{"id":503695,"date":"2025-10-16T17:15:15","date_gmt":"2025-10-16T17:15:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/503695\/"},"modified":"2025-10-16T17:15:15","modified_gmt":"2025-10-16T17:15:15","slug":"city-in-the-cloud-ueber-die-handfesten-seiten-der-netzwelt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/503695\/","title":{"rendered":"&#8222;City in the Cloud&#8230;&#8220;: \u00dcber die handfesten Seiten der Netzwelt"},"content":{"rendered":"<p>C &#8211; L &#8211; O &#8211; U &#8211; D: Was f\u00fcr ein wunderbar bildlicher Begriff f\u00fcr die gigantischen, aber unsichtbaren Mengen an Daten, die stets irgendwo \u00fcber unseren K\u00f6pfen zu schweben scheinen. Doch der Begriff f\u00fchrt vollkommen in die Irre: Auch digitale Daten brauchen eine physische Infrastruktur. Sie brauchen R\u00e4ume und Ressourcen, um existieren zu k\u00f6nnen. <\/p>\n<p>Die aktuelle Ausstellung im Architekturmuseum will Transparenz in die omin\u00f6se Wolke bringen \u2013 und beginnt ganz vorn: beim ersten Unterseekabel, durch das bereits 1866 zuverl\u00e4ssig Daten zwischen Europa und den USA hin- und herstr\u00f6mten. Heute hat das Unterseekabelnetzwerk gigantische Ausma\u00dfe, aber: Man sieht sie nicht. &#8222;95 Prozent des globalen Internetverkehrs l\u00e4uft heute \u00fcber das Unterseekabelnetzwerk&#8220;, erkl\u00e4rt Kurator Damjan Kokalevski. <\/p>\n<p>Der handfeste Unterbau der Netzwelt<\/p>\n<p>Damals wie heute brauchte man kritische Rohstoffe, um den Datenfluss zu erm\u00f6glichen. Im 19. Jahrhundert hie\u00df der Wunderstoff Guttapercha: Der Saft des Guttaperchabaums gerinnt beim Trocknen zu einer festen Substanz, die als Ummantelung der Kupferkabel auch dem Salzwasser der Ozeane standhielt. Wenig \u00fcberraschend: Bis Ende des 19. Jahrhunderts war der Baum aus Malaysia und Borneo nahezu ausgerottet.<\/p>\n<p>Heute werden Unterseekabel mit Kunststoffen ummantelt, kritische Rohstoffe hei\u00dfen nun Lithium, Zinn, Kupfer, Gold, Kobalt und Nickel. Ihr Abbau hat oft gravierende \u00f6kologische Folgen, sagt Damjan Kokalevski: &#8222;Die Art und Weise, wie diese Materialien gewonnen werden, zeigt die neokolonialen Beziehungen zwischen den Zentren der Macht \u2013 USA, China, Europa \u2013 und den L\u00e4ndern, wo diese Materialien gewonnen werden: Lithium in Chile, Kobalt im Kongo. Und diese Wege der Materialien m\u00f6chten wir in der Ausstellung pr\u00e4zise darstellen.&#8220;<\/p>\n<p>Die Schau beleuchtet etwa den Zinnabbau auf der Insel Bangka in Indonesien. Fast die H\u00e4lfte des weltweiten Zinnverbrauchs kommt von dieser einen Insel. Der jahrzehntelange Abbau hat riesige Krater und saure Seen geschaffen, die auslaugte Landschaft sorgt f\u00fcr \u00dcberschwemmungen und D\u00fcrren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"C &#8211; L &#8211; O &#8211; U &#8211; D: Was f\u00fcr ein wunderbar bildlicher Begriff f\u00fcr die gigantischen,&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":503696,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1827],"tags":[125911,772,54345,125908,125909,29,30,125910,12728,125907,1268,43693,2339,4966,2394,11757,52361,71291,125906],"class_list":{"0":"post-503695","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-muenchen","8":"tag-architekturmuseum","9":"tag-bayern","10":"tag-cloud","11":"tag-damjan-kokalevski","12":"tag-datennetz","13":"tag-deutschland","14":"tag-germany","15":"tag-intranet","16":"tag-lithium","17":"tag-lrz","18":"tag-muenchen","19":"tag-netzwelt","20":"tag-oberbayern","21":"tag-pinakothek","22":"tag-pinakothek-der-moderne","23":"tag-rechenzentrum","24":"tag-smart-city","25":"tag-unterseekabel","26":"tag-zinnabbau"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115384976942055805","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/503695","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=503695"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/503695\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/503696"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=503695"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=503695"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=503695"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}