{"id":505324,"date":"2025-10-17T08:14:12","date_gmt":"2025-10-17T08:14:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/505324\/"},"modified":"2025-10-17T08:14:12","modified_gmt":"2025-10-17T08:14:12","slug":"ecoro-automatisierung-fuer-industrielle-logistik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/505324\/","title":{"rendered":"Ecoro: Automatisierung f\u00fcr industrielle Logistik"},"content":{"rendered":"<p><strong>Munich Startup: Was macht euer <a href=\"https:\/\/www.munich-startup.de\/startups\/ecoro-gmbh\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Startup<\/a>? Welches Problem l\u00f6st ihr?<\/strong><\/p>\n<p>Christoph Tullius, Co-Founder und Managing\u00a0Director: Heute werden t\u00e4glich tausende Paletten mit Gabelstaplern, Routenz\u00fcgen und LKW bewegt \u2013 ein manueller, gef\u00e4hrlicher und teurer Prozess.<\/p>\n<p>Ecoro erm\u00f6glicht <a href=\"https:\/\/ecoro-road.com\/v1\/de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener nofollow\">vollautomatisierten Palettentransport<\/a> auf Industrie- und Logistikgel\u00e4nden sowie zwischen Standorten \u2013 kosteneffizient, CO\u2082-frei und rund um die Uhr.<br \/>Unser System besteht aus fahrerlosen Shuttles, die Paletten automatisch \u00fcber ein eigenes, sicheres Spurnetz transportieren und an intelligenten Ladeterminals selbstst\u00e4ndig be- und entladen. Damit automatisieren wir den gesamten Transportprozess, von der Beladung bis zur Entladung.<\/p>\n<p>Unser System ist modular anpassbar und kann sowohl f\u00fcr kurze Distanzen auf Werksgel\u00e4nden und in Industriegebieten als auch f\u00fcr Langstreckenverbindungen zwischen Hubs (z. B. City-Logistik) genutzt werden.<\/p>\n<p><strong>Munich Startup: Aber das gibt\u2019s doch schon l\u00e4ngst!<\/strong><\/p>\n<p>Christoph Tullius: Teilautomatisierte Systeme gibt es, ja \u2013 aber keine L\u00f6sung, die den gesamten Palettentransport wirklich durchgehend automatisiert, und zwar auch im Outdoor Bereich.<br \/>Klassische fahrerlose Transportsysteme (FTS) und autonome mobile Roboter (AMR) funktionieren nur mit teurer Sensorik und bei niedriger Geschwindigkeit. Schienenbasierte Systeme sind dagegen nicht flexibel und erfordern hohe Investitionen. <\/p>\n<p>Ecoro schlie\u00dft genau diese L\u00fccke: Wir kombinieren kosteng\u00fcnstige kamerabasierte Automatisierungstechnologie mit intelligenten Be- und Entladeterminals und schaffen so ein durchg\u00e4ngig automatisiertes System. Unsere Fahrzeuge k\u00f6nnen bis zu 60 km\/h fahren, rund um die Uhr. So bringen wir Automatisierung \u00fcber die Werkshalle hinaus.<\/p>\n<p>Erfahrung aus Automotive und Logistik als Gr\u00fcndungsbasis<\/p>\n<p><strong>Munich Startup: Was ist eure Gr\u00fcndungsstory?<\/strong><\/p>\n<p>Christoph Tullius: Die Idee entstand aus unserer gemeinsamen Erfahrung in der Automobil- und Logistikbranche, sowie Daniels Erfahrung mit Hyperloop-Systemen. Wir haben erkannt, dass automatisierter Transport noch am Anfang steht, weil aufwendige Regulatorik, teure und komplexe Technik sowie Sicherheitsbedenken die Entwicklung bremsen. Gleichzeitig suchen unsere Kunden aktiv nach Automatisierungsl\u00f6sungen.<\/p>\n<p>Aus dieser Erkenntnis heraus haben wir Ecoro gegr\u00fcndet, um den Palettentransport endlich vollst\u00e4ndig zu automatisieren. Unser Gr\u00fcnderteam vereint \u00fcber 40 Jahre Erfahrung in Automotive, Robotik und Logistik \u2013 und wir teilen eine langj\u00e4hrige Freundschaft.<\/p>\n<p>Was als gemeinsame Vision begann, ist heute ein mehrfach ausgezeichnetes Deep-Tech-Startup mit Partnern aus Industrie, Forschung und Infrastruktur.<\/p>\n<p><strong>Munich Startup: Was waren bisher eure gr\u00f6\u00dften Herausforderungen?<\/strong><\/p>\n<p>Christoph Tullius: Unsere gr\u00f6\u00dften Herausforderungen lagen in der Kombination von Hardware und Software, also sehr unterschiedlichen Welten, die perfekt ineinandergreifen m\u00fcssen.<br \/>Dabei ist unser Anspruch ist nicht nur, ein fahrerloses Fahrzeug zu entwickeln, das auch au\u00dferhalb von Hallen zuverl\u00e4ssig funktioniert, sondern zudem verschiedene Systemkomponenten zu einem funktionierenden Gesamtsystem zu verbinden \u2013 vereint in unserer Ecoro-Softwareplattform. Nur so k\u00f6nnen wir unseren Kunden eine g\u00fcnstige Systeml\u00f6sung als One-Stop-Shop bieten.<\/p>\n<p>Parallel dazu war es herausfordernd, die Finanzierung zu sichern und Investoren von unserem Produkt zu \u00fcberzeugen, bevor ein physischer Demonstrator verf\u00fcgbar war. Diese H\u00fcrden haben uns gezwungen, sehr fokussiert, kreativ und partnerschaftlich zu arbeiten \u2013 und sie haben uns als Team deutlich gest\u00e4rkt.<\/p>\n<p>Von Pilotprojekten bis zur internationalen Skalierung<\/p>\n<p><strong>Munich Startup: Wo m\u00f6chtet ihr in einem Jahr stehen, wo in f\u00fcnf Jahren?<\/strong><\/p>\n<p>Christoph Tullius: Im Oktober dieses Jahres pr\u00e4sentieren wir unsere n\u00e4chste, stark verbesserte Shuttle-Generation und eine voll funktionsf\u00e4hige Demonstrationsanlage \u2013 die Basis f\u00fcr unsere ersten Pilotprojekte ab 2026. In einem Jahr wollen wir die ersten Fahrzeuge an unsere Pilotkunden ausgeliefert haben.<\/p>\n<p>In f\u00fcnf Jahren sehen wir uns als f\u00fchrenden Anbieter f\u00fcr automatisierten Palettentransport \u2013 mit Hunderten Shuttles im Einsatz, einem industriellen Serienpartner an unserer Seite und ersten Projekten auf internationalen M\u00e4rkten.<br \/>Langfristig ist unser Ziel, unsere g\u00fcnstige kamerabasierte Steuerungstechnik breit in den Einsatz zu bringen und gleichzeitig eine neue Transportkategorie zu etablieren: automatisierten G\u00fcterverkehr auf eigenen Spuren als R\u00fcckgrat klimaneutraler Logistik.<\/p>\n<p><strong>Munich Startup: Wie habt ihr den Startup-Standort M\u00fcnchen bisher erlebt?<\/strong><\/p>\n<p>Christoph Tullius: M\u00fcnchen ist f\u00fcr uns ein idealer Standort, insbesondere durch die N\u00e4he zu Technologie, Industrie und Wissenschaft. Der Austausch mit Partnern wie der TU M\u00fcnchen, dem Garching Forschungszentrum und Programmen wie EIT Urban Mobility hat unsere Entwicklung deutlich beschleunigt. Gleichzeitig bietet M\u00fcnchen ein starkes Netzwerk an Investoren, Innovationszentren und Corporates, die offen f\u00fcr Deeptech-Kooperationen sind.<\/p>\n<p>Die gr\u00f6\u00dfte Herausforderung bleibt der Wettbewerb um Talente und die hohen Lebenshaltungskosten, doch das innovative Umfeld und die Qualit\u00e4t der Kontakte machen dies mehr als wett.<\/p>\n<p><strong>Munich Startup:<\/strong><strong> Schneller Exit oder langer Atem?<\/strong><\/p>\n<p>Christoph Tullius: Ganz klar: langer Atem mit strategischer Perspektive. Wir bauen eine Technologie auf, die Industrieprozesse nachhaltig ver\u00e4ndert \u2013 das braucht Zeit, starke Partner und solides Wachstum. Ein schneller Exit war nie unser Ziel. Stattdessen wollen wir Ecoro so weit entwickeln, dass eine strategische \u00dcbernahme durch einen Industrie- oder Automobilkonzernlangfristig sinnvoll wird \u2013 idealerweise ab 2029, wenn unsere Technologie serienreif und international skalierbar ist. Bis dahin investieren wir in Innovation und Substanz, nicht in Hype.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Munich Startup: Was macht euer Startup? Welches Problem l\u00f6st ihr? 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