{"id":506789,"date":"2025-10-17T21:50:13","date_gmt":"2025-10-17T21:50:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/506789\/"},"modified":"2025-10-17T21:50:13","modified_gmt":"2025-10-17T21:50:13","slug":"das-musikarchiv-nrw-in-koeln","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/506789\/","title":{"rendered":"Das Musikarchiv NRW in K\u00f6ln"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\"> K\u00f6ln war auch lange der deutsche Sitz des wichtigen Plattenlabels EMI Electrola. Dazu kamen TV-Sender wie Viva oder vor allem bis heute der WDR mit seinem legend\u00e4ren \u201eRockpalast\u201c. <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Noch immer ist aber die Geschichte der Musikszene im Bundesland nicht umfassend erfasst worden. Genau das hat sich seit 2010 das vom Musikwissenschaftler J\u00fcrgen Zeichner und von Toningenieur Matthias Schumacher gegr\u00fcndete Musikarchiv NRW, das seinen Sitz am Maarweg in K\u00f6ln hat, zur Aufgabe gemacht. Ziel des von einem Verein getragenen Archivs ist die Sammlung, Dokumentation und Erschlie\u00dfung von Exponaten der Popularmusik, um sie der \u00d6ffentlichkeit zur Verf\u00fcgung zu stellen und um sie so nutzbar zu machen. <\/p>\n<p>Die Sammlung des <br \/>Erfinders des \u201eRockpalastes\u201c      <\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Zu den gr\u00f6\u00dften Best\u00e4nden geh\u00f6rt die umfangreiche Sammlung von Christian Wagner. Der langj\u00e4hrige Musikredakteur ist der Erfinder der WDR-Sendung \u201eRockpalast\u201c und hat diese von der ersten Stunde an begleitet. Angeliefert wurden die neun Tonnen schwere Sammlung in K\u00f6ln mit vier Lkws. Sie enth\u00e4lt neben zahlreichen Mitschnitte und Entw\u00fcrfen der \u201eRockpalast\u201c-\u00c4ra auch viel Rohmaterial in Ton und Bild von bisher unver\u00f6ffentlichten Produktionen bekannter K\u00fcnstler sowie von Konzertereignissen, die bundesdeutsche Musikgeschichte geschrieben haben. <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Dazu z\u00e4hlt die auf 60 B\u00e4ndern aufgezeichnete Bap-Tour 1988 in China genauso wie das zweit\u00e4gige Wackersdorf-Festival 1986, bei dem fast alle deutsche Rock- und Pop-Musikgr\u00f6\u00dfen von Bap und den Toten Hosen bis zu Rio Reiser und Udo Lindenberg sowie mehr als 100.000 Menschen im Publikum beteiligt waren, um nach dem Super-Gau in Tschernobyl gegen die Gefahren der Atomkraft ein Zeichen zu setzen. Dazu kommen insgesamt mehr als 20.000 LPs und etwa 12.000 CDs sowie ein umfangreiches Archiv mit Papierdokumenten. <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">\u201eMein Archiv war urspr\u00fcnglich auf mehrere Orte verteilt. Als ich mich dazu entschlossen habe, es abzugeben, habe ich zun\u00e4chst das \u201arock\u2019n\u2019popmuseum\u2018 in Gronau gefragt. Die waren zun\u00e4chst auch begeistert, haben aber nach einem halben Jahr erkannt, das ihnen die Kapazit\u00e4ten fehlen, um alles aufzuarbeiten. So kam der Kontakt zum Musikarchiv NRW in K\u00f6ln zustande\u201c, erinnert sich Wagner. <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Die gr\u00f6\u00dfte Aufgabe f\u00fcr das Archiv ist es nun vor allem, die Film- und Audiodokumente komplett zu digitalisieren, um sie vor dem Verfall zu bewahren. Dazu m\u00fcssen die technische Ausstattung erneuert und die vorhandene Datenbank mit ihren Speicherkapazit\u00e4ten erweitert werden. Unterst\u00fctzung kommt daf\u00fcr jetzt von der NRW-Stiftung, die F\u00f6rdermittel in H\u00f6he von 110.000 Euro zur Verf\u00fcgung stellt. <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">\u201eDas, was hier gesammelt wird, ist ein Teil der Kulturgeschichte in Nordrhein-Westfalen und auch ein Teil der deutschen Fernsehgeschichte. Die Geschichte der Popularmusik in NRW ist bis heute nur wenig dokumentiert. Der Verein schlie\u00dft da mit seinem Engagement eine wichtige L\u00fccke. Durch die Digitalisierung k\u00f6nnen wertvolle, zumeist einzigartige Text- und Ton- sowie Bild- und Filmdokumente als Kulturgut f\u00fcr die Nachwelt langfristig gesichert werden\u201c, sagt Karl-Heinz Erdmann vom Stiftungsvorstand bei der \u00dcbergabe der F\u00f6rderurkunde am Maarweg. <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Die NRW-Stiftung unterst\u00fctze mit etwa 13 Millionen Euro pro Jahr bis zu 100 Projekte im Bundesland. Dazu geh\u00f6rten zum Beispiel auch das R\u00f6mergrab in Weiden mit seinem Erweiterungsbau oder der Erhaltung der r\u00f6mischen Stadtmauer in der K\u00f6lner Innenstadt. Das Geld daf\u00fcr erh\u00e4lt die Stiftung aus den Lotterieertr\u00e4gen von Westlotto sowie \u00fcber Mitgliedsbeitr\u00e4ge ihres F\u00f6rdervereins und \u00fcber Spenden. <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Zum umfassenden Archivbestand des Musikarchivs geh\u00f6ren neben Bild- und Tontr\u00e4gern wie Videos, Filme, CDs und LPs auch Dokumentationen von Aktivit\u00e4ten von Musikschaffenden wie Veranstaltungsinformationen zum Beispiel auf Plakaten, Katalogen und Social-Media-Dokumentationen sowie Akten und Korrespondenz, Partituren, Fotografien, Presseausschnitte oder auch Buchhaltung und Inventarb\u00fccher. <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Gesammelt werden sowohl analoge als auch digitale Materialien zum Beispiel aus Nachl\u00e4ssen wie von Veranstaltern, Musikschaffenden, Komponisten, Plattenh\u00e4ndlern oder Unternehmen der Musikindustrie. Zu sehen gibt es am Maarweg auf 30 Quadratmetern die wohl kleinste musikalische Dauerausstellung in Nordrhein-Westfalen. Hierzu werden auch F\u00fchrungen nach vorheriger Terminabsprache angeboten. Weitere Informationen zum Musikarchiv NRW finden sich online unter:<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"K\u00f6ln war auch lange der deutsche Sitz des wichtigen Plattenlabels EMI Electrola. 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