{"id":511933,"date":"2025-10-19T23:13:29","date_gmt":"2025-10-19T23:13:29","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/511933\/"},"modified":"2025-10-19T23:13:29","modified_gmt":"2025-10-19T23:13:29","slug":"der-euro-vor-der-naechsten-zerreissprobe-die-franzoesische-herausforderung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/511933\/","title":{"rendered":"Der Euro vor der n\u00e4chsten Zerrei\u00dfprobe &#8211; Die franz\u00f6sische Herausforderung"},"content":{"rendered":"<p>Nun ist also passiert, was lange \u00fcberf\u00e4llig war: Die Ratingagentur Fitch hat die Bonit\u00e4t franz\u00f6sischer Staatsanleihen von AA- auf A+ heruntergestuft. Das ist immer noch sehr schmeichelhaft. W\u00e4re der franz\u00f6sische Staat ein Privatunternehmen, h\u00e4tte er ein Rating der Stufe C verdient: ungen\u00fcgende Bonit\u00e4t mit akuter Gefahr eines Zahlungsausfalls. Denn der franz\u00f6sische Staat \u2013 und nicht nur er \u2013 ist stark \u00fcberschuldet. Die Staatsfinanzen sind au\u00dfer Kontrolle, und die Hoffnung, sie in absehbarer Zeit wieder einhegen zu k\u00f6nnen, ist sehr gering.<\/p>\n<p>Laut Internationalem W\u00e4hrungsfonds belief sich die Bruttoschuld des franz\u00f6sischen Staates letztes Jahr auf 113,1 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Das ist beinahe doppelt so viel wie in Deutschland, wo die Staatsschuldenquote 63,9 Prozent des BIP betrug. Mit 5,8 Prozent des BIP war das franz\u00f6sische Haushaltsdefizit mehr als doppelt so hoch wie das deutsche (2,8 Prozent). Die Quoten f\u00fcr Staatsausgaben und -einnahmen lagen mit 57,2 und 51,4 Prozent an der Spitze aller OECD-L\u00e4nder (Deutschland: 49,5 und 46,8 Prozent). Laut IWF werden in Frankreich Defizit und Staatsschuld bis zum Jahr 2030 auf 6,2 beziehungsweise 128,4 Prozent steigen. Auch f\u00fcr Deutschland erwartet der IWF bis 2030 eine Verschlechterung der Staatsfinanzen, allerdings mit einem geringeren Defizit von 4,4 Prozent und einer niedrigeren Staatsschuld von 74,9 Prozent des BIP.<\/p>\n<p>Die \u00dcberschuldung ist in Frankreich nicht nur auf den Staat begrenzt. Laut OECD war der private Sektor im Jahr 2023 mit 268 Prozent des BIP verschuldet. In Deutschland kam die Privatwirtschaft dagegen auf nur 171 Prozent. In Frankreich hatten alle privaten Sektoren \u2013 Haushalte, Unternehmen und Finanzinstitute \u2013 deutlich h\u00f6here Verschuldungsquoten als in Deutschland. Ganz Frankreich lebt also in hohem Ma\u00dfe auf Pump.<\/p>\n<p>Frankreich ist heillos \u00fcberschuldet<\/p>\n<p>In seiner letzten Rede vor dem franz\u00f6sischen Parlament am 8. September <a href=\"https:\/\/entrevue.fr\/de\/politique\/exclu-entrevue-vote-de-confiance-entrevue-publie-en-exclusivite-le-discours-complet-de-bayrou\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hat der inzwischen abgew\u00e4hlte Premierminister Fran\u00e7ois Bayrou kein Blatt vor den Mund genommen<\/a>. Die wirtschaftliche Leistungsf\u00e4higkeit ist schwach:<\/p>\n<p>\u201eGemessen am BIP pro Kopf liegt unser Produktionsr\u00fcckstand gegen\u00fcber unseren n\u00e4chsten Nachbarn, unseren deutschen oder belgischen Nachbarn, bei 15 Prozent, und gegen\u00fcber unseren niederl\u00e4ndischen Nachbarn bei \u00fcber 30 Prozent. Und das trotz der in den letzten Jahren im Rahmen von France 2030 unternommenen Anstrengungen in den Bereichen Unternehmensgr\u00fcndung, Besch\u00e4ftigung und Investitionen.\u201c<\/p>\n<p>Die Staatsfinanzen sind l\u00e4ngst au\u00dfer Kontrolle:<\/p>\n<p>\u201eFrankreich hat seit 51 Jahren keinen ausgeglichenen Haushalt mehr. Seit 51 Jahren steigen die Ausgaben jedes Jahr, es kommt immer wieder zu Defiziten und Schulden. Jedes Jahr geben wir mehr aus, als uns zur Verf\u00fcgung steht, oft sogar noch viel mehr \u2026 Es ist zu einem Reflex geworden. Schlimmer noch, zu einer Sucht. Wir haben uns angew\u00f6hnt, die allt\u00e4glichen Ausgaben unseres Landes, unsere t\u00e4glichen Lebenshaltungskosten, unsere \u00f6ffentlichen Dienstleistungen, unsere Renten und unsere Sozialversicherungsbeitr\u00e4ge auf Kredit zu finanzieren! Wir geben also systematisch zu viel Geld aus!\u201c<\/p>\n<p>  Lesen Sie auch<\/p>\n<p>        <a href=\"https:\/\/www.cicero.de\/wirtschaft\/deutschland-blockiert-sich-selbst-der-untergang-des-versorgungsstaats\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/522377807.jpg\" width=\"434\" height=\"244\" alt=\"Superreiche? Superschei\u00dfe!\" class=\"img-responsive\"\/><\/p>\n<p><\/a><\/p>\n<p>Und der Schuldendienst frisst Frankreich auf:<\/p>\n<p>\u201eDie ganze Arbeit, der ganze Erfindungsreichtum des Landes, um ein Jahr lang Fortschritte zu erzielen, all dieser Fortschritt, den wir f\u00fcr unser Volk, f\u00fcr unsere Kinder wollen, wird vollst\u00e4ndig an unsere Gl\u00e4ubiger gezahlt! Und die Mehrheit unserer Gl\u00e4ubiger sind Ausl\u00e4nder. Zwangsl\u00e4ufige und v\u00f6llig unproduktive Ausgaben. Kein einziger neuer Arbeitsplatz, keine einzige verbesserte Dienstleistung. Nicht eine einzige neue Ausr\u00fcstung. Unser Land arbeitet, glaubt, reicher zu werden, und wird jedes Jahr \u00e4rmer. Es ist eine stille, unterirdische, unsichtbare und unertr\u00e4gliche Blutung.\u201c<\/p>\n<p>Die Politik ist handlungsunf\u00e4hig<\/p>\n<p>Bayrou wollte ein Sparpaket im Umfang von 44 Milliarden Euro \u2013 unter anderem durch das Streichen von Feiertagen und K\u00fcrzungen bei Sozialausgaben \u2013 auf den Weg bringen. Das Haushaltsdefizit sollte damit bis 2029 auf 3 Prozent des BIP gedr\u00fcckt werden. Doch das Parlament st\u00fcrzte seine Minderheitsregierung. Am 10. September, also zwei Tage nach dem Misstrauensvotum, ernannte Pr\u00e4sident Emmanuel Macron seinen Vertrauten und vorigen Verteidigungsminister S\u00e9bastien Lecornu zum n\u00e4chsten Premierminister. Am gleichen Tag blockierten Demonstranten Autobahnen und Bahnstrecken in mehreren St\u00e4dten. Es kam zu Ausschreitungen, bei denen M\u00fclltonnen in Brand gesetzt wurden und die Polizei Tr\u00e4nengas einsetzte. Die Botschaft war klar: Auch der dritte Premierminister in einem Jahr wird die Staatsfinanzen nicht stabilisieren k\u00f6nnen. Um l\u00e4nger im Amt zu bleiben als seine Vorg\u00e4nger wird er wohl kostspielige Zugest\u00e4ndnisse an die Sozialisten im Parlament machen, die Steuern f\u00fcr die \u201eReichen\u201c erh\u00f6hen und die hart erk\u00e4mpfte Rentenreform r\u00fcckg\u00e4ngig machen wollen.<\/p>\n<p>Ein Ende der Misere ist nicht in Sicht. Minderheitsregierungen schleppen sich dahin, bis der Pr\u00e4sident das Parlament (erneut) aufl\u00f6st \u2013 da im Jahr 2027 ein neuer Pr\u00e4sident gew\u00e4hlt werden muss, wird es das Ende seiner Amtszeit im Jahr 2029 kaum erreichen. Zu l\u00e4ngst \u00fcberf\u00e4lligen Reformen haben die Minderheitsregierungen nicht die Kraft, und ob es nach der Pr\u00e4sidentschaftswahl besser wird, ist mehr als fraglich. Denn die franz\u00f6siche Bev\u00f6lkerung widersetzt sich hartn\u00e4ckig jeder Einschr\u00e4nkung der \u00fcppigen Staatsleistungen.<\/p>\n<p>Der Schutzschild aus Br\u00fcssel &#8230;<\/p>\n<p>W\u00e4re Frankreich auf sich allein gestellt, w\u00e4ren seine Staatsanleihen am Markt unverk\u00e4uflich, die Zentralbank m\u00fcsste einspringen, durch die Ausgabe neuen Geldes zur Finanzierung des Staates w\u00fcrde die Inflation steigen und die W\u00e4hrung w\u00fcrde abwerten. Im Teufelskreis von W\u00e4hrungsabwertung und Inflation ginge der Staat bankrott und m\u00fcsste sich seiner Schulden durch W\u00e4hrungsreform entledigen.\u00a0<\/p>\n<p>Doch Frankreich ist Mitglied der Europ\u00e4ischen W\u00e4hrungsunion. In der Eurokrise von 2009\/10 galt dies f\u00fcr die damals \u00fcberschuldeten Staaten zun\u00e4chst als Nachteil. Ihre in Euro denominierte Staatsschuld schien den Fremdw\u00e4hrungsschulden von Entwicklungsl\u00e4ndern \u00e4hnlich. Doch die \u201eNo Bailout\u201c-Klausel in den EU-Vertr\u00e4gen erwies sich als Papiertiger. Es kam zu umfangreichen, von anderen EWU-Staaten finanzierten Rettungspaketen, und die Europ\u00e4ische Zentralbank sprang ein. Mit seinem im Jahr 2012 abgegebenen Versprechen, zum Schutz des Euro zu tun, \u201ewhatever it takes\u201c, stellte der damalige EZB-Pr\u00e4sident Mario Draghi die Europ\u00e4ische Zentralbank als Kreditgeber der letzten Instanz f\u00fcr zahlungsunf\u00e4hige Eurostaaten auf. F\u00fcr die Ratingagentur Fitch ist daher die Mitgliedschaft Frankreichs in der Europ\u00e4ischen W\u00e4hrungsunion ein wesentlicher Grund f\u00fcr die immer noch hohe Einsch\u00e4tzung der Bonit\u00e4t des franz\u00f6sischen Staates.<\/p>\n<p>  Lesen Sie auch<\/p>\n<p>        <a href=\"https:\/\/www.cicero.de\/wirtschaft\/lebensarbeitszeit-rente-ohne-fleiss-kein-preis\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/536205566.jpg\" width=\"434\" height=\"244\" alt=\"Rentner im Park\" class=\"img-responsive\"\/><\/p>\n<p><\/a><\/p>\n<p>Doch Frankreich ist mit den Krisenl\u00e4ndern der ersten Eurokrise nicht vergleichbar. Damals waren relativ kleine L\u00e4nder an der Peripherie der Eurozone, wie Griechenland, Irland oder Portugal, betroffen. Die Europ\u00e4ische Union sorgte zwar f\u00fcr neues Geld, erlegte ihnen aber drakonische Anpassungsprogramme auf. Und die Schwergewichte Deutschland und Frankreich garantierten die Bonit\u00e4t des Euro.\u00a0<\/p>\n<p>\u2026 und Frankfurt<\/p>\n<p>Aber schon als der italienische Anleihemarkt im Jahr 2012 ins Trudeln kam, erwiesen sich die Br\u00fcsseler Rettungsinstrumente als stumpf. Die italienische Staatsverschuldung war einfach zu gro\u00df, um von anderen Eurol\u00e4ndern gestemmt werden zu k\u00f6nnen. Und die Italiener verweigerten sich wirtschaftspolitischen Auflagen der EU. Bis heute hat Italien die Gesetzgebung f\u00fcr den Europ\u00e4ischen Stabilit\u00e4tsmechanismus deswegen nicht ratifiziert. Zum Gl\u00fcck sprang die EZB im Rahmen ihrer Programme der \u201eQuantitativen Lockerung\u201c als K\u00e4ufer italienischer und anderer Staatsanleihen ohne wirtschaftspolitische Auflagen ein. Die Beschw\u00f6rung einer angeblich drohenden Deflation machte es m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Der franz\u00f6sische Markt f\u00fcr Staatsanleihen ist \u00e4hnlich gro\u00df wie der italienische. Beide M\u00e4rkte teilen sich den dritten Platz in der Weltrangliste, nach den USA und Japan. Mit den in der Eurokrise entwickelten Rettungsmechanismen kann Frankreich \u2013 wie Italien \u2013 daher nicht gerettet werden. Zumal sich Frankreich wohl noch heftiger als Italien jeglichem \u201eDiktat\u201c aus Br\u00fcssel oder Frankfurt widersetzen w\u00fcrde. Und unkonditionierte Anleihek\u00e4ufe der EZB w\u00e4ren heute kaum mehr vermittelbar, ist doch Inflation jetzt ein gr\u00f6\u00dferes Risiko als Deflation.<\/p>\n<p>Die Augen richten sich daher auf ein neues Instrument, das sich die EZB im Jahr 2022 geschaffen hat, um Eurol\u00e4ndern mit maroden Staatsfinanzen beizuspringen. In perfektem Orwellschen Neusprech hat sie es \u201eTransmission Protection Instrument (TPI)\u201c genannt. \u201eUngerechtfertigte\u201c Ausweitungen der \u201eSpreads\u201c (der Zinsabst\u00e4nde zu Bundesanleihen) sollen durch K\u00e4ufe der Anleihen des betroffenen Landes eingehegt werden, um die Wirksamkeit der Geldpolitik zu wahren.\u00a0<\/p>\n<p>Allerdings hat sich die EZB bei der Anwendung Fesseln angelegt. Gegen das betroffene Land darf kein EU-Verfahren wegen \u00fcberm\u00e4\u00dfiger Defizite im Staatshaushalt laufen, es d\u00fcrfen keine schwerwiegenden makro\u00f6konomischen Ungleichgewichte bestehen, und die Tragf\u00e4higkeit der \u00f6ffentlichen Finanzen muss gew\u00e4hrleistet sein. Frankreich erf\u00fcllt keine dieser Voraussetzungen. Die Aktivierung von TPI f\u00fcr Frankreich w\u00fcrde folglich die Glaubw\u00fcrdigkeit der EZB als Garant f\u00fcr Preisstabilit\u00e4t vollends zerst\u00f6ren.<\/p>\n<p>Eurobonds gegen Force de frappe<\/p>\n<p>Wahrscheinlich ist daher, dass die lange geforderte gemeinsame Verschuldung der Eurostaaten mit \u201eEurobonds\u201c wieder aufs Tapet kommt. Mit dem in Coronazeiten lancierten NextGenerationEU-Fonds (NGEU) wurde das Eis gebrochen. Wie das Coronavirus damals kann die Bedrohung Europas durch Russland als Begr\u00fcndung f\u00fcr die gemeinsame Verschuldung herangezogen werden. Auf diese Weise k\u00f6nnte Frankreich die Finanzierung seiner Verteidigungsausgaben problemlos \u201eoutsourcen\u201c. Sollte das nicht reichen, kann auch mehr mit Eurobonds abgedeckt werden. Denn die Solvenz des franz\u00f6sischen Staates ist sicherlich im Interesse der europ\u00e4ischen Sicherheit.<\/p>\n<p>  Lesen Sie auch<\/p>\n<p>        <a href=\"https:\/\/www.cicero.de\/wirtschaft\/kryptowahrungen-stablecoins-europa-usa\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/536608088.jpg\" width=\"434\" height=\"244\" alt=\"Donald Trump unterzeichnet den GENIUS Act\" class=\"img-responsive\"\/><\/p>\n<p><\/a><\/p>\n<p>Bis zu NGEU hat sich Deutschland vehement den Eurobonds widersetzt. In der Coronapandemie hat Kanzlerin Angela Merkel dann der gemeinsamen Verschuldung als einmaliger und befristeter Aktion zugestimmt. Der Umgang mit der Schuldenbremse hat gezeigt, dass Kanzler Friedrich Merz bei den Staatsfinanzen mindestens so flexibel ist wie Angela Merkel. Zumal Frankreich eine Karte ausspielen kann, auf die Deutschland schon lange scharf ist: die Force de frappe. Vor dem Hintergrund zunehmender Unsicherheit \u00fcber die Verl\u00e4sslichkeit des atomaren Schutzschilds der USA hat der franz\u00f6siche Staatspr\u00e4sident Emmanuel Macron schon im Fr\u00fchjahr 2025 angeboten, den franz\u00f6sischen atomaren Schutzschirm auf andere europ\u00e4ische L\u00e4nder auszuweiten. Die deutsche Bundesregierung hat sich interessiert gezeigt. Ihre Zustimmung zur Finanzierung eines erheblichen Teils der franz\u00f6sischen Staatsschuld mit Eurobonds k\u00f6nnte den \u201eDeal\u201c besiegeln.<\/p>\n<p>Tag der Abrechnung<\/p>\n<p>Mit einem Umfang von rund 1,3 Billionen Euro ist der deutsche Markt f\u00fcr Staatsanleihen ungef\u00e4hr halb so gro\u00df wie der franz\u00f6sische oder italienische. Um mit den anderen gro\u00dfen Eurol\u00e4ndern gleichzuziehen, gibt es also noch viel Luft nach oben. Wegen seiner relativ stabilen Staatsfinanzen stellte Deutschland bis dato den fiskalischen Anker f\u00fcr den Euro. Mit der Emission von Eurobonds kommt die Ankerkette zwar unter Spannung, aber sie wird nicht sofort brechen. Das erlaubt der Politik sowohl in Frankreich als auch in Deutschland, auf Zeit zu spielen und die Finanzprobleme weiter zu verschleppen. Doch der Bruch wird schlie\u00dflich kommen. Sp\u00e4testens dann wird das Vertrauen in den Euro verloren gehen, der Wechselkurs (insbesondere zu Gold und Bitcoin) abst\u00fcrzen und die Inflation nach oben schie\u00dfen. Die W\u00e4hrungsunion kann den Tag der Abrechnung des Anleihemarkts mit den au\u00dfer Kontrolle geratenen franz\u00f6sischen Staatsfinanzen zwar verschieben, aber nicht vermeiden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Nun ist also passiert, was lange \u00fcberf\u00e4llig war: Die Ratingagentur Fitch hat die Bonit\u00e4t franz\u00f6sischer Staatsanleihen von AA-&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":511934,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3974],"tags":[331,332,548,42420,107574,663,3934,3980,156,13,14,15,12,16153],"class_list":{"0":"post-511933","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-frankreich","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-eu","11":"tag-eurobonds","12":"tag-eurokrise","13":"tag-europa","14":"tag-europe","15":"tag-france","16":"tag-frankreich","17":"tag-headlines","18":"tag-nachrichten","19":"tag-news","20":"tag-schlagzeilen","21":"tag-staatsverschuldung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115403372016104803","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/511933","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=511933"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/511933\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/511934"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=511933"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=511933"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=511933"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}