{"id":511054,"date":"2025-10-19T14:42:24","date_gmt":"2025-10-19T14:42:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/511054\/"},"modified":"2025-10-19T14:42:24","modified_gmt":"2025-10-19T14:42:24","slug":"nach-angriff-auf-israels-truppen-neue-attacken-in-gaza","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/511054\/","title":{"rendered":"Nach Angriff auf Israels Truppen: Neue Attacken in Gaza"},"content":{"rendered":"<p>Tel Aviv\/Gaza (dpa) &#8211; Die m\u00fchsam vereinbarte Waffenruhe zwischen Israel und der islamistischen Hamas ist gef\u00e4hrlich ins Wanken geraten. Israel meldete Angriffe auf seine Truppen im S\u00fcden des Gazastreifens, die israelische Luftwaffe bombardierte daraufhin nach Angaben des TV-Senders N12 rund 20 Ziele im Gazastreifen. In Deir al-Balah im zentralen Abschnitt des K\u00fcstenstreifens seien bei einem Luftangriff vier Pal\u00e4stinenser get\u00f6tet und f\u00fcnf weitere verletzt worden, hie\u00df es aus medizinischen Kreisen.<\/p>\n<p>Beschuss israelischer Truppen mit Panzerfaust<\/p>\n<p>Ein ranghoher israelischer Milit\u00e4r hatte der islamistischen Terrororganisation Hamas zuvor einen schweren Versto\u00df gegen die Waffenruhe im Gaza-Krieg vorgeworfen. Die Armee teilte mit, Soldaten seien im S\u00fcden des Gazastreifens unter anderem mit einer Panzerfaust beschossen worden. Ministerpr\u00e4sident Benjamin Netanjahu ordnete als Reaktion neue Angriffe in dem K\u00fcstenstreifen an.\u00a0<\/p>\n<p>Der milit\u00e4rische Hamas-Arm wies jedoch jegliche Verantwortung f\u00fcr die gemeldeten Angriffe zur\u00fcck. \u00abWir bekr\u00e4ftigen unsere vollst\u00e4ndige Verpflichtung, alles umzusetzen, was vereinbart wurde\u00bb, hie\u00df es in einer Mitteilung der Kassam-Brigaden. Dies gelte vor allem f\u00fcr die Waffenruhe in allen Gebieten des Gazastreifens.<\/p>\n<p>Angriff hinter der \u00abgelben Linie\u00bb<\/p>\n<p>Die Angriffe ereigneten sich nach Angaben des Milit\u00e4rs in einem von Israel kontrollierten Gebiet \u00f6stlich der \u00abgelben Linie\u00bb. Hinter diese hatte die Armee sich als Teil der vereinbarten Waffenruhe zur\u00fcckgezogen.<\/p>\n<p>Isat al-Rischek, Mitglied des Hamas-Politb\u00fcros, warf Israel in einer Mitteilung seinerseits vor, gegen die Waffenruhe zu versto\u00dfen und \u00abfadenscheinige Vorw\u00e4nde\u00bb zu fabrizieren, \u00abum seine Verbrechen zu rechtfertigen\u00bb. Er beschuldigte Netanjahu, dieser wolle sich vor seinen Verpflichtungen gegen\u00fcber den Vermittlern dr\u00fccken, weil er unter Druck rechtsextremer Koalitionspartner stehe.<\/p>\n<p>Rechtsextreme Minister fordern R\u00fcckkehr zum Krieg<\/p>\n<p>Israels Polizeiminister Ben-Gvir forderte Netanjahu nach ersten Berichten \u00fcber einen Hamas-Angriff dazu auf, die Armee anzuweisen, \u00abdie Kampfhandlungen im Gazastreifen vollst\u00e4ndig und mit voller St\u00e4rke wieder aufzunehmen\u00bb.<\/p>\n<p>\u00abDie tr\u00fcgerischen Vorstellungen, Hamas werde ihre Haltung \u00e4ndern oder auch nur ein von ihr unterschriebenes Abkommen einhalten, erweisen sich, wie zu erwarten, als gef\u00e4hrlich f\u00fcr unsere Sicherheit\u00bb, schrieb Ben-Gvir auf der Plattform X. \u00abDie nazistische Terrororganisation muss restlos vernichtet werden &#8211; und zwar m\u00f6glichst bald.\u00bb Der ebenfalls ultrarechte Finanzminister Bezalel Smotrich schrieb bei X nur: \u00abKrieg!\u00bb Die beiden Minister hatten die Waffenruhe-Vereinbarung von Anfang an kritisiert und auch dagegen gestimmt.<\/p>\n<p>US-Unterh\u00e4ndler kommen wieder in die Region<\/p>\n<p>Die Waffenruhe zwischen Israel und der Hamas ist seit dem 10. Oktober in Kraft. Es gab allerdings bereits mehrere gewaltsame Zwischenf\u00e4lle, bei denen auch Pal\u00e4stinenser get\u00f6tet wurden.<\/p>\n<p>Die Waffenruhe ist Teil eines Friedensplans von US-Pr\u00e4sident Donald Trump. Israel und die Hamas hatten sich dabei auch auf den Austausch von Geiseln und Gefangenen und einen teilweisen R\u00fcckzug der israelischen Truppen im Gazastreifen geeinigt. An den Verhandlungen waren auch \u00c4gypten, Katar und die T\u00fcrkei beteiligt gewesen. In dieser Woche werden US-Vizepr\u00e4sident JD Vance sowie die US-Unterh\u00e4ndler Steve Witkoff und Jared Kushner in Israel erwartet.<\/p>\n<p>Leichen von zwei weiteren Hamas-Geiseln identifiziert<\/p>\n<p>Die Hamas hatte am Samstagabend in \u00dcbereinstimmung mit der Vereinbarung die Leichen von zwei weiteren Geiseln \u00fcbergeben. Das Forum der Geiselfamilien teilte mit, es handele sich um den israelischen Fotografen Ronen Engel aus dem Kibbuz Nir Oz sowie um einen Landwirtschaftsarbeiter aus Thailand, der acht Jahre lang in Israel gearbeitet habe.\u00a0<\/p>\n<p>Engel, ein 54-j\u00e4hriger Vater von drei Kindern, war w\u00e4hrend des Hamas-Massakers im israelischen Grenzgebiet am 7. Oktober 2023 get\u00f6tet worden. Seine Leiche wurde in den Gazastreifen verschleppt. Seine Frau und zwei seiner Kinder waren ebenfalls entf\u00fchrt worden, aber w\u00e4hrend einer Waffenruhe im Gegenzug f\u00fcr pal\u00e4stinensische H\u00e4ftlinge wieder freigelassen worden. Der Thail\u00e4nder wurde den Angaben zufolge ebenfalls am Tag des Massakers get\u00f6tet und aus dem Kibbuz Beeri verschleppt.\u00a0<\/p>\n<p>Damit verbleiben noch 16 get\u00f6tete Geiseln im Gazastreifen. Israel wirft der Hamas absichtliche Verz\u00f6gerung vor. Die Terrororganisation beruft sich dagegen darauf, dass es f\u00fcr sie schwierig sei, die Leichen zu finden, weil sie unter den Tr\u00fcmmern bombardierter Geb\u00e4ude und Tunnel versch\u00fcttet seien. Vor knapp einer Woche waren 20 Geiseln freigelassen worden, die zwei Jahre in der Gewalt der Hamas \u00fcberlebt hatten.\u00a0<\/p>\n<p>Die Kassam-Brigaden teilten mit, es sei die Leiche einer weiteren Geisel gefunden worden. Sie warnten, neue Angriffe Israels k\u00f6nnten die Bem\u00fchungen um die Bergung weiterer sterblicher \u00dcberreste gef\u00e4hrden.\u00a0<\/p>\n<p>Hamas widerspricht US-Vorw\u00fcrfen zu geplantem Angriff auf Zivilisten<\/p>\n<p>Die Hamas wies derweil Vorw\u00fcrfe der USA zur\u00fcck, dass sie einen Angriff auf pal\u00e4stinensische Zivilisten im Gazastreifen plane. Es handele sich um \u00abhaltlose Behauptungen\u00bb, die im Einklang mit israelischer Propaganda st\u00fcnden, hie\u00df es in einer Mitteilung der Hamas.<\/p>\n<p>Das US-Au\u00dfenministerium hatte vor einem \u00abunmittelbar bevorstehenden\u00bb geplanten Angriff der Hamas auf pal\u00e4stinensische Zivilisten gewarnt. Die USA h\u00e4tten die Garantiem\u00e4chte des Gaza-Friedensplans \u00fcber \u00abglaubw\u00fcrdige Berichte\u00bb informiert, die auf eine Verletzung der bestehenden Waffenruhe hindeuteten, teilte das Ministerium mit. Es hatte nach Inkrafttreten der Waffenruhe Berichte \u00fcber Hinrichtungen von pal\u00e4stinensischen Zivilisten im Gazastreifen durch die Hamas gegeben.<\/p>\n<p>Ausl\u00f6ser des Gaza-Kriegs war das schlimmste Massaker in Israels Geschichte durch Terroristen der Hamas sowie anderer extremistischer Pal\u00e4stinenserorganisationen. Am 7. Oktober 2023 wurden nahe der Grenze zum Gazastreifen auf israelischer Seite etwa 1.200 Menschen get\u00f6tet und mehr als 250 verschleppt. Israel reagierte mit massiven Angriffen aus der Luft und am Boden. Nach Angaben der von der Hamas kontrollierten Gesundheitsbeh\u00f6rde wurden mehr als 67.000 Menschen get\u00f6tet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Tel Aviv\/Gaza (dpa) &#8211; Die m\u00fchsam vereinbarte Waffenruhe zwischen Israel und der islamistischen Hamas ist gef\u00e4hrlich ins Wanken&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":511055,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1840],"tags":[30785,3364,29,30,411,8221,4046,6000,1209,4418],"class_list":{"0":"post-511054","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-wuppertal","8":"tag-palstinensische-gebiete","9":"tag-de","10":"tag-deutschland","11":"tag-germany","12":"tag-israel","13":"tag-konflikte","14":"tag-krieg","15":"tag-nahost","16":"tag-nordrhein-westfalen","17":"tag-wuppertal"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115401362420113168","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/511054","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=511054"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/511054\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/511055"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=511054"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=511054"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=511054"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}