{"id":514405,"date":"2025-10-20T23:42:13","date_gmt":"2025-10-20T23:42:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/514405\/"},"modified":"2025-10-20T23:42:13","modified_gmt":"2025-10-20T23:42:13","slug":"osteuropa-expertin-ola-staszel-soll-neue-dok-intendantin-werden-%c2%b7-leipziger-zeitung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/514405\/","title":{"rendered":"Osteuropa-Expertin Ola Staszel soll neue DOK-Intendantin werden \u00b7 Leipziger Zeitung"},"content":{"rendered":"<p>Geht es nach dem Willen einer Auswahlkommission, wird Ola Staszel im Januar neue Intendantin des DOK Leipzig. Noch fehlt aber die Zustimmung vom Stadtrat. Staszel w\u00fcrde die Verantwortung f\u00fcr ein traditionsreiches, aber auch umk\u00e4mpftes Filmfestival \u00fcbernehmen. Erst im vergangenen November wollte die CDU das DOK aus politischen Gr\u00fcnden de facto beerdigen.<\/p>\n<p>\u201eMit Ola Staszel gewinnt die Stadt Leipzig f\u00fcr DOK eine Intendantin mit k\u00fcnstlerischem Weitblick sowie viel Erfahrung und Sensibilit\u00e4t in der Dokumentarfilmbranche\u201c, freut sich Leipzigs Kulturb\u00fcrgermeisterin Skadi Jennicke. Sie hat eine Kommission geleitet, die eine*n Nachfolger*in f\u00fcr Christoph Terhechte finden sollte. In der Kommission waren auch Stadtr\u00e4t*innen, externe Expert*innen und Terhechte selbst.<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/e052f68850124d418a969dea9514d820.gif\" width=\"https:\/\/www.l-iz.de\/kultur\/film-tv\/2025\/10\/1\" height=\"https:\/\/www.l-iz.de\/kultur\/film-tv\/2025\/10\/1\" alt=\"\"\/><\/p>\n<p>Terhechte hatte das DOK durch die Corona-Jahre gef\u00fchrt und 2023 seinen Vertrag um f\u00fcnf Jahre verl\u00e4ngert. <a href=\"https:\/\/www.dok-leipzig.de\/news\/christoph-terhechte-gestaltet-2025-seine-letzte-festivalausgabe\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Im Februar 2025 teilte das Festival mit<\/a>, dass er aus pers\u00f6nlichen Gr\u00fcnden bereits nach der diesj\u00e4hrigen Ausgabe aufh\u00f6ren wird. Geplant ist, dass Staszel und Terhechte im Januar 2026 f\u00fcr die \u00dcbergabe der Gesch\u00e4fte einen Monat lang zusammenarbeiten.<\/p>\n<p>Erfahrungen im Dreil\u00e4ndereck<\/p>\n<p>Kulturb\u00fcrgermeisterin Jennicke betont, dass Staszel daf\u00fcr bekannt sei, einen Schwerpunkt bei osteurop\u00e4ischen Themen zu setzen. \u201eDies wird eine Traditionslinie des Leipziger DOK-Filmfestivals mit Blick auf aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen prominent fortsetzen.\u201c<\/p>\n<p>Staszel war bislang als Co-Leiterin des Nei\u00dfe-Filmfestivals t\u00e4tig. <a href=\"https:\/\/neissefilmfestival.net\/en\/startseite?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=1317&amp;cHash=53949296f8c5bac92b313df94cd80404\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Dieses hatte Anfang Oktober bekanntgegeben<\/a>, dass sie sich \u201enach 14 intensiven und pr\u00e4genden Jahren\u201c verabschieden wird, \u201eum neue berufliche Wege zu bestreiten\u201c. Das Nei\u00dfe-Filmfestival findet gleichzeitig an verschiedenen Orten in Deutschland, Polen und Tschechien statt und ist in dieser Form hierzulande einzigartig.<\/p>\n<p>Die Verantwortlichen beim Leipziger DOK werden sich wohl auch in den kommenden Jahren mit gro\u00dfen politischen Herausforderungen besch\u00e4ftigen m\u00fcssen \u2013 sowohl im Programm als auch im Umgang mit Politik und Parteien. Allein innerhalb der letzten zw\u00f6lf Monate gab es drei \u2013 teilweise erfolgreiche \u2013 Versuche, dem Festival finanzielle Mittel zu streichen.<\/p>\n<p>Kampf um Geld<\/p>\n<p>Den Anfang machte im vergangenen November die CDU-Fraktion im Leipziger Stadtrat. Im Rahmen der Haushaltsverhandlungen beantragte sie, die j\u00e4hrlichen Zuweisungen in den Jahren 2025 und 2026 zu halbieren und anschlie\u00dfend vollst\u00e4ndig zu streichen. Der Fraktionsvorsitzende Michael Weickert erkl\u00e4rte das mit einzelnen \u00c4u\u00dferungen zum Nahostkonflikt abseits der eigentlichen Filmvorf\u00fchrungen.<\/p>\n<p>Kulturb\u00fcrgermeisterin Jennicke reagierte mit Unverst\u00e4ndnis auf die Vorw\u00fcrfe. In der Stellungnahme ihres Dezernats zum CDU-Antrag hie\u00df es sp\u00e4ter: \u201eEine K\u00fcrzung und Einstellung der st\u00e4dtischen Zuweisungen an die Leipziger Dokfilmwochen h\u00e4tte ebenso die Einstellung der Zuweisungen des Freistaates Sachsen zur Folge, da parit\u00e4tisches Finanzierungsgebilde, und damit die Beendigung der 70-j\u00e4hrigen Geschichte des Dokfilm-Festivals.\u201c<\/p>\n<p>Auch in den Haushaltsverhandlungen des Freistaates Sachsen stand das DOK in diesem Jahr vor massiven K\u00fcrzungen. Vor allem der Gr\u00fcnen-Fraktion war es laut DOK zu verdanken, dass die F\u00f6rderung nicht wie geplant um 22 Prozent reduziert wurde.<\/p>\n<p>Vollst\u00e4ndig gestrichen wurden allerdings die Mittel des Landes f\u00fcr barrierearme Filmfassungen, also solche mit Audio-Beschreibungen und erweiterten Untertiteln. Statt 50.000 Euro wie in den Vorjahren gibt es gar keinen Euro mehr. <a href=\"https:\/\/www.l-iz.de\/kultur\/film-tv\/2025\/08\/spendenziel-dok-leipzig-barrierefrei-630930\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mit einem Crowdfunding konnte das DOK immerhin genug Geld einsammeln<\/a>, um zumindest einige barrierearme Filmfassungen anzubieten \u2013 eine \u00dcbergangsl\u00f6sung f\u00fcr dieses Jahr.<\/p>\n<p>Ola Staszel soll keine \u00dcbergangsl\u00f6sung werden, sondern das DOK f\u00fcr mindestens f\u00fcnf Jahre \u00fcbernehmen. Der Stadtrat wird voraussichtlich in der kommenden Woche dar\u00fcber abstimmen \u2013 h\u00f6chstwahrscheinlich reine Formsache.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Geht es nach dem Willen einer Auswahlkommission, wird Ola Staszel im Januar neue Intendantin des DOK Leipzig. 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