{"id":508624,"date":"2025-10-18T15:05:26","date_gmt":"2025-10-18T15:05:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/508624\/"},"modified":"2025-10-18T15:05:26","modified_gmt":"2025-10-18T15:05:26","slug":"mehr-angebote-in-apotheken-geplant-kritik-von-verbaenden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/508624\/","title":{"rendered":"Mehr Angebote in Apotheken geplant &#8211; Kritik von Verb\u00e4nden"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/tuete-logo-apotheke-100.jpg\" alt=\"Ein Apotheker legt in einer Apotheke eine Packung mit Tabletten in eine Papiertasche mit Apotheken-Logo.\" title=\"Ein Apotheker legt in einer Apotheke eine Packung mit Tabletten in eine Papiertasche mit Apotheken-Logo. | dpa\"\/><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 18.10.2025 12:15 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Die geplante Apothekenreform nimmt Gestalt an. Gesundheitsministerin Warken will die Rolle der Apotheken in der Gesundheitsversorgung st\u00e4rken und ihr Angebot ausweiten. Doch die Pl\u00e4ne sto\u00dfen sowohl bei \u00c4rzten als auch bei Apothekern auf Kritik.<\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Nach den Pl\u00e4nen von Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) sollen Kunden und Kundinnen k\u00fcnftig ein gr\u00f6\u00dferes Angebot in Apotheken vorfinden. Das Ministerium gab dazu nun zwei Entw\u00fcrfe in die regierungsinterne Abstimmung. Sie sehen vor, dass es in Apotheken k\u00fcnftig mehr Leistungen geben soll &#8211; von Impfungen \u00fcber Vorsorge bis zu weiteren Medikamenten auch ohne \u00e4rztliches Rezept. Es sind auch mehr Flexibilit\u00e4t bei \u00d6ffnungszeiten und Anforderungen an den Betrieb von Zweigstellen vorgesehen.<\/p>\n<p>    Impfungen in Apotheken geplant<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">F\u00fcr Patientinnen und Patienten soll sich vor allem das Leistungsangebot der Apotheken erweitern. Unter anderem sollen Apotheken k\u00fcnftig neue Leistungen zur Vorbeugung und Fr\u00fcherkennung anbieten k\u00f6nnen &#8211; etwa f\u00fcr Herzkreislauferkrankungen, Diabetes und rund ums Rauchen. Neben Impfungen gegen Grippe und Corona sollen alle Schutzimpfungen mit Totimpfstoffen m\u00f6glich sein &#8211; also etwa auch gegen Tetanus oder Virusinfektionen, die Zecken \u00fcbertragen (FSME).<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Wie bei Corona-Tests in der Pandemie sollen Patienten auf Selbstzahlerbasis Schnelltests auf bestimmte Erreger bekommen k\u00f6nnen &#8211; etwa auf Influenza, Noro- oder Rotaviren. Das soll Infektionsketten schneller unterbrechen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">In bestimmten F\u00e4llen sollen Apotheken zudem auch verschreibungspflichtige Medikamente ohne sonst n\u00f6tige \u00e4rztliche Verordnung abgeben k\u00f6nnen. Gehen soll das zum einen, wenn Patienten ein bekanntes Langzeitmedikament nehmen. Erlaubt werden soll dann unter bestimmten Voraussetzungen die einmalige Abgabe der kleinsten Packung. Das gilt auch bei &#8222;akuten, unkomplizierten Formen bestimmter Erkrankungen&#8220;, dazu soll es einen Katalog dieser Erkrankungen geben. Patienten m\u00fcssten das Medikament selbst bezahlen. Und Apotheken k\u00f6nnten ihnen f\u00fcr den Arbeitsaufwand bis zu f\u00fcnf Euro pro Medikament berechnen.\u00a0<\/p>\n<p>    Weiterbildung f\u00fcr PTA<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">In weiteren Punkten ist vorgesehen, die Apotheken insgesamt zu st\u00e4rken. Das Gr\u00fcnden von Zweigapotheken soll erleichtert werden, indem bestimmte Anforderungen entfallen. F\u00fcr abgelegene Regionen mit deutlich eingeschr\u00e4nkter Versorgung sollen so Anreize f\u00fcr mehr Standorte gesetzt werden.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Auch f\u00fcr pharmazeutisch-technische Assistentinnen und Assistenten (PTA) gibt es \u00c4nderungen. Unter Aufsicht des Apothekers oder der Apothekerin beraten sie Kunden und Kundinnen und geben Arzneimittel aus. K\u00fcnftig sollen sie mehr Verantwortung \u00fcbernehmen k\u00f6nnen. Vorgesehen ist, dass sie sich mit einer zweij\u00e4hrigen Weiterbildung daf\u00fcr qualifizieren k\u00f6nnen, befristet die Apothekenleitung zu vertreten. M\u00f6glich sein soll das in der Regel f\u00fcr bis zu 20 Tage im Jahr und h\u00f6chstens f\u00fcr zehn \u00d6ffnungstage am St\u00fcck.\u00a0<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Eine Apothekenreform hatte sich schon die Ampelkoalition vorgenommen, konnte sie aber nicht mehr umsetzen. Kernpunkte der geplanten Ma\u00dfnahmen hatte Warken bereits beim Apothekertag im September vorgestellt. Zu einem Zeitplan, wann die vorliegenden Ma\u00dfnahmen von Bundesregierung und Bundestag beschlossen sein sollen, wollte sich das Ministerium auf Anfrage nicht \u00e4u\u00dfern.<\/p>\n<p>    Haus\u00e4rzteverband spricht von Irrweg<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Der Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Haus\u00e4rztinnen- und Haus\u00e4rzteverbands, Markus Beier, kritisierte das Vorhaben. Gegen\u00fcber den Zeitungen der Funke Mediengruppe sprach er von einem &#8222;Irrweg&#8220;. So werde man weder die Versorgung verbessern noch die Hausarztpraxen entlasten. Die Reform werde stattdessen die Patientensicherheit gef\u00e4hrden und &#8222;f\u00fcr mehr Chaos in unserem ohnehin schon \u00fcberkomplexen Gesundheitswesen sorgen&#8220;, erkl\u00e4rte Beier.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Gerade bei verschreibungspflichtigen Medikamenten wie Antibiotika m\u00fcssten Sorgfalt und Sicherheit Priorit\u00e4t haben, so Beier. Ob eine Erkrankung unkompliziert sei oder nicht, k\u00f6nne nur durch eine \u00e4rztliche Untersuchung festgestellt werden. &#8222;Wer so krank ist, dass er ein verschreibungspflichtiges Medikament braucht, der muss auch zwingend eine \u00c4rztin oder einen Arzt sehen!&#8220;<\/p>\n<p>    Unverst\u00e4ndnis bei Apothekerverband<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Kritik gab es auch von der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverb\u00e4nde (ABDA). ABDA-Pr\u00e4sident Thomas Preis betonte die schwierige Lage f\u00fcr die Apotheken: In den vergangenen zehn Jahren h\u00e4tten rund 20 Prozent aller Apotheken schlie\u00dfen m\u00fcssen. Dadurch w\u00fcrden auch die Wege f\u00fcr Patientinnen und Patienten immer weiter. &#8222;Trotz aller unserer Warnungen zu dieser dramatischen Entwicklung hat das Bundesgesundheitsministerium in seinen Pl\u00e4nen zu einer Apothekenreform keine wirksame wirtschaftliche St\u00e4rkung der Apotheken eingeplant.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Mit gro\u00dfem Unverst\u00e4ndnis reagierte Preis auch auf die geplante Weiterqualifizierung der PTA: &#8222;Die umfassende Versorgung in den Apotheken wird dadurch gef\u00e4hrdet.&#8220; Patientinnen und Patienten m\u00fcssten sich infolge der \u00c4nderung darauf einstellen, &#8222;dass nicht mehr alle Leistungen sofort angeboten werden und nicht alle pharmazeutischen Fragen unmittelbar beantwortet werden k\u00f6nnen.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Mit Informationen von Jan Zimmermann, ARD-Hauptstadtstudio<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 18.10.2025 12:15 Uhr Die geplante Apothekenreform nimmt Gestalt an. 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