{"id":511068,"date":"2025-10-19T14:49:17","date_gmt":"2025-10-19T14:49:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/511068\/"},"modified":"2025-10-19T14:49:17","modified_gmt":"2025-10-19T14:49:17","slug":"rennradtouren-in-der-bretagne-unterwegs-im-dachsrevier","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/511068\/","title":{"rendered":"Rennradtouren in der Bretagne: Unterwegs im Dachsrevier"},"content":{"rendered":"<p class=\"\">\u200b<strong>Eine spektakul\u00e4re K\u00fcste \u2013 tagt\u00e4glich im Wandel der Gezeiten \u2013 ein ruhiges Hinterland mit legend\u00e4ren Anstiegen: die Bretagne, Heimat des gro\u00dfen Bernard Hinault, ist definitiv eine Reise wert. <\/strong><\/p>\n<p class=\"\">\u200bDer Dachs ist eigentlich ein recht possierliches und mit seinem schwarz-wei\u00df gestreiften Fell auch ein sehr h\u00fcbsches Tier. Man darf ihn nur nicht reizen, dann wird er aggressiv und gef\u00e4hrlich. Wie viele Dachse in der Bretagne leben, ist nur zu sch\u00e4tzen, aber wenn die Bretonen vom Dachs sprechen, dann meinen sie ohnehin Bernard Hinault \u2013 einen der besten Radrennfahrer aller Zeiten, der in Yffiniac bei Saint-Brieuc in der Bretagne geboren wurde. Sein Motto lautete: \u201eSo lange ich atme, greife ich an\u201c \u2013 daher der Spitzname. Dort, wo \u201eLe Blaireau\u201c \u2013 wie der Dachs auf Franz\u00f6sisch hei\u00dft \u2013 einst seine Weltkarriere begann, haben wir uns im Fr\u00fchsommer 2025 auf seine Spuren begeben, sind sowohl auf der Hausrunde von Hinault unterwegs gewesen als auch dort, wo wenig sp\u00e4ter der Tross der Tour de France vorbeirollte. <\/p>\n<p>In der Heimat von Bernard Hinault<\/p>\n<p class=\"\">Wir haben auf unseren Touren weder einen leibhaftigen Dachs noch Bernard Hinault gesehen. Was im ersten Fall daran liegt, dass Dachse von Natur aus nachtaktiv sind. Und im Falle Bernard Hinaults wohl daran, dass der inzwischen 80 Jahre alte Ex-Champion nur noch selten auf dem Rennrad sitzt. Und au\u00dferdem war er vor der Frankreich-Rundfahrt 2025 enorm eingespannt. Ein Termin jagte den anderen, und uns blieben nur die \u00fcbergro\u00dfen Portraits des f\u00fcnfmaligen Tour-de-France-Siegers an den Hausw\u00e4nden in seiner Heimatstadt und die TV-Spots, in denen er f\u00fcr die Tour de France warb. Dabei ist die Werbung ja eigentlich \u00fcberfl\u00fcssig. Es ist ja hinl\u00e4nglich bekannt, dass die Franzosen im Allgemeinen und die Bretonen im Besonderen radsportverr\u00fcckt sind. <\/p>\n<p class=\"\">Audrey Cordon-Ragot stammt aus der Gegend. Wir haben die mehrmalige Franz\u00f6sische Meisterin in ihrer Heimat getroffen und anschlie\u00dfend noch einmal telefoniert. Sie sagt \u00fcber den Radsport in der Bretagne: \u201eEine solch unglaubliche Stimmung bei Radrennen habe ich nirgendwo anders erlebt, au\u00dfer vielleicht in Belgien. Auch bei der Tour de France Femmes 2025 war die Begeisterung in meiner Heimat so \u00fcberw\u00e4ltigend, dass ich Tr\u00e4nen in den Augen hatte.\u201c Und dann sagt sie auf Franz\u00f6sisch noch den sch\u00f6nen Satz: \u201eLe v\u00e9lo est Roi en Bretagne!\u201c \u00dcbersetzt hei\u00dft das so viel wie: \u201eDas Fahrrad ist K\u00f6nig in der Bretagne!\u201c <\/p>\n<p>Bretagne &#8211; eine ganz besondere Landschaft<\/p>\n<p class=\"\">F\u00e4hrt man seine Touren in der Bretagne ohne die Anfeuerung der begeisterten Zuschauer am Stra\u00dfenrand, dann bleibt einem immerhin die eigene Begeisterung \u00fcber diese insbesondere an der K\u00fcste einzigartige Landschaft. Die bretonische Atlantikk\u00fcste pr\u00e4sentiert sich alle paar Kilometer in einem anderen Antlitz. Mal mit langgezogenen Sandstr\u00e4nden, dann wieder mit traumhaften Buchten zwischen bizarr geformten Felsen; steile Klippen mit historischen Leuchtt\u00fcrmen ragen tollk\u00fchn in den Atlantik hinein, dazwischen pittoreske D\u00f6rfer und St\u00e4dtchen mit den typischen Natursteinh\u00e4usern aus grauem Granit und mit blau gestrichenen Fensterl\u00e4den. Fast jedes von ihnen ist von einem Meer aus Blumen umgeben: pr\u00e4chtige Hortensien in allen erdenklichen Farben und Schmucklilien vor allem. Und wenn schon keine bretonischen Fans f\u00fcr einen die \u201eGewn ha Du\u201c schwenken \u2013 die schwarz-wei\u00dfe bretonische Flagge \u2013 so flattert sie munter in unz\u00e4hligen G\u00e4rten im Wind. Die Bretonen sind n\u00e4mlich in erster Linie Bretonen. Und dann erst Franzosen. <\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/hinter-jeder-ecke-liegt-ein-noch-schoenerer-strand-hier-bei-perros-guirec.jpeg\" alt=\"Hinter jeder Ecke liegt ein noch sch\u00f6nerer Strand, hier bei Perros-Guirec\" loading=\"lazy\" title=\"Hinter jeder Ecke liegt ein noch sch\u00f6nerer Strand, hier bei Perros-Guirec\"   width=\"712\" height=\"475\" class=\"w-full md:cursor-zoom-in\"\/>Foto: G\u00fcnter StandlHinter jeder Ecke liegt ein noch sch\u00f6nerer Strand, hier bei Perros-Guirec<\/p>\n<p class=\"\">Das milde Klima macht\u2019s m\u00f6glich, dass hier neben den buntesten Blumen sogar Palmen und Bananen gedeihen. So weit, so h\u00fcbsch. Aber vor allem arbeiten Ebbe und Flut daran, dass sich die Landschaft an ein und demselben Ort alle paar Stunden ver\u00e4ndert. Genau deshalb haben wir vor Ort nach einem Geistesblitz noch einmal umgeplant: Statt von Morlaix, unserem ersten Standort, an der K\u00fcste in Richtung Plougasnou und durchs Landesinnere via Lanmeur zur\u00fcckzuradeln, haben wir spontan beschlossen, dieselbe Strecke hin- und wieder zur\u00fcckzufahren. Einfach deshalb, weil wir sehen wollten, wie sich die Kulisse durch die Gezeiten an der bretonischen K\u00fcste innerhalb von Stunden komplett ver\u00e4ndert. Denn nirgendwo in Europa herrscht ein solch enormer Tidenhub wie in der Bretagne. Bei Saint Malo betr\u00e4gt er in der Regel elf bis zw\u00f6lf Meter, beim Le Mont-Saint-Michel sogar 14 Meter. Nur in der Bay of Fundy in Kanada ist er noch gr\u00f6\u00dfer. <\/p>\n<p>Schiffe im Schlick<\/p>\n<p class=\"\">Es ist ein bisschen so, als w\u00fcrde jemand einfach mal den St\u00f6psel ziehen. Tausende von Booten liegen dann bei Niedrigwasser mit zum Teil bedenklicher Schieflage im Schlick, als h\u00e4tten die Eigner sie aufgegeben. Aber von wegen. Kommt die Flut, d\u00fcmpeln Yachten und Fischerboote wieder auf dem Wasser und die Bretonen gehen ihrer zweiten gro\u00dfen Leidenschaft nach: der Schifffahrt und insbesondere dem Segeln. Die Flut kommt schnell in der Bretagne. \u201e\u00c0 la vitesse d\u2019un cheval au galop\u201c. So hatte es der franz\u00f6sische Dichter Victor Hugo einmal beschrieben \u2013 \u201eso schnell wie ein galoppierendes Pferd\u201c. \u201eEs ist schon verr\u00fcckt mit den Gezeiten\u201d, sagt auch Audrey Cordon-Ragot lachend, \u201eich habe es immer wieder erlebt, dass Touristen ihr Auto irgendwo an der K\u00fcste abgestellt haben und als sie zur\u00fcckkamen und losfahren wollten, schwamm es im Wasser.\u201c <\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/kein-alpengipfel-aber-die-mur-de-bretagne-hat-auch-schon-die-profis-der-tour-de-france-gefordert.jpeg\" alt=\"Kein Alpengipfel, aber: Die Mur de Bretagne hat auch schon die Profis der Tour de France gefordert\" loading=\"lazy\" title=\"Kein Alpengipfel, aber: Die Mur de Bretagne hat auch schon die Profis der Tour de France gefordert\"   width=\"712\" height=\"475\" class=\"w-full md:cursor-zoom-in\"\/>Foto: G\u00fcnter StandlKein Alpengipfel, aber: Die Mur de Bretagne hat auch schon die Profis der Tour de France gefordert<\/p>\n<p class=\"\">Die Radprofis sind bekanntlich \u00e4hnlich schnell unterwegs wie ein galoppierendes Pferd. Auf der 7. Etappe der Tour de France 2025 zur legend\u00e4ren Mur de Bretagne betrug die durchschnittliche Geschwindigkeit rasende 48,117 km\/h. Wir haben es deutlich langsamer angehen lassen, gezwungenerma\u00dfen. Denn auch wenn die h\u00f6chsten Erhebungen in der Region nicht \u00fcber 400 Meter hinauskommen, ist die Bretagne ein h\u00f6chst anspruchsvolles Revier f\u00fcr Hobby-Radsportler. Dort wo die Kollegen Pogacar &amp; Co. die Steigungen auf dem gro\u00dfen Blatt einfach mal so wegb\u00fcgeln, mussten wir st\u00e4ndig und hektisch herunterschalten, um nicht an einer der zahlreichen Rampen zu verhungern. Von der Mur de Bretagne, die die Profis 2025 gleich zweimal bew\u00e4ltigen mussten, ganz zu schweigen. 13 oder 14 Prozent sollen es sein an den steilsten Passagen, aber gef\u00fchlt f\u00fchrt das schnurgerade Asphaltband direkt in den bretonischen Himmel und bereitet H\u00f6llenschmerzen. <\/p>\n<p>Nie lang, aber eklig steil<\/p>\n<p class=\"\">Insbesondere im Hinterland der Bretagne kommt man sich ansonsten vor wie bei einer Achterbahnfahrt, besser gesagt wie bei einer Fahrt in der \u201eWilden Maus\u201c. Denn die Anstiege sind nie lang, daf\u00fcr bisweilen ekelig steil und sie ziehen sich in unz\u00e4hligen Kurven durch das beschauliche und wellig bis h\u00fcgelige Bauern- und Binnenland. \u201eSo sch\u00f6n es an der K\u00fcste auch sein mag\u201d, sagt die stolze Bretonin Audrey Cordon-Ragot, \u201eich bin ein M\u00e4dchen vom Land, und dort, wo die Stra\u00dfen am steilsten sind, wo eine himmlische Ruhe herrscht, ist meine Heimat.\u201d Das Hinterland der Bretagne ist durchzogen von endlosen Hecken, Bocage nennt man sie auf Franz\u00f6sisch. Buchweizen wird hier wieder angebaut, Grundstoff f\u00fcr die Galettes, die von den Bretonen so geliebte Cr\u00eape-Variante aus eben jenem Buchweizenmehl. Und man rollt vorbei an riesigen Artischocken-Feldern. Die leicht bitteren, aber \u00e4u\u00dferst schmackhaften Distelgew\u00e4chse sind ebenfalls eine Spezialit\u00e4t der Bretagne. Lustig sehen die Kelchbl\u00e4tter aus, also die \u201eK\u00f6pfe\u201c der Artischocken \u2013 beinahe wie Aliens, lauter kleine ETs. <\/p>\n<p class=\"\">Von Morlaix aus f\u00fchrt uns die Tour in den Parc Naturel R\u00e9gional d\u2019Armorique und auf den Roc\u2019h Trevezel, mit 381 Metern H\u00f6he die zweith\u00f6chste Erhebung der Bretagne \u2013 \u00fcbrigens auch eine Zwischenstation beim legend\u00e4ren und \u00fcber 1200 Kilometer f\u00fchrenden Brevet Paris-Brest-Paris. Der Ausblick vom Gipfel an der kleinen Kapelle Saint-Michel de Barsparts ist gigantisch und reicht bei guter Sicht bis hin\u00fcber zum Atlantik. Rund um den Berg erstreckt sich eine karge, nur von Heidekraut und Stechginster bewachsene Landschaft. <\/p>\n<p>Fantastischer Blick vom Cap<\/p>\n<p class=\"\">Auf der Abfahrt zur\u00fcck in Richtung Morlaix rasen wir dann fast genauso schnell wie die Profis durch dunkle Mischw\u00e4lder. \u201eArgoat\u201c, \u201eLand der W\u00e4lder\u201c, nannte man die Bretagne einst, ehe gro\u00dfe Teile der Waldgebiete im Laufe der Jahrhunderte massiver Abholzung zum Opfer fielen. Sie erstreckten sich einst bis an die K\u00fcste, wo sich vor rund 2000 Jahren ein gewisser Obelix auf die Jagd nach Wildschweinen gemacht haben soll. Der dicke, gem\u00fctliche und etwas einf\u00e4ltige Gallier und sein smarter Kumpel Asterix aus den weltber\u00fchmten Comics waren genau genommen n\u00e4mlich keine Franzosen, sondern Bretonen. Das Dorf der unbeugsamen Gallier hat deren Sch\u00f6pfer, Albert Uderzo, n\u00e4mlich an der bretonischen K\u00fcste verortet \u2013 und zwar nach Erquy. <\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/fixpunkt-in-der-ferne-ragt-das-cap-fr-hel-ins-meer.jpeg\" alt=\"Fixpunkt: In der Ferne ragt das Cap Fr\u00e9hel ins Meer\" loading=\"lazy\" title=\"Fixpunkt: In der Ferne ragt das Cap Fr\u00e9hel ins Meer\"   width=\"712\" height=\"475\" class=\"w-full md:cursor-zoom-in\"\/>Foto: G\u00fcnter StandlFixpunkt: In der Ferne ragt das Cap Fr\u00e9hel ins Meer<\/p>\n<p class=\"\"> Als Beweis daf\u00fcr f\u00fchren die Menschen aus Erquy das Bild auf Seite drei in den Asterix-B\u00e4nden an. In dem Motiv unter der Lupe wollen sie ganz eindeutig die drei Felsen vor der K\u00fcste ihrer Stadt erkennen. Als wir nach einem Caf\u00e9 au lait im Hafen von Erquy noch ein wenig durch die Stra\u00dfen schlendern, sehen wir in den Auslagen der Souvenirgesch\u00e4fte \u00fcberall kleine Asterix- und Obelix-Figuren. Warum Asterix f\u00fcr neun Euro zu haben ist und Obelix zehn Euro kostet, muss man nicht verstehen. Vielleicht geht es nach Gewicht? Zaubertrank f\u00fcr die n\u00e4chste Tour haben wir vergeblich gesucht &#8230; <\/p>\n<p>Die Farben der K\u00fcste<\/p>\n<p class=\"\">Unser Zwischenziel ein wenig weiter westlich von Erquy ist das Cap Fr\u00e9hel mit seinem historischen Leuchtturm. Im Juli und August erstrahlt die Heide oberhalb der Klippen in einem zart leuchtenden Violett, der gelb bl\u00fchende Ginster bildet einen grandiosen Kontrast dazu. Schaut man von den Felsen \u00fcber das smaragdgr\u00fcne Wasser in die Ferne, kann man sich sehr gut vorstellen, warum die R\u00f6mer hier einst das Ende der Welt, das \u201eFinis Terrae\u201c, vermuteten. <\/p>\n<p class=\"\">Fabien Leduc von der Agentur \u201eAbiciclette\u201c, von dem wir unsere Rennr\u00e4der geliehen haben, wird geradezu poetisch bis pathetisch, wenn er vom Cap Fr\u00e9hel erz\u00e4hlt. \u201eJedesmal wenn ich die Klippen und diesen Leuchtturm erblicke, wie er den Elementen gegen\u00fcbersteht, durchzieht meinen K\u00f6rper ein Schauer, als ob ich den Radius eines elektromagnetischen Feldes betreten h\u00e4tte, dessen Mittelpunkt dieser Leuchtturm w\u00e4re. Kurz gesagt: es ist eine echte G\u00e4nsehaut-Landschaft.\u201d Wir sind extra um sechs Uhr in der Fr\u00fch aufgestanden, weil wir bef\u00fcrchtet hatten, dass wir an diesem Ausflugs-Hotspot der Bretagne nicht alleine sein w\u00fcrden. Aber die Horden von Bus-Touristen, die ab sp\u00e4testens 9 Uhr hier einfallen, haben uns doch ein wenig geschockt. Also schwingen wir uns schnell wieder in den Sattel und pedalieren via Yffiniac zur\u00fcck in Richtung Saint-Brieuc. <\/p>\n<p>Bernard Hinault gr\u00fc\u00dft \u00fcberlebensgro\u00df<\/p>\n<p class=\"\">In Yffiniac wurde schon flei\u00dfig gewerkelt, f\u00fcr die Tour de France wollte sich Bernard Hinaults Heimatort nat\u00fcrlich besonders herausputzen. Wir haben uns den Hals verrenkt und beinahe einen Unfall verursacht, weil wir hofften, den gro\u00dfen Bernard Hinault zu ersp\u00e4hen \u2013 wie er vielleicht gerade auf dem Rad zum Einkaufen f\u00e4hrt. Aber au\u00dfer dem \u00fcbergro\u00dfen Hinault im Gelben Trikot auf der Hauswand an der Rue de Penthi\u00e8vre war nichts zu sehen von ihm. Aber so sicher wie Ebbe und Flut an der bretonischen K\u00fcste aufeinander folgen \u2013 auch ohne eine nachgewiesene Dachssichtung lohnt eine Reise mit dem Rennrad in die Bretagne.<\/p>\n<p>Informationen \u00fcber die Bretagne <\/p>\n<p><strong>\u200bAnreise<\/strong><\/p>\n<p><strong>Bahn<\/strong><\/p>\n<p class=\"\">In Zeiten des Klimawandels eine echte Alternative, wenn man nicht unbedingt darauf besteht, das eigene Rad mitzunehmen. Das ist durchaus machbar, aber gestaltet sich eher schwierig. In TGV-Z\u00fcgen gibt es inzwischen reservierungspflichtige Stellpl\u00e4tze, allerdings nur sehr wenige, in den Thalys-Z\u00fcgen von K\u00f6ln nach Paris gibt es keine. Alle Wege bei der Anreise mit der Bahn f\u00fchren mal wieder \u00fcber Paris, wo man den Bahnhof wechseln muss (Metro-Ticket kann man bereits im TGV auf dem Weg nach Paris kaufen). Vom Gare de Montparnasse (ca. eine Stunde mit der Metro inkl. Fu\u00dfweg vom Gare de l\u2019Est) braucht der TGV dann gut drei Stunden nach Morlaix. Von Morlaix nach Saint-Brieuc f\u00e4hrt der Regionalzug eine gute Stunde, und auch mit dem Mietwagen betr\u00e4gt die Fahrtzeit zwischen den beiden St\u00e4dten rund eine Stunde. Infos: www.bahn.de \/ www.sncf.com\/de BUS Alternative f\u00fcr die Anreise ist der FlixBus, der beispielsweise ab K\u00f6ln nach Paris, aber auch nach St. Malo f\u00e4hrt. Die Radmitnahme muss aber fr\u00fchzeitig reserviert werden, da pro Bus nur wenige R\u00e4der transportiert werden k\u00f6nnen. www.flixbus.de <\/p>\n<p><strong>Auto<\/strong><\/p>\n<p class=\"\">Von Hamburg bis in den Nordwesten der Bretagne sind es rund 1400 Kilometer. Die schnellste Strecke f\u00fchrt \u00fcber K\u00f6ln, n\u00f6rdlich an Paris vorbei, ans Ziel. Neben den Benzinkosten kommen bei dieser Route rund 60 Euro an Mautgeb\u00fchren f\u00fcr Hin- und R\u00fcckfahrt hinzu. Reist man aus dem S\u00fcden Deutschlands an (M\u00fcnchen \u2013 Morlaix: ca. 1350 km) liegen die Mautkosten aufgrund der l\u00e4ngeren Strecke auf den mautpflichtigen Autobahnen in Frankreich bei knapp 90 Euro. <\/p>\n<p>Flugzeug<\/p>\n<p class=\"\">Es gibt nur wenige Direktfl\u00fcge von Deutschland in die Bretagne. Lediglich von Frankfurt\/Main kann man ohne Zwischenstopp nach Rennes fliegen. In der Regel geht es von allen anderen deutschen Airports mit der Air France via Paris nach Rennes oder Brest, wobei inzwischen immerhin der l\u00e4stige Transfer vom Flughafen Charles de Gaulle zum Airport Orly entf\u00e4llt. Hin- und R\u00fcckflug kosten ab ca. 300 Euro. Von Brest braucht man mit dem Mietwagen rund eine halbe Stunde nach Morlaix, rund anderthalb Stunden nach Saint-Brieuc. Ab dem Aeroport Rennes ist man in gut einer Stunde in Saint-Brieuc und in deren zwei in Morlaix.<\/p>\n<p>\u200bUnterkunft<\/p>\n<p>Morlaix<\/p>\n<p>Saint-Brieuc<\/p>\n<p class=\"\"><strong>Le Moulin \u00e0 Papier (<\/strong>https:\/\/www.moulin-a-papier.fr\/)<br \/>Ebenfalls sehr charmantes Chambre d\u2019h\u00f4tes, etwas au\u00dferhalb der Stadt gelegen. Sch\u00f6ne Zimmer in einem altem Gem\u00e4uer aus der Mitte des 19. Jahrhunderts, sehr nette Gastgeber, als \u201eAccueil V\u00e9lo\u201c (fahrradfreundliche Unterkunft) gekennzeichnet. DZ ab 95 Euro.<\/p>\n<p>\u200bBeste Reisezeit <\/p>\n<p class=\"\">Im fr\u00fchen Fr\u00fchjahr und im sp\u00e4ten Herbst kann\u2019s ungem\u00fctlich werden in der Bretagne, Schauerwetter oder auch Dauerregen mit starken Winden sind immer m\u00f6glich. Die Sommer sind mild, in Zeiten des Klimawandels auch schon mal brutal hei\u00df. Bei einer fr\u00fcheren Reise im Juli 2022 stieg das Thermometer auf 43 Grad, im Juni 2025 herrschten im Landesinneren Temperaturen von bis zu 36 Grad. An der K\u00fcste ist es stets ein wenig k\u00fchler, und eine stete, frische Brise macht es zudem angenehmer. In der Hauptsaison (Juli\/August) ist es an der K\u00fcste brechend voll. <\/p>\n<p>Nicht verpassen<\/p>\n<p class=\"\">Die Rosa-Granit-K\u00fcste ist definitiv einen Ausflug wert. Bei Ploumanac\u2019h findet man einen absoluten Traumstrand; von dort aus empfiehlt sich ein Spaziergang \u2013 am besten in der Abendstimmung zum Leuchtturm. Gegen\u00fcber, im Schl\u00f6sschen auf der \u00cele de Costa\u00e9r\u00e8s, hat \u00fcbrigens der deutsche Komiker und Schauspieler Dieter Hallervorden seinen Zeit- bzw. Alterswohnsitz. Eines der beliebtesten Fotomotive der Bretagne liegt an der zerkl\u00fcfteten Felsk\u00fcste bei Plougrescant: das zwischen zwei Felsen eingeklemmte Haus am Pointe de Ch\u00e2teau. Saint Malo, die alte Korsarenstadt, leidet in der Hauptsaison akut an \u201eovertourisme\u201c \u2013 gesehen haben sollte man sie dennoch. Gleiches gilt f\u00fcr den Mont-Saint-Michel; der Inselberg mit der Abtei liegt als \u201eLa Merveille\u201c (Das Wunder) inmitten des Wattenmeeres \u2013 offiziell allerdings schon im Departement Normandie. Das n\u00e4chste ber\u00fchmt-ber\u00fcchtigte Brevet Paris-Brest-Paris \u00fcber 1.200 Kilometer findet 2027 statt. www.paris-brest-paris.org<\/p>\n<p>\u200bEssen &amp; Trinken<\/p>\n<p class=\"\">Wer auf Muscheln, Austern und sonstige Meeresfr\u00fcchte steht, der d\u00fcrfte sich in der Bretagne wahrlich f\u00fchlen wie \u201eGott in Frankreich\u201c. Die Austern aus Cancale, etwas weiter im Norden, sind seit 2019 sogar immaterielles UNESCOWelterbe. Wen es bei der blo\u00dfen Erw\u00e4hnung von Austern schon sch\u00fcttelt, der muss dennoch keine Angst haben zu verhungern. \u00dcberall an der K\u00fcste stehen Hummer, Crevetten, Strandund Wellhornschnecken (Bulot und Bigorneau), Jakobsmuscheln, \u201eMoule frites\u201c und verschiedene Fischgerichte auf der Karte. Wem auch das nicht schmeckt \u2013 Fleisch gibt es nat\u00fcrlich auch, und f\u00fcr franz\u00f6sische Verh\u00e4ltnisse bieten die Restaurants h\u00e4ufig vegetarische und bisweilen sogar vegane Gerichte an. Die Bretagne ist dar\u00fcber hinaus ber\u00fchmt f\u00fcr ihre Artischocken und nat\u00fcrlich f\u00fcr die Cr\u00eapes und Galettes (Cr\u00eapes aus Buchweizenmehl), die mit allerlei K\u00f6stlichkeiten gef\u00fcllt werden, von s\u00fc\u00df (Apfelmus, Zucker, Nutella etc.) bis herzhaft: Ziegenk\u00e4se, Andouille (Wurst aus Innereien) und Fisch. Sogar der D\u00f6ner kommt hier als Galette-D\u00f6ner daher. Das \u201eNationalgetr\u00e4nk\u201c der Bretonen ist der Cidre, der leicht perlende Apfelwein mit einem Alkoholgehalt von ungef\u00e4hr drei bis f\u00fcnf Volumenprozent. Wer auf Cola steht und\/oder unterwegs einen kleinen Zuckerkick braucht: die Bretonen haben mit der Breizh Cola sogar eine eigene, durchaus leckere Variante auf den Markt gebracht. F\u00fcr unterwegs bieten sich die bretonischen Butterkekse an; die Caramel au beurre sal\u00e9 (Salzbutterkaramell-Bonbons) sind fiese Plombenzieher, aber sensationell lecker. <\/p>\n<p>TOUR-Tipp Saint-Brieuc<\/p>\n<p class=\"\">Das L\u2019Aire du Temps wird seit Jahren von diversen Gastro-Guides lobend erw\u00e4hnt. Auf der Karte stehen regionale Gerichte wie Cocotte (Auflauf) mit Seeteufelmedaillons oder Artichaut \u00e0 la barigoule (gef\u00fcllte, geschmorte Artischocken) \u2013 modern interpretiert und mit erstklassigen Produkten zubereitet. Super Preis- Leistungs-Verh\u00e4ltnis, sehr gute Weinkarte. www.airdutemps.fr<\/p>\n<p>\u200bFahrradservice<\/p>\n<p class=\"\">Der Radreiseveranstalter Abicyclette Voyages aus Rennes verleiht neben Trekkingbikes und E-Bikes auch Rennr\u00e4der von Wilier. Die Mindestmietdauer betr\u00e4gt bei der Ausleihe von einem Rad zehn Tage, bei der Ausleihe von mindestens zwei R\u00e4dern f\u00fcnf Tage. Preis pro Rad f\u00fcr f\u00fcnf Tage: 247 Euro, eine Woche: 303 Euro, zehn Tage: 374 Euro. Im Preis inbegriffen ist die Lieferung sowie die Abholung der R\u00e4der in der gesamten Bretagne. Ebenfalls inbegriffen sind Wasserflasche, Helm, Pumpe, Schloss, Bike-Computer und ein Reparatur- Kit. www.abicyclette-voyages.com <\/p>\n<p>Radgesch\u00e4fte in Morlaix und Saint-Brieuc<\/p>\n<p class=\"\">Auch Mor\u2019Les Cycle in Morlaix bietet Leih-Rennr\u00e4der an. Rue de Paris 5, +33 09 51381506 Bei Problemen mit dem Bike in Saint-Brieuc hilft Culture V\u00e9lo im Vorort Tr\u00e9gueux, https:\/\/www.culturevelo. com\/-Saint-Brieuc-. <\/p>\n<p>Karten &amp; Literatur<\/p>\n<p class=\"\">Reisef\u00fchrer Bretagne, Michael-M\u00fcller- Verlag, 27,90 Euro; Michelin regional 512, Bretagne, Ma\u00dfstab: 1:200.000, 6,95 Euro. <\/p>\n<p>Infos<\/p>\n<p class=\"\"><strong>www.tourismebretagne.com <\/strong><br \/><strong>www.atout-france.fr<\/strong> <br \/><strong>www.bretagne-reisen.de<\/strong><\/p>\n<p>\u200bZur Orientierung<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/tour-karte-bretagne-f9cb00fd48af8d97cf70a89a087b8904.jpeg\" alt=\"tour\/karte-bretagne_f9cb00fd48af8d97cf70a89a087b8904\" loading=\"lazy\" title=\"\"   width=\"712\" height=\"476\" class=\"w-full md:cursor-zoom-in\"\/>Foto: Printmaps.net \/OSM<\/p>\n<p class=\"\">Die Bretagne ist Frankreichs gr\u00f6\u00dfte Halbinsel und liegt im \u00e4u\u00dfersten Westen des Landes. Die Gallier nannten die Region einst \u201eAremorica\u201c, was \u00fcbersetzt so viel wie \u201eLand am Meer\u201c bedeutet. Das vom Golfstrom beeinflusste Klima ist mild, in der Bretagne wachsen Palmen und Bananen! Absolut pr\u00e4gend f\u00fcr die K\u00fcstenregion sind die Gezeiten (Mar\u00e9es); in der Bucht von Saint Malo betr\u00e4gt der Tidenhub um die elf Meter, beim Mont- Saint-Michel gar bis zu 14 Meter \u2013 so viel wie nirgendwo sonst in Europa. In der Bretagne wird nat\u00fcrlich Franz\u00f6sisch, aber auch das zur keltischen Sprachgruppe z\u00e4hlende Bretonisch gesprochen. Fast alle Schilder in Breizh, so der bretonische Name der Region, sind zweisprachig gehalten. Auf einer Fl\u00e4che von rund 27.000 Quadtrakilometern leben rund 3,3 Millionen Menschen. Die Hauptstadt der Bretagne ist Rennes; Morlaix mit dem gigantischen Eisenbahnviadukt punktet mit einer pittoresken Altstadt. Saint-Brieuc ist l\u00e4ngst nicht so touristisch aufgeh\u00fcbscht, aber genau das mach den Reiz der alten Bischofsstadt aus.<\/p>\n<p>Tourencharakter<\/p>\n<p class=\"\">\u200bDie beiden Touren im Landesinneren f\u00fchren \u00fcberwiegend \u00fcber winzige, fast ausschlie\u00dflich gut asphaltierte und verkehrsarme Stra\u00dfen. Entlang der K\u00fcste rollt man auf der Tour ab Morlaix auch weitgehend auf wenig befahrenen Nebenstra\u00dfen, in Richtung des Cap Fr\u00e9hel ab Saint-Brieuc ist ein bisschen mehr Verkehr. In der Hauptsaison im Juli und August ist es dort \u00fcberall rappelvoll. Der h\u00f6chste Berg der Bretagne, der Roc\u2019h Ruz, ist mit einer H\u00f6he von 385 Metern vergleichsweise ein Winzling. H\u00f6henmeter kommen dennoch einige zusammen; auf den gut hundert Kilometer langen Touren ins Binnenland sind es jeweils um die 1300 H\u00f6henmeter, auf den Touren an der K\u00fcste ca. 1000. Bei einem Blick auf das \u201eS\u00e4gezahn-Profil\u201c der Routen wei\u00df man schon vor der Tour, dass es st\u00e4ndig rauf und runter geht und einige Rampen warten \u2013 und das kostet bekanntlich oft mehr K\u00f6rner als ein l\u00e4ngerer, gleichbleibend steiler Anstieg.<\/p>\n<p>Die GPS-Daten zum Nachfahren<\/p>\n<p>Empfohlener redaktioneller Inhalttouren.bike-magazin.de<\/p>\n<p class=\"mb-4\">An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel erg\u00e4nzt. Sie k\u00f6nnen ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.<\/p>\n<p>Externer Inhalt<\/p>\n<p>Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit k\u00f6nnen personenbezogenen Daten an Drittplattformen \u00fcbermittelt werden. Mehr dazu in unseren <a class=\"underline\" data-upscore-url=\"\/datenschutz\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.tour-magazin.de\/datenschutz\/\">Datenschutzbestimmungen<\/a>.<\/p>\n<p class=\"\">\u200bAls Abonnent unseres TOUR Magazins sowie als TOUR-Premium-Abonnent k\u00f6nnen Sie die Touren exklusiv und kostenlos als GPX-Tracks in \u201c<a href=\"https:\/\/www.tour-magazin.de\/mein-bereich\/\" target=\"_blank\" class=\"\" rel=\"noopener noreferrer\">Mein Bereich<\/a>\u201d herunterladen.<\/p>\n<p>\u200bTOUR 1 <\/p>\n<p class=\"\"><strong>TOUR DE LA MAR\u00c9E<\/strong> <br \/><strong>119 km | 1320 H\u00f6henmeter | max. 12 % Steigung <\/strong><br \/>Von Morlaix aus sind es nur ein paar Pedalumdrehungen an die K\u00fcste. Und die ist so faszinierend, dass wir spontan entschieden haben, auf demselben Weg zur\u00fcckzufahren. Nicht nur, weil es dort so sch\u00f6n ist, sondern weil wir auf der Tour erleben wollten, wie sich die K\u00fcste im Laufe der Gezeiten (Mar\u00e9es) ver\u00e4ndert. Via Plougasnou und Locquirec f\u00fchrt die Stra\u00dfe immer wieder mit grandiosen Ausblicken auf den Atlantik nach Locqu\u00e9meu. Nach einer St\u00e4rkung im Caf\u00e9 du Port geht es zur\u00fcck \u2013 und tats\u00e4chlich schaut die Landschaft vollkommen anders aus: Wo auf dem Hinweg noch Wasser war, liegen die Boote jetzt im Watt. <\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/tour-tour-1-6f16dd96c6f59c1de5d4ff2aa0a06e1c.jpeg\" alt=\"tour\/tour-1_6f16dd96c6f59c1de5d4ff2aa0a06e1c\" loading=\"lazy\" title=\"\"   width=\"712\" height=\"200\" class=\"w-full md:cursor-zoom-in\"\/>Foto: Printmaps.net \/OSM<\/p>\n<p>\u200bTOUR 2 <\/p>\n<p class=\"\"><strong>AUFS DACH DER BRETAGNE <br \/>111 km | 1430 H\u00f6henmeter | max. 10 % Steigung <\/strong><br \/>Die Tour von Morlaix ins Landesinnere gleicht einer Achterbahnfahrt. Auf winzigen, aber fast immer bestens asphaltierten Stra\u00dfen, f\u00fchrt die Route durch welliges bis h\u00fcgeliges Bauernland, durch teils arg verschlafene und dann wieder h\u00fcbsch herausgeputzte D\u00f6rfer und St\u00e4dtchen zum Mont-Saint-Michel de Brasparts (auf bretonisch \u201emenez Mikael-an-Are\u201c), dem mit 381 Metern zweith\u00f6chsten Berg der Bretagne nach dem Roc\u2019h Ruz (385 Meter). Vom Gipfel im Herzen des Naturparks Amorique f\u00fchrt die Strecke mit minimalem Gef\u00e4lle abw\u00e4rts und \u00fcberwiegend entlang des Flusses Queffleuth zur\u00fcck nach Morlaix. <\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/tour-tour-2-778931385f8466c66e59989e3548110c.jpeg\" alt=\"tour\/tour-2_778931385f8466c66e59989e3548110c\" loading=\"lazy\" title=\"\"   width=\"712\" height=\"186\" class=\"w-full md:cursor-zoom-in\"\/>Foto: Printmaps.net \/OSM<\/p>\n<p>TOUR 3 <\/p>\n<p class=\"\"><strong>ZUR MUR DE BRETAGNE<\/strong> <br \/><strong>114 km | 1360 H\u00f6henmeter | max. 14 % Steigung<\/strong> <br \/>Auch die Tour von Saint-Brieuc ins Landesinnere ist vor allem deshalb ein Genuss, weil auf den vielen winzigen Stra\u00dfen so gut wie kein Autoverkehr herrscht. Dort wo Bernard Hinault einst seine Trainingsrunden drehte, ist die Landschaft alles andere als spektakul\u00e4r; man rollt durch Bauernland, endlose Getreidefelder wechseln mit waldigen Passagen ab, und auch hier geht es st\u00e4ndig hoch und runter. Nur selten wird es steil dabei, au\u00dfer nat\u00fcrlich an der legend\u00e4ren Mur de Bretagne (C\u00f4te de Menez-Hiez), an der zuletzt auf der 7. Etappe der Tour de France 2025 Tadej Poga\u00e7ar die Nase vorne hatte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/tour-tour-3-f276d37d6356ebda02c67a97f35e0711.jpeg\" alt=\"tour\/tour-3_f276d37d6356ebda02c67a97f35e0711\" loading=\"lazy\" title=\"\"   width=\"712\" height=\"200\" class=\"w-full md:cursor-zoom-in\"\/>Foto: Printmaps.net \/OSM<\/p>\n<p>TOUR 4 <\/p>\n<p class=\"\"><strong>ZUM CAP FR\u00c9HEL<\/strong> <br \/><strong>110 km | 1060 H\u00f6henmeter | max. 10 % Steigung <\/strong><br \/>Auch an der K\u00fcste n\u00f6rdlich seines Heimatortes Yffinac hat der gro\u00dfe Bernard Hinault h\u00e4ufig trainiert. Die Tour f\u00fchrt von Saint-Brieuc via Erquy ans Cap Fr\u00e9hel, zweifelsohne eines der landschaftlichen Highlights der n\u00f6rdlichen Bretagne. Aber weil quasi min\u00fctlich Busladungen an Touristen ausgespuckt werden, macht man sich nach einem kurzen Stopp lieber schnell wieder auf den Weg. Zur\u00fcck geht es im Landesinneren nach Saint-Brieuc, wobei man durch den Geburtsort Hinaults kommt. Der gr\u00fc\u00dft im Vorbeirollen von einem \u00fcberlebensgro\u00dfen Portrait an einer Hauswand.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/tour-tour-4-3d99b8d7e490fe7ff39d4a92adebff0c.jpeg\" alt=\"tour\/tour-4_3d99b8d7e490fe7ff39d4a92adebff0c\" loading=\"lazy\" title=\"\"   width=\"712\" height=\"200\" class=\"w-full md:cursor-zoom-in\"\/>Foto: Printmaps.net \/OSM<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"\u200bEine spektakul\u00e4re K\u00fcste \u2013 tagt\u00e4glich im Wandel der Gezeiten \u2013 ein ruhiges Hinterland mit legend\u00e4ren Anstiegen: die Bretagne,&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":511069,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3974],"tags":[331,332,548,663,3934,3980,156,13,14,15,12],"class_list":{"0":"post-511068","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-frankreich","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-eu","11":"tag-europa","12":"tag-europe","13":"tag-france","14":"tag-frankreich","15":"tag-headlines","16":"tag-nachrichten","17":"tag-news","18":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115401390558155585","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/511068","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=511068"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/511068\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/511069"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=511068"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=511068"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=511068"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}