{"id":507548,"date":"2025-10-18T05:02:17","date_gmt":"2025-10-18T05:02:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/507548\/"},"modified":"2025-10-18T05:02:17","modified_gmt":"2025-10-18T05:02:17","slug":"pharma-merck-schliesst-preisabkommen-mit-trump","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/507548\/","title":{"rendered":"Pharma: Merck schlie\u00dft Preisabkommen mit Trump"},"content":{"rendered":"<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Auf seinem Feldzug gegen die internationale Pharmaindus\u00adtrie und die hohen Arzneimittelpreise in Amerika hat US-Pr\u00e4sident <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-entity=\"Donald Trump\" data-rtr-id=\"4c2d461052e4493568027a1f701a31d1ee4b8779\" data-rtr-score=\"643.5863874345549\" data-rtr-etype=\"person\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/thema\/donald-trump\" title=\"Donald Trump\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Donald Trump<\/a> eine weitere Schlacht f\u00fcr sich entschieden: Der Darmst\u00e4dter Pharma- und Technologiekonzern Merck wird seine Behandlungen f\u00fcr k\u00fcnstliche Befruchtungen, sogenannte In-vitro-Fertilisationstherapien (IVF), in den Vereinigten Staaten zu deutlich geringeren Preisen anbieten, und das auch noch \u00fcber die von Trump k\u00fcrzlich angek\u00fcndigte regierungseigene Einkaufsplattform TrumpRX.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Dieses \u201ehistorische\u201c Abkommen, wie es Trump selbst bezeichnete, wurde von ihm am sp\u00e4ten Donnerstagabend deutscher Zeit im Wei\u00dfen Haus verk\u00fcndet \u2013 ganz so, wie es der Pr\u00e4sident am liebsten hat. <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-entity=\"Merck KGaA\" data-rtr-id=\"0cfa33de37d4becd8b3c6c6e8b0c4a9b9c564f8a\" data-rtr-score=\"281.239092495637\" data-rtr-etype=\"organisation\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/thema\/merck-kgaa\" title=\"Merck KGaA\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Merck<\/a> ist damit der erste deutsche Pharmakonzern, der sich nach Trumps deutlichen Drohschreiben aus dem Sommer einem Preisabkommen beugt. Bislang hatten sich nur der US-Riese Pfizer und das britisch-schwedische Schwergewicht Astra-Zeneca f\u00fcr den verg\u00fcnstigten Verkauf \u00fcber die Direktplattform bewegen lassen.<\/p>\n<p>Zollbefreiung f\u00fcr Investitionen in den USA<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Merck ist f\u00fchrend im Bereich der Kinderwunschbehandlungen und wird im Gegenzug gem\u00e4\u00df dem US-Gesetz Section 232 von Pharmaz\u00f6llen auf pharmazeutische Produkte und Inhaltsstoffe seines Nordamerikagesch\u00e4fts EMD Serono befreit. Die Darmst\u00e4dter m\u00fcssen dazu in den <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-entity=\"USA\" data-rtr-id=\"5e61066c54a9df7162329159c04819b77ad9b596\" data-rtr-score=\"81.7597467985824\" data-rtr-etype=\"location\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/thema\/usa\" title=\"USA\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Vereinigten Staaten<\/a> allerdings zus\u00e4tzlich noch in die biopharmazeutische Produktion und Forschung investieren. \u201eWir sind entschlossen, unsere Pr\u00e4senz durch die k\u00fcnftige Herstellung von Produkten unseres Portfolios an Fertilit\u00e4tsmedikamenten vor Ort weiter auszubauen\u201c, sagte Merck-Chefin Bel\u00e9n Garijo in einer Mitteilung des Unternehmens.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Schon jetzt wird in Darmstadt die wichtige Rolle des US-Marktes f\u00fcr alle drei Gesch\u00e4ftsbereiche des Unternehmens betont. Mit rund 14.000 Mitarbeitern an mehr als 70 Standorten besch\u00e4ftigt Merck in den USA mehr Menschen als am Stammsitz in Darmstadt. Gut ein Viertel des Umsatzes auf der Welt erzielte das Unternehmen im vergangenen Gesch\u00e4ftsjahr im Trump-Land. Die IVF-Therapien sind zudem ein wichtiges Umsatzfundament des Pharmasegments, wie Konzernchefin Garijo und ihre Managementkollegen am Donnerstag auf dem Kapitalmarkttag in Darmstadt mehrfach hervorhoben. Zu diesem Zeitpunkt war das Abkommen mit Trump noch nicht publik. Gut 1,5 Milliarden Euro erwirtschaftete der s\u00fcdhessische Dax-Konzern im vergangenen Jahr mit den Fertilit\u00e4tsmedikamenten.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Der Deal mit Trump sieht nun konkret vor, dass die Merck-Pr\u00e4parate Gonal-F, Ovidrel und Cretotide von Anfang 2026 an \u00fcber TrumpRX vertrieben werden. W\u00fcrden alle drei Medikamente kombiniert, bek\u00e4men Patienten einen Rabatt von 84 Prozent auf den aktuellen Listenpreis, hei\u00dft es in der Mitteilung des Unternehmens. Darin wird auch von mehr als zehn Millionen amerikanischen Frauen gesprochen, denen man damit bei ihrem Kinderwunsch helfe. Jedes achte amerikanische Paar k\u00e4mpfe demnach mit einem unerf\u00fcllten Kinderwunsch, k\u00fcnstliche Befruchtungen seien aber teuer. \u201eDank unserer Zusammenarbeit mit Pr\u00e4sident Trump und seiner Regierung bekommen mehr Familien in den USA von nun an Zugang zu innovativen IVF-Therapien und k\u00f6nnen sich hoffentlich ihren Kinderwunsch erf\u00fcllen\u201c, lie\u00df sich der seit Juli amtierende neue Pharmachef Danny Bar-Zohar zitieren. Au\u00dferdem strebt Merck noch eine beschleunigte US-Zulassung f\u00fcr sein innovatives Fruchtbarkeitsmedikament Pergoveris an, das schon in 74 L\u00e4ndern zugelassen ist.<\/p>\n<p>Novo Nordisk im Visier des Pr\u00e4sidenten<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">W\u00e4hrend Merck von einer freiwilligen Vereinbarung mit der Trump-Regierung spricht, geht der US-Pr\u00e4sident beim d\u00e4nischen Wettbewerber Novo Nordisk, der ebenfalls zu den 17 Adressaten des Trump\u2019schen Preissenkungsschreibens z\u00e4hlte, brachialere Wege. So k\u00fcndigte Trump am Donnerstag neben dem Merck-Deal auch satte Preissenkungen f\u00fcr das Diabetesmedikament Ozempic an, mit dem die D\u00e4nen in den USA und rund um die Welt den Hype um die sogenannten Abnehmspritzen zun\u00e4chst ausgel\u00f6st hatten, bevor die Adipositas-Version Wegovy auf den Markt kam. Statt des bisher geltenden US-Listenpreis von etwa 1000 Dollar solle Ozempic bald f\u00fcr nur noch 150 Dollar im Monat erh\u00e4ltlich sein, was grob ein Zehntel des Preises w\u00e4re. \u201eDie werden 150 Dollar aus eigener Tasche kosten\u201c, sagte er w\u00e4hrend einer Pressekonferenz im Oval Office. Nur: Eine solche Vereinbarung mit Novo gibt es bislang gar nicht, griff Mehmet Oz, der Chef der zust\u00e4ndigen US-Gesundheitsbeh\u00f6rde CMS, schnell ein. Er stellte auch klar, dass die Verhandlungen \u00fcber den Preis des Medikaments noch andauern. W\u00f6rtlich sagte Oz: \u201eWir haben das noch nicht verhandelt.\u201c<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">F\u00fcr Trump sind das scheinbar Feinheiten, die seinem Muskelspiel im Oval Office nicht im Wege stehen. Und auch wenn sich Novo selbst zu dem aufgerufenen Billigpreis nicht unmittelbar \u00e4u\u00dfert, zeigt die \u00fcbergriffige Preispolitik des Pr\u00e4sidenten an den B\u00f6rsen Wirkung. F\u00fcr die in diesem Jahr schon arg gebeutelte Novo-Aktie ging es unmittelbar ins Minus. An der Kopenhagener Heimatb\u00f6rse verloren die Papiere am Freitag zeitweise mehr als sieben Prozent an Wert. Seit Jahresbeginn betr\u00e4gt der Kursverlust mehr als 45 Prozent.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">In Mitleidenschaft gezogen wurde zudem Novos \u00e4rgster Rivale auf dem Gebiet der Abnehmspritzen, Eli Lilly. Auch die Aktie des US-Konzerns verlor im sp\u00e4ten Handel am Donnerstag noch bis zu 4,7 Prozent. Eli Lilly bietet mit Mounjaro und Zepbound Diabetes- und Abnehmmedikamente, die mit Novos Ozempic und Wegovy um die Marktf\u00fchrerschaft auf dem lukrativen Diabetes- und Abnehmmarkt konkurrieren. Die beiden Novo-Pr\u00e4parate geh\u00f6ren auch zu den Medikamenten, die im Rahmen des Inflation Reduction Act (IRA) f\u00fcr Preisverhandlungen ausgew\u00e4hlt worden sind. Auf dieser Liste stehen auch zwei Pr\u00e4parate des deutschen Pharmaprimus Boehringer Ingelheim, darunter der wichtige Umsatztreiber Ofev.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">F\u00fcr Merck hielten sich die Kursverluste am Freitag mit gut einem Prozent in Grenzen. Erste Aussagen des Managements zum kommenden Jahr im Rahmen des Kapitalmarkttags der Darmst\u00e4dter hatten die Aktie am Vortag deutlich st\u00e4rker belastet. Auf Jahressicht steht ein Minus von mehr als 20 Prozent zu Buche.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Auf seinem Feldzug gegen die internationale Pharmaindus\u00adtrie und die hohen Arzneimittelpreise in Amerika hat US-Pr\u00e4sident Donald Trump eine&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":507549,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[134],"tags":[175,170,169,29,30,171,174,173,172],"class_list":{"0":"post-507548","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-unternehmen-maerkte","8":"tag-business","9":"tag-companies","10":"tag-companies-markets","11":"tag-deutschland","12":"tag-germany","13":"tag-markets","14":"tag-maerkte","15":"tag-unternehmen","16":"tag-unternehmen-maerkte"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115393419311714268","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/507548","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=507548"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/507548\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/507549"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=507548"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=507548"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=507548"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}