{"id":510929,"date":"2025-10-19T13:33:18","date_gmt":"2025-10-19T13:33:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/510929\/"},"modified":"2025-10-19T13:33:18","modified_gmt":"2025-10-19T13:33:18","slug":"the-voice-star-nach-myanmar-verschleppt-und-ermordet-news","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/510929\/","title":{"rendered":"\u201eThe Voice\u201c-Star nach Myanmar verschleppt und ermordet | News"},"content":{"rendered":"<p>Yangon (Myanmar)\u00a0\u2013 <b>Es klang nach einem Traumjob: ein Model-Vertrag in Thailand, Sonne, Ruhm, sch\u00f6ne Fotos. Doch f\u00fcr Vera Kravtsova (26) endete das Versprechen in einem Albtraum \u2013 mit Folter, Erpressung und Tod. Die S\u00e4ngerin und Ex-Kandidatin von \u201eThe Voice of Belarus\u201c wurde in eine der brutalsten Cyber-Sklavenfabriken der Welt verschleppt. <\/b><\/p>\n<p>Vera wuchs in Minsk (Belarus) auf. Musikalisch, sch\u00f6n, ehrgeizig. In Belarus nahm sie an Gesangswettbewerben teil, lie\u00df sich t\u00e4towieren, posierte f\u00fcr Fotos. Im September 2025 folgt sie einer Online-Anzeige f\u00fcr einen Job als Model in Bangkok (Thailand). Aber dort finden keine Shootings statt \u2013 sondern lauert ein skrupelloses Menschenh\u00e4ndler-Netzwerk. <\/p>\n<p>Ihr Ziel war ein besseres Leben, am Ende erfuhr sie unvorstellbares Leid.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" width=\"992\" height=\"1178\" alt=\"Vera tr\u00e4umte von einer Karriere als S\u00e4ngerin und Tattoo-Model\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/85c0fcca1c56bc35ef1df6aa88613813,c858b73\"   class=\"portrait\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p class=\"fig__caption__text\">Vera tr\u00e4umte von einer Karriere als S\u00e4ngerin und Tattoo-Model<\/p>\n<p>Foto: Privat<\/p>\n<p>Vera nach Myanmar verschleppt<\/p>\n<p>Vera wird nach Myanmar verschleppt \u2013 in eine Scam-Fabrik. In Myanmar gibt es Dutzende dieser Betrugsmaschinerien. Es sind abgeriegelte Gel\u00e4nde, meistens in der Region bei Myawaddy an der Grenze zu Thailand, bewacht mit Wacht\u00fcrmen, Mauern, Stacheldraht. Dort schuften Zehntausende Zwangsarbeiter. Es werden Milliardengesch\u00e4fte mit Krypto-Betrug, Liebesschwindel und Fake-Investments gemacht. Gesch\u00fctzt von bewaffneten Gangs, geduldet von korrupten Milit\u00e4rs.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" width=\"992\" height=\"558\" alt=\"Der KK Park in Myanmar an der Grenze zu Thailand ist eine der ber\u00fcchtigsten Scam-Fabriken. Hier werden Zehntausende Zwangsarbeiter wie Gefangene gehalten\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/09ff2f57b95ff38afe89a97cae168d5c,ad29a558\"   class=\"landscape\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p class=\"fig__caption__text\">Der KK Park in Myanmar an der Grenze zu Thailand ist eine der ber\u00fcchtigsten Scam-Fabriken. Hier werden Zehntausende Zwangsarbeiter wie Gefangene gehalten<\/p>\n<p>Foto: picture alliance \/ Newscom<\/p>\n<p>Vera soll M\u00e4nner online verf\u00fchren \u2013 auf Dating-Apps, in Chats, auf Social Media. Ihr Auftrag: Gef\u00fchle vorspielen, Vertrauen aufbauen, Geld kassieren. Die Masche hei\u00dft zynisch \u201ePig Butchering\u201c \u2013 das Schwein m\u00e4sten, bevor man es schlachtet. <\/p>\n<p>\u201eThe Voice\u201c-Star musste Zwangsarbeit verrichten<\/p>\n<p>17 Stunden Arbeit t\u00e4glich. Keine Pausen, wenig Schlaf. Die P\u00e4sse weg, das Handy einkassiert, der Wille gebrochen. In den Scam-Fabriken herrschen Sklavenregeln. Wer nicht genug Geld reinholt, wird mit Schl\u00e4gen, Folter, Elektroschock, Essens- und Schlafentzug bestraft. Manche werden an andere Lager verkauft \u2013 oder verschwinden f\u00fcr immer. <\/p>\n<p><img decoding=\"async\" width=\"992\" height=\"662\" alt=\"Die Zwangsarbeiter in den Scam-Fabriken leben unter unmenschlichen Bedingungen, sie werden geschlagen und gefoltert, wenn sie nicht gen\u00fcgend Geld erschwindeln\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/170ab5554a39189f0a1a0d5cfef2d0a4,dafe0252\"   class=\"dynamic\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p class=\"fig__caption__text\">Die Zwangsarbeiter in den Scam-Fabriken leben unter unmenschlichen Bedingungen, sie werden geschlagen und gefoltert, wenn sie nicht gen\u00fcgend Geld erschwindeln<\/p>\n<p>Foto: REUTERS<\/p>\n<p><b>\u201eWe can kill you here, nobody will know.\u201c Wir k\u00f6nnen dich hier t\u00f6ten, niemand wird es erfahren. Das sagte ein W\u00e4rter zu einem Mann, dem aus dem Lager die Flucht nach Thailand gelang.<\/b><\/p>\n<p>Auch Veras Organe verkauft?<\/p>\n<p>Auch Vera bringt anscheinend nicht genug \u201eErtrag\u201c. Denn pl\u00f6tzlich ist Funkstille. Ihre Familie h\u00f6rt nichts mehr von ihr. Anfang Oktober bekommt die Familie eine Nachricht: Ein Unbekannter schreibt, Vera sei tot. F\u00fcr die R\u00fcckgabe ihrer Leiche werden  500.000 Dollar als L\u00f6segeld gefordert. Als das Geld nicht \u00fcberwiesen wird, teilt man ihnen mit, dass Vera bereits einge\u00e4schert worden sei; ihre Organe habe man verkauft.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" width=\"992\" height=\"1178\" alt=\"In ihrer Heimat Belarus wurde Vera durch die TV-Sendung \u201eThe Voice of Belarus\u201c bekannt\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/1f8b104cb356debf1314d2fb9e93d797,2450614b\"   class=\"portrait\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p class=\"fig__caption__text\">In ihrer Heimat Belarus wurde Vera durch die TV-Sendung \u201eThe Voice of Belarus\u201c bekannt<\/p>\n<p>Foto: Privat<\/p>\n<p>Ob die Nachricht stimmt? Unklar. Die Beh\u00f6rden in Belarus und die Botschaft in Bangkok ermitteln, doch die Spuren verlieren sich zwischen Scam, Sklaverei und Mord. <\/p>\n<p><b>Freunde beschreiben Vera als lebensfroh, kreativ, voller Hoffnung. \u201eSie glaubte an das Gute, an die Chance, etwas zu werden\u201c, sagt eine Bekannte aus Minsk. \u201eSie wusste nicht, dass sie direkt in die H\u00f6lle geht.\u201c<\/b><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Yangon (Myanmar)\u00a0\u2013 Es klang nach einem Traumjob: ein Model-Vertrag in Thailand, Sonne, Ruhm, sch\u00f6ne Fotos. 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