{"id":507982,"date":"2025-10-18T09:05:09","date_gmt":"2025-10-18T09:05:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/507982\/"},"modified":"2025-10-18T09:05:09","modified_gmt":"2025-10-18T09:05:09","slug":"kometen-swan-und-lemmon-am-nachthimmel-zu-sehen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/507982\/","title":{"rendered":"Kometen SWAN und Lemmon am Nachthimmel zu sehen"},"content":{"rendered":"<p>Kometen bestehen aus Staub, Eis und Gestein und gelten daher als eine Art &#8222;schmutzige Eisb\u00e4lle&#8220;, die weit im \u00e4u\u00dferen Sonnensystem ihre Bahnen um die Sonne ziehen. Normalerweise sind Kometen zu weit entfernt, als dass wir auf der Erde etwas von ihnen mitbekommen w\u00fcrden. Doch derzeit sind gleich zwei Besucher aus dem fernen Sonnensystem am Nachthimmel sichtbar: ein Komet namens C\/2025 R2 (SWAN), kurz &#8222;SWAN&#8220; sowie ein Komet mit der Bezeichnung C\/2025 A6 (Lemmon), kurz &#8222;Lemmon&#8220;.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend Beobachterinnen und Beobachter f\u00fcr beide Kometen derzeit noch ein Fernglas ben\u00f6tigen, k\u00f6nnte Komet &#8222;Lemmon&#8220; in den n\u00e4chsten Tagen und Wochen sogar so hell werden, dass er mit dem blo\u00dfen Auge am Nachthimmel erstrahlt. <\/p>\n<p>Komet C\/2025 R2 (SWAN) wurde erst im September entdeckt <\/p>\n<p>F\u00fchrt die Bahn eines Kometen ihn in die N\u00e4he der Sonne, sorgt deren W\u00e4rme daf\u00fcr, dass die fl\u00fcchtigen Stoffe dieses &#8222;schmutzigen Eisballs&#8220; anfangen, auszugasen. Um den Kern des Kometen bildet sich eine H\u00fclle aus Gas und Staub, die sogenannte Koma, sowie der f\u00fcr Kometen charakteristische Schweif. Inzwischen werden viele solcher Kleink\u00f6rper im Sonnensystem von professionellen Himmelsdurchmusterungen aufgesp\u00fcrt, die den Himmel nach Asteroiden absuchen, die der Erde gef\u00e4hrlich nahekommen k\u00f6nnten. Doch der Komet SWAN wurde erst im September von einem Amateurastronomen auf Aufnahmen eines Sonnenobservatoriums entdeckt, als er der Sonne schon extrem nah war. Seinen sonnenn\u00e4chsten Punkt durchlief er am 12. September 2025 und entfernt sich seitdem wieder von der Sonne.<\/p>\n<p>Grund f\u00fcr die recht sp\u00e4te Entdeckung war, dass Kometen aus allen Himmelsrichtungen kommen k\u00f6nnen \u2013 inklusive aus Richtung der Sonne. Dort sind Himmelsdurchmusterungen nach erdnahen Asteroiden nicht m\u00f6glich, weil das Sonnenlicht alles \u00fcberstrahlt.<\/p>\n<p>SWAN wird der Erde am 20. Oktober am n\u00e4chsten kommen und in einer Entfernung von rund 40 Millionen Kilometern passieren. Seit einigen Tagen ist der Komet SWAN nun auch von der n\u00f6rdlichen Halbkugel aus mit dem Fernglas sichtbar. Doch in den kommenden Tagen sollte es einfacher werden, den Kometen im Fernglas zu erwischen, denn er wird zwar nicht sehr viel heller werden, aber von Tag zu Tag h\u00f6her am Nachthimmel stehen. Er durchl\u00e4uft dabei die Sternbilder der Schlange, des Schilds und des Sch\u00fctzen, die im Oktober abends nur knapp \u00fcber dem Horizont im S\u00fcdwesten stehen, Anfang November im S\u00fcden.<\/p>\n<p>Wer sich selbst auf die Kometenjagd nach SWAN begeben m\u00f6chte, sollte daher neben den passenden Wetterbedingungen eine m\u00f6glichst freie Sicht zum Horizont im S\u00fcdwesten sowie ein Fernglas mitbringen \u2013 und im Idealfall bereits in der D\u00e4mmerung mit der Suche nach dem Kometen anfangen, da er sp\u00e4ter am Abend bereits unter dem Horizont verschwunden sein wird. SWAN wird noch bis Anfang November im Fernglas sichtbar sein, bevor er in den Tiefen des Sonnensystems aus unserem Blickfeld verschwindet.<\/p>\n<p>Vielleicht sogar mit dem blo\u00dfen Auge sichtbar: Komet C\/2025 A6 (Lemmon) <\/p>\n<p>Etwas leichter k\u00f6nnte es sein, den Kometen Lemmon zu beobachten: Er ist nicht nur heller, sondern steht auch h\u00f6her am Himmel \u2013 derzeit unter dem Gro\u00dfen Wagen, bevor er in den n\u00e4chsten Tagen zum Sternbild B\u00e4renh\u00fcter weiterwandert. &#8222;Er ist noch einige Tage lang besser am Morgenhimmel als am Abendhimmel zu sehen&#8220;, sagt Uwe Pilz, Vorsitzender des Vereins Vereinigung der Sternenfreunde (VdS). Mit einem Fernglas erscheint er als milchiger Fleck inklusive Schweif. Seinen erdn\u00e4chsten Punkt erreicht Lemmon am 21. Oktober und wird deshalb in den n\u00e4chsten Tagen noch etwas heller werden \u2013 vielleicht sogar so hell, dass er von dunklen Standorten aus mit dem blo\u00dfen Auge sichtbar sein k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Deshalb brauchen Kometenj\u00e4ger vielleicht neben den passenden Wetterbedingungen, dem Fernglas und vielleicht einer App oder einer Sternkarte noch etwas, um die Kometen SWAN und Lemmon zu beobachten: ein wenig Geduld. Zeit genug ist noch: Der Komet SWAN wird noch bis Anfang November sichtbar sein, Lemmon wird erst Mitte November in der Abendd\u00e4mmerung verschwinden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Kometen bestehen aus Staub, Eis und Gestein und gelten daher als eine Art &#8222;schmutzige Eisb\u00e4lle&#8220;, die weit im&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":507983,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[135],"tags":[3251,29,597,30,10740,10742,190,189,59987,194,191,193,192],"class_list":{"0":"post-507982","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-wissenschaft-technik","8":"tag-astronomie","9":"tag-deutschland","10":"tag-forschung","11":"tag-germany","12":"tag-komet","13":"tag-schweifstern","14":"tag-science","15":"tag-science-technology","16":"tag-sternenhimmel","17":"tag-technik","18":"tag-technology","19":"tag-wissenschaft","20":"tag-wissenschaft-technik"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115394375101641687","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/507982","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=507982"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/507982\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/507983"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=507982"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=507982"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=507982"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}