{"id":512898,"date":"2025-10-20T09:13:21","date_gmt":"2025-10-20T09:13:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/512898\/"},"modified":"2025-10-20T09:13:21","modified_gmt":"2025-10-20T09:13:21","slug":"460-neue-schilder-am-juedischen-friedhof","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/512898\/","title":{"rendered":"460 neue Schilder am J\u00fcdischen Friedhof"},"content":{"rendered":"<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Anl\u00e4sslich des 70. Jahrestages der Einweihung des Denk- und Mahnmals f\u00fcr die Opfer des Nationalsozialismus auf dem Friedhof wurden auch die ersten 206 neuen Schilder pr\u00e4sentiert, die dort im Rahmen des Projekts aufgestellt wurden.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Ziel sei es, alle Gr\u00e4ber mit Namen zu dokumentieren, die bislang keine Schilder haben oder deren Inschrift durch das Wetter und weitere \u00e4u\u00dfere Einfl\u00fcsse nicht mehr zu lesen sind, sagte die Leiterin der Begegnungsst\u00e4tte Alte Synagoge, Ulrike Schrader, vor etwa 30 Besuchern. Das Projekt wird von der Begegnungsst\u00e4tte und der J\u00fcdischen Kultusgemeinde Wuppertal umgesetzt und soll im kommenden Jahr abgeschlossen werden. Die Kosten belaufen sich auf 15\u2009000 Euro.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">\u201eViele Gr\u00e4ber sind namenlos geworden\u201c, erkl\u00e4rte Schrader. Einige der etwa 1100 Gr\u00e4ber auf dem im Jahr 1900 er\u00f6ffneten Friedhof h\u00e4tten nie einen Stein bekommen, andere nur kleine Kunststoffschilder. St\u00fcrme und umst\u00fcrzende B\u00e4ume, Starkregen und weitere Verwitterungsprozesse h\u00e4tten den Steinen und Plaketten im Lauf der Jahrzehnte zugesetzt und die Inschriften unleserlich gemacht.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">In dem Projekt gehe es darum, die \u201eToten einer lebendigen j\u00fcdischen Gemeinde zu ehren\u201c, f\u00fchrte Schrader aus. Ein Friedhof habe in der j\u00fcdischen Religion einen besonderen Stellenwert, deshalb sei es wichtig, sich an die dort bestatteten Menschen zu erinnern. Projektleiterin Lucinda J\u00e4ger, die am Sonntag krankheitsbedingt verhindert war, habe im Laufe ihrer Recherche 460 Gr\u00e4ber ausfindig gemacht, bei denen kein Name vorhanden oder nicht mehr zu entziffern waren.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Der Vorsitzende der J\u00fcdischen Kultusgemeinde Wuppertal, Leonid Goldberg, erinnerte daran, dass ein j\u00fcdischer Friedhof \u201eein Ort des Gedenkens, des Glaubens und der Geschichte\u201c sei. Man befinde sich hier \u201ean einem Ort, der schweigt und viel erz\u00e4hlt\u201c. Der Friedhof habe in der j\u00fcdischen Religion eine \u201ezentrale spirituelle Bedeutung\u201c. Er werde \u201eHaus des Lebens\u201c genannt, denn dort erinnerten sich die Hinterbliebenen an die Verstorbenen. \u201eDer j\u00fcdische Friedhof ist sogar wichtiger als eine Synagoge. Beten kann man \u00fcberall, seine Toten begraben nur an einem Ort\u201c, sagte Goldberg.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Mit der neuen Beschilderung auf dem 10\u2009000 Quadratmeter gro\u00dfen Friedhof w\u00fcrden \u201eeinzelne Namen und Geschichten wieder ans Licht\u201c geholt. Das Projekt sei \u201eein wichtiger Schritt in der Erinnerungsarbeit \u2013 besonders in einer Zeit, in der Antisemitismus wieder sp\u00fcrbar zunimmt\u201c, erkl\u00e4rte der Gemeindevorsitzende. Er hoffe, dass das Projekt dazu diene, den j\u00fcdischen Friedhof am Weinberg \u201eals lebendigen Teil unseres kollektiven Ged\u00e4chtnisses\u201c wahrzunehmen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Anl\u00e4sslich des 70. 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