{"id":505103,"date":"2025-10-17T06:11:11","date_gmt":"2025-10-17T06:11:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/505103\/"},"modified":"2025-10-17T06:11:11","modified_gmt":"2025-10-17T06:11:11","slug":"aale-dieter-86-denkt-noch-lange-nicht-ans-aufhoeren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/505103\/","title":{"rendered":"Aale-Dieter (86) denkt noch lange nicht ans Aufh\u00f6ren"},"content":{"rendered":"<p>Hamburg (dpa) &#8211; Marktschreier k\u00e4mpfen \u00fcberall um ihr wirtschaftliches \u00dcberleben. Doch der legend\u00e4re Aale-Dieter auf dem Hamburger Fischmarkt denkt auch mit 86 Jahren noch nicht ans Aufh\u00f6ren. Er wolle das \u00abbis zum Ende\u00bb machen, sagt Aale-Dieter, der mit b\u00fcrgerlichen Namen Dieter Bruhn hei\u00dft, der Deutschen Presse-Agentur. Seit 66 Jahren verkauft er jeden Sonntag ger\u00e4ucherte Aale auf dem Fischmarkt im Hamburger Stadtteil Altona. Sein Motto: \u00abWer rastet, der rostet.\u00bb<\/p>\n<p>W\u00e4hrend einige Feiernde noch auf St. Paulis Partymeile unterwegs sind, beginnt er teils vor dem Morgengrauen ganz in der N\u00e4he am Ufer der Elbe bereits mit seiner Arbeit. Die Zahl seiner Kunden habe nicht abgenommen, sagt er. Aber die Kundschaft habe sich ver\u00e4ndert &#8211; ein Grund daf\u00fcr seien unter anderem auch die gestiegenen Preise f\u00fcr die Aale. \u00abVor 30 Jahren hat der Aal noch rund die H\u00e4lfte gekostet.\u00bb<\/p>\n<p>Sehr gerne sch\u00e4kert er mit den Kunden. Die Bezeichnung Marktschreier findet er f\u00fcr sich nicht unbedingt passend. Er sei eher ein Unterhalter, sagt der Verk\u00e4ufer. \u00abAls Baby habe ich in der Kinderkarre geschrien &#8211; aber das ist vorbei, heute unterhalte ich die Leute so ein bisschen.\u00bb<\/p>\n<p>Immer mehr Hamburger Marktschreier h\u00f6ren auf<\/p>\n<p>Auf dem mehr als 300 Jahre alten Markt fehlt es aber immer mehr an den typischen Marktschreiern, die hier mit flotten Spr\u00fcchen ihre Waren anpreisen und so f\u00fcr die besondere Atmosph\u00e4re sorgen. Andere Medien berichten davon, dass die Zahl der Schreier auf dem Fischmarkt nur noch bei sechs bis sieben liegt \u2013 nach ungef\u00e4hr 15 vor Corona. Die H\u00e4ndlerzahl des Fischmarktes ist den Berichten zufolge demnach von 120 vor Corona auf nun etwa 80 bis 100 Marktbeschicker gesunken.\u00a0<\/p>\n<p>Die Zahl der Marktschreier nimmt ab, sagt Dieter Egert, Vorstandsmitglied des Landesverbands des Ambulanten Gewerbes und der Schausteller Hamburg. \u00abEs sind Marktschreier weggestorben oder weggeblieben.\u00bb Zum Beispiel Nudel-Olli aus Leipzig hatte zuletzt gefehlt &#8211; aber auch einige Fischh\u00e4ndler. Die Gr\u00fcnde daf\u00fcr seien demnach oft, das Schreier aus Altersgr\u00fcnden ausscheiden. Es fehle der Nachwuchs und das Interesse auf dem Markt zu sein, sagt der Sprecher.\u00a0<\/p>\n<p>Das k\u00f6nnte Folgen haben: \u00abDer Fischmarkt ohne Marktschreier w\u00e4re eine lahme Ente.\u00bb Auch die Anzahl der H\u00e4ndler, die mit ihrem Stand auf dem Markt stehen, habe abgenommen &#8211; das habe sich besonders nach der Corona-Pandemie bemerkbar gemacht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Hamburg (dpa) &#8211; Marktschreier k\u00e4mpfen \u00fcberall um ihr wirtschaftliches \u00dcberleben. 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