{"id":503328,"date":"2025-10-16T13:56:15","date_gmt":"2025-10-16T13:56:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/503328\/"},"modified":"2025-10-16T13:56:15","modified_gmt":"2025-10-16T13:56:15","slug":"abstimmung-in-russland-um-neues-design-fuer-500-rubel-schein-abgebrochen-panorama","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/503328\/","title":{"rendered":"Abstimmung in Russland um neues Design f\u00fcr 500-Rubel-Schein abgebrochen &#8211; Panorama"},"content":{"rendered":"<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Eine faire Wahl in <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Russland\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Russland<\/a>, mitten im Krieg, es h\u00e4tte diesmal so einfach sein k\u00f6nnen. Es geht ja nur um <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Geld\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Geld<\/a>. Um den 500-Rubel-Schein, kaum mehr als f\u00fcnf Euro. Die russische Zentralbank hat seit dem 1. Oktober \u00fcber ein neues Design abstimmen lassen, das Motiv soll dem russischen Nordkaukasus gewidmet sein. Schnell entschieden war die Vorderseite: die Akademische Galerie in der Stadt Pjatigorsk, die weit gestreckt an einem gr\u00fcnen Hang liegt. Die Wahl der R\u00fcckseite wurde zu einem Fiasko.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Wer w\u00fcrde es wohl noch auf die Banknote schaffen? Zwei Motive lagen in der Gunst deutlich vor allen anderen: der Elbrus, mit 5642 Metern der h\u00f6chste Berg Russlands, und je nach geografischer Auslegung auch der h\u00f6chste Europas \u2013 und Grosny-City, die Hauptstadt von Tschetschenien. Nach zwei Kriegen und viel Zerst\u00f6rung ist sie wiederaufgebaut worden, es gibt nun Wolkenkratzer und Russlands gr\u00f6\u00dfte Moschee.<\/p>\n<p>Russlands Zentralbank bricht Abstimmung ab<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Der Berg und die City, beide hatten nach knapp zwei Wochen jeweils mehr als eine Million Stimmen erhalten, das Votum sollte noch wenige Tage andauern. Abstimmen konnten die Menschen per E-Mail, \u00fcber zwei soziale Netzwerke und \u00fcber \u201eGosuslugi\u201c, das staatliche Online-Portal. Am Wochenende aber <a href=\"https:\/\/cbr.ru\/press\/event\/?id=28018\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">brach Russlands Zentralbank die Abstimmung ab<\/a>. Es habe eine gro\u00dfe Zahl von Versuchen gegeben, \u201emit technischen Mitteln die Stimmenzahl f\u00fcr einige Objekte zu erh\u00f6hen\u201c. Kurz: Es gab Manipulationen. Und so scheiterte die Wahl der R\u00fcckseite des neuen 500-Rubel-Scheins an einem Duell zweier Lager. F\u00fcrs Erste jedenfalls.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Das tschetschenische Oberhaupt Ramsan <a href=\"https:\/\/t.me\/RKadyrov_95\/6058\" target=\"_blank\">Kadyrow hatte f\u00fcr das runderneuerte Stadtbild von Grosny geworben<\/a>, unterst\u00fctzt von Funktion\u00e4ren und tschetschenischen Bloggern. Damit sich auch viele Menschen beteiligten, sollten diese an einer Verlosung mitmachen d\u00fcrfen, wenn sie per Screenshot ihre Stimmabgabe nachweisen konnten. Als Gewinne lockten: zehn neue iPhone 17.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">F\u00fcr den Berg Elbrus wiederum setzten sich vor allem der Vizechef der Duma ein sowie einige nationalistische Blogger. Diese aber kritisierten, dass die Pro-Grosny-Kampagne die Abstimmung beeinflusst habe. So seien 40 000 Stimmen f\u00fcr Elbrus verschwunden und au\u00dferdem Bots eingesetzt worden, um die Zahl der Stimmen f\u00fcr Grosny-City zu erh\u00f6hen. Kurz darauf schritt die Notenbank ein und lie\u00df nur noch Stimmabgaben \u00fcber das Portal \u201eGosuslugi\u201c zu. Sein Kalk\u00fcl: Der Account dazu ist mit dem russischen Pass verbunden. Der Staat wollte das Votum st\u00e4rker kontrollieren. Nun aber war man in Tschetschenien aufgebracht.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Der tschetschenische Informationsminister Achmed Dudajew warnte die russische Zentralbank davor, \u201eProvokateuren, Agenten und liberalen Kreisen\u201c nachzugeben. Sie erzeuge so nur einen Riss zwischen Russen und Tschetschenen, sagte er.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Wo jetzt die L\u00f6sung liegt? Die Zentralbank will nur verschieben, an den Designvorschl\u00e4gen aber festhalten. Der neue 500-Rubel-Schein soll in der zweiten H\u00e4lfte des n\u00e4chsten Jahres eingef\u00fchrt werden. Die Duma-Abgeordnete Anna Kusnezowa fragte die Zentralbank salomonisch, ob es \u00fcberhaupt einen neuen Schein brauche. Der jetzige gefalle ja vielleicht den meisten. Er zeigt \u00fcbrigens die Stadt Archangelsk, das Denkmal von Peter dem Gro\u00dfen und auf der R\u00fcckseite ein Kloster.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Eine faire Wahl in Russland, mitten im Krieg, es h\u00e4tte diesmal so einfach sein k\u00f6nnen. 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