{"id":507365,"date":"2025-10-18T03:15:15","date_gmt":"2025-10-18T03:15:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/507365\/"},"modified":"2025-10-18T03:15:15","modified_gmt":"2025-10-18T03:15:15","slug":"frueherer-ferrari-manager-dieser-manager-wird-neuer-porsche-chef","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/507365\/","title":{"rendered":"Fr\u00fcherer Ferrari-Manager: Dieser Manager wird neuer Porsche-Chef"},"content":{"rendered":"<p>Stuttgart &#8211; Der Top-Manager <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/thema\/Oliver_Blume\" title=\"Oliver Blume\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Oliver Blume<\/a> tritt als Vorstandsvorsitzender des Sportwagenbauers <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/thema\/Porsche\" title=\"Porsche\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Porsche<\/a> ab. Sein Nachfolger wird der fr\u00fchere McLaren-Chef Michael Leiters, wie das Unternehmen nach einer Aufsichtsratssitzung in Stuttgart mitteilte. Der 54-J\u00e4hrige nimmt seine Arbeit zum 1. Januar kommenden Jahres auf.\u00a0<\/p>\n<p>Porsche-Aufsichtsratschef Wolfgang Porsche betonte Leiters&#8216; jahrzehntelange Erfahrung in der Autoindustrie. Leiters selbst sprach von einem &#8222;fantastischen Unternehmen&#8220; mit &#8222;ikonischen Sportwagen&#8220;. Er freue sich &#8222;darauf, gemeinsam die einzigartige Geschichte von Porsche fortzuschreiben.&#8220; Wer ist der Mann, der Porsche aus der Krise f\u00fchren soll?<\/p>\n<p>Manager mit Porsche-Stallgeruch\u00a0 <\/p>\n<p>Der 54 Jahre alte Leiters ist bei Porsche kein Unbekannter. Er war fr\u00fcher 13 Jahre bei dem Unternehmen t\u00e4tig und kam zu den Schwaben in der \u00c4ra von Wendelin Wiedeking. Er war sein Assistent und galt manchen auch als sein Ausputzer. Die Eigent\u00fcmerfamilien Porsche und Pi\u00ebch kennen den promovierten Maschinenbauer, der an der Rheinisch-Westf\u00e4lischen Technischen Hochschule Aachen studierte, gut. Er genie\u00dfe ihr Vertrauen, hie\u00df es in der Vergangenheit \u00fcber den Manager. Dem Vernehmen nach hatten sie als Blume-Nachfolger einen externen Kandidaten bevorzugt.\u00a0<\/p>\n<p>Leiters hatte sich bei dem Sportwagenbauer hochgearbeitet. Menschen, die ihn kennen, beschreiben ihn als analytischen und strategischen Manager. Der zweifache Familienvater gilt als Verfechter von Leichtbau. Sein Name wird bei Porsche vor allem mit dem Cayenne und gleichfalls mit dem Macan in Verbindung gebracht. Der Blume-Nachfolger verlie\u00df den Sportwagenbauer in der Zeit, als Matthias M\u00fcller an der Spitze der Schwaben stand. Danach wurde er zun\u00e4chst Technikchef bei Ferrari, bevor er zu McLaren wechselte.\u00a0<\/p>\n<p>Leiters hatte bereits im April als Chef des britischen Sportwagenherstellers McLaren aufgeh\u00f6rt und kann daher kurzfristig bei Porsche \u00fcbernehmen. Noch Vorstandschef Blume sagte \u00fcber seinen Nachfolger, er sei ein erfahrener Profi im Sportwarengesch\u00e4ft. Sowohl Ferrari als auch McLaren sind deutlich kleiner als Porsche. McLaren verkaufte zuletzt wenige Tausend Autos pro Jahr und machte damit einen Umsatz von einigen Hundert Millionen Pfund.\u00a0<\/p>\n<p>Porsche-Gesamtbetriebsrat Ibrahim Aslan sagte: &#8222;Mit Dr. Michael Leiters bekommen wir einen ehemaligen Porscheaner, den wir als \u00e4u\u00dferst kompetent und verl\u00e4sslich kennengelernt haben.&#8220;\u00a0<\/p>\n<p>Viele Aufgaben f\u00fcr neuen Porsche-Chef\u00a0 <\/p>\n<p>Aufgaben f\u00fcr Leiters gibt es bei Porsche genug: Aus dem erfolgsverw\u00f6hnten Sportwagenbauer ist ein Unternehmen im Krisenmodus geworden. Der Absatz lie\u00df zuletzt zu w\u00fcnschen \u00fcbrig, vor allem in China lief es deutlich schlechter. Auch die US-Einfuhrz\u00f6lle belasten das Gesch\u00e4ft. Wegen des schleppenden Wandels zur E-Mobilit\u00e4t musste Porsche auch seine E-Strategie \u00e4ndern &#8211; und setzt nun wieder mehr auf Verbrenner und Hybrid-Antriebe. Doch damit sind Investitionen in Milliardenh\u00f6he verbunden.\u00a0<\/p>\n<p>Der Gewinn rauschte zuletzt in den Keller. Der Konzern\u00fcberschuss von Januar bis Juni lag bei 718 Millionen Euro &#8211; das waren 71 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.\u00a0Deshalb plant Porsche, in der Region Stuttgart 1.900 Stellen zu streichen. Ein weiteres Sparprogramm soll in den kommenden Wochen verhandelt werden. Dabei d\u00fcrfte nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur neben zus\u00e4tzlichen Stellenstreichungen auch die Jobsicherung zur Debatte stehen.\u00a0<\/p>\n<p>Der Abgang von Porsche-Chef Blume hatte sich zuletzt angedeutet. Der Top-Manager, der seit gut drei Jahren auch die Konzernmutter <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/thema\/Volkswagen\" title=\"Volkswagen\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Volkswagen<\/a> leitet, hatte bei dem Sportwagenbauer zuletzt einen Generationswechsel eingeleitet. Mehrere Vorst\u00e4nde wurden ausgetauscht. Neu in der F\u00fchrung der VW-Tochter sind seit dem Sommer Personalchefin Vera Schalwig und Beschaffungsvorstand Joachim Scharnagl. Zuvor waren im Fr\u00fchjahr bereits die Posten des Finanz- und Vertriebschefs \u00fcberraschend neu besetzt worden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stuttgart &#8211; Der Top-Manager Oliver Blume tritt als Vorstandsvorsitzender des Sportwagenbauers Porsche ab. 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