{"id":50286,"date":"2025-04-21T19:41:11","date_gmt":"2025-04-21T19:41:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/50286\/"},"modified":"2025-04-21T19:41:11","modified_gmt":"2025-04-21T19:41:11","slug":"immer-mehr-diabetes-weltweit-untaetigkeit-ist-keine-option","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/50286\/","title":{"rendered":"Immer mehr Diabetes weltweit: \u201eUnt\u00e4tigkeit ist keine Option\u201c"},"content":{"rendered":"<p>\t\t\t\t\t\t\t\t\t<a href=\"https:\/\/pharma-fakten.de\/fileadmin\/user_upload\/Aufklaerung_Aerztin-mit-Patient.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-45718 lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/Aufklaerung_Aerztin-mit-Patient-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"350\" height=\"233\"  data-\/><\/a>Diabetes: Es braucht mehr Gesundheitsaufkl\u00e4rung. Foto: \u00a9iStock.com\/ronstik<\/p>\n<p>Es sind erschreckende Zahlen, die die <a href=\"https:\/\/idf.org\/news\/idf-diabetes-atlas-11th-edition\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">IDF<\/a> vorliegen hat: Weltweit lebt fast einer von neun Erwachsenen im Alter von 20 bis 79 Jahren (589 Mio.) mit Diabetes. Doch davon wissen sch\u00e4tzungsweise mehr als 250 Millionen Menschen nicht, dass sie die Krankheit haben. Die Folge: Ein erh\u00f6htes Risiko f\u00fcr schwere Komplikationen wie Herzinsuffizienz und fr\u00fchzeitigen Tod. Die meisten Diabetes-Betroffenen (ca. 3\/4) leben in L\u00e4ndern mit niedrigem und mittlerem Einkommen. Es muss dringend gegengesteuert werden \u2013 denn im Jahr 2050 k\u00f6nnten bereits 853 Millionen Erwachsene von Diabetes betroffen sein.<\/p>\n<p>Der Pr\u00e4sident der IDF, Professor Peter Schwarz, findet: \u201eDie Ergebnisse unterstreichen die dringende Notwendigkeit, auf nationaler und globaler Ebene energischere Ma\u00dfnahmen zur Bek\u00e4mpfung von Diabetes zu ergreifen.\u201c Regierungen m\u00fcssten insbesondere \u201eder Fr\u00fcherkennung, der Fr\u00fchdiagnose und der Aufkl\u00e4rung Vorrang einr\u00e4umen\u201c. Au\u00dferdem sei eine \u201esektor- und fach\u00fcbergreifende Zusammenarbeit\u201c notwendig \u2013 etwa zwischen Politik:innen, Verantwortlichen des Gesundheitssektors und des Bildungswesens, Industrie-Vertreter:innen. \u201eUnt\u00e4tigkeit angesichts dieser Pandemie ist keine Option\u201c, so Schwarz.<\/p>\n<p>Schon heute sterben pro Jahr rund 3,4 Millionen Menschen auf dem Globus an Diabetes \u2013 auch diese Zahl droht weiter anzusteigen. 1 von 8 Erwachsenen hat laut IDF aktuell ein hohes Risiko, an Typ-2-Diabetes zu erkranken.<\/p>\n<p>Diabetes: Pr\u00e4vention und Fr\u00fcherkennung st\u00e4rken<\/p>\n<p>Auch Deutschland hat viel zu tun. Mit Blick auf die Ergebnisse aus den Koalitionsverhandlungen hatte <a href=\"https:\/\/www.ddg.info\/presse\/2025\/die-neue-bundesregierung-hat-offensichtlich-kein-interesse-an-wirksamem-kinderschutz-und-umfassenden-praeventionsmassnahmen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Barbara Bitzer, Sprecherin der Deutschen Allianz Nicht\u00fcbertragbare Krankheiten (DANK) und Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG)<\/a>, kritisiert: \u201eDie neue Bundesregierung hat offensichtlich kein Interesse daran, nicht\u00fcbertragbare Krankheiten wirksam zu bek\u00e4mpfen und daf\u00fcr endlich auch die Industrie in die Pflicht zu nehmen. Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs, Adipositas und Typ-2-Diabetes sind die gesundheitspolitischen Herausforderungen unserer Zeit und die neue Bundesregierung findet daf\u00fcr nur wenige, mutlose S\u00e4tze und keine belastbaren L\u00f6sungen.\u201c Sie w\u00fcnscht sich \u201everbindliche, strukturierte und umfassende Ma\u00dfnahmen der Verh\u00e4ltnispr\u00e4vention\u201c \u2013 und eben nicht nur \u201eFreiwilligkeit, Eigenverantwortung und Aufkl\u00e4rung\u201c.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/pharma-fakten.de\/fileadmin\/user_upload\/Apfel_gesunde-Ernaehrung_Stethoskop_Klima-1.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-30146 lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/Apfel_gesunde-Ernaehrung_Stethoskop_Klima-1-300x169.jpg\" alt=\"Diabetes: Pr\u00e4vention und Fr\u00fcherkennung st\u00e4rken\" width=\"350\" height=\"197\"  data-\/><\/a>Politik: Gesundheit f\u00f6rdern. Foto: \u00a9iStock.com\/Chinnapong<\/p>\n<p>In einem <a href=\"https:\/\/pharma-fakten.de\/news\/gesundheit-warum-nicht-mal-eine-praeventionswende-wagen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">6-Punkte-Plan<\/a> hatte DANK noch vor der Bundestagswahl konkrete Pr\u00e4ventionsma\u00dfnahmen identifiziert und sich damit an die Politik gerichtet. Darunter sind etwa eine \u201eLimo-Abgabe\u201c, also eine Herstellerabgabe auf zuckerges\u00fc\u00dfte Getr\u00e4nke, sowie eine \u201eGesunde Mehrwertsteuer\u201c, um ungesunde Lebensmittel st\u00e4rker zu besteuern und Gesundes steuerfrei zu machen. Gefordert wird auch ein verbindlicher Nutri-Score auf alle Produkte.<\/p>\n<p>Zwar gibt es in Deutschland eine \u201eNationale Diabetes-Strategie\u201c (NDS) \u2013 doch bislang habe sie ihr Dasein als \u201ePapiertiger [\u2026] in der Schublade des Bundesgesundheitsministers\u201c gefristet, wie DDG-Pr\u00e4sident Prof. Dr. Andreas Fritsche vergangenen Herbst im <a href=\"https:\/\/pharma-fakten.de\/news\/nationale-diabetes-strategie-enttauschte-hoffnungen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Pharma Fakten-Interview<\/a> erkl\u00e4rte. Dabei seien darin \u201ewichtige Ans\u00e4tze f\u00fcr die Pr\u00e4vention und Versorgung\u201c bei Diabetes festgeschrieben worden. Was allerdings auch hier fehlt: \u201ekonkrete Ma\u00dfnahmen, um die Ziele der NDS zu erreichen.\u201c Doch ohne eine wegweisende Gesundheits- und Diabetespolitik kann es nicht gelingen, \u201edie steigenden Erkrankungszahlen und die damit verbundenen Folgeerkrankungen und auch Gesundheitskosten zu reduzieren und wenn m\u00f6glich zu verhindern.\u201c<\/p>\n<p>Pr\u00e4vention lohnt sich \u2013 auch wirtschaftlich<\/p>\n<p>Diabetes-Erkrankungen und Komplikationen verhindern: Das w\u00e4re nicht nur gut f\u00fcr die einzelnen Menschen und ihre Angeh\u00f6rigen. Profitieren w\u00fcrden auch Gesundheits- und Wirtschaftssysteme.<\/p>\n<p>Wie die IDF-Zahlen zeigen, \u00fcberschreiten die weltweiten Gesundheitsausgaben im Zusammenhang mit Diabetes 2024 zum ersten Mal die Grenze von einer Billion US-Dollar. Und auch das <a href=\"https:\/\/www.dank-allianz.de\/pressemeldung\/id-123.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Wissenschaftsb\u00fcndnis DANK<\/a> betont immer wieder, dass Ma\u00dfnahmen der Verh\u00e4ltnispr\u00e4vention auch die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland nachhaltig st\u00e4rken k\u00f6nnen. Schlie\u00dflich sei eine gesunde Bev\u00f6lkerung die Grundlage f\u00fcr eine leistungsf\u00e4hige Gesellschaft. \u201eStrukturierte Pr\u00e4ventionsma\u00dfnahmen sparen nicht nur viel menschliches Leid, sondern auch hohe Folgekosten f\u00fcr Staat und Gesellschaft\u201c, so Bitzer.<\/p>\n<p>Diabetes-Versorgung sichern<a href=\"https:\/\/pharma-fakten.de\/fileadmin\/user_upload\/Bluttest_HIV-4.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-38145 lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/Bluttest_HIV-4-300x200.jpg\" alt=\"Diabetes-Versorgung sichern\" width=\"350\" height=\"233\"  data-\/><\/a>Fachkr\u00e4ftemangel: Diabetes-Versorgung sichern. Foto: \u00a9iStock.com\/dusanpetkovic<\/p>\n<p>In Deutschland leben rund 9 Millionen Menschen mit Diabetes \u2013 bis 2040 sollen es Prognosen zufolge 12 Millionen sein. Angesichts des Fachkr\u00e4ftemangels warnt die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) vor einem drohenden Versorgungsnotstand. In einer \u201e<a href=\"https:\/\/www.ddg.info\/fileadmin\/user_upload\/2025-02-10_Agenda_Diabetologie_2030.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Agenda Diabetologie 2030<\/a>\u201c fordert sie von der Politik mehr Pr\u00e4vention, eine St\u00e4rkung der Forschung sowie eine Sicherung der Versorgung \u2013 so solle etwa der Bereich \u201eDiabetologie\/Endokrinologie\u201c in den Curricula des Medizinstudiums stetig erweitert werden. \u201eDiabetes und seine Folgeerkrankungen geh\u00f6ren zu den gr\u00f6\u00dften gesundheitlichen Herausforderungen unserer Zeit \u2013 und wir haben nicht genug spezialisierte Fachkr\u00e4fte, um dieser Entwicklung ad\u00e4quat zu begegnen\u201c, f\u00fcrchtet DDG-Vizepr\u00e4sidentin Professor Dr. Julia Szendr\u00f6di.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Diabetes: Es braucht mehr Gesundheitsaufkl\u00e4rung. 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