{"id":511978,"date":"2025-10-19T23:42:18","date_gmt":"2025-10-19T23:42:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/511978\/"},"modified":"2025-10-19T23:42:18","modified_gmt":"2025-10-19T23:42:18","slug":"kuenstler-aus-chemnitz-und-duesseldorf-zeigen-ihre-werke","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/511978\/","title":{"rendered":"K\u00fcnstler aus Chemnitz und D\u00fcsseldorf zeigen ihre Werke"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Unter dem Titel \u201eStadt am Fluss \u2013 Stadt im Fluss\u201c ist derzeit in der Kunsthalle Werft 77 im Reisholzer Hafen ein gemeinsames Ausstellungsprojekt von K\u00fcnstlerinnen und K\u00fcnstlern aus <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/chemnitz\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Chemnitz<\/a> und D\u00fcsseldorf zu sehen. Der Titel resultiert einerseits aus der Tatsache, dass sowohl die Europ\u00e4ische Kulturhauptstadt 2025 als auch die Kunstmetropole D\u00fcsseldorf an Fl\u00fcssen liegen. Andererseits kann dies als Anspielung auf die philosophische Erkenntnis des \u201ePanta rhei\u201c verstanden werden. Sie stammt von Heraklit und wurde von Platon weiter verbreitet. Damit verbunden ist eine gro\u00dfe Freiheit f\u00fcr die insgesamt zw\u00f6lf beteiligten Kunstschaffenden.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Das mehrere Ausstellungen umfassende Gemeinschaftsprojekt, bei dem auf D\u00fcsseldorfer Seite Mitglieder vom Verein der D\u00fcsseldorfer K\u00fcnstler 1844 sowie f\u00fcnf aus Chemnitz mitwirkten, startete mit einer kleineren Ausstellung im Chemnitzer Tankstelle-Projektraum. Eine weitere folgte in der Ausstellungshalle Chemnitz auf dem Garagen-Campus. Zuletzt waren Arbeiten in der Johanna Ey Foundation an der Neubr\u00fcckstra\u00dfe zu sehen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Dank der gro\u00dfz\u00fcgigen R\u00e4ume in der Kunsthalle Werft 77 konnte die Abschlussausstellung erstmals alle Installationen, Skulpturen, Bilder, fotografische Arbeiten sowie Videos pr\u00e4sentieren. Kunstgespr\u00e4che, Performances sowie Konzerte bildeten ein Rahmenprogramm, das zus\u00e4tzlich k\u00fcnstlerische Impulse lieferte.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">\u201eFast drei Jahre, ausgef\u00fcllt mit Tausenden von E-Mails und Zoom-Kontakten, waren n\u00f6tig, bis alle erforderlichen Gelder sicher waren, und wir dieses Projekt realisieren konnten\u201c, sagte Gisela Happe. Die K\u00fcnstlerin im VdDK 1844 war mit ihrem bannerartigem Bild \u201eWelle 2.0\u201c prominent in der Ausstellung vertreten. Es war vor die Oberlichter der Halle geh\u00e4ngt, so dass bei Tageslicht der fast 50 Quadratmeter gro\u00dfe Fries im idealtypischen Blau erstrahlt. Das Grau des Rheins, der unmittelbar hinter der Halle vorbeiflie\u00dft, liefert dazu den Kontrast der Realit\u00e4t.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Direkten Bezug zum Fluss nimmt auch der D\u00fcsseldorfer K\u00fcnstler Uwe Priefert, der sich von Dylans \u201eWatching the River Flow\u201c hat inspirieren lassen. Auf 20 Fotos dokumentiert er ebenso einfach wie eindrucksvoll das \u201ePanta rhei\u201c-Prinzip, nach dem alles im Fluss ist, und keine Momentaufnahme jemals eine Wiederholung erf\u00e4hrt. \u201eThe Worm\u201c ist eine Skulptur von Monoblock-St\u00fchlen. Diese erinnert sie an einen Wurm, der schleichend weltweit Terrassen und Wohnungen mit seiner Einheits\u00e4sthetik erobert. Gleichzeitig ist sie durch ihre Wellenform mit Wasser assoziiert. \u201eEinerseits hat dieses Plastikteil zwar 1,5 Milliarden B\u00e4ume vor der Abholzung gerettet, andererseits steht es aber auch als Mahnmal f\u00fcr Konsum-\u00dcberfluss und die Spuren, die Plastik insbesondere im Wasser dieser Welt hinterl\u00e4sst\u201c, sagt der K\u00fcnstler Dirk Kr\u00fcll.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Auf das, was im menschlichen Bereich \u201eim Fluss\u201c ist, konzentriert sich die D\u00fcsseldorfer Fotok\u00fcnstlerin Hanne Horn mit \u201eUnterwegs\u201c. Auf acht analog aufgenommenen S\/W-Fotos, die vexierbildhaft \u00fcbereinander geblendet sind, zeigt sie subtil Ver\u00e4nderungen des menschlichen K\u00f6rpers, bei denen Weibliches und M\u00e4nnliches zusammenflie\u00dfen. Die Arbeit zeigt, dass auch in der Gender-Diskussion alles im Fluss ist und Geschlechtsspezifisches immer neu zu hinterfragen ist. Zugleich versteht sie sich als Br\u00fccke \u00fcber allem Flie\u00dfenden.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Wasser hat zweifellos auch eine zerst\u00f6rerische Kraft, doch gelegentlich \u00fcberlebt die Kunst. So waren drei f\u00fcr eine Ausstellung gerahmte Kohlezeichnungen von Elke Hopfe dem verheerenden Hochwasser in <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/dresden\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Dresden<\/a> 2002 ausgesetzt. Es glich einem Wunder, denn das Papier war zwar verdreckt, jedoch die Zeichnungen mit Graphit waren unbesch\u00e4digt geblieben.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Mit einer Multimediainstallation thematisieren Rolf Lieberknecht, prominenter Initiator des Ausstellungsprojekts, und Christian von Borczyskowski, das Wasser als Grenze, als Hindernis, wo Tausende Menschen ihren Traum vom Sehnsuchtskontinent Europa mit dem Leben bezahlen. Nicht von ungef\u00e4hr erinnern die schwarzen Teile zerschmetterter Boote auch an Sargdeckel.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Unter dem Titel \u201eStadt am Fluss \u2013 Stadt im Fluss\u201c ist derzeit in der Kunsthalle Werft 77 im&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":511979,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1831],"tags":[48,127391,2076,88321,87351,127390,2770,3364,29,3405,28491,75238,6103,30,4062,5669,3910,4819,4815,10427,1209,127388,2202,127389,69172,127392,4106],"class_list":{"0":"post-511978","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-duesseldorf","8":"tag-48","9":"tag-abschlussausstellung","10":"tag-ausstellung","11":"tag-ausstellungshalle","12":"tag-ausstellungsprojekt","13":"tag-ausstellungsprojekts","14":"tag-chemnitz","15":"tag-de","16":"tag-deutschland","17":"tag-duesseldorf","18":"tag-fluss","19":"tag-fluessen","20":"tag-fotokuenstlerin","21":"tag-germany","22":"tag-halle","23":"tag-hochwasser","24":"tag-kuenstler","25":"tag-kuenstlerin","26":"tag-kuenstlerinnen","27":"tag-kuenstlerische","28":"tag-nordrhein-westfalen","29":"tag-panta","30":"tag-projekt","31":"tag-rhei","32":"tag-rheins","33":"tag-ueberfluss","34":"tag-wasser"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115403485879452143","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/511978","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=511978"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/511978\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/511979"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=511978"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=511978"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=511978"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}