{"id":505363,"date":"2025-10-17T08:35:22","date_gmt":"2025-10-17T08:35:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/505363\/"},"modified":"2025-10-17T08:35:22","modified_gmt":"2025-10-17T08:35:22","slug":"autobranche-warnt-vor-produktionsstopps-wegen-chiplieferant","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/505363\/","title":{"rendered":"Autobranche warnt vor Produktionsstopps wegen Chiplieferant"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/nexperia-100.jpg\" alt=\"Ein Mitarbeiter der Nexperia Germany GmbH mit einen sogenannten Wafer.\" title=\"Ein Mitarbeiter der Nexperia Germany GmbH mit einen sogenannten Wafer. | picture alliance\/dpa\"\/><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 17.10.2025 08:54 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Der niederl\u00e4ndische Chiphersteller Nexperia hat eine prominente Rolle im Handelskonflikt zwischen China und den USA. Die Firma leidet unter Exportbeschr\u00e4nkungen &#8211; was zu Produktionsausf\u00e4llen in der Autobranche f\u00fchren k\u00f6nnte.<\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die Autoindustrie schl\u00e4gt Alarm wegen drohender Produktionsausf\u00e4lle durch Lieferprobleme des niederl\u00e4ndischen Chipherstellers Nexperia. Nach dem europ\u00e4ischen Autoverband ACEA warnte nun auch die US-Autolobby vor St\u00f6rungen der Produktion. BMW stellt sich ebenfalls auf Probleme wegen der gegen Nexperia verh\u00e4ngten Ausfuhrbeschr\u00e4nkungen ein.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die Firma aus den Niederlanden geh\u00f6rt dem chinesischen Konzern Wingtech. Mit weltweit rund 11.700 Besch\u00e4ftigten ist sie der f\u00fchrende Anbieter einfacher Halbleiter wie Dioden oder Transistoren. In Hamburg ist das gr\u00f6\u00dfte Werk, in Deutschland hat das Unternehmen 2.500 Mitarbeitende. Mit seiner Produktion dort beliefert der Halbleiter-Hersteller nach NDR-Informationen rund zehn Prozent des weltweiten Marktes.<\/p>\n<p>    &#8222;Dominoeffekt auf andere Branchen&#8220; bef\u00fcrchtet<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Nexperia habe Autobauer und Zulieferer am 10. Oktober dar\u00fcber informiert, dass es seine Lieferungen nicht mehr garantieren k\u00f6nne, erkl\u00e4rte der Verband ACEA. Ohne die Chips des niederl\u00e4ndischen Unternehmens, die in elektronischen Steuerger\u00e4ten von Fahrzeugen verbaut werden, drohten Produktionsstopps. Die Best\u00e4nde reichten nur noch wenige Wochen. &#8222;Wir befinden uns pl\u00f6tzlich in dieser alarmierenden Lage&#8220;, erkl\u00e4rte ACEA-Generaldirektorin Sigrid de Vries. &#8222;Wir brauchen wirklich schnelle und pragmatische L\u00f6sungen von allen beteiligten L\u00e4ndern.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">In den USA dr\u00e4ngte der Verband Alliance for Automotive Innovation, der unter anderem General Motors, Toyota, Ford und Volkswagen vertritt, auf eine schnelle L\u00f6sung. &#8222;Wenn die Lieferung von Auto-Chips nicht schnell wieder aufgenommen wird, wird dies die Autoproduktion in den USA und vielen anderen L\u00e4ndern st\u00f6ren und einen Dominoeffekt auf andere Branchen haben&#8220;, sagte Verbandschef John Bozzella. Einigen Autobauern zufolge k\u00f6nnten US-Werke bereits im kommenden Monat betroffen sein.<\/p>\n<p>    In China und auch in den USA unter Druck<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Hintergrund ist der Handelsstreit zwischen den USA und China, der von beiden Seiten zu Ausfuhrbeschr\u00e4nkungen f\u00fcr Nexperia f\u00fchrte. Die Chips werden nach China zur Verpackung und Weiterverarbeitung geliefert. Das chinesische Handelsministerium verbot jedoch Anfang Oktober den Export bestimmter Bauteile mit Nexperia-Chips. Das betrifft Wingtech zufolge 80 Prozent der Endprodukte. Der Schritt folgte als Reaktion auf eine Enteignung des Chipherstellers.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">So steht der Konzern in den USA wegen angeblicher Gefahren f\u00fcr die nationale Sicherheit auf einer Sanktionsliste von Unternehmen, mit denen US-Firmen keine Gesch\u00e4fte machen d\u00fcrfen. Am Sonntag erkl\u00e4rte schlie\u00dflich die niederl\u00e4ndische Regierung, die Kontrolle bei Nexperia \u00fcbernommen zu haben. Demnach gebe es M\u00e4ngel in der Unternehmensf\u00fchrung, die eine &#8222;Gefahr f\u00fcr den Schutz wichtiger technologischer Kenntnisse und F\u00e4higkeiten auf niederl\u00e4ndischem und europ\u00e4ischem Boden&#8220; darstellten. Regierungsangaben zufolge erfolgte das Ganze bereits im September.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Sie begr\u00fcndete dies mit der Sorge vor einer Weitergabe von Technologie an die chinesische Muttergesellschaft. Wie aus Gerichtsdokumenten hervorging, dr\u00e4ngte die US-Regierung die Niederlande dazu. Auch der chinesische Firmenchef wurde per Gerichtsbeschluss abgesetzt. Nexperia erkl\u00e4rte am Dienstag, man sei mit Ausfuhrbeschr\u00e4nkungen sowohl aus den USA als auch aus China konfrontiert und suche Gespr\u00e4che.<\/p>\n<p>    Bisher keine Ausf\u00e4lle<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Auch die Autobauer selbst stellen sich auf Lieferprobleme ein. Teile des Lieferantennetzwerks seien von den aktuellen Entwicklungen bei dem niederl\u00e4ndischen Unternehmen betroffen, erkl\u00e4rte ein BMW-Sprecher. Die Fertigung in den Werken des Konzerns verlaufe jedoch weiterhin planm\u00e4\u00dfig. &#8222;Wir stehen in engem Kontakt mit unseren Lieferanten und bewerten die Lage fortlaufend, um potenzielle Versorgungsrisiken fr\u00fchzeitig zu identifizieren und gegebenenfalls geeignete Ma\u00dfnahmen zu ergreifen.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Mercedes-Benz erkl\u00e4rte, das Unternehmen beobachte die Situation und sei mit relevanten Beteiligten in Kontakt. Volkswagen teilte mit, Nexperia sei kein direkter Lieferant. Aber Bauteile steckten in Komponenten, die VW von Zulieferern erh\u00e4lt. &#8222;Derzeit ist unsere Produktion unbeeintr\u00e4chtigt.&#8220; VW versuche im Austausch mit den Lieferanten Risiken zu identifizieren, um darauf zu reagieren. Betroffen von Lieferausf\u00e4llen w\u00e4ren indes auch gro\u00dfe Zulieferer wie Bosch, Aumovio oder Valeo.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">ACEA teilte weiter mit, es gebe alternative Anbieter der Chips. Doch Zulassung und Aufbau der Produktion d\u00fcrften mehrere Monate dauern. Die Autoindustrie hatte bereits w\u00e4hrend der Corona-Pandemie Produktionsausf\u00e4lle, weil Halbleiter aus Asien bei hoher Nachfrage anderer Branchen Mangelware wurden. Auch Exportbeschr\u00e4nkungen f\u00fcr seltene Erden aus China behindern die Fertigung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 17.10.2025 08:54 Uhr Der niederl\u00e4ndische Chiphersteller Nexperia hat eine prominente Rolle im Handelskonflikt zwischen China und den&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":505364,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[134],"tags":[743,175,17396,170,169,29,30,1494,171,174,54579,173,172],"class_list":{"0":"post-505363","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-unternehmen-maerkte","8":"tag-autobranche","9":"tag-business","10":"tag-chiphersteller","11":"tag-companies","12":"tag-companies-markets","13":"tag-deutschland","14":"tag-germany","15":"tag-handelsstreit","16":"tag-markets","17":"tag-maerkte","18":"tag-produktionsstopp","19":"tag-unternehmen","20":"tag-unternehmen-maerkte"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115388595108861633","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/505363","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=505363"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/505363\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/505364"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=505363"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=505363"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=505363"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}