{"id":506234,"date":"2025-10-17T16:32:12","date_gmt":"2025-10-17T16:32:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/506234\/"},"modified":"2025-10-17T16:32:12","modified_gmt":"2025-10-17T16:32:12","slug":"fernanda-melchor-gewalt-hoffnung-und-geschichten-aus-veracruz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/506234\/","title":{"rendered":"Fernanda Melchor: Gewalt, Hoffnung und Geschichten aus Veracruz"},"content":{"rendered":"<p class=\"Paragraph_paragraph__lerxh Paragraph_paragraph--default-lg-default__J4S_J articleParagraph\">Die Mexikanerin Fernanda Melchor ist in ihrer Heimat eine mutige Frau. Als Journalistin muss sie sich \u00fcberlegen, wie sie in ihren B\u00fcchern vorgeht. Es ist beklemmend, wor\u00fcber sie berichtet. Es sind Geschichten des realen Lebens in ihrem Land. Das Buch \u201eDas hier ist nicht Miami\u201c handelt von einem Schiff aus der Dominikanischen Republik. Es ist beispielhaft, was Menschen darin erleben und erleiden m\u00fcssen.<\/p>\n<p class=\"Paragraph_paragraph__lerxh Paragraph_paragraph--default-lg-default__J4S_J articleParagraph\">Aus der Sicht des jungen Hafenarbeiters Paco wird erz\u00e4hlt, der wegen seines Lohns auf das Schiff gestiegen ist. Er braucht Geld, hat keinen Job. Nun erlebt er, dass die Polizei am Hafen Veracruz r\u00fccksichtslos mit Menschen umgeht. Sie vermutet Drogen im Schiffsrumpf, alles wird umgedreht. Statt Drogen werden Frauen und Kinder erfasst und versteckt, sie wollten illegal nach Mexiko. Das Wasser, das aus dem Meer \u00fcber die Menschen schwappt, nehmen sie hin, dunkel und verzweifelt kommen sie nass vom Schiff \u2013 kalt, aufgew\u00fchlt, \u00e4ngstlich. Sie werden allesamt festgenommen. Einer der blinden Passagiere fragt naiv, ob sie jetzt vor Florida seien. Seine Schwester wohne in New York, dahin will er. Er wird nie dorthin kommen, Paco lacht ihn aus.<\/p>\n<p>Fernanda Melchor: \u201eDas hier ist nicht Miami\u201c, 160 Seiten, 20 Euro, Verlag Klaus Wagenbach.\u00a0Foto: Verlag Klaus Wagenbach<\/p>\n<p class=\"Paragraph_paragraph__lerxh Paragraph_paragraph--default-lg-default__J4S_J articleParagraph\">Es sind zw\u00f6lf Geschichten \u00fcber die Geschehnisse in Veracruz. Drogenbosse und korrupte Ermittler erpressen Geld. Es geht erbarmungslos zu. Jeder Feind hat einen anderen Feind, alle wollen \u00fcberleben. Melchor nennt ihre beobachtenden Ereignisse \u201eCr\u00f3nicas\u201c, Erz\u00e4hlungen, das ist eine lateinamerikanische literarische Form: ein Teil Fiktion, ein anderer Journalismus. Es ist nicht ungef\u00e4hrlich f\u00fcr die Autorin, aber Fernanda Melchor traut sich, ihre Notizen zu schreiben. Sie ist 1982 in Veracruz geboren, f\u00fcr ihre Texte hat sie bereits mehrfach Preise gewonnen. Hierzulande wird sie zum ersten Mal vorgestellt.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.aachener-zeitung.de\/kultur\/der-schwarzwald-als-schauplatz\/97455176.html\" class=\"RelatedTeaser_related-teaser__8O980 RelatedTeaser_related-teaser--image__SKCSe read-more_withImage__1YJa_\" data-article-id=\"97455176\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>Lesen Sie auch:Der Schwarzwald als Schauplatz<\/p>\n<p><\/a><\/p>\n<p class=\"Paragraph_paragraph__lerxh Paragraph_paragraph--default-lg-default__J4S_J articleParagraph\">Das Fiktionale wird in ihren B\u00fcchern mit dem Geschehenen verbunden. Ihr Schreiben sei eine Form, ein Ordnungsschema: \u201eDie Wirklichkeit hat keinen richtungsweisenden, sinngebenden Willen\u201c, hat die Autorin gesagt. Deshalb muss der Journalismus das \u00fcbernehmen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Mexikanerin Fernanda Melchor ist in ihrer Heimat eine mutige Frau. 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