{"id":511002,"date":"2025-10-19T14:13:10","date_gmt":"2025-10-19T14:13:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/511002\/"},"modified":"2025-10-19T14:13:10","modified_gmt":"2025-10-19T14:13:10","slug":"lotte-de-beer-so-sieht-die-bibliothek-der-volksopern-direktorin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/511002\/","title":{"rendered":"Lotte de Beer: So sieht die Bibliothek der Volksopern-Direktorin"},"content":{"rendered":"<p>Ein richtiges B\u00fccherregal hat <strong>Lotte de Beer<\/strong> nicht. Die <strong>Regisseurin <\/strong>und <strong>Direktorin<\/strong> der <strong>Wiener Volksoper<\/strong> ist berufsbedingt viel unterwegs \u2013 und h\u00e4ngt wenig an Dingen. \u201eIch habe einen Stapel an B\u00fcchern, der immer dort ist, wo ich gerade bin.\u201c<\/p>\n<p>In den Jahren vor Wien hatte sie oft keine eigene Wohnung, sondern lebte in Opernappartements. \u201eIch lie\u00df die B\u00fccher immer dort. So konnten andere sie lesen \u2013 und ich musste nichts schleppen.\u201c Zu Hause wie im B\u00fcro liegen und stehen ihre B\u00fccher daher kreuz und quer.\u00a0<\/p>\n<p>Lotte de Beer mag keine Musik im Hintergrund<\/p>\n<p>Ein Lesezeremoniell gibt es nicht. \u201eMein Leben ist sehr rituallos.\u201c Auch Musik l\u00e4uft beim Lesen nicht. \u201eBerufsbedingt kann ich Musik nicht im Hintergrund h\u00f6ren.\u201c<\/p>\n<p>Zum Spa\u00df liest sie vor allem Romane, f\u00fcr die Arbeit aber auch anderes. Zuletzt war es ein Bildband \u00fcber Vermeer, den sie wegen Der fliegende Holl\u00e4nder in die Hand nahm \u2013 \u201ewegen der Bilder\u201c.<\/p>\n<p>F\u00fcr <strong>Charles Gounod<\/strong>s <strong>Faust<\/strong>, eine Inszenierung an der Bayerischen Staatsoper in M\u00fcnchen, darf <strong>Goethes <\/strong>Klassiker nicht fehlen.<\/p>\n<p>Drei wichtige B\u00fccher der Volksoperndirektorin<\/p>\n<p>Auch wenn sie sich leicht von B\u00fcchern trennen kann, gibt es drei, die ihr besonders wichtig sind:\u00a0<\/p>\n<ul>\n<li>Das erste ist <strong>Lampje <\/strong><strong>von Annet Schaap<\/strong>, die Geschichte des Kindes eines Leuchtturmw\u00e4rters. \u201eDas Buch habe ich mit meiner Tochter gelesen \u2013 und bin einmal zur\u00fcckgereist, um es zu holen.\u201c Fr\u00fcher fand sie viele Kinderb\u00fccher altmodisch, die Fantasie fehlte. \u201eOder sie waren kitschig.\u201c Gl\u00fccklicherweise gebe es in Holland eine neue Str\u00f6mung: B\u00fccher f\u00fcr Kinder bis zw\u00f6lf Jahre, die philosophisch und psychologisch sind. Auf Deutsch hei\u00dft das Buch <strong>Emilia und der Junge aus dem Meer.<\/strong><\/li>\n<li>Das zweite Buch ist <strong>Diebe in der Nach<\/strong><strong>t von Arthur Koestler<\/strong> \u2013 zionistisch und antizionistisch, wie sie sagt. Es beschreibt \u201eeine der hunderttausend Grauschattierungen\u201c des Nahost-Konflikts. \u201eVor allem war mir die Rolle der Briten in diesem Kontext neu.\u201c Das gebundene Exemplar ging verloren, heute liest sie es als E-Book.<\/li>\n<li>Das dritte Buch ist <strong>Das achte Leben<\/strong><strong> von Nino Haratischwili<\/strong>. Es spielt in Georgien, \u201edas so nah ist und \u00fcber das man so wenig wei\u00df.\u201c Auch hier interessieren sie die Grauzonen.<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Ein richtiges B\u00fccherregal hat Lotte de Beer nicht. 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