{"id":514038,"date":"2025-10-20T20:00:13","date_gmt":"2025-10-20T20:00:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/514038\/"},"modified":"2025-10-20T20:00:13","modified_gmt":"2025-10-20T20:00:13","slug":"chefin-nikutta-in-der-kritik-gutachten-laesst-kein-gutes-haar-an-sanierungskonzept-fuer-db-cargo","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/514038\/","title":{"rendered":"Chefin Nikutta in der Kritik: Gutachten l\u00e4sst kein gutes Haar an Sanierungskonzept f\u00fcr DB Cargo"},"content":{"rendered":"<p>                    Chefin Nikutta in der Kritik<br \/>\n                Gutachten l\u00e4sst kein gutes Haar an Sanierungskonzept f\u00fcr DB Cargo<\/p>\n<p>\t\t\t\t              20.10.2025, 20:23 Uhr<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t       Artikel anh\u00f6ren<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\tDiese Audioversion wurde k\u00fcnstlich generiert. <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/23249898\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mehr Infos<\/a><\/p>\n<p><strong>Bei der Deutschen Bahn soll sich vieles zum Besseren wenden. Besonders die seit langem defizit\u00e4re Sparte DB Cargo soll saniert werden. Das Konzept von Chefin Nikutta tauge dazu allerdings wenig, stellt ein Gutachten fest. Oft bleibe es bei Ideen und Annahmen. <\/strong><\/p>\n<p>Ein internes Gutachten der Strategieberatung Oliver Wyman \u00fcbt deutliche Kritik am Sanierungskonzept von DB-Cargo-Chefin Sigrid Nikutta. In der Analyse, die dem &#8222;Spiegel&#8220; und der Deutschen Presse-Agentur vorliegen, hei\u00dft es w\u00f6rtlich: &#8222;Das aktuelle Sanierungskonzept ist (\u2026) objektiv ungeeignet, die Krisenursachen zu beseitigen und eine Wettbewerbsf\u00e4higkeit (\u2026) herzustellen.&#8220; Eine nachhaltige Profitabilit\u00e4t w\u00fcrde so mit \u00fcberwiegender Wahrscheinlichkeit nicht sichergestellt, hei\u00dft es weiter. Grunds\u00e4tzlich sei die Aussicht auf eine erfolgreiche Sanierung aber weiterhin gegeben.<\/p>\n<p>Nach Informationen des &#8222;Spiegel&#8220; hat der Bahnkonzern die Untersuchung beauftragt, um zu kl\u00e4ren, ob die Bahn-G\u00fcterverkehrstochter Nikuttas Strategie weiterhin verfolgen kann. Seit Mitte vergangener Woche zeichnet sich demnach ab, dass dies nicht der Fall ist.<\/p>\n<p>DB Cargo soll seit Jahren Sorgenkind des Staatskonzerns sein und schreibt im Gegensatz zu vielen privaten Wettbewerbern hohe Verluste. Die EU-Kommission hat zudem entschieden, dass DB Cargo ab 2025 kein Geld mehr vom Mutterkonzern erhalten und ab 2026 eigenst\u00e4ndig Gewinne erzielen soll. Wird das Ziel verfehlt, droht eine Aufteilung und ein Verkauf von Unternehmensteilen.<\/p>\n<p>Nikutta begegnete diesem Problem bislang vorwiegend mit dem Abbau von Personal und Rollmaterial. Wie die &#8222;Frankfurter Allgemeine Zeitung&#8220; vor einer Woche berichtete, soll DB Cargo nach Nikuttas Pl\u00e4nen in den n\u00e4chsten Jahren von 19.000 auf 10.000 Besch\u00e4ftigte schrumpfen. Auch zahlreiche Werkst\u00e4tten sollen geschlossen werden. <\/p>\n<p>Eine weitere Hoffnung lag in der F\u00f6rderung des sogenannten Einzelwagenverkehrs durch den Bund. Die Sparte ist wichtig, um G\u00fcter von der Stra\u00dfe auf die Schiene zu bekommen. Gleichzeitig ist der Einzelwagenverkehr aber auch sehr kostenintensiv. Seit 2024 stellt er zu diesem Zweck rund 90 Milliarden Euro zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<p>Gutachter beklagen fehlende Unterlagen<\/p>\n<p>Doch selbst mit dieser F\u00f6rderung bleibe das Gesch\u00e4ft defizit\u00e4r. Dem Management von DB Cargo sei es der Stellungnahme zufolge nicht gelungen, ein belastbares Konzept f\u00fcr die Verwendung der Milliarden vorzulegen. &#8222;Das (\u2026) Konzept f\u00fcr den Einzelwagenverkehr basiert auf einem Portfolio von Ma\u00dfnahmen, die sich aktuell \u00fcberwiegend im Ideenstatus befinden und stark auf Annahmen beruhen.&#8220; Auf dieser Basis sei ein finaler Entwurf des Gutachtens nicht m\u00f6glich gewesen; erforderliche Unterlagen seien nicht eingereicht worden.<\/p>\n<p>Ob Nikutta die Papiere nicht vorlegen wollte oder konnte, ist offen. DB-Konzern und DB Cargo teilten auf &#8222;Spiegel&#8220;-Anfrage mit, dass sie sich aktuell nicht zum Gutachten \u00e4u\u00dfern wollen. <\/p>\n<p>Vor einer Woche forderte die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) bereits die Abberufung der Cargo-Chefin. &#8222;Nikuttas Bilanz ist verheerend &#8211; \u00fcber 3,1 Milliarden Euro Minus seit ihrem Amtsantritt sprechen f\u00fcr sich&#8220;, schrieb die stellvertretende EVG-Vorsitzende und Vize-Aufsichtsratschefin bei Cargo, Cosima Ingenschay, in einem Brief an die neue Bahn-Vorstandschefin Evelyn Palla und den Aufsichtsratsvorsitzenden Werner Gatzer. &#8222;Was sie Transformation nennt, ist in Wahrheit ein kopfloses Abwickeln&#8220;, hie\u00df es darin nach EVG-Angaben.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend die Belegschaft Tag f\u00fcr Tag alles gebe, um Z\u00fcge am Laufen zu halten, verkaufe die Unternehmensf\u00fchrung Tafelsilber, schicke betriebsnotwendiges Personal mit Abfindungen nach Hause und vergebe Leistungen ohne Not an Dritte.<\/p>\n<p>Am Nachmittag tagte der Personalausschuss der Bahn. Dieses Gremium d\u00fcrfte demn\u00e4chst \u00fcber die m\u00f6gliche Abberufung Nikuttas entscheiden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Chefin Nikutta in der Kritik Gutachten l\u00e4sst kein gutes Haar an Sanierungskonzept f\u00fcr DB Cargo 20.10.2025, 20:23 Uhr&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":514039,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[134],"tags":[175,170,169,2030,29,942,30,2776,171,174,173,172,55],"class_list":{"0":"post-514038","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-unternehmen-maerkte","8":"tag-business","9":"tag-companies","10":"tag-companies-markets","11":"tag-deutsche-bahn","12":"tag-deutschland","13":"tag-eu-kommission","14":"tag-germany","15":"tag-logistik","16":"tag-markets","17":"tag-maerkte","18":"tag-unternehmen","19":"tag-unternehmen-maerkte","20":"tag-wirtschaft"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115408274985472984","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/514038","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=514038"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/514038\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/514039"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=514038"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=514038"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=514038"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}