{"id":50734,"date":"2025-04-21T23:50:13","date_gmt":"2025-04-21T23:50:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/50734\/"},"modified":"2025-04-21T23:50:13","modified_gmt":"2025-04-21T23:50:13","slug":"umwelt-schuetzen-statt-versiegeln-aha-warnt-vor-naturverlust-in-der-saaleaue-hallespektrum-de","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/50734\/","title":{"rendered":"Umwelt sch\u00fctzen statt versiegeln: AHA warnt vor Naturverlust in der Saaleaue &#8211; HalleSpektrum.de"},"content":{"rendered":"<p>\n21. April 2025\t\t<\/p>\n<p>Halle (Saale) \u2013 Der Arbeitskreis Hallesche Auenw\u00e4lder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) schl\u00e4gt Alarm: F\u00fcr die Saaleaue im Stadtgebiet sieht der Umweltverband einen besorgniserregenden Trend in Richtung weiterer Fl\u00e4chenversiegelung, Bebauung und \u00f6kologischer \u00dcberformung. Besonders betroffen sind aus Sicht des AHA die Salinehalbinsel, der Sandanger sowie das Gebiet um den Sophienhafen. In einer aktuellen Stellungnahme fordert der Verband daher eine umfassende Konzeption zum Schutz, Erhalt und zur naturnahen Entwicklung dieser sensiblen Landschaftsbereiche.<\/p>\n<p>Die genannten Fl\u00e4chen geh\u00f6ren zu den letzten innerst\u00e4dtischen Teilen der Saaleaue, die noch vergleichsweise naturnahe Strukturen aufweisen. \u201eSie \u00fcbernehmen vielf\u00e4ltige Funktionen f\u00fcr den Arten-, Klima- und Hochwasserschutz, als Retentionsr\u00e4ume, Biotopverbundfl\u00e4chen und Frischluftschneisen\u201c, hei\u00dft es vom AHA. Zugleich seien sie von besonderer Bedeutung f\u00fcr Naherholung, Umweltbildung und naturnahen Tourismus.<\/p>\n<p>Doch all diese Funktionen seien gef\u00e4hrdet, warnt der Verein. Hintergrund ist unter anderem die geplante Errichtung zweier neuer Br\u00fcckenbauwerke: Die sogenannte Salinebr\u00fccke soll die gleichnamige Halbinsel mit der Altstadt verbinden, w\u00e4hrend die Sandangerbr\u00fccke k\u00fcnftig eine neue Querverbindung zur Hafenbahnstra\u00dfe herstellen soll. Zwar sollen beide Projekte laut Stadt Halle die Erreichbarkeit der Gebiete verbessern und die Wegef\u00fchrung f\u00fcr Fu\u00df- und Radverkehr optimieren, doch der AHA sieht vor allem die damit verbundenen Eingriffe in Natur und Landschaft kritisch.<\/p>\n<p>\u201eDiese Bauvorhaben w\u00fcrden die sensiblen Auenbereiche weiter zerschneiden, Lebensr\u00e4ume zerst\u00f6ren und die landschafts\u00f6kologische Qualit\u00e4t der Gebiete erheblich beeintr\u00e4chtigen\u201c, erkl\u00e4rt der Verband. Bereits durch fr\u00fchere Projekte, wie die Asphaltierung von Wegen und die intensive Mahd auf gro\u00dfen Rasenfl\u00e4chen, sei die \u00f6kologische Vielfalt massiv zur\u00fcckgedr\u00e4ngt worden.<\/p>\n<p>In seiner Stellungnahme fordert der AHA daher nicht nur einen generellen Stopp weiterer gro\u00dffl\u00e4chiger Versiegelung, sondern auch eine Abkehr von einer rein gestalterisch-touristischen Aufwertung der Saaleufer. Stattdessen solle die Stadt Halle ein naturschutzfachlich fundiertes Gesamtkonzept erarbeiten, das alle drei Gebiete \u2013 Salineinsel, Sandanger und Sophienhafen \u2013 als zusammenh\u00e4ngenden Naturraum begreift.<\/p>\n<p>Konkret schl\u00e4gt der AHA unter anderem die R\u00fccknahme von asphaltierten Wegen, die Umwandlung monotoner Rasenfl\u00e4chen in bl\u00fctenreiche Wiesen und eine Wiederanbindung abgeschnittener Gew\u00e4sserstrukturen an die Saale vor. Auch sollten invasive Neophyten wie das Dr\u00fcsige Springkraut gezielt zur\u00fcckgedr\u00e4ngt und durch heimische Arten ersetzt werden.<\/p>\n<p>Ein weiteres Augenmerk legt der Umweltverband auf die \u00d6ffentlichkeitsarbeit. Spazierg\u00e4ngerinnen und Spazierg\u00e4nger sollen durch Info-Tafeln, F\u00fchrungen und Bildungsangebote f\u00fcr den Wert der Saaleaue sensibilisiert werden. Nur so lasse sich langfristig Akzeptanz f\u00fcr naturschutzorientierte Pflegema\u00dfnahmen schaffen, argumentiert der AHA.<\/p>\n<p>Die Stadt Halle hat sich bislang zu den Forderungen nicht im Detail ge\u00e4u\u00dfert. Die Finanzierung der beiden Br\u00fcckenprojekte ist bereits gesichert, der Baubeginn k\u00f6nnte 2026 erfolgen. Der AHA hofft dennoch, mit seinem Vorsto\u00df eine breitere Debatte \u00fcber die Zukunft der innerst\u00e4dtischen Auenlandschaften anzusto\u00dfen \u2013 bevor weitere wertvolle Fl\u00e4chen unwiederbringlich verloren gehen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"21. April 2025 Halle (Saale) \u2013 Der Arbeitskreis Hallesche Auenw\u00e4lder zu Halle (Saale) e.V. 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