{"id":507879,"date":"2025-10-18T08:10:16","date_gmt":"2025-10-18T08:10:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/507879\/"},"modified":"2025-10-18T08:10:16","modified_gmt":"2025-10-18T08:10:16","slug":"us-sanktionen-serbiens-oel-abhaengigkeit-von-russland-raecht-sich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/507879\/","title":{"rendered":"US-Sanktionen: Serbiens \u00d6l-Abh\u00e4ngigkeit von Russland r\u00e4cht sich"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/tankstelle-serbien-100.jpg\" alt=\"Eine Tankstellte in Serbien\" title=\"Eine Tankstellte in Serbien | AFP\"\/><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 18.10.2025 08:06 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Serbiens staatliche \u00d6lfirma ist mehrheitlich in russischer Hand. Deshalb wird sie jetzt von den USA sanktioniert. Die ersten Auswirkungen machen sich in Serbien schon bemerkbar. <\/strong>\n    <\/p>\n<p>                                        <a class=\"authorline__link\" href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/korrespondenten\/oliver-soos-105.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><br \/>\n                                            <img decoding=\"async\" class=\"authorline__img\" alt=\"Oliver Soos\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/oliver-soos-103.jpg\"\/><br \/>\n                                        <\/a><\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Serbien hat massive Probleme wegen eines Wirtschaftsdeals mit Russland aus dem Jahr 2008. Damals hatte Serbien seine finanziell stark angeschlagene staatliche \u00d6lfirma NIS (Naftna Industrija Srbije) an den staatlichen russischen \u00d6lkonzern Gazprom Neft verkauft.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Serbien erhoffte sich neben wirtschaftlichen auch politische Vorteile. Vor allem einen russischen R\u00fcckhalt im Kosovokonflikt.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Heute besitzt Gazprom Neft, zusammen mit Gazprom, rund 56 Prozent der Anteile an NIS. Und so wurde die \u00d6lfirma aus Serbien im Januar dieses Jahres Teil eines Sanktionspakets der USA gegen die russische Energiewirtschaft.<\/p>\n<p>    Lieferungen eingestellt<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Dass der wichtigste serbische \u00d6lkonzern betroffen ist, sei so etwas wie ein geopolitisches Schicksal, erkl\u00e4rte die serbische Energieministerin, Dubravka Djedovic Handanovic. &#8222;Die Sanktionen wurden nicht wegen Serbien eingef\u00fchrt und auch nicht wegen der serbischen Regierung. US-Pr\u00e4sident Joe Biden hat sie im letzten Moment seiner Amtszeit eingef\u00fchrt, gegen Russland und seinen Energiesektor. F\u00fcr uns ist der Energieversorger NIS extrem wichtig und von existenzieller Bedeutung. Wir sind als Land davon betroffen, dass zwei gro\u00dfe M\u00e4chte ihre Kriege f\u00fchren&#8220;, sagte Dedovic Handanovic.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">In den USA wurde bald darauf Donald Trump Pr\u00e4sident, und da gab es bei den Sanktionen Ausnahmeregelungen f\u00fcr NIS, damit die Energieversorgung in Serbien nicht gef\u00e4hrdet werde. Doch seit dem 9. Oktober ist damit Schluss. Es gibt keine Ausnahmen mehr, NIS wird nun tats\u00e4chlich sanktioniert und die Auswirkungen sind bereits sp\u00fcrbar.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Da Serbien weniger als ein Viertel seines Roh\u00f6lbedarfs selbst im Land produziert, bekommt NIS vor allem Roh\u00f6l aus L\u00e4ndern wie Kasachstan, Aserbaidschan oder Nigeria. Es wird mit Tankern nach Kroatien geliefert und dort in eine Pipeline nach Serbien eingespeist. Nachdem die US-Sanktionen nun in Kraft traten, hat die kroatische Pipelinegesellschaf JANAF jedoch die Lieferungen an NIS eingestellt.<\/p>\n<p>    Vorw\u00fcrfe gegen Serbiens Regierung<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Von der serbischen Opposition gibt es Kritik. Der serbische Pr\u00e4sident Aleksandar Vucic habe nichts gegen die Abh\u00e4ngigkeit von Russland getan. Dabei sei schon lange klar gewesen sei, dass die USA irgendwann mit den Sanktionen ernst machen w\u00fcrden, so der Wirtschaftsexperte der sozialdemokratischen Oppositionspartei SSP, Dusan Nikezic.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">&#8222;Ich wundere mich \u00fcber den verantwortungslosen Umgang der Regierung mit diesem Problem. Jetzt sagt uns die Energieministerin, dass wir nur gewartet haben, ob das NIS-Management irgendeinen Plan hat&#8220;, sagt Nikezic.\u00a0Vucic habe mehrfach die Gelegenheit gehabt, mit Russlands Pr\u00e4sident Wladimir \u00fcber das Problem zu sprechen. &#8222;Das Resultat davon ist, dass Putin gesagt hat: &#8218;Wir werden Euch auch das Gas abdrehen&#8216;.&#8220;<\/p>\n<p>    Gasvertrag nur bis Jahresende verl\u00e4ngert<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Beim Gas ist im Mai ein Zehnjahres-Vertrag mit der russischen Gazprom ausgelaufen. Dieser Vertrag wurde von russischer Seite nur bis zum Jahreswechsel verl\u00e4ngert.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Nun wird in Serbien spekuliert, dass Russland damit Druck auf Serbien aus\u00fcben wolle, so dass der \u00d6lkonzern NIS nicht wieder in den serbischen Staatsbesitz zur\u00fcckkehrt. Dem widersprach der russische Botschafter in Serbien, Aleksandr Botsan-Kharchenko: &#8222;Wir werden die Gaszufuhr in Serbien nicht abschalten. Wir werden sie zu den besten Preisen weiterf\u00fchren.&#8220;<\/p>\n<p>    R\u00fcckkauf der Anteile durch Serbien?<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Serbiens Pr\u00e4sident Vucic traf sich vor wenigen Tagen mit dem Vorstandsvorsitzenden der russischen Gazprom Neft, Alexander Djukov, und mit dem stellvertretenden russischen Energieminister, Pawel Sorokin, um \u00fcber NIS zu verhandeln. Was am Ende genau die L\u00f6sung sein wird, wurde nicht gesagt, aber Vucic versprach den Serben, dass es keine Energiekrise geben werde.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">&#8222;Die Zeiten sind nicht leicht. Aber ich kann den B\u00fcrgern Serbiens zusichern: Einen Mangel an \u00d6l oder an irgendwelchen \u00d6l-Derivaten oder irgendeine Energiekrise wird es in Serbien nicht geben. Unsere russischen Freunde haben unsere Botschaft verstanden, und wir haben verstanden, was ihre Interessen sind. Und wir werden alles tun, was taktisch und strategisch das Beste f\u00fcr Serbien ist&#8220;, sagte Vucic.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Serbische Medien wollen aus verschiedenen Quellen erfahren haben, dass der serbische Staat plant, einen Anteil von NIS zur\u00fcckzukaufen, so dass russische Staatskonzerne nicht mehr die Mehrheitseigner sind. Wenn sich Russlands Situation auf internationaler Ebene dann irgendwann &#8222;normalisiere&#8220;, k\u00f6nne man die erworbenen Anteile wieder an Russland zur\u00fcckverkaufen, so angeblich der Plan.<\/p>\n<p>    Kommt die Energiekrise?<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Noch gibt es in Serbien keinen Energieengpass. Doch manche Serben machen sich Sorgen, dass sie wieder Benzin in Flaschen und Kanistern kaufen m\u00fcssen, wie in den 1990er-Kriegsjahren.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Erste Auswirkungen der Sanktionen sp\u00fcren k\u00f6nnen die B\u00fcrger bereits sp\u00fcren. Denn die NIS- und Gazprom-Tankstellen in Serbien sind vom Bezahlverkehr mit Visa- und Mastercard und American Express abgekoppelt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 18.10.2025 08:06 Uhr Serbiens staatliche \u00d6lfirma ist mehrheitlich in russischer Hand. 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