{"id":508320,"date":"2025-10-18T12:20:21","date_gmt":"2025-10-18T12:20:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/508320\/"},"modified":"2025-10-18T12:20:21","modified_gmt":"2025-10-18T12:20:21","slug":"ratingagentur-sp-stuft-kreditwuerdigkeit-frankreichs-herab","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/508320\/","title":{"rendered":"Ratingagentur S&#038;P stuft Kreditw\u00fcrdigkeit Frankreichs herab"},"content":{"rendered":"<p>      Ratingagentur S&amp;P stuft Kreditw\u00fcrdigkeit Frankreichs herab<\/p>\n<p>            Kopiere den aktuellen Link<\/p>\n<p>          Zur Merkliste hinzuf\u00fcgen<\/p>\n<p>Angesichts der anhaltenden politischen Instabilit\u00e4t im Land hat nun auch die Ratingagentur S&amp;P die Kreditw\u00fcrdigkeit Frankreichs herabgestuft. Wie S&amp;P am Freitagabend bekanntgab, wurde die Bewertung Frankreichs von AA- auf A+ abgesenkt. Es handelt sich bereits um die zweite Herabstufung in anderthalb Jahren. Frankreichs Finanzminister Roland Lescure betonte angesichts der Herabstufung die Notwenigkeit, den seit Monaten umstrittenen Haushalt zu verabschieden.<\/p>\n<p class=\"typo-body-sc-md is-initial\">S&amp;P erkl\u00e4rte mit Blick auf seine Entscheidung, dass <a class=\"taxonomy-entity place\" data-target-type=\"article\" href=\"https:\/\/www.stern.de\/politik\/ausland\/themen\/frankreich-4540716.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Frankreich<\/a> &#8222;derzeit die schwerste politische Instabilit\u00e4t seit der Gr\u00fcndung der F\u00fcnften Republik im Jahr 1958&#8220; erlebe. Pr\u00e4sident Emmanuel Macron m\u00fcsse &#8222;ohne klare Mehrheit&#8220; im Parlament und einer &#8222;zunehmenden politischen Fragmentierung&#8220; zurechtkommen.\u00a0<\/p>\n<p class=\"typo-body-sc-md\">Zuletzt war Premierminister S\u00e9bastien Lecornu nach nicht einmal einem Monat im Amt zur\u00fcckgetreten, wenige Stunden, nachdem er sein neues Kabinett vorgestellt hatte. <a class=\"\" data-target-type=\"article\" href=\"https:\/\/www.stern.de\/politik\/ausland\/themen\/emmanuel-macron-4194936.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Macron<\/a> ernannte ihn wenig sp\u00e4ter erneut zum Premier, zwei Misstrauensantr\u00e4ge \u00fcberstand er am vergangenen Donnerstag, doch musste er daf\u00fcr die schon beschlossene Rentenreform auf Eis legen. Es ist die vierte Regierung in Frankreich in weniger als anderthalb Jahren.<\/p>\n<p class=\"typo-body-sc-md\"><a class=\"taxonomy-entity keyword\" data-target-type=\"article\" href=\"https:\/\/www.stern.de\/wirtschaft\/news\/themen\/ratingagentur-4541286.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ratingagenturen<\/a> wie Fitch, Moody&#8217;s und S&amp;P stufen die Kreditw\u00fcrdigkeit von Unternehmen und Staaten ein \u2013 also ihre F\u00e4higkeit, ihre Schulden zur\u00fcckzuzahlen. Die Bewertungsstufen reichen von AAA (beste Bewertung) bis D (Zahlungsausfall). Eine Herabstufung durch die Agenturen ist f\u00fcr die Staaten problematisch, weil sie in der Folge damit rechnen m\u00fcssen, h\u00f6here Zinsen auf ihre Staatsanleihen zahlen zu m\u00fcssen.<\/p>\n<p class=\"typo-body-sc-md\">Zur Lage der franz\u00f6sischen Staatsfinanzen betonte S&amp;P, dass f\u00fcr 2025 zwar das Ziel erreicht werde, die Neuverschuldung auf 5,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) zu halten. Mangels zus\u00e4tzlicher Ma\u00dfnahmen zur Senkung des Defizits werde die Sanierung des Staatshaushaltes aber &#8222;langsamer als erwartet&#8220; verlaufen. Bis Ende 2028 werde die Schuldenquote Frankreichs 121 Prozent des BIP erreichen. Angesichts der 2027 anstehenden Pr\u00e4sidentschaftswahl sei an der &#8222;tats\u00e4chlichen F\u00e4higkeit&#8220; Frankreichs zu zweifeln, die j\u00e4hrliche Neuverschuldung bis 2029 auf drei Prozent des BIP zu senken.<\/p>\n<p class=\"typo-body-sc-md\">Die &#8222;Unsicherheit hinsichtlich der franz\u00f6sischen Staatsfinanzen&#8220; bleibe trotz der k\u00fcrzlich erfolgten Vorstellung eines Haushaltsentwurfs f\u00fcr 2026 hoch, erkl\u00e4rte die Ratingagentur, die neben Moody&#8217;s und Fitch zu den drei einflussreichsten der Welt geh\u00f6rt. Durch die Herabstufung von der zweith\u00f6chsten Klasse <a class=\"taxonomy-entity organization\" data-target-type=\"article\" href=\"https:\/\/www.stern.de\/politik\/ausland\/themen\/aa-4116782.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">AA<\/a> auf A+ werden franz\u00f6sische Staatsanleihen nunmehr auf dem gleichen Niveau eingestuft wie jene aus Spanien, Japan, Portugal und China.<\/p>\n<p class=\"typo-body-sc-md\">Finanzminister Roland Lescure bezeichnete die <a class=\"taxonomy-entity keyword\" data-target-type=\"article\" href=\"https:\/\/www.stern.de\/wirtschaft\/news\/themen\/herabstufung-4541186.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Herabstufung<\/a> am Samstag im Radiosender FranceInfo als &#8222;Aufruf zur Klarheit und Verantwortung&#8220;. Um die Rating-Agenturen zu &#8222;\u00fcberzeugen&#8220;, m\u00fcsse ein Haushalt verabschiedet werden. Es handele sich um eine &#8222;zus\u00e4tzliche Wolke&#8220;, die zu einem &#8222;bereits ziemlich grauen&#8220; Wetterbericht hinzukomme. &#8222;Wir k\u00f6nnen diese Wolke nicht ignorieren&#8220;, betonte der Finanzminister.<\/p>\n<p class=\"typo-body-sc-md\">Frankreich verzeichnet eine Rekordverschuldung in H\u00f6he von 3,4 Billionen Euro. Sowohl die Verschuldung in H\u00f6he von 115 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) als auch das Defizit in H\u00f6he von 5,8 Prozent n\u00e4hern sich jeweils dem Doppelten der EU-Grenzwerte. Die Ratingagentur Fitch hatte im vergangenen Monat die Kreditw\u00fcrdigkeit Frankreichs wegen der bestehenden politischen Instabilit\u00e4t herabgestuft.<\/p>\n<p>\n    AFP\n  <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Ratingagentur S&amp;P stuft Kreditw\u00fcrdigkeit Frankreichs herab Kopiere den aktuellen Link Zur Merkliste hinzuf\u00fcgen Angesichts der anhaltenden politischen Instabilit\u00e4t&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":508321,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3974],"tags":[331,332,548,663,3934,3980,156,13,14,15,12],"class_list":{"0":"post-508320","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-frankreich","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-eu","11":"tag-europa","12":"tag-europe","13":"tag-france","14":"tag-frankreich","15":"tag-headlines","16":"tag-nachrichten","17":"tag-news","18":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115395141770818412","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/508320","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=508320"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/508320\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/508321"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=508320"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=508320"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=508320"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}