{"id":50716,"date":"2025-04-21T23:40:08","date_gmt":"2025-04-21T23:40:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/50716\/"},"modified":"2025-04-21T23:40:08","modified_gmt":"2025-04-21T23:40:08","slug":"tribunal-in-penitence-and-ruin-review-metal-de","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/50716\/","title":{"rendered":"Tribunal \u2013 In Penitence And Ruin Review \u2022 metal.de"},"content":{"rendered":"<p>Nanu, Gothic Metal auf 20 Buck Spin, dem Kn\u00fcppel-Label aus den Staaten, das sonst eher bekannt ist f\u00fcr Bands wie <a href=\"https:\/\/www.metal.de\/bands\/ulthar-359392\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">ULTHAR<\/a> oder <a href=\"https:\/\/www.metal.de\/bands\/cerebral-rot-390232\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">CEREBRAL ROT<\/a>? Tats\u00e4chlich macht das mehr Sinn, als man zun\u00e4chst vermuten w\u00fcrde, stehen TRIBUNAL doch auch mit einem Bein im Doom Metal und schlie\u00dflich findet auch dieser durchaus auf dem Label statt \u2013 beispielsweise die Vinyl-Version des <a href=\"https:\/\/www.metal.de\/bands\/pallbearer-227633\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">PALLBEARER<\/a>-Deb\u00fcts. Auch klar sein sollte damit eigentlich direkt: Auf \u201eIn Penitence And Ruin\u201c, Nachfolger des Deb\u00fcts <a href=\"https:\/\/www.metal.de\/reviews\/tribunal-the-weight-of-remembrance-465046\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">\u201eThe Weight Of Remembrance\u201c<\/a>, haben wir es nicht mit der zuckerigen Sorte des Gothic Metal zu tun, vielmehr mit der abgrundtiefen Variante.<\/p>\n<p>TRIBUNAL \u2013 Mit der gro\u00dfe Dramatik-Keule ausgeholt<\/p>\n<p>\u201eIn Penitence And Ruin\u201c ist so ein Album, dass einen erst einmal direkt packt, ganz besonders wenn man die Band vorher noch nicht kannte. Namen wie <a href=\"https:\/\/www.metal.de\/bands\/shape-of-despair-103047\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">SHAPE OF DESPAIR<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.metal.de\/bands\/draconian-95165\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">DRACONIAN<\/a> oder nat\u00fcrlich auch <a href=\"https:\/\/www.metal.de\/reviews\/my-dying-bride-songs-of-darkness-words-of-light-3896\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">MY DYING BRIDE<\/a> schwirren sofort durch den Kopf, in Sachen Dramatik holen TRIBUNAL definitiv sofort mit der ganz gro\u00dfen Keule aus. Angst vor prominentem Cello-Einsatz sollte man definitiv nicht haben, aber auch hier zeigt sich im Opener \u201eIncardine\u201c schon mit dem Einsetzen der Gitarren, dass sich die emotionale Abw\u00e4rtsspirale direkt anf\u00e4ngt zu drehen.<\/p>\n<p>Eines kann man TRIBUNAL auch nicht absprechen: Die Kanadierinnen (mit Kerl an der Gitarre) gehen \u00e4u\u00dferst ambitioniert zu Werke. S\u00e4ngerin Soren Mourne verf\u00fcgt nicht nur \u00fcber ein eindringliches Organ, sondern spielt direkt auch noch Cello und Bass, Gitarrist Etienne Flinn zeigt sich in Sachen Growls au\u00dferdem sehr variabel und deckt die komplette Bandbreite von tiefer Death-Doom-Gurgelei bis zu heiseren Black-Metal-Screams inklusive aller Zwischent\u00f6ne ab. Folgerichtig ist \u201eIn Penitence And Ruin\u201c das erste Genre-Highlight des Jahres? Die Antwort lautet leider: Nein!<\/p>\n<p>Einer der Gr\u00fcnde daf\u00fcr: TRIBUNAL steht manchmal die eigene Ambitioniertheit im Weg. Beispielsweise intoniert Mourne so gewollt dramatisch, legt so viel Schmerz in ihre Stimme, dass es stellenweise einfach dr\u00fcber wirkt und sie \u2013 viel schlimmer \u2013 dabei manchmal auch vergisst, packende Gesangslinien zu schreiben. So schaffen es die Vocals eben doch nicht, die gew\u00fcnschte Emotionalit\u00e4t auf den H\u00f6rer zu \u00fcbertragen. Gleiches gilt auch f\u00fcr die Gitarren, denn hier werden zwar durchaus einige knackige Riffs ausgepackt, auch getragene MY-DYING-BRIDE-Melodien (u.a. \u201eA Wound Unhealing\u201c) sind vorhanden, zu oft kippt das Ganze dann aber auch in langweilige Akkordfolgen, gerade wenn das Tempo stark gedrosselt wird.<\/p>\n<p>Auch der inflation\u00e4re Einsatz des Cellos beginnt mit der Zeit ein wenig zu nerven, hier w\u00e4re mehr Fingerspitzengef\u00fchl w\u00fcnschenswert gewesen, was letztlich f\u00fcr die gesamte Platte gilt. Das dick aufgetragene Beauty-and-the-Beast-Wechselspiel im Gesang kann das langweilige Grundger\u00fcst eben doch nicht verbergen. Nur damit wir uns nicht falsch verstehen: Gerade in Sachen Gothic Metal gibt es sicher ganz viel schlechteres, an dem sich TRIBUNAL aber auch kaum messen lassen wollen.<\/p>\n<p>Viel Dramatik, schw\u00e4chelndes Songwriting \u2013 \u201eIn Penitence And Ruin\u201c<\/p>\n<p>Eines kann man \u201eIn Penitence And Ruin\u201c kaum absprechen: Potential. Dabei lassen TRIBUNAL aber auf ihrem zweiten Longplayer zu viele Chancen ungenutzt. Gr\u00f6\u00dfte Schw\u00e4che ist dabei das Songwriting, das leider an vielen Stellen schw\u00e4chelt. Die Band versucht zwar, das Ganze mit extra viel Dramatik zu kontern, schie\u00dft dabei aber zu oft \u00fcber das Ziel hinaus.<\/p>\n<p>So erreicht man als H\u00f6rer immer wieder Stellen, an denen man denkt, gar hofft, dass das Album jetzt endlich explodiert, wird dabei aber eben meistens entt\u00e4uscht. So l\u00e4sst einen die Platte letztlich viel zu kalt, und damit ist leider nicht der eisige Hauch des Todes, sondern vielmehr t\u00f6dliche Langeweile gemeint. Schade, da hier sicher K\u00f6nner an ihren Instrumenten am Werk sind und auch die druckvolle und doch nat\u00fcrliche Produktion einiges kann. Mit st\u00e4rkeren Songs kann es f\u00fcr TRIBUNAL noch weiter nach oben gehen, so ist auf dem Zweitling eher Stagnation, wenn nicht sogar ein leichter R\u00fcckschritt angesagt.<\/p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Nanu, Gothic Metal auf 20 Buck Spin, dem Kn\u00fcppel-Label aus den Staaten, das sonst eher bekannt ist f\u00fcr&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":50717,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1772],"tags":[29,214,30,1779,810,215],"class_list":{"0":"post-50716","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-musik","8":"tag-deutschland","9":"tag-entertainment","10":"tag-germany","11":"tag-music","12":"tag-musik","13":"tag-unterhaltung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114378599542295276","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/50716","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=50716"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/50716\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/50717"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=50716"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=50716"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=50716"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}