{"id":513198,"date":"2025-10-20T12:02:14","date_gmt":"2025-10-20T12:02:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/513198\/"},"modified":"2025-10-20T12:02:14","modified_gmt":"2025-10-20T12:02:14","slug":"mehrheit-der-eu-staaten-wollen-import-von-russischem-gas-beenden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/513198\/","title":{"rendered":"Mehrheit der EU-Staaten wollen Import von russischem Gas beenden"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/raffinerie-114.jpg\" alt=\"Eine Gazprom-Raffinerie in der Region Orenburg, Russland\" title=\"Eine Gazprom-Raffinerie in der Region Orenburg, Russland | REUTERS\"\/><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 20.10.2025 13:54 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Eine Mehrheit der EU-L\u00e4nder hat sich f\u00fcr ein Ende russischer Gaslieferungen bis Ende 2027 ausgesprochen. Das soll schrittweise geschehen. Die Slowakei und Ungarn, die noch Gas aus Russland beziehen, wurden \u00fcberstimmt.<\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die meisten EU-Staaten wollen den Import von russischem Gas schrittweise bis Ende 2027 vollst\u00e4ndig verbieten. Sp\u00e4testens dann sollen auch Langzeitliefervertr\u00e4ge beendet werden. Darauf haben sich sich die Energieminister in Luxemburg geeinigt. Die EU-Staaten m\u00fcssen nun mit dem Europaparlament \u00fcber den Gesetzentwurf beraten.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Das Verbot soll sowohl f\u00fcr Pipeline-Gas als auch f\u00fcr Fl\u00fcssigerdgas (LNG) gelten und ist ein zentraler Bestandteil des sogenannte REPowerEU-Plans, mit dem die EU ihre Abh\u00e4ngigkeit von russischer Energie beenden will.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Hintergrund ist der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine und der Versuch Moskaus, Gaslieferungen als Druckmittel einzusetzen.<\/p>\n<p>    Russisches Gas: 19 Prozent der EU-Importe<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Russisches Pipeline-Gas\u00a0und Fl\u00fcssiggas (LNG) machten im vergangenen Jahr rund 19 Prozent der Gasimporte der 27 EU-Staaten aus. Rund ein Drittel davon bezogen europ\u00e4ische Abnehmer demnach aus kurzfristigen Vertr\u00e4gen, die einfacher k\u00fcndbar sind. Diese Lieferungen sollen dem Gesetzentwurf zufolge sp\u00e4testens zum 17. Juni 2026 enden. F\u00fcr bestehende langfristige Vertr\u00e4ge gilt eine l\u00e4ngere \u00dcbergangsfrist bis Ende 2027.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Das gleiche gilt f\u00fcr kurzfristige Lieferungen \u00fcber Pipelines, die ihrerseits an langfristige Vertr\u00e4ge gekn\u00fcpft sind und an L\u00e4nder gehen, die keinen Zugang zu Wasser und H\u00e4fen haben. F\u00fcr diese Staaten ist es schwieriger, russisches Pipeline-Gas\u00a0durch per Schiff geliefertes LNG zu ersetzen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Insbesondere Ungarn und die Slowakei k\u00f6nnten damit in den kommenden zwei Jahren weiter gro\u00dfe Mengen Gas\u00a0aus Russland\u00a0importieren. Das Gesetz sieht eine Notfallklausel vor. Sollte &#8222;pl\u00f6tzlich&#8220; die &#8222;Energieversorgung eines oder mehrerer Mitgliedstaaten ernsthaft gef\u00e4hrdet&#8220; sein, kann die EU-Kommission das Importverbot kurzfristig aussetzen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Neben dem Gas-Stopp sollen Mitgliedstaaten, die noch russisches \u00d6l importieren, Pl\u00e4ne vorlegen, wie sie diese Einfuhren ebenfalls bis 2028 einstellen wollen. Um den Importstopp zu \u00fcberwachen, soll ein Genehmigungsverfahren eingef\u00fchrt werden.<\/p>\n<p>    Ungarn und Slowakei in einem Dilemma<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Ungarn und der Slowakei geht diese Klausel aber nicht weit genug. Die Entscheidung sei f\u00fcr die Slowakei &#8222;wirtschaftlich hochsensibel&#8220;, sagte die slowakische Wirtschaftsministerin Denisa Sakova. &#8222;Wir werden zu den am st\u00e4rksten negativ betroffenen Mitgliedstaaten geh\u00f6ren.&#8220; Sie forderte &#8222;finanzielle Unterst\u00fctzung durch EU-Instrumente&#8220;.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Ungarns Au\u00dfenminister Peter Szijjarto erkl\u00e4rte, die Energieversorgung habe &#8222;nichts mit Politik zu tun&#8220;. Er warf Kroatien erneut vor, f\u00fcr Gaslieferungen \u00fcber die sogenannte Adria-Pipeline &#8211; Ungarns gr\u00f6\u00dfte Alternative zur Pipeline aus Russland &#8211; zu hohe Preise zu verlangen. Sein kroatischer Amtskollege wies die Anschuldigungen umgehend zur\u00fcck.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) sowie Amtskollegen aus weiteren Staaten r\u00e4umten ein, dass der Ausstieg f\u00fcr L\u00e4nder ohne direkten Zugang zu LNG-Terminals am Wasser schwieriger sei.<\/p>\n<p>    &#8222;Krieg nicht weiter aus Energielieferungen finanzieren&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Reiche hatte vor den Beratungen in Luxemburg unterstrichen, dass Deutschland bereits kein russisches \u00d6l oder Gas mehr beziehe. Allerdings sieht sich der verstaatlichte Energiekonzern Sefe durch Langzeitvertr\u00e4ge gebunden, russisches Fl\u00fcssigerdgas abzunehmen. Dies wird nach Angaben des Wirtschaftsministeriums aber weder in Deutschland angelandet noch verwendet.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">&#8222;Wir wollen einen wichtigen Schnitt machen, damit Putin seinen Krieg nicht weiter aus Energielieferungen, Rohstofflieferungen finanzieren kann&#8220;, betonte Reiche.<\/p>\n<p>    &#8222;Energie als Waffe gegen uns&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">&#8222;Wir stehen einem Land gegen\u00fcber, das Energie gegen uns als Waffe eingesetzt hat&#8220;, betonte EU-Energiekommissar Dan J\u00f6rgensen. In dieser Position solle sich die EU &#8222;nie wieder&#8220; befinden m\u00fcssen. &#8222;Ich hoffe, dass wir dieses Paket bis Neujahr beschlie\u00dfen k\u00f6nnen&#8220;, sagte der d\u00e4nische Energieminister Lars Aagaard. Anders als die Sanktionen gegen Russland w\u00e4re der diskutierte Ausstieg juristisch ein EU-Gesetz und damit bis auf eine vorgesehene regelm\u00e4\u00dfige \u00dcberpr\u00fcfung dauerhaft.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Zeitgleich beraten die 27 L\u00e4nder \u00fcber ein 19. Sanktionspaket, mit dem die EU-Kommission die Einfuhr von russischem Fl\u00fcssiggas bereits ab Anfang 2027 blockieren will. In diesem Verfahren ist allerdings Einstimmigkeit unter den 27 EU-Staaten n\u00f6tig, au\u00dferdem m\u00fcssen Sanktionen regelm\u00e4\u00dfig erneuert werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 20.10.2025 13:54 Uhr Eine Mehrheit der EU-L\u00e4nder hat sich f\u00fcr ein Ende russischer Gaslieferungen bis Ende 2027&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":513199,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4013],"tags":[331,332,548,1213,13,14,15,4043,4044,850,307,12],"class_list":{"0":"post-513198","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-russland","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-eu","11":"tag-gas","12":"tag-headlines","13":"tag-nachrichten","14":"tag-news","15":"tag-russia","16":"tag-russian-federation","17":"tag-russische-foederation","18":"tag-russland","19":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115406395468491383","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/513198","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=513198"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/513198\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/513199"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=513198"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=513198"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=513198"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}