{"id":504435,"date":"2025-10-17T00:00:19","date_gmt":"2025-10-17T00:00:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/504435\/"},"modified":"2025-10-17T00:00:19","modified_gmt":"2025-10-17T00:00:19","slug":"loewentormuseum-in-stuttgart-ausstellung-in-stuttgart-weltpremiere-fuer-den-wundersaurier-startseite","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/504435\/","title":{"rendered":"L\u00f6wentormuseum in Stuttgart: Ausstellung in Stuttgart: Weltpremiere f\u00fcr den Wundersaurier &#8211; Startseite"},"content":{"rendered":"<p>\n\tEine Zeit des Sterbens <\/p>\n<p>Dieser Zeit widmen die Forscher im L\u00f6wentormuseum die neue Ausstellung \u201eTriassic Life \u2013 Aufbruch in die Welt der Saurier\u201c. Eine weitgehend unbeleuchtete Zeit. Die Kreidezeit und das Jura sind die beiden Perioden des Erdmittelalters, die weitaus bekannter sind. Eben weil in diesen Jahrmillionen die riesigen Saurier \u00fcber die Erde herrschten. Und seither auch dank Filmen wie \u201eJurassic Parc\u201c die Fantasie anregen. Und wer hat sich nicht schon mal im L\u00f6wentormuseum vor dem T-Rex gegruselt, der die Wand durchbricht.<\/p>\n<p>  <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/1760659218_30_media.media.ce937764-cc84-4bd3-b3e9-dfd92be6ca4b.original1024.media.jpeg\"\/>     Vorsicht Lava, Vulkanausbr\u00fcche verursachten ein gro\u00dfes Sterben.    Foto: Lichtgut\/Max Kovalenko    <\/p>\n<p>Doch Gr\u00f6\u00dfe ist nicht alles. <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.wundersaurier-aus-stuttgart-247-millionen-jahre-altes-fossil-aus-dem-elsass-stellt-evolution-auf-den-kopf.a290af8e-883c-46b8-b965-545d8e6ca9aa.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Und so kommt der \u201eunbestrittene Star\u201c der Ausstellung, wie Krogmann sagt, nicht unscheinbar aber doch possierlich daher, ein Urmel aus dem Elsass.<\/a> Er ist 247 Millionen Jahre alt. Eine Zahl, die man sich mit unserem S\u00e4ugetier-Hirn nicht vorstellen kann. Damals war der Mensch noch ein entfernter Gedanke. Vor 2,6 Millionen Jahren hat unsere Gattung den Heimwerker in sich entdeckt, die ersten Werkzeuge benutzt. Vor 300\u2009000 Jahren tauchte der moderne Mensch auf, der Homo Sapiens, unser direkter Vorfahr. <\/p>\n<p>Der Mirasaura Grauvogeli war um einiges fr\u00fcher dran, er lebte am Beginn der Trias in W\u00e4ldern. Es war warm und trocken, es gab einen riesigen Kontinent Pang\u00e4a. W\u00fcsten und Savannen pr\u00e4gten die Landschaft. Die Welt geh\u00f6rte den Reptilien, den Sauriern. Was wir aus dieser Zeit wissen, gruben und k\u00e4mmten Menschen wie der els\u00e4ssische Naturforscher Louis Grauvogel aus dem Boden. Zwei 247 Millionen Jahre alte Steine hat Grauvogel vor 90 Jahren gefunden und in seiner Sammlung aufbewahrt. In einer Scheune in den Vogesen, gemeinsam mit gut 5300 versteinerten Insekten, Schalentieren, Fischen, Amphibien und Pflanzen. Grauvogels Tochter Lea arbeitete sich durch die Fossilien, gab die Sammlung schlie\u00dflich 2019 ans <a href=\"https:\/\/www.krzbb.de\/thema\/Naturkundemuseum\" title=\"Naturkundemuseum\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Naturkundemuseum<\/a> in <a href=\"https:\/\/www.krzbb.de\/thema\/Stuttgart\" title=\"Stuttgart\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Stuttgart<\/a>. Ein Gl\u00fccksfall. Vor allem f\u00fcr den Herr der Dinos, Rainer Schoch, Chef der Pal\u00e4ontolgie in Stuttgart. Beim Pr\u00e4parieren fielen ihm und seinen Mitarbeitern zwei Steine auf \u2013 der gut erhaltene Abdruck eines Reptils und eines Fl\u00fcgels. Oder war es gar kein Fl\u00fcgel? Auftritt Stephan Spiekman. Der Holl\u00e4nder kam \u00fcber Z\u00fcrich und London nach Stuttgart, um sich mit Schoch den Steinen zu widmen. <\/p>\n<p>Detektive am Werk <\/p>\n<p>Er fand in jahrelanger Detektivarbeit heraus, wie der Grauvogeli aussieht und dass die Evolution ihm eine \u201eFederalternative\u201c spendiert hatte, die man so noch nirgends gefunden hatte. Eine Weltsensation, die die Stuttgarter in der Bibel der Forscher publizierten, dem Magazin \u201eNature\u201c. Mit riesiger Resonanz, nicht nur der Fachwelt. Und Krogmann ist sich sicher, dass der Grauvogeli bald der meistfotografierte Saurier im Museum sein wird. <\/p>\n<p>Das sei ihm geg\u00f6nnt. Wichtiger noch ist seine Rolle als Zeuge einer Epoche, in der \u201edie Evolution am Rad drehte\u201c, wie Ausstellungskurator Raphael Moreno das nennt. Was zun\u00e4chst eine unvorstellbare Katastrophe war, ein einziges Sterben, m\u00fcndete in neues Leben. Die Erde bl\u00fchte wieder auf. Pflanzen wuchsen, Tiere wagten sich hervor. Im Meer waren fast alle Korallen ausgestorben, eine winzige Schar \u00fcberlebte und siedelte sich auf neuen Riffen an, die von Schw\u00e4mmen gebildet worden waren. <\/p>\n<p>   <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/1760659219_11_media.media.cb5112c0-7495-4fee-8dbd-89a8d72afdf6.original1024.media.jpeg\"\/>     Auch im Wasser regte sich neues Leben.    Foto: Lichtgut\/Max Kovalenko    <\/p>\n<p>Die Pflanzen wuchsen, im Meer und auf dem Land erschienen Fische, Lurche, Echsen und Saurier. Auch die Vorl\u00e4ufer der S\u00e4ugetiere hatten sich angepasst. Die Ausstellung zeigt in acht Stationen wie sich das Leben im Trias erholt hat, und auch wie Wissenschaftler es entschl\u00fcsselt haben, wie sie aus winzigsten Spuren ein Abbild der Vergangenheit bauen k\u00f6nnen. Uralt sind die Fossilien, zeitgem\u00e4\u00df ist der Umgang damit. Reale Wissenschaftler haben digitale Avatare bekommen und zeigen, wie sie einen Saurier rekonstruieren, von der Entdeckung an der Baustelle einer Autobahn bis zum 3D-Modell. <\/p>\n<p> Was hei\u00dft das f\u00fcr uns? <\/p>\n<p>So wie beim Grauvogeli. Auf einen Millimeter zusammengequetscht war sein Kopf, daraus konnte man tats\u00e4chlich ein Modell bauen vom Star des Trias. Einer Epoche, die zeigt, wie sich die Erde von einer Klimakatastrophe erholt hat? Alles halb so schlimm also, wenn die Welt w\u00e4rmer und w\u00e4rmer wird wegen unseres Aussto\u00dfes an Kohlendioxid? Nun, das kommt darauf an, wie man es sieht. Die Erde hat sich auch damals weitergedreht. Ausgestorben sind die Lebewesen. Und sie hatten damals 50000 Jahre Zeit, sich <a href=\"https:\/\/www.krzbb.de\/inhalt.wetterforscher-warnt-co2-menge-in-der-atmosphaere-so-stark-gestiegen-wie-nie-zuvor.edb2873b-fc1d-4e37-be46-d42930581db2.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">auf den Klimawandel einzustellen<\/a>. Nicht 100 Jahre. \u201eDer Klimawandel ist jetzt 500-mal schneller als damals\u201c, sagt Raphael Behr. \u201eAber wir k\u00f6nnen noch etwas tun\u201c, sagt Krogmann. Auf dass irgendwann mal nicht die l\u00e4ngst ausgestorbene Spezies Mensch der Star einer Ausstellung in einem Naturkundemuseum ist. <\/p>\n<p> Triassic Life \u2013 Aufbruch in die Welt der Saurier <\/p>\n<p class=\"infobox\"> <strong>Ausstellung<\/strong><br \/>Die Sonderschau im L\u00f6wentormuseum beginnt am Freitag, 17. Oktober und endet am 7. Juni 2026. Ge\u00f6ffnet ist sie wie das Museum von Dienstag bis Freitag von 9 bis 17 Uhr, samstags, sonntags und an Feiertagen von 10 bis 18 Uhr. Der Eintritt kostet 12 Euro f\u00fcr Erwachsene, erm\u00e4\u00dfigt 9 Euro. Wer j\u00fcnger ist als 18 Jahre hat freien Eintritt. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Eine Zeit des Sterbens Dieser Zeit widmen die Forscher im L\u00f6wentormuseum die neue Ausstellung \u201eTriassic Life \u2013 Aufbruch&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":503685,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1830],"tags":[1634,3364,29,16670,30,125905,96104,19680,82231,1441,75061,85897,125904],"class_list":{"0":"post-504435","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-stuttgart","8":"tag-baden-wuerttemberg","9":"tag-de","10":"tag-deutschland","11":"tag-dinosaurier","12":"tag-germany","13":"tag-jurassic-parc","14":"tag-loewentormuseum","15":"tag-naturkundemuseum","16":"tag-saurier","17":"tag-stuttgart","18":"tag-t-rex","19":"tag-textmanager","20":"tag-trias"},"share_on_mastodon":{"url":"","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/504435","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=504435"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/504435\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/503685"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=504435"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=504435"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=504435"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}