Immerhin: Von einer Steigerung im Auslandsgesch\u00e4ft gehen 17 Prozent aus, 63 Prozent rechnen mit einer gleichbleibenden Entwicklung und 20 Prozent mit R\u00fcckg\u00e4ngen.<\/p>\n<p>Nach dem Zollkrieg mit den USA setzt sich auch im Einzel- und Gro\u00dfhandel der Negativtrend fort: Die Mehrheit von 55 Prozent der Betriebe verzeichnete Umsatzr\u00fcckg\u00e4nge in den letzten zw\u00f6lf Monaten \u2013 und nur 5 Prozent der H\u00e4ndler gehen von einer positiven Entwicklung in der Zukunft aus. 47 Prozent geben eine negative Prognose ab, w\u00e4hrend 48 Prozent mit einer konstanten Entwicklung rechnen. Demgegen\u00fcber zeigen sich die Befragten mit Blick auf ihre Gesch\u00e4ftslage robust: Als befriedigend wird diese von 69 Prozent beschrieben, in einer guten Lage sehen sich 12 Prozent, w\u00e4hrend 19 Prozent ihre Gesch\u00e4ftslage als schlecht beurteilen.<\/p>\n<p>Werbung<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/mainzund.de\/mainz-solidar-abo-faq-und-anleitung\/\" target=\"_blank\" aria-label=\"Banner Abo Mainz&amp; mit Logo\" rel=\"nofollow noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Banner-Abo-Mainz-mit-Logo.jpg\" alt=\"\"   width=\"1289\" height=\"744\"\/><\/a>Erholung im Gastgewerbe, Aufw\u00e4rts in der Dienstleistungsbranche<\/p>\n<p>Dagegen blickt das Gastgewerbe in Rheinhessen auf eine positive Entwicklung: Eine Mehrheit von 54 Prozent der Betriebe konnte die Ums\u00e4tze in den letzten zw\u00f6lf Monaten steigern, bei 38 Prozent blieben sie konstant. Die Gesch\u00e4ftslage wird aber weiter gemischt betrachtet: Als \u201egut\u201c wird sie von 29 Prozent bewertet, als \u201ebefriedigend\u201c von 50 Prozent. 21 Prozent beurteilen sie negativ. In die Zukunft blickt die Branche eher verhalten: So gehen 14 Prozent der Betriebe von einer Verschlechterung ihrer Gesch\u00e4ftsentwicklung aus, w\u00e4hrend alle weiteren befragten Betriebe eine gleichbleibende Entwicklung erwarten.<\/p>\n<p>Einzig der Dienstleistungssektor baut mit einer Steigerung des Gesch\u00e4ftsklimaindex um f\u00fcnf Punkte auf 109 seinen Wachstumskurs aus. 29 Prozent der Betriebe sehen sich in einer guten Gesch\u00e4ftslage, f\u00fcr 56 Prozent ist die Gesch\u00e4ftslage befriedigend, w\u00e4hrend 15 Prozent eine schlechte Lage verzeichnen. F\u00fcr die kommenden zw\u00f6lf Monate erwarten 21 Prozent eine positive Gesch\u00e4ftsentwicklung, 61 Prozent erwarten keine Ver\u00e4nderung und 18 Prozent gehen von einer negativen Entwicklung aus.\u00a0Im Rahmen der repr\u00e4sentativen IHK-Konjunkturumfrage zum Herbst 2025 wurden insgesamt 747 Unternehmen aller Gr\u00f6\u00dfen und Branchen in Rheinhessen befragt.<\/p>\n<p><strong>Info&amp; auf Mainz&amp;:<\/strong> Mehr zu der aktuellen IHK-Konjunkturumfrage samt Grafiken und Daten <a href=\"https:\/\/www.ihk.de\/rheinhessen\/servicemarken\/pressemitteilungen\/pressemeldungen2025\/pm25-10-15-konjunktur-rhh-6763128\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">findet Ihr hier im Internet<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Rheinhessens Wirtschaft hat sich lange gegen den Abw\u00e4rtstrend in Deutschland gestemmt, nun kommen Absatzflaute und Industrieschw\u00e4che auch hier&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":501427,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1847],"tags":[3364,29,548,663,3934,30,13,2052,113855,125434,14,15,12,4544,125435],"class_list":{"0":"post-501426","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-wiesbaden","8":"tag-de","9":"tag-deutschland","10":"tag-eu","11":"tag-europa","12":"tag-europe","13":"tag-germany","14":"tag-headlines","15":"tag-hessen","16":"tag-ihk-rheinhessen","17":"tag-konjunkturklima-herbst-2025","18":"tag-nachrichten","19":"tag-news","20":"tag-schlagzeilen","21":"tag-wiesbaden","22":"tag-wirtschaft-in-rheinhessen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115380011090964938","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/501426","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=501426"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/501426\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/501427"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=501426"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=501426"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=501426"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}