{"id":502695,"date":"2025-10-16T08:03:11","date_gmt":"2025-10-16T08:03:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/502695\/"},"modified":"2025-10-16T08:03:11","modified_gmt":"2025-10-16T08:03:11","slug":"auch-in-hohem-alter-sinnvoll-rauchstopp-bringt-auch-was-fuers-gehirn","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/502695\/","title":{"rendered":"Auch in hohem Alter sinnvoll: Rauchstopp bringt auch was f\u00fcrs Gehirn"},"content":{"rendered":"<p>                    Auch in hohem Alter sinnvoll<br \/>\n                Rauchstopp bringt auch was f\u00fcrs Gehirn<\/p>\n<p>\t\t\t\t              16.10.2025, 09:43 Uhr<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t       Artikel anh\u00f6ren<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\tDiese Audioversion wurde k\u00fcnstlich generiert. <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/23249898\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Mehr Infos<\/a><\/p>\n<p><strong>Jeder siebte Todesfall in Deutschland geht auf das Rauchen zur\u00fcck. Dennoch kommen viele Menschen nicht weg vom Glimmst\u00e4ngel. Die Ergebnisse einer aktuellen Untersuchung liefern neue Beweggr\u00fcnde f\u00fcr das Aufh\u00f6ren.<\/strong><\/p>\n<p>Es ist nie zu sp\u00e4t, mit dem Rauchen aufzuh\u00f6ren. Auch in h\u00f6herem Alter lassen sich noch deutliche positive Effekte nachweisen, wie die Studie eines Forschungsteams des University College London belegt. Der Verzicht aufs Rauchen hat auch dann noch Nutzen f\u00fcr den Erhalt kognitiver F\u00e4higkeiten, wie die Forschenden <a href=\"https:\/\/www.thelancet.com\/journals\/lanhl\/article\/PIIS2666-7568(25)00072-8\/fulltext\" rel=\"Follow nofollow noopener\" target=\"_blank\">im Fachblatt &#8222;Lancet Healthy Longevity&#8220; <\/a>berichten.<\/p>\n<p>Das hei\u00dft konkret: Menschen, die mit dem Rauchen aufgeh\u00f6rt haben, bauen bez\u00fcglich der Hirnleistung deutlich langsamer ab als Menschen, die weiter rauchen. Die sprachliche Gewandtheit verschlechterte sich in der Studie in den sechs Jahren nach dem Rauchstopp nur halb so schnell. Das Erinnerungsverm\u00f6gen baute um 20 Prozent langsamer ab.<\/p>\n<p>Deutlicher Effekt auf geistige Fitness<\/p>\n<p>In der Praxis bedeutete dies f\u00fcr die Teilnehmenden: Jene Menschen, die mit dem Rauchen aufgeh\u00f6rt hatten, erlebten mit jedem Jahr einen um drei bis vier Monate geringeren Ged\u00e4chtnisverlust und einen um sechs Monate geringeren R\u00fcckgang der Sprachgewandtheit als diejenigen, die weiterrauchten.<\/p>\n<p>Das Team wertete f\u00fcr seine Forschung regelm\u00e4\u00dfige Befragungen von gut 9400 Menschen im Alter \u00fcber 40 Jahren (im Schnitt 58 Jahre) aus 12 L\u00e4ndern aus, darunter Deutschland. Mehr als 4700 Leute, die mit dem Rauchen aufgeh\u00f6rt haben, wurden mit ebenso vielen Rauchern verglichen, die damit weitermachten. Mit Blick auf Alter, Geschlecht, Bildungsstand, Herkunftsland und anf\u00e4ngliche kognitive Werte wurden beide Gruppen aufeinander abgestimmt.<\/p>\n<p>&#8222;Es ist nie zu sp\u00e4t&#8220;<\/p>\n<p>Erstautorin Mikaela Bloomberg erkl\u00e4rt, mit dem Rauchen aufzuh\u00f6ren k\u00f6nne Menschen langfristig helfen, kognitiv fitter zu bleiben, auch wenn sie erst mit \u00fcber 50 Jahren aufh\u00f6ren. &#8222;Wir wissen bereits, dass das Aufh\u00f6ren mit dem Rauchen selbst im sp\u00e4teren Leben oft mit einer Verbesserung der k\u00f6rperlichen Gesundheit und des Wohlbefindens einhergeht. Es scheint, dass es auch f\u00fcr unsere kognitive Gesundheit nie zu sp\u00e4t ist, aufzuh\u00f6ren&#8220;, erg\u00e4nzt die Epidemiologin.<\/p>\n<p>Die Ergebnisse sind auch relevant mit Blick auf Demenzerkrankungen wie etwa Alzheimer. Denn eine langsamere Verschlechterung der kognitiven F\u00e4higkeiten geht der Studie zufolge auch mit einem geringeren Demenzrisiko einher. Rauchen zu vermeiden oder damit aufzuh\u00f6ren, sei auch schon in anderen Studien als m\u00f6gliche Vorbeugungsstrategie benannt worden. Es brauche allerdings weitere Forschung, um dies zu best\u00e4tigen, so die Forschenden.<\/p>\n<p> Wie Rauchen dem Gehirn schadet<\/p>\n<p>Rauchen schadet der geistigen Leistungsf\u00e4higkeit mutma\u00dflich unter anderem dadurch, dass es das Herz-Kreislauf-System beeintr\u00e4chtigt und Blutgef\u00e4\u00dfe sch\u00e4digt, die das Gehirn mit Sauerstoff versorgen.<\/p>\n<p>Bloomberg betont mit Blick auf \u00e4ltere Raucherinnen und Raucher: &#8222;Der Nachweis, dass das Aufh\u00f6ren die kognitive Gesundheit f\u00f6rdern kann, k\u00f6nnte dieser Gruppe eine neue \u00fcberzeugende Motivation bieten, zu versuchen, mit dem Rauchen aufzuh\u00f6ren.&#8220; Dies versuchten \u00e4ltere Menschen n\u00e4mlich seltener als j\u00fcngere Gruppen.<\/p>\n<p>Gerd Kempermann vom Deutschen Zentrum f\u00fcr Neurodegenerative (DZNE) Erkrankungen, der nicht an der Studie beteiligt war, begr\u00fc\u00dft die Erkenntnisse: &#8222;\u00dcberraschend ist es ganz und gar nicht, aber es ist gut, dass das endlich einmal hieb- und stichfest in einer gro\u00dfen Studie belegt wurde&#8220;, sagt er. &#8222;Raucher suchen gern Entschuldigungen&#8220;, das liege in der Natur einer Sucht. &#8222;&#8218;Jetzt habe ich so lange geraucht; da lohnt es sich nicht mehr aufzuh\u00f6ren&#8216; kann man nun nicht mehr so einfach sagen&#8220;, sagt der Experte und betont: &#8222;Doch, es lohnt sich!&#8220; Man k\u00f6nne davon ausgehen, dass dies auch das Risiko senke, an einer Demenz zu erkranken.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Auch in hohem Alter sinnvoll Rauchstopp bringt auch was f\u00fcrs Gehirn 16.10.2025, 09:43 Uhr Artikel anh\u00f6ren Diese Audioversion&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":502696,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[137],"tags":[752,29,1050,30,141,232,14343],"class_list":{"0":"post-502695","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-gesundheit","8":"tag-bildung","9":"tag-deutschland","10":"tag-gehirn","11":"tag-germany","12":"tag-gesundheit","13":"tag-health","14":"tag-rauchen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115382806399946294","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/502695","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=502695"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/502695\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/502696"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=502695"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=502695"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=502695"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}