{"id":514798,"date":"2025-10-21T03:25:12","date_gmt":"2025-10-21T03:25:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/514798\/"},"modified":"2025-10-21T03:25:12","modified_gmt":"2025-10-21T03:25:12","slug":"neue-eu-regeln-haertere-strafen-gegen-verkehrssuender-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/514798\/","title":{"rendered":"Neue EU-Regeln: H\u00e4rtere Strafen gegen Verkehrss\u00fcnder"},"content":{"rendered":"<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Das Europaparlament stimmt heute endg\u00fcltig \u00fcber neue EU-F\u00fchrerscheinvorgaben ab. Unterh\u00e4ndler des Parlaments und der EU-Staaten hatten sich bereits auf die Vorgaben geeinigt, nun folgt die letzte formelle Abstimmung. Die EU-Staaten haben drei Jahre f\u00fcr die Umsetzung in nationales Recht und ein weiteres Jahr f\u00fcr die Vorbereitung der Umsetzung. Was sich \u00e4ndert:<\/p>\n<p>Digitaler F\u00fchrerschein<\/p>\n<p>Bis sp\u00e4testens 2030 soll ein einheitlicher digitaler F\u00fchrerschein eingef\u00fchrt werden. \u00abIn Zukunft wird es in allen EU-Staaten einen digitalen F\u00fchrerschein geben, der \u00fcber das Smartphone abrufbar ist und in der gesamten EU gilt\u00bb, hei\u00dft es vonseiten des EU-Parlaments. Gleichzeitig behalten B\u00fcrger das Recht, eine physische F\u00fchrerscheinkarte zu beantragen. Beide Versionen sind gleichwertig.<\/p>\n<p>Grenz\u00fcbergreifende Fahrverbote<\/p>\n<p>Bei massiven Verst\u00f6\u00dfen gegen Verkehrsregeln in einem EU-Land kann ein Fahrverbot in der ganzen Europ\u00e4ischen Union drohen. Das soll sicherstellen, dass Verkehrss\u00fcnder k\u00fcnftig in allen Mitgliedstaaten zur Verantwortung gezogen werden \u2013 unabh\u00e4ngig davon, wo sie den F\u00fchrerschein erworben haben. Das gilt etwa f\u00fcr schwere Verkehrsverst\u00f6\u00dfe wie Trunkenheit und Drogenkonsum im Stra\u00dfenverkehr, t\u00f6dliche Unf\u00e4lle oder extremes Rasen.<\/p>\n<p>Nach geltendem Recht d\u00fcrfen EU-L\u00e4nder, die den F\u00fchrerschein nicht ausgestellt haben, Fahrverbote nur im eigenen Hoheitsgebiet durchsetzen. Nun kann der Staat, in dem der Versto\u00df stattgefunden hat, den Ausstellungsstaat dar\u00fcber informieren, der dann wiederum das verh\u00e4ngte Fahrverbot \u00fcbernehmen und EU-weit durchsetzen k\u00f6nnen soll. \u00abPraxisrelevant wird dies allerdings erst, wenn die Richtlinie in deutsches Recht umgesetzt wurde\u00bb, betont der ADAC.<\/p>\n<p>Begleitetes Fahren auch in anderen L\u00e4ndern<\/p>\n<p>Ein weiteres Element der EU-weiten Reform ist die Ausweitung des begleiteten Fahrens auf die gesamte Europ\u00e4ische Union. Junge Fahrer sollen so bereits fr\u00fcher unter Aufsicht Fahrpraxis sammeln k\u00f6nnen &#8211; in Deutschland gibt es das schon, dann sind laut ADAC aber auch Urlaubsfahrten m\u00f6glich. Auch f\u00fcr Berufskraftfahrer soll dieses Modell freiwillig angeboten werden k\u00f6nnen, um die Sicherheit auf den Stra\u00dfen zu erh\u00f6hen und dem Fachkr\u00e4ftemangel im Verkehrssektor entgegenzuwirken.<\/p>\n<p>J\u00fcngere Lkw- und Busfahrer<\/p>\n<p>Noch eine Ma\u00dfnahme gegen Fachkr\u00e4ftemangel: Das Mindestalter f\u00fcr den Lkw-F\u00fchrerschein wird von 21 auf 18 Jahre gesenkt. \u00c4hnliches passiert bei Busfahrern: Hier wird das Mindestalter von 24 auf 21 Jahre gesenkt.<\/p>\n<p>Mehr Fokus auf Sicherheit in Fahrschulen<\/p>\n<p>Auch der Unterricht f\u00fcr k\u00fcnftige Fahrerinnen und Fahrer wird angegangen. K\u00fcnftig sollen Themen wie Ablenkung durch Handynutzung, tote Winkel und Fahrassistenzsysteme st\u00e4rker Thema werden. Auch der Umgang mit Fu\u00dfg\u00e4ngern, Kindern und Radfahrenden soll st\u00e4rker ber\u00fccksichtigt werden.<\/p>\n<p>Training reicht f\u00fcr Wohnmobile bis 4,25 Tonnen<\/p>\n<p>Zudem gibt es Erleichterungen f\u00fcr Wohnmobilfahrer. K\u00fcnftig d\u00fcrfen Inhaber eines F\u00fchrerscheins der Klasse B Fahrzeuge bis zu 4,25 Tonnen nach einem speziellen Training oder einer Pr\u00fcfung steuern. \u00abOb f\u00fcr Wohnmobile eine Zusatzschulung oder auch eine Pr\u00fcfung daf\u00fcr n\u00f6tig sein wird, legt jedes Land selbst fest\u00bb, teilte der ADAC auf Anfrage mit.<\/p>\n<p>Keine verpflichtenden Medizin-Checks<\/p>\n<p>Anders als zwischenzeitlich diskutiert, wird es keine Pflicht f\u00fcr Gesundheitsuntersuchungen ab einem bestimmten Alter geben. Die EU-Staaten k\u00f6nnen f\u00fcr Auto- und Motorradf\u00fchrerscheine selbst entscheiden, ob sie ein \u00e4rztliches Gutachten oder ein Selbstbewertungsformular verlangen. \u00abF\u00fcr Deutschland d\u00fcrfte sich hier zun\u00e4chst wenig \u00e4ndern\u00bb, so die Einsch\u00e4tzung des ADAC.<\/p>\n<p>Zwischenzeitlich waren neben Gesundheitschecks auch eine Sonderkategorie an F\u00fchrerscheinen f\u00fcr schwere Autos wie SUVs oder die M\u00f6glichkeit von Nachtfahrverboten f\u00fcr junge Autofahrerinnen und -fahrer im Gespr\u00e4ch. Keine dieser Ideen konnte sich aber durchsetzen. Auch die vorgeschlagene Regel, dass F\u00fchrerscheine von Menschen \u00fcber 70 alle f\u00fcnf Jahre erneuert werden sollten, kommt vorerst nicht.<\/p>\n<p>EU-Ziel: Weniger Verkehrstote bis 2030<\/p>\n<p>Die Reform ist Teil des europ\u00e4ischen Verkehrssicherheitspakets, mit dem die EU ihr Ziel der \u00abVision Zero\u00bb verfolgt \u2013 keine Verkehrstoten und Schwerverletzten mehr bis 2050. Nach dem 2018 gefassten Ziel soll die Zahl der Verkehrstoten bis 2030 halbiert werden im Vergleich zu 2019 &#8211; davon ist die EU derzeit aber noch weit entfernt. In den vergangenen f\u00fcnf Jahren sank die Zahl der Verkehrstoten nur um rund zw\u00f6lf Prozent.<\/p>\n<p>Nach j\u00fcngsten Angaben der EU-Kommission gab es 2024 EU-weit 19.940 Tote bei Stra\u00dfenverkehrsunf\u00e4llen. Das entspreche einem R\u00fcckgang im Vergleich zum Vorjahr um zwei Prozent. Gemessen an der Bev\u00f6lkerungszahl sind die Stra\u00dfen in Schweden (20 Todesf\u00e4lle pro Million Einwohner) und D\u00e4nemark (24 Tote pro Million Einwohner) am sichersten. Deutschland liegt mit 33 Toten pro einer Million Einwohner deutlich unter dem EU-Schnitt von 45.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Das Europaparlament stimmt heute endg\u00fcltig \u00fcber neue EU-F\u00fchrerscheinvorgaben ab. 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