{"id":511986,"date":"2025-10-19T23:46:12","date_gmt":"2025-10-19T23:46:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/511986\/"},"modified":"2025-10-19T23:46:12","modified_gmt":"2025-10-19T23:46:12","slug":"frankfurt-am-main-sauerlach-mehr-fokus-im-job-erobern-wir-unsere-konzentration-zurueck-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/511986\/","title":{"rendered":"Frankfurt am Main\/Sauerlach | Mehr Fokus im Job: Erobern wir unsere Konzentration zur\u00fcck!"},"content":{"rendered":"<p>Frankfurt am Main\/Sauerlach (dpa\/tmn) &#8211; \u00a0\u00a0Berufst\u00e4tige kennen diese Situation: Der Bericht f\u00fcr die Chefin muss am Abend fertig sein. Doch alle paar Minuten geht eine Nachricht im Team-Channel ein, eine E-Mail springt auf oder das Smartphone brummt verf\u00fchrerisch \u2013 und schon sind wir raus.\u00a0\u00a0Ablenkungen und St\u00f6rungen stellen die Konzentrationsf\u00e4higkeit zunehmend auf die Probe. Wie eine Untersuchung in den USA zeigt, mindert die blo\u00dfe Anwesenheit des eigenen Smartphones die verf\u00fcgbare kognitive Kapazit\u00e4t einer Person. Selbst dann, wenn das Telefon ausgeschaltet oder nicht benutzt wird. Moderne Technologien zielen darauf ab, unsere Aufmerksamkeit zu kapern. Nur zu gerne geben wir uns der Ablenkung hin. Woran liegt das? Und was empfehlen Experten, damit wir unseren Fokus im Beruf wiederfinden?\u00a0<\/p>\n<p>Bewusst Auszeiten einplanen<\/p>\n<p>\u00abIn neun von zehn F\u00e4llen ist es so, dass Ablenkung von uns selbst ausgeht \u2013 wir m\u00f6chten uns ablenken lassen\u00bb, h\u00e4lt Henning Beck, Neurowissenschaftler, Science-Autor (\u00abBesser denken\u00bb, Ullstein) und Podcast-Host (\u00abKlussmann und Beck \u2013 Das Duell der Besserwisser\u00bb), fest. Das ist nur menschlich. Ablenkungen geben dem Gehirn die M\u00f6glichkeit zu verdauen, was es j\u00fcngst verarbeitet hat. Kritisch sieht er zeitlich unbegrenzte Ablenkung. Das mache es schwer, zur\u00fcck in die Arbeit zu finden. Beck empfiehlt deshalb, sich in Form von selbst gew\u00e4hlten Pausen bewusst in die Ablenkung zu begeben: \u00abAuf f\u00fcnf Teile Arbeit kommt eine Pause \u2013 das ist eine Faustregel.\u00bb\u00a0<br \/>\u00a0<br \/>Auch Cordula Nussbaum betont, wie wichtig aktiv gew\u00e4hlte Auszeiten f\u00fcrs Gehirn sind. \u00abPausen sind die beste Investition in unsere Konzentration\u00bb, so die Coachin f\u00fcr kreatives Zeitmanagement, Bloggerin (Kreative Chaoten) und Sachbuchautorin (\u00abDie 1-Minuten-Strategie gegen mentale Ersch\u00f6pfung\u00bb, G|U). Das Mittagessen ausfallen zu lassen, um in der Zeit eine Aufgabe voranzutreiben &#8211; keine gute Idee. Damit l\u00fcge man sich in die eigene Tasche. \u00abEs gibt Studien, die belegen, dass unsere Leistungsf\u00e4higkeit mit dem Auslassen der Mittagspause sinkt. Am Ende kostet uns das bis zu anderthalb Stunden\u00bb, sagt Nussbaum. Sich diese Minusrechnung vor Augen zu halten, helfe beim Umdenken.\u00a0<\/p>\n<p>Schrittweise ans Ziel<\/p>\n<p>W\u00e4hrend \u00fcber den Browser eine Textrecherche l\u00e4uft, wird der Kalender mit Meeting-Terminen gef\u00fcttert. Parallel soll eine Pr\u00e4sentation fertig werden. Diese Gleichzeitigkeit widerspricht der Art menschlichen Denkens, erkl\u00e4rt Henning Beck. \u00abEin Hirn denkt nicht mit parallel ge\u00f6ffneten Fenster, sondern blockweise\u00bb, sagt er. Versuchen wir, im Berufsleben, Aufgaben gleichzeitig zu bearbeiten, f\u00fchrt das zu einer zunehmend schlechteren Konzentrationsf\u00e4higkeit.\u00a0<\/p>\n<p>Beck r\u00e4t deshalb, die eigene Arbeit klar zu strukturieren und das Ziel im Blick zu behalten: \u00abMan muss sich klarmachen, was ist die Aufgabe, wof\u00fcr mache ich sie gerade\u00bb, sagt er. \u00abDann sollte man alle Aufgaben, die aufs Ziel hinf\u00fchren, nacheinander abarbeiten.\u00bb Hilfreich sei es, nach dem Erledigen einer Aufgabe einen klaren Schlusspunkt zu setzen. \u00abStehen Sie beispielsweise einmal auf und laufen Sie f\u00fcnfmal um den Schreibtisch\u00bb, so Cordula Nussbaum.\u00a0<\/p>\n<p>Die eigene Verf\u00fcgbarkeit reduzieren<\/p>\n<p>Der Anspruch an sich selbst ist, sowohl privat als auch beruflich, immer erreichbar sein zu m\u00fcssen. Das macht uns anf\u00e4llig f\u00fcr Ablenkung. Um im Fokus zu bleiben, h\u00e4lt es Henning Beck f\u00fcr wichtig, T\u00e4tigkeiten zeitlich klar voneinander zu trennen. \u00abNehmen Sie sich zwei Phasen am Tag vor, in denen Sie ihre E-Mails bearbeiten \u2013 zum Beispiel morgens und abends \u2013 wenn m\u00f6glich\u00bb, so der Neurowissenschaftler.\u00a0<br \/>\u00a0<br \/>Dass es bei der gezielten Reduzierung von Verf\u00fcgbarkeit auch um Erwartungsmanagement auf F\u00fchrungsebene geht, ist f\u00fcr Cordula Nussbaum eindeutig. \u00abDie Teamleitung sollte klar formulieren, wie schnell E-Mails wirklich beantwortet werden m\u00fcssen und bestenfalls Fokuszeiten vereinbaren, in denen Mitarbeitende die Chance haben, sich komplett auszuklinken, um l\u00e4ngere Zeit am St\u00fcck ungest\u00f6rt an einer anspruchsvollen Aufgabe arbeiten zu k\u00f6nnen\u00bb, so die Expertin f\u00fcr Zeitmanagement. Vormittags werden dann beispielsweise drei Stunden konzentriert gearbeitet, nachmittags sind Kommunikationszeiten.\u00a0<\/p>\n<p>Der Versuchung widerstehen<\/p>\n<p>Handy weg \u2013 Fokus da: \u00abR\u00e4umen Sie Ihr Smartphone au\u00dfer Sichtweite, wenn Sie sich konzentrieren wollen\u00bb, sagt Cordula Nussbaum. \u00abDas f\u00fchrt nachweislich zu mehr Produktivit\u00e4t. Sie arbeiten dann schneller und fehlerfreier.\u00bb Am besten sei es, das Handy morgens im B\u00fcro gar nicht erst aus der Tasche zu nehmen. Chatprogramme wie WhatsApp und Social Media sprechen unser Belohnungssystem an. \u00abDer Drang, nur mal kurz zu schauen, und die Angst, etwas zu verpassen, sind gro\u00df\u00bb, so Nussbaum. Diesem Impuls geben viele nach.\u00a0<br \/>\u00a0<br \/>Auch Henning Beck spricht sich deshalb f\u00fcr die Abwesenheit des Smartphones auf dem Schreibtisch aus: \u00abIch muss mir selbst die M\u00f6glichkeit nehmen, meine Sehnsucht nach Ablenkung zu stillen\u00bb, so der Neurowissenschaftler. Wer doch mal der Versuchung nachgibt und aufs Handy schaut, sollte sich nicht verurteilen. \u00abViel wichtiger ist es wie gesagt, der Ablenkung klar ein Ende zu setzen und zur Arbeit zur\u00fcckzukehren\u00bb, sagt Beck.\u00a0<\/p>\n<p>Die Konzentrationsf\u00e4higkeit trainieren<\/p>\n<p>Die F\u00e4higkeit, l\u00e4nger am St\u00fcck fokussiert zu sein, l\u00e4sst sich \u00fcben. Laut Henning Beck funktioniert f\u00fcr den Anfang ein Training mit k\u00fcrzeren Phasen. \u00abSie nehmen sich zum Beispiel vor, 20 Minuten ablenkungsfrei an einer Aufgabe zu arbeiten und danach eine Pause zu machen\u00bb, so seine Empfehlung. \u00abDas ist einfacher und machbarer, als den ganzen Vormittag konzentriert arbeiten zu wollen.\u00bb Funktioniert es mit den 20 Minuten gut, das Zeitfenster auf 40 Minuten ausdehnen.\u00a0<br \/>\u00a0<br \/>Cordula Nussbaum schl\u00e4gt f\u00fcr eine kleine Fokus\u00fcbung sogar ein noch k\u00fcrzeres Zeitfenster vor. \u00abSchauen Sie aus dem Fenster und nehmen Sie bewusst wahr, wie sich ein Baum bewegt \u2013 keine Chance. Der Geist schwenkt sofort ab\u00bb, sagt die Coachin. \u00abAber z\u00e4hlen Sie dabei mal von 30 nach 0 runter. Und freuen Sie sich dann dar\u00fcber, dass sie es geschafft haben, f\u00fcr einen Moment den Fokus zu halten.\u00bb<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Frankfurt am Main\/Sauerlach (dpa\/tmn) &#8211; \u00a0\u00a0Berufst\u00e4tige kennen diese Situation: Der Bericht f\u00fcr die Chefin muss am Abend fertig&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":511987,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1829],"tags":[1140,630,4941,29,2050,2051,30,41839,2052,624,122100],"class_list":{"0":"post-511986","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-frankfurt-am-main","8":"tag-arbeit","9":"tag-beruf","10":"tag-cjab","11":"tag-deutschland","12":"tag-frankfurt","13":"tag-frankfurt-am-main","14":"tag-germany","15":"tag-helpme","16":"tag-hessen","17":"tag-ratgeber","18":"tag-tmn2399"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115403501462335270","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/511986","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=511986"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/511986\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/511987"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=511986"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=511986"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=511986"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}