{"id":506411,"date":"2025-10-17T18:07:19","date_gmt":"2025-10-17T18:07:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/506411\/"},"modified":"2025-10-17T18:07:19","modified_gmt":"2025-10-17T18:07:19","slug":"turnerin-schoenmaier-ueber-die-bedingungen-in-chemnitz-wir-machen-zukunft-turnen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/506411\/","title":{"rendered":"Turnerin Sch\u00f6nmaier \u00fcber die Bedingungen in Chemnitz: &#8222;Wir machen Zukunft&#8220; &#8211; Turnen"},"content":{"rendered":"<p>\t\t\t<strong><br \/>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\tChemnitz ist nach dem aufgearbeiteten Skandal wieder Top-Standort im deutschen Frauen-Turnen. Vor der WM in Jakarta erz\u00e4hlt Doppel-Europameisterin Karina Sch\u00f6nmaier, warum das so ist.<br \/>\n\t\t\t\t\t\t\t<\/strong><br \/>\n\t\t\t\u00a0<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<img decoding=\"async\"  src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/472016557-w-640.jpg\" title=\"&amp;#8222;Ich lebe meinen Traum&amp;#8220;, s... Mehrkampfmeisterin Karina Sch\u00f6nmaier.  | Foto: Imago\" alt=\"&amp;#8222;Ich lebe meinen Traum&amp;#8220;, s... Mehrkampfmeisterin Karina Sch\u00f6nmaier.  | Foto: Imago\" aria-labelledby=\"imgLabel1\" width=\"980\" height=\"653\" fetchpriority=\"high\" class=\"artImg artImg-as32\"\/><\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\u201eIch lebe meinen Traum\u201c, sagt die deutsche Mehrkampfmeisterin Karina Sch\u00f6nmaier.\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\tFoto: Imago\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/p>\n<p>Einmal in der Woche geht Karina Sch\u00f6nmaier zusammen mit ihren Trainingskolleginnen auf eine Traumreise. Dann machen es sich die Turnerinnen aus dem Chemnitzer Leistungszentrum mit geschlossenen Augen in der Halle gem\u00fctlich und folgen in Gedanken den Wegen, die ihnen ihre Trainer Tatjana Bachmayer und Anatol Ashurkov mit Worten vorgeben. Das Ritual dient der mentalen Gesundheit, es soll Druck und m\u00f6gliche \u00c4ngste abbauen.<\/p>\n<p>Sch\u00f6nmaier begr\u00fc\u00dft diese Auszeit von den intensiven \u00dcbungseinheiten. &#8222;Wir reden dar\u00fcber viel&#8220;, sagt sie. Doch auch im Alltag f\u00e4llt es der 20-J\u00e4hrigen seit einiger Zeit schwer, das als Realit\u00e4t zu verstehen, was sie erlebt. Als Doppel-Europameisterin ist die geb\u00fcrtige Bremerin zu den Weltmeisterschaften in Jakarta angereist, die an diesem Sonntag beginnen. Bei den kontinentalen Titelk\u00e4mpfen Ende Mai in Leipzig hatte sie nach Silber mit der Mannschaft auch noch Gold im neuen Mixed-Wettbewerb und am Sprung gewonnen. &#8222;Ich lebe meinen Traum&#8220;, sagt die deutsche Mehrkampfmeisterin.<\/p>\n<p>Drei Jahre nachdem sie bei der WM in Liverpool deb\u00fctierte und auf Anhieb ins Finale der 24 besten Allrounderinnen einzog, z\u00e4hlt sie an ihrem Paradeger\u00e4t zu den Favoritinnen. &#8222;Sie kann eine Medaille holen&#8220;, sagt Ashurkov, der seine Sportlerin auch in Indonesien betreut. F\u00fcr dieses Ziel haben die beiden ein neues, noch schwierigeres Element am Sprungtisch vorbereitet. &#8222;Das ist eine \u00dcberraschung&#8220;, sagt Sch\u00f6nmaier.<\/p>\n<p class=\"ngZwiti\">Die R\u00fcckkehr von Pauline Sch\u00e4fer-Betz<\/p>\n<p>In dem Trio, das der Deutsche Turner-Bund (DTB) im nacholympischen Jahr zu der ohne Team-Entscheidung ausgetragenen WM schickt, verf\u00fcgt sie \u00fcber die meiste Erfahrung. Neben der Mannheimerin Silja St\u00f6hr geht auch die erst 15 Jahre junge Jesenia Sch\u00e4fer in S\u00fcdostasien an die Ger\u00e4te. Sie z\u00e4hlt ebenfalls zu der starken Chemnitzer Trainingsgruppe. &#8222;Wir pushen uns gegenseitig&#8220;, erz\u00e4hlt Sch\u00f6nmaier. &#8222;Und wir haben die besten Trainer der Welt. Ohne die w\u00fcrde ich das alles nicht schaffen.&#8220; W\u00e4hrend an den St\u00fctzpunkten in Stuttgart und Mannheim nach Vorw\u00fcrfen mehrerer Turnerinnen wegen k\u00f6rperlichen und psychischen Missbrauchs in den vergangenen zw\u00f6lf Monaten drei Trainerinnen und ein Trainer suspendiert wurden und personelle L\u00fccken aufklafften, hat sich Chemnitz zum Vorzeigestandort gemausert. Auch die ehemalige Schwebebalken-Weltmeisterin Pauline Sch\u00e4fer-Betz hat sich vor eineinhalb Monaten der Riege von Ashurkov und Bachmayer angeschlossen.<\/p>\n<p>Im November 2020 hatte die heute 28-J\u00e4hrige, die sich nach einer H\u00fcftoperation derzeit noch im Aufbautraining befindet, selbst eine erste Welle von Anschuldigungen ins Rollen gebracht, als sie ihre fr\u00fchere Chemnitzer Trainerin Gabriele Frehse \u00f6ffentlich wegen Machtmissbrauchs und Schikanen anprangerte. Die Staatsanwaltschaft stellte die Ermittlungen sp\u00e4ter ein. Frehse hatte die Vorw\u00fcrfe stets bestritten und sich auch erfolgreich juristisch gegen eine K\u00fcndigung durch den Olympiast\u00fctzpunkt gewehrt. Seit 2023 arbeitet sie mit dem Nationalteam \u00d6sterreichs.<\/p>\n<p class=\"ngZwiti\">Umgang ist &#8222;ehrlich, direkt und offen&#8220;<\/p>\n<p>Ashurkov sprang 2021 in Chemnitz in die Bresche. &#8222;Tadi und Anatol wollen, dass ihre Turnerinnen sich proaktiv miteinbringen&#8220;, erkl\u00e4rt Sch\u00e4fer-Betz. &#8222;Nur so k\u00f6nnen sich Athletinnen entwickeln.&#8220; Talent Jesenia Sch\u00e4fer erg\u00e4nzt: &#8222;Man kann immer mit den beiden reden, auch wenn einem alles zu viel wird.&#8220; Dann werde gemeinsam nach L\u00f6sungen gesucht. &#8222;Die Trainer zerbrechen sich den Kopf dar\u00fcber, wie sie uns helfen k\u00f6nnen&#8220;, sagt Sch\u00f6nmaier. Das gelte nicht nur f\u00fcr den Sport, sondern auch im Privaten.<\/p>\n<p>&#8222;Es ist wichtig, dass die Turnerinnen Spa\u00df an dem haben, was sie jeden Tag machen&#8220;, sagt Bachmayer, die bis 2024 in Karlsruhe t\u00e4tig war. Deshalb kommunizierten sie und der fr\u00fchere belarussische Turner Ashurkov intensiv mit den Athletinnen und investierten auch viel in &#8222;mentale Arbeit&#8220;. Jeden Mittwoch w\u00fcrden die Themen, die beide Seiten besch\u00e4ftigten, miteinander besprochen. &#8222;Ehrlich, direkt und offen&#8220;, sagt Bachmayer. &#8222;Manchmal tut das weh.&#8220; Nicht nur den Turnerinnen werde dabei ein Feedback gegeben, &#8222;sie d\u00fcrfen auch unsere Arbeit bewerten&#8220;. Aus diesem Miteinander sei sehr viel Vertrauen entstanden.<\/p>\n<p>Als Sch\u00f6nmaier vor drei Jahren nach Sachsen kam, weil die Bedingungen in ihrer norddeutschen Heimat nicht gut genug f\u00fcr ihr Niveau waren, hatte sie sich \u00fcber den vorherigen Skandal dort keine Gedanken gemacht. &#8222;Ich kannte Anatol von Lehrg\u00e4ngen aus Frankfurt, und das hat bei mir den Ausschlag gegeben, es dort mal zu probieren&#8220;, sagt sie. Dass beide Russisch sprechen, hilft. &#8222;Ich habe mich von Anfang bei ihm wohlgef\u00fchlt&#8220;, sagt Sch\u00f6nmaier. Die Situation habe sich durch Bachmayer noch verbessert. Was vorher war, spielt keine Rolle f\u00fcr die Aufsteigerin: &#8222;Das ist Vergangenheit, und wir machen jetzt die Zukunft.&#8220;<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<strong>Schlagworte:<\/strong>\u00a0<a href=\"https:\/\/www.badische-zeitung.de\/person\/Karina+Sch%C3%B6nmaier\" title=\"Karina Sch\u00f6nmaier\" style=\"white-space: nowrap;\" itemscope=\"\" itemtype=\"https:\/\/schema.org\/Person\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Karina Sch\u00f6nmaier<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.badische-zeitung.de\/person\/Tatjana+Bachmayer\" title=\"Tatjana Bachmayer\" style=\"white-space: nowrap;\" itemscope=\"\" itemtype=\"https:\/\/schema.org\/Person\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Tatjana Bachmayer<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.badische-zeitung.de\/person\/Anatol+Ashurkov\" title=\"Anatol Ashurkov\" style=\"white-space: nowrap;\" itemscope=\"\" itemtype=\"https:\/\/schema.org\/Person\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Anatol Ashurkov<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Chemnitz ist nach dem aufgearbeiteten Skandal wieder Top-Standort im deutschen Frauen-Turnen. 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