{"id":511257,"date":"2025-10-19T16:40:13","date_gmt":"2025-10-19T16:40:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/511257\/"},"modified":"2025-10-19T16:40:13","modified_gmt":"2025-10-19T16:40:13","slug":"die-junge-filmwerkstatt-bespielt-das-kit-was-mit-kunst","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/511257\/","title":{"rendered":"Die junge Filmwerkstatt bespielt das KIT \u2013 \u201eWas mit Kunst\u201c"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Der Schwerpunkt des KIT-Programms liegt auf der Pr\u00e4sentation junger, zeitgen\u00f6ssischer Kunst aus den Bereichen Bildhauerei, Malerei, Fotografie, Video- und Installationskunst. Die aktuelle Ausstellung im \u201eKunst im Tunnel\u201c (KiT) k\u00f6nnte kaum zeitgen\u00f6ssischer und j\u00fcnger sein, haben doch 50 Jugendliche und junge Erwachsene in der ersten Woche der Herbstferien die kreativen Werke erarbeitet.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Das Projekt \u201eWas mit Kunst\u201c f\u00fcr junge Menschen zwischen 15 und 25 Jahren wird von KIT und der Filmwerkstatt D\u00fcsseldorf in Kooperation mit zahlreichen Partner-Institutionen aus der Landeshauptstadt organisiert. Mit Unterst\u00fctzung professioneller K\u00fcnstler haben die jungen Teilnehmer in acht Arbeitsgruppen das umgesetzt, was sich an Kreativit\u00e4t Bahn brechen wollte. \u201eZu sehen ist eine diverse Auswahl an Werken, die entweder in Teams oder von einzelnen Personen erschaffen worden sind. Was alle diese Werke gemeinsam haben, ist, dass sie sich mit vielf\u00e4ltigen und oft pers\u00f6nlichen Themen befassen\u201c, sagt Ekko Finschow. Sie selbst ist in der Ausstellung mit zwei Arbeiten aus der Werkgruppe Malerei vertreten.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Zugegeben, die f\u00fcnf bis sieben Tage der Umsetzungsphase, in denen t\u00e4glich mindestens sieben Stunden gemalt, geprobt, geklebt, gesprayt, gezeichnet, geschrieben, gefilmt, geschnitten, fotografiert und geformt wurde, sind nur der arbeitsintensive Umsetzungsteil des Projekts. Der kreative Part, in dem die jungen K\u00fcnstler und K\u00fcnstlerinnen ihre Werke entstehen lie\u00dfen, startete bereits im Juni. Um den Gedankenprozess in Gang zu setzen, besuchten die Teilnehmer Museen, Galerien, Gie\u00dfereien. Dort bekamen sie theoretische Hilfestellungen, zeichneten Skizzen und Pl\u00e4ne.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Von den ersten Ideen bei der Kick-off-Veranstaltung \u00fcber die Konzeption bis hin zur Umsetzung wurden die zun\u00e4chst 90 Jugendlichen von professionellen K\u00fcnstlern engmaschig begleitet. \u201eWir haben aber keine Themenvorgaben gemacht, um die Fantasie, die Kreativit\u00e4t nicht einzuschr\u00e4nken\u201c, sagt Jovita Majewski, die zusammen mit Thorsten Schoth die Werkgruppe Bildhauerei leitete. \u201eF\u00fcr uns galt: Hauptsache gro\u00df und es sollte aus recycelten Materialien sein.\u201c<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Die Bildhauerei-Riege hatte zudem die M\u00f6glichkeit, erstmals in der Kunstgie\u00dferei Schm\u00e4ke Bronzen zu gie\u00dfen. Die konnten allerdings nicht gro\u00df sein, ergaben aber im Zusammenhang mit den meist aus Verpackungskartons gefertigten, raumgreifenden Teilen ein gro\u00dfartiges Spannungsverh\u00e4ltnis. So werden auch gesellschaftliche und politische Ph\u00e4nomene augenf\u00e4llig.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Teilnehmerin Dalia El Waynani etwa hat zun\u00e4chst eine golemhafte Figur mit Maschinengewehr, Buch und verbundenen Augen in Wachs geformt und bei Schm\u00e4ke gie\u00dfen lassen. Dieses \u00fcberheblich-grinsende detaillierte Werk setzte sie auf Papp-Beh\u00e4lter, die Arbeit mutet nun wie ein indisches Baudenkmal an. \u201eDas symbolisiert, dass Extremismus, Terrorismus am Ende alleine da stehen, weil sie alles um sich herum mutwillig und oft brutal zerst\u00f6rt haben\u201c, sagt Majewski.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Nicht nur dieses Beispiel zeigt, dass die Jugendlichen sich nicht nur viele, sondern auch gehaltvolle und tiefe Gedanken \u00fcber sich, ihre Umwelt und den Zustand der Welt machen. So auch Mara Beucker, Marina Hermann und Tata Ambukilayo. Beucker hatte eine kauernde, in sich zusammengesunkene Bronzefigur auf einem Zeitungsstapel gestellt und dazu eine riesengro\u00dfe, knallrote und herzf\u00f6rmige <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/sonnenbrille\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Sonnenbrille<\/a> am KIT-Eingang platziert. \u201eWir schauen viel zu oft durch eine rosarote Brille und verdr\u00e4ngen unsere Probleme\u201c, sagt Beucker. \u201eDiesen Gegensatz und die Furcht sowie den Frust \u00fcber die Politik will ich darstellen.\u201c<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Hermann, in der Urban-Art-Gruppe aktiv, thematisiert, dass viele Menschen nur noch in ihrer eigenen Blase leben, sich von der realen Welt zunehmend auf ein Umweltkonstrukt zur\u00fcckziehen. \u201eMan muss die eigene Blase zum Platzen bringen, man muss raus aus der eigenen Komfortzone\u201c, sagt die 19-J\u00e4hrige. \u201eDie Welt au\u00dferhalb der Blase ist sch\u00f6ner, gr\u00f6\u00dfer und realer als innerhalb.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der Schwerpunkt des KIT-Programms liegt auf der Pr\u00e4sentation junger, zeitgen\u00f6ssischer Kunst aus den Bereichen Bildhauerei, Malerei, Fotografie, Video-&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":511258,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1831],"tags":[2076,127235,127234,3299,3364,29,3405,1885,56503,30,2703,1722,41742,2075,127236,55103,2705,1209,2202,27898,120560],"class_list":{"0":"post-511257","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-duesseldorf","8":"tag-ausstellung","9":"tag-ausstellungskontext","10":"tag-beucker","11":"tag-bildhauerei","12":"tag-de","13":"tag-deutschland","14":"tag-duesseldorf","15":"tag-fotografie","16":"tag-fotografiert","17":"tag-germany","18":"tag-installationskunst","19":"tag-jugendliche","20":"tag-kit","21":"tag-kunst","22":"tag-kunstgiesserei","23":"tag-kunstprojekt","24":"tag-malerei","25":"tag-nordrhein-westfalen","26":"tag-projekt","27":"tag-werke","28":"tag-zeitgenoessischer"},"share_on_mastodon":{"url":"","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/511257","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=511257"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/511257\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/511258"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=511257"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=511257"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=511257"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}