{"id":512426,"date":"2025-10-20T04:29:15","date_gmt":"2025-10-20T04:29:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/512426\/"},"modified":"2025-10-20T04:29:15","modified_gmt":"2025-10-20T04:29:15","slug":"urbane-energiewende-so-wirkt-die-solarpflicht-in-berlin-und-hamburg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/512426\/","title":{"rendered":"Urbane Energiewende: So wirkt die Solarpflicht in Berlin und Hamburg"},"content":{"rendered":"<p>20.10.2025 \u2013 In Berlin sind Bauherren neuer Geb\u00e4ude seit Jahresbeginn 2023 verpflichtet, eine Solaranlage zu installieren und zu betreiben. Auch f\u00fcr wesentliche Dachumbauten gilt die Solarpflicht. Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey hat dem Berliner Senat berichtet, wie das Solargesetz in Berlin wirkt.<\/p>\n<p>Mit Stand 6. Oktober 2025 gab es demnach in Berlin insgesamt 53.000 Solaranlagen mit einer Gesamtleistung von 459 Megawatt. Damit werden nach vorl\u00e4ufiger Sch\u00e4tzung aktuell rund 5,6 Prozent des in Berlin erzeugten Stroms aus Solaranlagen gewonnen. Die bislang installierte Solarleistung entspricht etwa der Strommenge, die rund 165.000 Haushalte im Jahr verbrauchen. Im Rahmen des Masterplans SolarCity will Berlin bis zum Jahr 2035 die Gesamtleistung verzehnfachen \u2013 4.400 Megawatt installierte Leistung und einen Solarstromanteil von 25 Prozent erreichen.<\/p>\n<p>Zu Beginn der Solarpflicht im Januar 2023 gab es berlinweit rund 15.000 Solaranlagen mit einer Gesamtleistung von 194 Megawatt. Ende 2023 stieg die Zahl der Solaranlagen auf rund 26.000 mit 284 Megawatt und erreichte Ende 2024 die Marke von 42.000 mit 381 Megawatt. Damit belegte Berlin bundesweit den Spitzenplatz beim Solarausbau in Relation zur Landesfl\u00e4che. Nicht ganz so rasant verl\u00e4uft der Ausbau in diesem Jahr: Von Januar bis September 2025 wurden in Berlin 11.800 neue Solaranlagen mit einer Gesamtleistung von 78 Megawatt angeschlossen.<\/p>\n<p>Besondere Anstrengungen sind laut Giffey notwendig, um mehr Berliner Unternehmen zum Bau gro\u00dfer Anlagen zu bewegen. Im Doppelhaushalt 2026\/2027 sollen j\u00e4hrlich 10 Millionen Euro in das F\u00f6rderprogramm SolarPlus flie\u00dfen.<\/p>\n<p>Nur wenige Antr\u00e4ge auf Befreiung von der Solarpflicht<\/p>\n<p>Wenn die Dachfl\u00e4chen zu klein sind, ausschlie\u00dflich eine Nordausrichtung haben, oder durch die Umsetzung der Solarpflicht besondere H\u00e4rten f\u00fcr die Eigent\u00fcmer zu erwarten sind, k\u00f6nnen Befreiungen von der Solarpflicht beantragt werden. Im Jahr 2023 wurden insgesamt 116 Befreiungsantr\u00e4ge bei der zust\u00e4ndigen Senatsverwaltung f\u00fcr Wirtschaft, Energie und Betriebe gestellt. Im Folgejahr 2024 gingen insgesamt 120 Befreiungsantr\u00e4ge ein. Im laufenden Jahr 2025 wurden in den ersten acht Monaten insgesamt 97 Befreiungsantr\u00e4ge gestellt.<\/p>\n<p>Damit bleibt die Zahl der Befreiungsantr\u00e4ge seit Einf\u00fchrung der Solarpflicht j\u00e4hrlich auf sehr niedrigem Niveau. Von den bisher insgesamt 315 eingegangenen Befreiungsantr\u00e4gen wurden 92 best\u00e4tigt, 152 negativ beschieden oder zur\u00fcckgenommen, und 71 befinden sich in Bearbeitung.<\/p>\n<p>Mit den f\u00fcnf Modulen des F\u00f6rderprogramms SolarPlus \u2013 von Gutachten, \u00fcber Stromspeicher und Messpl\u00e4tze, bis zu Sonderanlagen und kleinen Balkonsolaranlagen \u2013 wird die Wirtschaftlichkeit von Solarprojekten verbessert. Seit Programmstart im September 2022 wurden bis September 2025 insgesamt rund 27.000 Bewilligungen im Umfang von 26,5 Millionen Euro ausgesprochen. Rund 5.000 Antr\u00e4ge im Umfang von 10 Millionen Euro werden derzeit bei der Investitionsbank Berlin IBB bearbeitet.<\/p>\n<p>Solarpflicht Hamburg wurde gestaffelt eingef\u00fchrt<\/p>\n<p>Hamburg hat ebenfalls seit Jahresbeginn 2023 eine Solarpflicht. Sie galt zun\u00e4chst nur f\u00fcr Neubauten. Seit 2024 gilt sie auch, wenn an dem Dach eines bestehenden Geb\u00e4udes wesentliche Umbauten stattfinden. Auf jeweils 30 Prozent der Fl\u00e4che \u2013 bei Neubauten der Bruttodachfl\u00e4che, bei Bestandsgeb\u00e4uden der Nettodachfl\u00e4che \u2013 soll PV installiert werden. Ab Januar 2027 muss auf Flachd\u00e4chern zus\u00e4tzlich ein Gr\u00fcndach angelegt werden.<\/p>\n<p>Bis 2030 will die Hansestadt eine installiert PV-Leistung von 500 bis 800 Megawatt erreichen, bis 2035 sollen es zwischen ein und 1,5 Gigawatt sein. Aktuell sind 234 Megawatt installiert.<\/p>\n<p>Auf \u00f6ffentlichen D\u00e4chern wurden 2024 45 Solaranlagen mit einer Gesamtleistung von 3,2 Megawatt gebaut. Zu Jahresbeginn 2025 waren es insgesamt 240 Anlagen mit insgesamt 7,4 Megawatt. In diesem Jahr sollten knapp 100 weitere Anlagen dazukommen. Gro\u00dfen Anteil an der in diesem Jahr auf \u00f6ffentlichen D\u00e4chern neu entstehenden Solaranlagen hat die PV-Anlage auf dem Dach des Congress Center Hamburg (CCH) mit 393 Kilowatt Leistung. Sie ist seit September 2025 in Betrieb. Der Strom wird vollst\u00e4ndig von der Messe Hamburg genutzt.<\/p>\n<p>Photovoltaik-Strategie f\u00fcr Hamburg<\/p>\n<p>Anfang Oktober beschloss der Hamburger Senat eine Photovoltaikstrategie, die zum Ziel hat, Photovoltaikprojekte in Hamburg deutlich zu erleichtern. Der Wissensaustausch zwischen relevanten Akteuren soll gef\u00f6rdert, Synergien besser genutzt und Hemmnisse gezielt abgebaut werden. Neben den gro\u00dfen Potenzialen auf D\u00e4chern von Wohn- und Nichtwohngeb\u00e4uden werden auch Stellplatz-Photovoltaik, Agri- und Freifl\u00e4chen-Photovoltaik sowie Batteriespeicher und intelligente Energiemanagementsysteme in den Blick genommen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.hamburg.de\/go\/photovoltaik\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer nofollow noopener\">Eine Webseite<\/a> b\u00fcndelt alle Informationen f\u00fcr Eigent\u00fcmer, Unternehmer und Mieter. pf<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"20.10.2025 \u2013 In Berlin sind Bauherren neuer Geb\u00e4ude seit Jahresbeginn 2023 verpflichtet, eine Solaranlage zu installieren und zu&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":512427,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1825],"tags":[296,29,30,692,1523,2194],"class_list":{"0":"post-512426","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-berlin","8":"tag-berlin","9":"tag-deutschland","10":"tag-germany","11":"tag-hamburg","12":"tag-photovoltaik","13":"tag-solarenergie"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115404614236742300","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/512426","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=512426"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/512426\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/512427"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=512426"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=512426"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=512426"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}