{"id":51352,"date":"2025-04-22T05:41:08","date_gmt":"2025-04-22T05:41:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/51352\/"},"modified":"2025-04-22T05:41:08","modified_gmt":"2025-04-22T05:41:08","slug":"so-koennte-die-eu-im-internationalen-handel-profitieren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/51352\/","title":{"rendered":"So k\u00f6nnte die EU im internationalen Handel profitieren"},"content":{"rendered":"<p class=\"font-bold text-18 leading-17\"><strong class=\"font-bold\">Trumps Z\u00f6lle haben die Welt in Ungewissheit gest\u00fcrzt. F\u00fcr die EU k\u00f6nnte sich auch eine Chance bieten, glaubt Denis Suarsana von der Konrad-Adenauer-Stiftung.<\/strong><\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Die US-Zollpolitik der vergangenen Monate hat die globale Handelsordnung ins Chaos gest\u00fcrzt. Handelsvertr\u00e4ge, die die Amerikaner mit Partnern auf der ganzen Welt hatten, sind nicht mal mehr das Papier wert, auf dem sie geschrieben sind. Die multilateralen Regeln der Welthandelsorganisation (WTO), denen bisher immerhin 83 Prozent des weltweiten Handels zugrunde lagen, scheinen f\u00fcr die US-Regierung keine G\u00fcltigkeit mehr zu haben.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Auch wenn die von US-Pr\u00e4sident Trump am 2. April verh\u00e4ngten Z\u00f6lle jetzt f\u00fcr 90 Tage aufgeschoben wurden, herrscht bei Handelspartnern weltweit gro\u00dfe Unsicherheit \u00fcber das, was danach kommt.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Die EU steht mit Blick auf die erratische US-Zollpolitik fraglos vor gro\u00dfen Herausforderungen. Schlie\u00dflich ist die europ\u00e4ische Wirtschaft wie kaum eine andere auf offene M\u00e4rkte und funktionierende globale Lieferketten angewiesen. Doch gleichzeitig er\u00f6ffnet Trumps radikaler Protektionismus der EU dank ihrer enormen handelspolitischen Bedeutung jetzt die gro\u00dfe Chance, ihre eigenen Wirtschafts- und Handelspartnerschaften weltweit zu vertiefen und zu diversifizieren.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Viele aufstrebende Schwellenl\u00e4nder wurden von Trump mit besonders hohen Z\u00f6llen belegt. Aufgrund einer hohen Abh\u00e4ngigkeit vom US-Markt und teils enormer Handelsbilanz\u00fcbersch\u00fcsse mit den <a class=\"transition-colors duration-200 cursor-pointer text-inherit no-underline text-salemsfur md:hover:text-magenta md:hover:border-magenta md:focus:text-magenta border-current border-b border-solid break-words\" href=\"https:\/\/www.t-online.de\/themen\/usa\/\" data-sctrack=\"BodyAnchor\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">USA<\/a> ist die Verhandlungsmacht dieser L\u00e4nder gegen\u00fcber der US-Regierung eng begrenzt. Statt auf Gegenz\u00f6lle setzen die meisten Schwellenl\u00e4nder auf direkte Verhandlungsbereitschaft und bieten beispielsweise eine Absenkung, wenn nicht sogar vollst\u00e4ndige Aufhebung eigener Z\u00f6lle auf US-Importe an.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Der Fall Vietnams ist hierf\u00fcr ein eindr\u00fcckliches Beispiel. Das Land wurde von der Trump-Regierung mit Strafz\u00f6llen von 46 Prozent belegt. <a class=\"transition-colors duration-200 cursor-pointer text-inherit no-underline text-salemsfur md:hover:text-magenta md:hover:border-magenta md:focus:text-magenta border-current border-b border-solid break-words\" href=\"https:\/\/www.t-online.de\/themen\/vietnam\/\" data-sctrack=\"BodyAnchor\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Vietnam<\/a> gilt als wirtschaftlicher Shootingstar S\u00fcdostasiens und bevorzugtes Investitionsziel vieler westlicher Unternehmen im Rahmen ihrer China+1-Strategie. 2024 erwirtschaftete Vietnam mit den USA einen Handels\u00fcberschuss von gigantischen 123 Milliarden <a class=\"transition-colors duration-200 cursor-pointer text-inherit no-underline text-salemsfur md:hover:text-magenta md:hover:border-magenta md:focus:text-magenta border-current border-b border-solid break-words\" href=\"https:\/\/www.t-online.de\/finanzen\/boerse\/waehrung\/eur-usd\/eu0009652759\/\" data-sctrack=\"BodyAnchor\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">US-Dollar<\/a>.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Die Exporte in die USA machen 27 Prozent der gesamten vietnamesischen Wirtschaftsleistung aus. Dauerhafte amerikanische Strafz\u00f6lle h\u00e4tten damit einen potenziell katastrophalen Effekt auf Vietnams wirtschaftliche Entwicklung. Die vietnamesische Regierung hat denn auch direkt nach Trumps &#8222;Liberation Day&#8220;-Verk\u00fcndung direkte Verhandlungen und eine Absenkung aller Z\u00f6lle auf US-Importe auf null Prozent angek\u00fcndigt.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Doch auch wenn die meisten Schwellenl\u00e4nder im Zollstreit auf Beschwichtigungen gegen\u00fcber der Trump-Administration setzen, so ist doch gleichzeitig das Vertrauen in eine langfristige und stabile wirtschaftliche Zusammenarbeit mit den USA erheblich ersch\u00fcttert worden. In vielen dieser L\u00e4nder werden nun Stimmen lauter, die eine Diversifizierung der eigenen Exporte weg vom US-Markt fordern. Gleichzeitig wachsen insbesondere (aber nicht nur) in den asiatischen Schwellenl\u00e4ndern die Bef\u00fcrchtungen, dass die eigene Wirtschaft dadurch noch st\u00e4rker in die Abh\u00e4ngigkeit von <a class=\"transition-colors duration-200 cursor-pointer text-inherit no-underline text-salemsfur md:hover:text-magenta md:hover:border-magenta md:focus:text-magenta border-current border-b border-solid break-words\" href=\"https:\/\/www.t-online.de\/themen\/china\/\" data-sctrack=\"BodyAnchor\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">China<\/a> geraten k\u00f6nnte.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Denn China ist f\u00fcr viele Schwellenl\u00e4nder schon heute der wichtigste Wirtschafts- und Handelspartner. Die USA galten bisher als wichtigstes wirtschaftliches Gegengewicht. Vor dem Hintergrund des amerikanischen Protektionismus sind die aufstrebenden Volkswirtschaften weltweit deshalb auf neue Handelspartnerschaften jenseits von USA und China angewiesen.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">F\u00fcr die EU ergibt sich dadurch eine gro\u00dfe Chance. Aufgrund des riesigen europ\u00e4ischen Binnenmarkts, der hohen Kaufkraft europ\u00e4ischer Konsumenten sowie der zahlreichen hochtechnologischen Unternehmen mit ihren global vernetzten Lieferketten gilt die EU f\u00fcr viele Schwellenl\u00e4nder mit Blick auf die notwendige Diversifizierung der eigenen Handelsbeziehungen als bevorzugter Partner. Trumps Zollpolitik k\u00f6nnte f\u00fcr die EU einen dringend notwendigen Wendepunkt in ihren Handelsverhandlungen mit Schwellenl\u00e4ndern weltweit bedeuten.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Viele dieser Verhandlungspartner sind jetzt dringend auf einen besseren Zugang zum europ\u00e4ischen Binnenmarkt angewiesen. Eine ganze Reihe von Regierungen hat deshalb in den vergangenen Tagen und Wochen bereits ihren Willen bekundet, die Handelsverhandlungen mit der EU endlich zum Erfolg zu f\u00fchren. Die EU muss dieses Momentum nutzen, um ihrerseits auf einen schnellen Abschluss laufender Handelsverhandlungen hinzuwirken.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Trumps Z\u00f6lle haben die Welt in Ungewissheit gest\u00fcrzt. 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