{"id":506349,"date":"2025-10-17T17:34:11","date_gmt":"2025-10-17T17:34:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/506349\/"},"modified":"2025-10-17T17:34:11","modified_gmt":"2025-10-17T17:34:11","slug":"wirtschaft-im-suedwesten-kommt-einfach-nicht-in-schwung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/506349\/","title":{"rendered":"Wirtschaft im S\u00fcdwesten kommt einfach nicht in Schwung"},"content":{"rendered":"<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Die baden-w\u00fcrttembergische Wirtschaft steckt weiter in der Flaute fest. Nach einer kurzen Erholung im Fr\u00fchsommer hat sich die Lage im Herbst schon wieder eingetr\u00fcbt, wie der Baden-W\u00fcrttembergische Industrie- und Handelskammertag (BWIHK) nun mitteilt.<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Laut der aktuellen Konjunkturumfrage der zw\u00f6lf Industrie- und Handelskammern im Land bewerten nur 26 Prozent der Unternehmen ihre aktuelle Gesch\u00e4ftslage als gut \u2013 \u00e4hnlich viele wie im Fr\u00fchsommer. Gleichzeitig geben knapp 25 Prozent an, dass ihre Lage schlecht ist. Das sind zwei Prozentpunkte mehr als noch im Fr\u00fchsommer. Damit bleibt die Stimmung nahezu unver\u00e4ndert, aber die Unsicherheit w\u00e4chst. In Baden-W\u00fcrttemberg vertreten die zw\u00f6lf IHKs die Interessen von mehr als 650.000 Mitgliedsunternehmen.<\/p>\n<p>Pessimistische Erwartungen und wachsende Unsicherheit<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">\u201eIch erkenne unser Land manchmal nicht mehr\u201c, sagt Claus Paal, Vizepr\u00e4sident des BWIHK und Pr\u00e4sident der IHK Region Stuttgart. \u201eWir wissen genau, wo wir stehen und was kommt, wenn wir nicht handeln \u2013 und trotzdem drehen wir uns im Kreis. Es ist h\u00f6chste Zeit, vom Reden ins Handeln zu kommen.\u201c<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Die Erwartungen der Unternehmen bleiben derweil verhalten. Wie schon im Fr\u00fchsommer rechnet weniger als ein F\u00fcnftel mit einer Verbesserung der Gesch\u00e4ftslage in den kommenden zw\u00f6lf Monaten, knapp ein Viertel der Betriebe hingegen mit einer Verschlechterung, hei\u00dft es in der Umfrage. Die Hauptgr\u00fcnde sind klar: schwache Inlandsnachfrage, hohe Energie- und Arbeitskosten, anhaltende Unsicherheit in der Handelspolitik und eine insgesamt gebremste Weltkonjunktur.<\/p>\n<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">\u201eDeutschland war einst das Land der Denker, Erfinder und Macher, das hat uns stark gemacht\u201c, betont Paal. \u201eHeute diskutieren wir oft, warum etwas nicht geht. Wir m\u00fcssen wieder zum \u201aWie es geht\u201b kommen \u2013 Verantwortung \u00fcbernehmen, statt sie abzuschieben.\u201c Das Land d\u00fcrfe nicht l\u00e4nger auf den Bund oder die EU warten. Es m\u00fcsse jetzt handeln.<\/p>\n<p>Industrie steht besonders unter Druck<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Besonders hart trifft es die Industrie: Wie im Fr\u00fchsommer bewerten 20 Prozent der Betriebe ihre Gesch\u00e4ftslage als gut. 32 Prozent sagen, sie sei schlecht, das sind vier Prozentpunkte mehr als im Fr\u00fchsommer. Die exportorientierte Wirtschaft leidet unter hohen Z\u00f6llen, schleppender Nachfrage und einer unklaren Handelspolitik. Auch die Investitionsbereitschaft bleibt schwach: Nur 18 Prozent der Unternehmen planen h\u00f6here Inlandsinvestitionen, w\u00e4hrend 27 Prozent weniger investieren wollen. Vorrangig geht es um Ersatzbedarf (68 Prozent) und Digitalisierung (54 Prozent) \u2013 Expansion spielt laut der Umfrage kaum noch eine Rolle. Am Arbeitsmarkt setzt sich der negative Trend fort. Nur zw\u00f6lf Prozent der Unternehmen erwarten steigende Besch\u00e4ftigtenzahlen, 28 Prozent rechnen mit einem R\u00fcckgang.<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">\u201eWir haben den Kipppunkt l\u00e4ngst \u00fcberschritten\u201c, warnt Vizepr\u00e4sident Paal. \u201eB\u00fcrokratie erstickt Innovation, Gr\u00fcndungen und Wachstum. Neun von zehn Unternehmen sagen uns, dass sie durch \u00fcberm\u00e4\u00dfige Vorschriften gebremst werden \u2013 das ist ein Alarmsignal f\u00fcr den Standort Baden-W\u00fcrttemberg.\u201c Strukturen m\u00fcssten vereinfacht und Entscheidungswege verk\u00fcrzt werden. \u201eWir brauchen eine Verwaltung, die Vertrauen zeigt, nicht Misstrauen verwaltet\u201c, fordert Paal.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die baden-w\u00fcrttembergische Wirtschaft steckt weiter in der Flaute fest. 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