{"id":504894,"date":"2025-10-17T04:17:18","date_gmt":"2025-10-17T04:17:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/504894\/"},"modified":"2025-10-17T04:17:18","modified_gmt":"2025-10-17T04:17:18","slug":"warum-das-trio-jetzt-sinn-ergibt-rolling-stone","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/504894\/","title":{"rendered":"Warum das Trio jetzt Sinn ergibt \u2014 Rolling Stone"},"content":{"rendered":"<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/rs-badge-recommendation.png\" alt=\"ROLLING STONE Badge\"\/><\/p>\n<p>Empfehlungen der\u00a0Redaktion<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/0a5b49eb5697492c932481b297480bc5.gif\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\"\/>Wenn <a href=\"https:\/\/www.rollingstone.de\/hero-die-10-besten-sting-songs-aller-zeiten-1789909\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Sting<\/a> nun 3.0 ist, was war dann eigentlich Sting 2.0? Sting 1.0 war The Police \u2013 aber was war Sting 2.0? Klar, das Dreier-Wortspiel orientiert sich an der Triobesetzung, mit der er nun im zweiten Jahr ihres Bestehens tourt. Dreipunktnull m\u00fcsste seine Legitimation eigentlich durch eine Dreierarbeit nicht nur auf der B\u00fchne, sondern auch im Studio erfahren.<\/p>\n<p>Sting und die R\u00fcckkehr zum Trio<\/p>\n<p>Doch Sting wird sich kaum noch mit zwei anderen im Studio streiten, wie einst mit Stewart Copeland und Andy Summers \u2013 auch wenn zu 3.0 ein anderer alter Weggef\u00e4hrte geh\u00f6rt, Dominic Miller. Aber mit dem streitet er sich nie. Sting 3.0 ist, wie an diesem Konzertabend in Berlin, ein Backkatalog-Projekt.<\/p>\n<p>Warum aber tut sich Sting, ein seit 1978 erfolgreicher und hunderte Millionen Dollar schwerer Musiker, 74 Jahre alt, ein Trio an? Trio verzeiht nicht, vor allem nicht auf der B\u00fchne. Sting 3.0 l\u00e4sst live viel Raum f\u00fcr Leere, Pausen, manchmal gar Stille. Kein Merkmal von anderen Bands mit nur drei Instrumenten, etwa U2.<\/p>\n<p>Wom\u00f6glich ist Sting 3.0 die beste Entscheidung, die er seit Jahren getroffen hat. Das Line-up ist eine Herausforderung, aber hier stehen drei Perfektionisten an ihren Instrumenten: Dominic Miller, der seine Fender kein einziges Mal innerhalb der 21 Songs wechselt und selbstbewusst das leiseste Instrument spielt; Schlagzeuger Chris Maas, der nicht so variabel spielt wie Police-Drummer Copeland \u2013 er schwebt nicht so sehr \u2013, aber deutlich mehr Zutrauen gegen\u00fcber der Snare beweist; und Sting, der in den 1970er-Jahren nur deshalb die Gitarre verlie\u00df, weil der Bass ein gr\u00f6\u00dferes Instrument ist. Seine pulsierenden, melodischen Linien beherrscht er noch immer. \u201eHerr Maas\u201c und \u201eHerr M\u00fcller\u201c k\u00fcndigt Sting seine Mitmusiker an, er spricht dabei tats\u00e4chlich passables Deutsch.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-3067369\" src=\"https:\/\/www.rollingstone.de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/gettyimages-2227042659-scaled.webp\" alt=\"\" width=\"2560\" height=\"1708\"  \/><\/p>\n<p>Analoge Energie statt Backing-Tapes<\/p>\n<p>Viel wichtiger ist: Es gibt nur wenige Backing-Tape-Einspielungen: den HipHop-Beat aus \u201eEnglishman in New York\u201c, den schon Manu Katch\u00e9 \u00fcber sich ergehen lie\u00df; eine Chor-Dopplung in \u201eA Thousand Years\u201c; Keyboards in \u201eNever Coming Home\u201c, einem sehns\u00fcchtigen Lied von 2003, sehns\u00fcchtig, weil es in seinen besten Momenten die Police-Klassiker \u201eBring on the Night\u201c und \u201eWhen the World Is Running Down, You Make the Best of What\u2019s Still Around\u201c vereint.<\/p>\n<p>Dominic Miller kann die Dreamscapiness von Andy Summers, etwa in \u201eWrapped Around Your Finger\u201c, theoretisch kopieren. Doch sein wahres K\u00f6nnen zeigt sich in den Sting-Solost\u00fccken \u201eIf I Ever Lose My Faith in You\u201c und vor allem \u201eMad About You\u201c. In \u201eFaith\u201c, jenem Lied mit der \u201eTeufelsmusik\u201c, dem Tritonus, verschwindet er mit seinen zarten Anschl\u00e4gen fast in der Musik, die urspr\u00fcnglich als Hymne gedacht war. Den Orchesterschmelz, die Tausendundeinenacht-Arabeske von \u201eMad\u201c, macht er mit wenigen Handgriffen komplett obsolet.<\/p>\n<p>An dieser Stelle findest du Inhalte aus Youtube<\/p>\n<p>Um mit Inhalten aus Sozialen Netzwerken zu interagieren oder diese darzustellen, brauchen wir deine Zustimmung.<\/p>\n<p>\tSoziale Netzwerke aktivieren<\/p>\n<p>Ein Weltmusiker bleibt sich treu<\/p>\n<p>Sting wird \u201eWeltmusiker\u201c genannt, und als Weltmusiker mit gro\u00dfer Liebe zum nordafrikanischen Raum bleibt auch sein 1999er-Hit \u201eDesert Rose\u201c ein Bestandteil seiner Setlist \u2013 ein Ethno-Dance-Song, damals mit Cheb Mami eingesungen. \u201eYallah\u201c ruft Sting nun, hier in Berlin, im Jahr 2025. Das ist gut und mutig. Man darf annehmen, dass Stings Publikum in etwa die W\u00e4hlerschaft des letzten Bundestags widerspiegelt \u2013 schlie\u00dflich h\u00f6rt Sting jeder. \u201eYallah\u201c d\u00fcrfte nicht jedem gefallen haben.<\/p>\n<p>Von der Konfrontation zum Frieden<\/p>\n<p>Ob Sting gelegentlich noch die Konfrontation sucht? Als Police-Musiker z\u00e4hlte er \u201eWalking on the Moon\u201c einst mit w\u00fctenden \u201eOne, Two, One Two Three!\u201c an \u2013 danach duellierten sich die drei Musiker, so langsam der Song auch ist, in dem sie so hart anspielten, wie es nur ging. Sting stieg sp\u00e4t zum Star auf, war schon 27, als der Durchbruch mit \u201eRoxanne\u201c kam. Wenn er in \u201eWalking on the Moon\u201c sang \u201eSome may say, I\u2019m wishing my days away\u201c, steckte darin auch die Bef\u00fcrchtung, es nie zu etwas zu bringen.<\/p>\n<p>Bald 50 Jahre sp\u00e4ter schwelgt er auf der B\u00fchne in diesen Worten, und auch \u201eWalking on the Moon\u201c ist inzwischen eine laid-back-Nummer geworden. Fast ein Sunshine Reggae. Positiv formuliert: Sting l\u00e4sst uns teilhaben an seinem Frieden.<\/p>\n<p>Ein Musiker zwischen Mond und Erde<\/p>\n<p>Der Songtext ist dennoch gro\u00dfartig. Wer sang sechs Jahre nach Ende des Apollo-Programms noch vom Mond? Im Video spazierten Police durch das Kennedy Space Center. Sie ahnten wohl, dass es bald Space Shuttles geben w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Niemals wird jemand sagen, dass Sting der Paul McCartney seiner Generation ist. Warum eigentlich nicht?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Empfehlungen der\u00a0Redaktion Wenn Sting nun 3.0 ist, was war dann eigentlich Sting 2.0? 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