{"id":507020,"date":"2025-10-17T23:59:11","date_gmt":"2025-10-17T23:59:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/507020\/"},"modified":"2025-10-17T23:59:11","modified_gmt":"2025-10-17T23:59:11","slug":"die-grossen-fragezeichen-nach-dem-selenskyj-trump-treffen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/507020\/","title":{"rendered":"Die gro\u00dfen Fragezeichen nach dem Selenskyj-Trump-Treffen"},"content":{"rendered":"<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Der Besuch des ukrainischen Pr\u00e4sidenten Wolodymyr Selenskyj im Wei\u00dfen Haus hatte eigentlich ein ganz konkretes Thema: Tomahawk-Waffen mit einer hohen Reichweite, die die Ukraine f\u00fcr ihre Verteidigung gegen den Aggressor Russland erbittet. Am Ende des Besuchs ist die \u00d6ffentlichkeit so schlau wie zuvor. Und es sind noch viel mehr Fragen aufgekommen.<\/p>\n<p>Sind die Tomahawks jetzt vom Tisch?<\/p>\n<p>Das ist unklar. US-Pr\u00e4sident Donald Trump erw\u00e4hnte in seinem ersten Post auf Truth Social nach dem Gespr\u00e4ch mit Selenskyj in Washington die Tomahawk-Pr\u00e4zisionswaffe mit keinem Wort. Mit ihrer Hilfe k\u00f6nnte Kiew eine offensivere Rolle im Krieg spielen. Die ukrainische Armee k\u00f6nnte die Marschflugk\u00f6rper weit nach Russland hineinschie\u00dfen.<\/p>\n<p>In den vergangenen Wochen wurde auch von US-Seite erw\u00e4hnt, dass die Ukraine gerne Tomahawks h\u00e4tte. Trump blieb aber vage und betonte noch vor dem Gespr\u00e4ch, die USA br\u00e4uchten ihre Tomahawks auch selbst. In dem per Fernsehen \u00fcbertragenen \u00f6ffentlichen Teil des Selenskyj-Besuchs sagte Trump, man k\u00f6nne den Krieg hoffentlich beenden, ohne \u00fcber diese Waffen nachdenken zu m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Hat Trump seine Haltung zum Krieg ver\u00e4ndert?<\/p>\n<p>Noch vor einiger Zeit hatte Trump, der in seinen Positionen zum russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine hin- und herschwankt, die Lage noch so eingesch\u00e4tzt: Die Ukraine k\u00f6nne mit Hilfe westlicher Verb\u00fcndeter ihr Staatsgebiet vom russischen Aggressor zur\u00fcckerobern. Mit Zeit, Geduld und finanzieller Unterst\u00fctzung insbesondere der Nato seien die urspr\u00fcnglichen Grenzen zum Zeitpunkt des Kriegsbeginns eine \u00abOption\u00bb, hatte es damals gehei\u00dfen. Trump hatte sich zunehmend ver\u00e4rgert \u00fcber Kremlchef Wladimir Putin gezeigt. Selenskyj kam mit R\u00fcckenwind ins Wei\u00dfe Haus &#8211; mit Zusagen von europ\u00e4ischen Verb\u00fcndeten f\u00fcr noch mehr R\u00fcstungshilfe.<\/p>\n<p>Jetzt appellierte Trump in seinem ersten Post nach dem Selenskyj-Besuch an beide Seiten, den Krieg zu beenden. \u00abSie sollten dort aufh\u00f6ren, wo sie sind.\u00bb Sehr viel genauer spezifizierte er das allerdings nicht. An Russland und die Ukraine gerichtet betonte er zudem: \u00abH\u00d6RT AUF, GEHT IN FRIEDEN NACH HAUSE ZU EUREN FAMILIEN!\u00bb. Dass Russland in dem Krieg der Aggressor ist, erw\u00e4hnte er dabei nicht.<\/p>\n<p>Trumps Verhalten k\u00f6nnte mit einem n\u00e4chsten wichtigen Treffen mit Putin in Budapest zu tun haben.<\/p>\n<p>Was will Trump mit Putin in Budapest besprechen?<\/p>\n<p>Wann genau Trump und Putin in Budapest zusammenkommen werden, steht noch nicht fest. Trump hatte am Donnerstag bekanntgemacht, dass er sich \u00abwahrscheinlich in den n\u00e4chsten zwei Wochen\u00bb in der ungarischen Hauptstadt mit ihm treffen will. Der US-Pr\u00e4sident sieht sich als Vermittler im Ukraine-Krieg. Jetzt wurde allerdings klar, dass das Treffen wahrscheinlich ohne Selenskyj erfolgt. Trump sagte, er wolle mit dem Ukrainer aber Kontakt halten.<\/p>\n<p>Das erinnert an die Einladung Trumps an Putin im August nach Alaska. Auch dort war der Ukrainer nicht dabei. Das Treffen blieb damals ohne greifbare Ergebnisse. Ein Dreiertreffen, von dem der US-Pr\u00e4sident gesprochen hatte, kam dann nie zustande. Russland f\u00fchrt seit mehr als dreieinhalb Jahren einen zerst\u00f6rerischen Angriffskrieg gegen die Ukraine.<\/p>\n<p>Die Frage ist, wie sehr das Telefonat, das Trump und Putin am Donnerstag miteinander f\u00fchrten, die Gespr\u00e4che im Wei\u00dfen Haus am Tag darauf beeinflusste. Das Telefonat mit Putin hatte Trump \u00absehr produktiv\u00bb genannt. Die Initiative zum Gespr\u00e4ch mit Trump soll nach russischer Darstellung dieses Mal von Moskau ausgegangen sein. Offizieller Anlass war demnach Putins Gl\u00fcckwunsch zu Trumps Erfolg in den Verhandlungen zum Gaza-Krieg.<\/p>\n<p>In den vergangenen Wochen hatte sich der US-Pr\u00e4sident noch sehr entt\u00e4uscht von Putin gezeigt und appellierte an andere Verb\u00fcndete, Russland wirtschaftlich zu schw\u00e4chen, um die Kriegskasse des Angreifers zu leeren. Die USA verh\u00e4ngten Sanktionen gegen Indien, damit das Land kein \u00d6l mehr von Russland kauft.<\/p>\n<p>Was man auch im Hinterkopf haben sollte: Trump plant Ende des Monats, sich mit Chinas Pr\u00e4sidenten Xi Jinping in S\u00fcdkorea zu treffen, um \u00fcber den Handelskonflikt der beiden L\u00e4nder zu sprechen. Anlehnend an seinen Indien-Kurs will der US-Pr\u00e4sident China nach eigenen Angaben dazu bewegen, keinen Energiehandel mehr mit Russland zu betreiben. Ob das Treffen vor oder nach der Zusammenkunft mit Putin stattfinden wird, ist noch unklar.<\/p>\n<p>Geht Selenskyj mit leeren H\u00e4nden nach Hause?<\/p>\n<p>Auch das bleibt offen. Selenskyj verwies bei einer Pressekonferenz nach dem Treffen formal auf eine Bitte der US-Seite, das Thema Tomahawks nicht weiter \u00f6ffentlich zu diskutieren. \u00abDie USA wollen keine Eskalation\u00bb, begr\u00fcndete der Ukrainer diese Bitte. Dennoch sei das Thema zumindest f\u00fcr ihn nicht vom Tisch. \u00abWir m\u00fcssen daran noch mehr arbeiten\u00bb, betonte er.<\/p>\n<p>Die Frage ist, ob die Amerikaner sich jetzt vor dem Putin-Treffen nicht in die Karten schauen lassen wollen und sich deshalb \u00f6ffentlich nicht festlegen.<\/p>\n<p>Selenskyj f\u00fchrte nochmals aus, warum sein Land Waffen brauche. Die Ukraine sei mit den verf\u00fcgbaren Flugabwehrsystemen heute nicht in der Lage, russische ballistische Raketen in ausreichendem Ma\u00dfe zu bek\u00e4mpfen. \u00abDiese Schl\u00e4ge h\u00e4lt unsere Energiewirtschaft einfach nicht aus\u00bb, sagte Selenskyj. Eben daf\u00fcr m\u00fcsse Druck auf Russland aufgebaut werden und der bestehe darin, entsprechende Waffen zu liefern. Kiew wolle kombinierte Angriffe mit Drohnen und Tomahawks durchf\u00fchren. Medienberichten zufolge hatte die ukrainische Delegation zur Veranschaulichung extra eine Karte mit Zielen in Russland im Wei\u00dfen Haus pr\u00e4sentiert. Selenskyj versicherte: \u00abSie (die Russen) f\u00fcrchten diese Kombinationsangriffe, sie verstehen, was wir machen k\u00f6nnen.\u00bb<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der Besuch des ukrainischen Pr\u00e4sidenten Wolodymyr Selenskyj im Wei\u00dfen Haus hatte eigentlich ein ganz konkretes Thema: Tomahawk-Waffen mit&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":507021,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4013],"tags":[331,332,13,14,15,4043,4044,850,307,12],"class_list":{"0":"post-507020","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-russland","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-headlines","11":"tag-nachrichten","12":"tag-news","13":"tag-russia","14":"tag-russian-federation","15":"tag-russische-foederation","16":"tag-russland","17":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115392228061764614","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/507020","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=507020"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/507020\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/507021"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=507020"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=507020"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=507020"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}